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Alt 15.05.2012, 14:44   #151
Rakor
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Es ist halt ein Bastelsystem... Schon immer gewesen.
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Meine Installationsmitschrift
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Alt 15.05.2012, 14:58   #152
-Nuke-
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Problem (für mich zumindest) ist ja auch nicht was systemd sein soll, sondern was es aktuell ist.C-Programme, statt Shell-Skripte, nur um den Systemstart ne Sekunde zu beschleunigen? Binäre Logdateien? Aufnehmen von udev und syslog in einen fetten Dienst? Linux-Only-Philosophie? So gut wie keine Dokumentation?

Haben die schon mal was von Portabilität, Dokumentation und Sicherheit gehört?

Ne, so nicht...
__________________
Ich glaube das hier ist 'ne Signatur...

MfG
-Nuke-
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Alt 15.05.2012, 16:52   #153
darktrym
NetBSD Paladin
 
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Beiträge: 666
Der gute Lennart hat ja einen Weg aufgezeigt, wie man die Bootzeit auf 2s verkürzen kann.
Irgendwie hab' ich doch das Gefühl, dass für die Ich-hasse-Windows-und-MacOS-Nutzer dieses ein wichtiges Argument ist.
Wobei das sicher lustig ist, wenn etwas beim Booten schiefgeht den Fehler zu finden. Funktioniert systemd so wie gedacht oder fehlt eine Option oder gar unglückliche Reihenfolge?
__________________
"Don't just believe that because something is trendy that it's good", Knuth 2012

NetBSD_6.99.19@Thinkpad_X220i
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Alt 15.05.2012, 17:35   #154
-Nuke-
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Naja, die Bootzeit ab systemd meint der Gute Herr da aber und nicht "Bootzeit ab Knopfdruck".

Bei meinem ArchLinux vergehen ab dem Init-Prozess auch nur 5-10s bis X11 startet und das auf einem Netbook mit Atom-CPU...

Und Bootzeit ist echt sooooooo irrelevant (zumindest für mich)... ich meine, ich boote meine Rechner ein mal am Tag und das meist auf dem Weg zum Klo oder sonst was. Danach ist das Teil den Rest des Tages entweder an oder im Standby.
__________________
Ich glaube das hier ist 'ne Signatur...

MfG
-Nuke-
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Alt 16.05.2012, 07:21   #155
thorwin
Tagline lost
 
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Ort: Darmstadt, Germany
Beiträge: 104
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Aus irgendeinem - für mich nicht nachvollziehbaren - Grund scheint das aber von zentraler Bedeutung zu sein. Bei neuen Windows-Versionen wird die verkürzte Bootzeit auch immer gerne als zentrale Neuerung angeprießen.

Vielleicht gibt's ja irgendwann eine Teilung zwischen Server-Linux (mit sysv-init) und Desktop-Linux (mit systemd und allen neuen Schweinereien, die sonst noch so kommen...)
thorwin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2012, 07:51   #156
xbit
Keyboard Junkie
 
Registrierungsdatum: Aug 2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 540
Bei Windows ist eine kurze Bootzeit ja auch sinnvoll. Das System muss man ja oefters rebooten.

Wobei -wie auch schon geschrieben- ArchLinux recht schnell bootet, ohne dass der systemd verwendet wird. Es geht also anscheinend auch ohne.
xbit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2012, 07:59   #157
thorwin
Tagline lost
 
Registrierungsdatum: May 2009
Ort: Darmstadt, Germany
Beiträge: 104
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Arch verfolgt ja auch eine recht minimalistische Philosophie iirc. Boote mal Ubuntu 12.04, das ist selbst auf fetter Hardware irgendwie deutlich zäher. Ist ja auch kein Wunder, wenn ich sehe, wie viele Dienste da laufen, bevor sich auch nur ein Benutzer angemeldet hat...
thorwin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2012, 08:02   #158
mark05
Registered User
 
Registrierungsdatum: Nov 2003
Ort: Bergisch Gladbach
Beiträge: 567
moin
boot zeit ist irrelevant weil es augenwischerei ist.

was bring es mir das meine gui schneller zu sehen ist aber das ganze system damit beschaefftigt ist die ganzen parallel gestarteten hintergrundproccesse abzuarbeiten
und somit fast nicht auf eine eingabe etc reagiert.

der boot proccess wird doch nicht schneller oder langsamer durch sytemd simplein sysv init etc.

schneller , subjektiv und optisch , wird es ja nur durch das parallel starten der dienste.

wenn da jetzt zufaellig eine mysql db dabei ist mit fetter datenbank drin und dort ein
table check gemacht wird nutzt keine software der welt was um denn vorgang zu beschlaeunigen nur hardware

wie schon gesagt ,da wird eine baustelle aufgemacht die vollkommen unnoetig und sinnlos
ist.

fuer ein 5-10 sekunden optischer , subjektiver bootbeschleunigung.

holger

Geändert von mark05 (16.05.2012 um 10:44 Uhr).
mark05 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2012, 10:30   #159
jmt
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Registrierungsdatum: Apr 2011
Beiträge: 184
Teilweise dauern Dinge bei Parallelisierung auch länger.
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Alt 16.05.2012, 13:39   #160
solarix
Konsolenpenner
 
Registrierungsdatum: Jun 2004
Ort: Kuchen (Fils)
Beiträge: 336
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Zitat:
Zitat von mark05 Beitrag anzeigen
moin
boot zeit ist irrelevant weil es augenwischerei ist.

was bring es mir das meine gui schneller zu sehen ist aber das ganze system damit beschaefftigt ist die ganzen parallel gestarteten hintergrundproccesse abzuarbeiten
und somit fast nicht auf eine eingabe etc reagiert.

der boot proccess wird doch nicht schneller oder langsamer durch sytemd simplein sysv init etc.

schneller , subjektiv und optisch , wird es ja nur durch das parallel starten der dienste.

wenn da jetzt zufaellig eine mysql db dabei ist mit fetter datenbank drin und dort ein
table check gemacht wird nutzt keine software der welt was um denn vorgang zu beschlaeunigen nur hardware

wie schon gesagt ,da wird eine baustelle aufgemacht die vollkommen unnoetig und sinnlos
ist.

fuer ein 5-10 sekunden optischer , subjektiver bootbeschleunigung.

holger
Vor allem ist es völlig wumpe wenn ich mehr als 100 Platten hinten dran hab, wie lang die Büchse beim hochfahren dauert und ein reconfigure reboot wird durch Parallelisierung auch nicht wirklich schneller.

Das ist vielleicht für Desktops interessant, aber nicht große für Laster.
solarix ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2012, 17:24   #161
Yamagi
Possessed With Psi Powers
 
Benutzerbild von Yamagi
 
Registrierungsdatum: Apr 2004
Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 6.552
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Auch für Desktops stellt sich allerdings die Frage, weshalb man das RC-System gleich in C schreiben muss. Das ist sozusagen die Kanone, mit der man auf einen armen, kleinen Spatzen schießt. Nichts gegen C, aber es ist in meinen Augen einfach nicht das richtige Tool für den Job. Viel zu schwer zu schreiben, zu schwer zu debuggen (und wenn es dank endloser Makro-Orgien einfacher zu schreiben wird, wird es noch schwerer zu debuggen), prinzipbedingt vergleichweise fehleranfällig (beim Systemstart natürlich besonders lustig), etc. Das RC-Scripte meist saulahm sind, hat zwei simple Gründe:
- Zum Interpretieren der Scripte wird meist eine fette, interaktive Shell (Bash, zsh) genutzt, die einfach kein guter Interpreter ist und nicht sein soll. Diese Shells brauchen relativ lange zum Starten, forken sich etliche Male in Subshells und Kommandos, interpretieren die Scripte anstatt sie durch einen JIT-Compiler zu jagen, etc.
- Die meisten Leute zu blöd brauchbare Shellscripte zu schreiben, fallen auf höchst ineffiziente Konstrukte zurück. Man kann ihnen aber keinen Vorwurf machen, da der Bourne-Syntax nun einmal sehr krude ist.
Wenn man die ganze Sache beschleunigen will, ergeben sich da direkt gleich mehrere Möglichkeiten. Erst einmal eine schlankere Shell, zum Beispiel die ash, die in unterschiedlichen Varianten in FreeBSD und Debian als /bin/sh dient. Wobei auch die noch jede Menge nicht genutztes Optimierungspotential [1] hat. Die nächste Option wäre es, einen brauchbaren und vor allem zeitgemäßen Interpreter zu schreiben. Oder man spart sich das ganze und nimmt gleich eine moderne Scriptsprache. Es gab ja durchaus für Linux RC-Systeme in Python und ähnlichem. Zuerst sollte man sich allerdings die Frage stellen, ob die RC-Scripte am Ganzen, unter Linux bereits 10x optimierten Prozess überhaupt noch einen nennenswerten Anteil haben, oder ob inzwischen der Punkt erreicht ist, an dem die Kosten für jede weitere Nanosekunde den Nutzen bei Weitem übersteigen.

Wie dem auch sei, ich hoffe wirklich, dass Herr Poettering mit seinem systemd inkl. Binärlogging den Bogen überspannt hat. Realistisch gesehen werde ich damit allerdings falsch liegen.

1: http://lists.freebsd.org/pipermail/f...ry/037581.html
__________________
Eure Tastatur verfügt nicht umsonst über zwei Shift-Tasten! Benutzt sie bitte, denn sonst ist es mir fast unmöglich euere Posts zu entziffern.

Yamagi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2012, 18:04   #162
christian83
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Registrierungsdatum: Jul 2009
Beiträge: 378
Ich bin ja der Meinung das der Systemstart so lange dauern sollte wie es notwendig ist um ein System sauber zum laufen zu bekommen.

Wenn beim booten etwas schief geht hat man meist die Brille auf, vor allem wenn man als normaler User keine Möglichkeit mehr hat das ganze nachzuvollziehen.

Es ist jetzt ja schon je nach Distribution kaum noch sinnvoll möglich Netzwerkfreigaben richtig einzuhängen. Meine wichtigen Daten sind mit EncFs verschlüsselt und sollen direkt nach dem starten in meinem home eingebunden werden... Das dumme ist nur das man nicht weiß ob und wann das eingebunden Netzlaufwerk überhaupt verfügbar ist... Das System startet jetzt zwar 3 Sekunden schneller, aber ich brauchst 30 Minuten länger um mir einen sicheren Autostartscript zu schreiben...

Aber das ist es ja was man will...

Grüße
__________________
jeegeek.cc
christian83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2012, 18:10   #163
marmorkuchen
Registered User
 
Registrierungsdatum: Aug 2004
Ort: Berlin
Beiträge: 365
Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Es ist jetzt ja schon je nach Distribution kaum noch sinnvoll möglich Netzwerkfreigaben richtig einzuhängen. Meine wichtigen Daten sind mit EncFs verschlüsselt und sollen direkt nach dem starten in meinem home eingebunden werden... Das dumme ist nur das man nicht weiß ob und wann das eingebunden Netzlaufwerk überhaupt verfügbar ist... Das System startet jetzt zwar 3 Sekunden schneller, aber ich brauchst 30 Minuten länger um mir einen sicheren Autostartscript zu schreiben...

Aber das ist es ja was man will...

Grüße
Hallo,

dafür sind ja die Targets gedacht, ähnlich der Milestones unter Solaris.

Systemd ist eh nur ein müder SMF-Abklatsch...

Gruß

marmorkuchen
marmorkuchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2012, 18:17   #164
christian83
Senior
 
Registrierungsdatum: Jul 2009
Beiträge: 378
Zitat:
dafür sind ja die Targets gedacht, ähnlich der Milestones unter Solaris.
Schon, aber um solche Probleme erst einmal zu lösen muss man mehr Zeit investieren als man jemals wieder mit einem schnellen Booten rausholen kann.

Der Startvorgang ist ja eine der wichtigsten Sachen und der sollte so sicher wie möglich sein. Mann muss sein System sauber, sicher und planbar starten können. So ganz nebenbei gibt es noch genügend andere Baustellen da will ich mich als Anwender nicht noch am Systemstart abmühen müssen.

Der Unix Grundgedanke ist ja auch mache ein Programm das eine Sache richtig macht. Oder ein einfache Code der das macht was er soll ist das Ziel. Nur leider versucht man hier sich gegenseitig mit immer komplexeren Systemen zu übertrumpfen...

Wer zum Teufel braucht ein Binärlogging? Da will man wohl den normalen Anwender daran hindern zu verstehen was passiert oder was? Ich verstehe es zumindest nicht...

Grüße
__________________
jeegeek.cc
christian83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2012, 18:21   #165
marmorkuchen
Registered User
 
Registrierungsdatum: Aug 2004
Ort: Berlin
Beiträge: 365
Hallo,

wie gesagt nur ein müder SMF-Abklatsch.

SMF dagegen ist wirklich nett und vor allem durchdacht.

Gruß

marmorkuchen

p.s. Bootzeiten verkürzen, unheimlich wichtig
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Stichworte
hal , sessions , systemd , udev


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