![]() |
|
|
|||||||
| Portal | Wiki | IRC-Chat | Registrieren | Benutzerliste | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
![]() |
|
|
Themen-Optionen | Thema bewerten | Ansicht |
|
|
#1 |
|
Registered User
Registrierungsdatum: Dec 2006
Beiträge: 187
|
Ports und Pakete mischen
Hallo miteinander,
ich brauch wieder etwas Unterstützung, denn ich hänge wieder. Ich bin ja recht frischer FreeBSD User und habe mir ein System zum Ausprobieren installiert. Ich habe mir X11 aus den Ports installiert, und anschließend auch Gnome2 durch Ports. Das hat einiges gedauert, soweit verlief aber alles ok. Nun wollte ich gnome2 wieder runterhauen und hab "wahrscheinlich fälschlicherweise" durch den Befehl pkg_deinstall -R x11/gnome2 irgendwas durcheinadergebracht? was mich nun etwas verwundet, dass ich "pkg_deinstall" gar nicht mehr finden kann? locate pkg_deinstall sagt mir, dass es anscheinend in /usr/local/sbin liegen sollte, ein ls -al bestätigt jedoch, dass es nicht vorhanden ist. Wo ist das denn geblieben? Ich kann mich wage erinnern, dass der Deinstallationsprozess irgendwelche Komplikationen brachte und irgendwann abbrach, bin mir aber nicht mehr ganz genau sicher. Liegt einige Wochen zurück, da ich nicht die Zeit hatte am FreeBSD System weiterzuarbeiten. Ich dachte, wenn Gnome2 weg ist, könnte ich mir XFCE installieren, aber ein pkg_add -r xfce4 bringt nur viele dependency Fehler, weil einiges nicht gefunden werden kann. Nun las ich immer öfter dass man in FreeBSD Ports und Packages nicht mischen sollte/darf/kann. Kann mir das jemand genau erklären, wieso das eigentlich so ist? Ich mein die Ports-Geschichte alles schön und gut, aber macht es wirklich soviel Sinn ALLES aus Ports zu installieren? Erstens dauert das ewig, und ich als "Laie" hab eh meistens keine Ahnung welche Config-Optionen ich verwenden sollte damit ich Performance rausholen könnte aus der Applikation. Ich denke ein Paket hätte es auch getan :-) Wie verhält sich das alles zueinander, und wieso steckt ich nun an diesem Punkt fest? Stehe grad etwas auf dem Schlauch und hoffe ihr könnt mich aufklären. Danke an Alle im Voraus. |
|
|
|
|
|
#2 | ||||
|
Forenkasper
Registrierungsdatum: Aug 2006
Ort: Aachen
Beiträge: 702
|
Zitat:
Die Pakete und die Ports haben zuweilen unterschiedliche Versionen, Abhängigkeiten und wenn man das zusammenmischt, dann landet man zuweilen in einem Sumpf. Zitat:
![]() Zitat:
Zitat:
Du kannst Dich auch durchfrickeln, aber mit deinen Anmerkungen zu deinen Kenntnissen, wirst Du da auch nichjt glücklich. Wenn es ein Dektop-PC ist, kannst Du mal nach PC-BSD schauen, vielleicht ist das was für Dich?
__________________
grüße peterle --- Ich habe einen IQ unterhalb einer Kartoffel. Ich wusste nicht, dass man zum hier schreiben einen IQ oberhalb einer Kartoffel haben muss. [Jana Heinze am 20.06.2002 in dspm] |
||||
|
|
|
|
|
#3 |
|
Registered User
Registrierungsdatum: Dec 2006
Beiträge: 187
|
@peterle: ich will ja lernen, nicht unbedingt das System in Kürze produktiv setzen. PC-BSD habe ich schonmal als Live-OS gesehen, aber ich will eigentlich FreeBSD lernen.
Rechner langsam hin- oder her, Gnome2 hat schon ewig gedauert. Normale Applikationen gehen natürlich ratzfatz, aber ich meinte eben Gnome2 in dem Falle ![]() wie kann ich denn alle Pakete löschen? oder sollte ich lieber alles port-mäßige deinstallieren? Ich würde gerne Packages verwenden, statt Ports. Wie sollte ich nun hier vorgehen? |
|
|
|
|
|
#4 |
|
Registered User
Registrierungsdatum: Jul 2006
Beiträge: 1.615
|
Nochmal der gute Rat: sieh dir PC-BSD an.
Es ist FreeBSD. Es ist FreeBSD, Punkt. Es ist nicht irgendetwas extra Angefertigtes. FreeBSD ist nur das System, die Grundlage, auf der du dein System fertig bauen kannst. Je nachdem, was du möchtest, baust du vielleicht eine einfache Firewall oder eine komplexe, einen router, einen Fileserver mit diversen Diensten oder vielleicht eben auch einen Desktop -PC, wie ihn die allermeisten User gerne wollen. Manche behaupten sogar, FreeBSD sei kein Desktop-System. Solche Aussagen sind schwierig zu verstehen. GNU/Linux ist eine Kombination, die ziemlich exakt das ist, was FreeBSD darstellt, nämlich eine Kombination aus einem Kernel und einem Userland und es erlaubt einem ziemlich genau die gleichen Dinge, die einem FreeBSD auch erlaubt. Also ist demnach ein GNU/Linux auch kein Desktop-System. Ich sehe das natürlich mal wieder anders. Kein Desktop-System ist für mich etwa ein busybox/Linux, denn hier kannst du gar keinen Desktop realisieren. Dafür ist das nicht gedacht. FreeBSD und GNU/Linux sind alleine jeweils auch keine Desktop-Systeme, aber sie bieten die gleichen Möglichkeiten der Erweiterung zu einem solchen System. Wer einen Desktop aufbauen will, braucht entsprechende Kenntnisse, Zugang zu den Quellen und die nötige Zeit. Oder, er nimmt etwas, das bereits von anderen freiwilligen Helfern passend zusammen gestellt worden ist. Im GNU/Linux Bereich gibt es zahlreiche Beispiele für sogenannte Distributionen, die fast immer vollkommen Endanwender-Gerecht und mit fertigen Desktop-Systemen daher kommen. Im FreeBSD Bereich gab es Freesbie, Desktop-BSD und eben PC-BSD. PC-BSD ist geblieben, die beiden anderen Projekte sind mittlerweile verwaist? Also, PC-BSD ist FreeBSD, plus ausgesuchte Programme, die ein Desktop-System bilden, plus einer vorgefertigten und Endanwender-gerechten Konfiguration, plus den Zugang zu den üblichen Paketen und Ports, plus den Zugang zu eigenen Paketen. Zu deinem Problem. Es gibt kaum einen vernünftigen Grund, ein Desktop-System aus den Ports zu bauen. Es gibt diverse Gründe und ich bin gelegentlich gescheitert, weil aus Paketen installierte Programme (allen voran X) nicht so wollten, wie sie sollten. Doch das hat sicherlich Seltenheitswert und für alle anderen Fälle möchte ich das so ausdrücken: wenn du nicht weißt, welche Vorzüge eine Installation aus den Ports dir bietet, dann brauchst du sie auch nicht und solltest sie lassen. Damit hast du aber nun ein Problem. So vernünftig dieser Ansatz ist, vor allem für Leute, die ein Desktop-System betreiben wollen, er hat in FreeBSD eine sehr geringe Priorität. Es geht den Entwicklern scheinbar fast nie darum, etwas zu machen, nur, weil es dem Endanwender Bequemlichkeit bringt, wenn es bereits einen funktionierenden Mechanismus zu einer Aufgabe gibt. Ich kann das auch verstehen. Deshalb ist zwar pkg_add vorhanden und brauchbar, doch es ist nicht der Weisheit letzter Schluss in Fragen Installation aus Binärpaketen. Es gibt einen Versuch, diese Angelegenheit vollkommen neu zu regeln und der scheint vielversprechend. Dies und Erklärungen zu Paketen und Ports haben wir hier erst kürzlich in mehreren Threads gesehen. Benutze bitte mal die Suchfunktion oder sieh mal hin, das ist wirklich noch nicht lange her und weiter in der Vergangenheit finden sich zahlreiche Beiträge. Du bist nicht der erste, der diese Fragen stellt und manche Antworten sind wirklich gut. PC-BSD wird diese Neuerung dann sicher auch drin haben, aber vorab hatten die schon mal nebenbei ein eigenes System etabliert, das immer mehr Pakete enthält und so den Zugriff auf die Grundlagen, die FreeBSD Ports und Pakete, immer seltener erforderlich macht. Nun ist es aber nicht so, als könne man nur wegen der schlechten Funktion von pkg_add kein Desktop-System mit Paketen aus einem FreeBSD bauen. Es heißt dabei nur, das der Anwender schauen muss, was er denn macht und die Lücken, die pkg_add vielleicht lässt, selbst füllt. Dazu will ich nun nur wenige Hinweise geben. ll -tr /var/db/pkg zeigt dir zum Beispiel die installierten Pakete in der richtigen Reihenfolge. Das kann entscheidende Bedeutung dafür bekommen, was du vielleicht löschen möchtest. pkg_upgrade(1) ist ein Tool, das bereits nun deutlich mehr Komfort zur Installation aus Paketen bietet, als pkg_add und ich möchte es dir empfehlen. Es braucht eine passende Konfiguration (wie pkg_add ja auch). Es gibt meta-Ports(Pakete?), die nichts anderes machen, als eine ausreichend große Anzahl von Paketen zu installieren, damit deine gewünschte Anwendung auch läuft. Diese Meta-Ports müssen nicht alles enthalten, was du willst. Vielmehr ist nur von einer Art Grundinstallation auszugehen, wesentlich mehr findet sich als Paket oder in den Ports. Meldungen über verletzte Abhängigkeiten sind vielleicht die, nein DIE Aufgabe, die ein System-Administrator eines FreeBSD-Systems zu lösen hat. Das ist nicht zu ignorieren, sondern zu lösen! Wenn du diese Meldungen bekommst, dann lies sie und finde eine mögliche Antwort, probiere die und wenn es nicht geht, fang nochmal von vorne an!
__________________
“Two of the most famous products of Berkeley are LSD and Unix. I don’t think that this is a coincidence.” From: The UNIX-HATERS Handbook, ISBN 1-56884-203-1 |
|
|
|
|
|
#5 |
|
Registered User
Registrierungsdatum: Jul 2006
Beiträge: 1.615
|
zufällig bin ich wieder auf deinen Beitrag hier aufmerksam geworden und finde, dass ich Gestern noch was nicht gesagt habe, das für dich die Sache vielleicht verständlicher machen kann.
pkg_deinstall -R x11/gnome2 verwendet den Schalter, die Option -R und die ist sehr verwirrend. Es gibt -R und -r und das wird meiner Ansicht nach auch nicht immer bei allen Befehlen gleich verwendet, oder ich verstehe es nicht immer richtig, weil ich es gelegentlich verwechsle. Ich weiß nicht, wie man das besser erklären soll, als jedesmal zuvor in der man-page nachlesen und erst einen Befehl versuchen, der nichts macht und nur ausgibt, was er denn machen würde (wo es das gibt, bei pkg_deinstall etwa die Option -n). Mal einen Blick auf die Bedeutung von -r, -R bei pkg_deinstall und danach bei pkg_glob. pkg_deinstall Code:
Code:
Code:
Noch ein paar Zeilen mehr dazu: Code:
Bei mir einmal unter allgemeinem Gelächter mittels eines im root-Verzeichnis abgesetzten make deinstall sehr zerstörerisch für mein frisch installiertes System. Code:
Du kannst nun weiter installieren und jeweils die gefundenen Fehler suchen und fehlende Abhängigkeiten korrigieren. Ich empfehle das aber nicht. Besser, du setzt dein System neu auf, liest dazu das Handbuch und befolgst die Ratschläge, richtest dein System ein und installierst dann mit pkg_upgrade neu, was dir wünschenswert ist. Oder, nimm PC-BSD und genieße es, alles schon brauchbar zu finden. Du kannst dir das ansehen und es dann auch ändern. Für mich war das mehr Aufwand, als es mit FreeBSD zu machen, aber meine Ansprüche sind nicht sehr hoch und weichen häufig von denen anderer Nutzer ab.
__________________
“Two of the most famous products of Berkeley are LSD and Unix. I don’t think that this is a coincidence.” From: The UNIX-HATERS Handbook, ISBN 1-56884-203-1 |
|
|
|
|
|
#6 | |||
|
Forenkasper
Registrierungsdatum: Aug 2006
Ort: Aachen
Beiträge: 702
|
Zitat:
Jeder hat mal so angefangen und außer dem, was pit sagt, nämlich Lösungen für Fehler in defekten Ports/Paketen finden und dadurch Übung gewinnen, bleibt Dir keine andere Möglichkeit. Zitat:
Den aus den Ports bauen, ist auch für schnelle Rechner und einen geduldigen Admin sicherlich eine Herausforderung und dann haben wir noch nicht über ein kleines portsnap fetch update und ein folgendes Update gesprochen ... Zitat:
Vielleicht ist aber auch OpenBSD eine Alternative für Dich, die nutzen AFAIR begeistert packages.
__________________
grüße peterle --- Ich habe einen IQ unterhalb einer Kartoffel. Ich wusste nicht, dass man zum hier schreiben einen IQ oberhalb einer Kartoffel haben muss. [Jana Heinze am 20.06.2002 in dspm] |
|||
|
|
|
|
|
#7 |
|
Registered User
Registrierungsdatum: Dec 2006
Beiträge: 187
|
Danke euch beiden soweit. Also bevor Missverständnisse noch weiter ausgeholt werden, nochmals zur Verdeutlichung: das gnome2 war in dem Fall nunmal der Auslöser meines geschilderten Problems. Daraus soll aber nicht gleich geschlussfolgert werden, dass ich in 3 Tagen ein fertiges Desktop-System unter BSD haben wollte. Ich möchte nicht PCBSD, OpenBSD, NetBSD oder sonstwas installieren und ausprobieren. Das kommt dann zu seiner Zeit, wenn wirklich Interesse und die Intension besteht. Ich hab jetzt FreeBSD installiert und es gibt keinen Grund für mich alles von neu zu installieren. Auch wenn ich grad hänge, ich möchte da dranbleiben. Ich möchte mein Problem beseitigen, dazu muss ich es erstmal verstehen lernen und dann verstehen lerne wie ich mit den gegebenen Werkzeuge ans Ziel komme.
Es ist mir momentan egal, ob X11 funktioniert, Windows-Manager nicht funktioniert, usw... ich will definitiv mit meiner jetzigen Installation weitermachen und zwar so lange bis ich es verstanden und zu handhaben gelernt habe, oder bist der Bildschirm (oder mein Kopf) raucht :-) @pit: http://www.freebsd.org/gnome/docs/faq2.html#uninstall erklärt übrigens auch, dass man mit pkg_deinstall -R x11/gnome2 deinstalliert. Keine Ahnung was da jetzt schiefgelaufen ist. Bin momentan auch ziemlich ausgelastet, werde aber versuchen sobald es mir möglich ist, dem Problem weiterwidmen. Bis dahin, danke euch Allen. |
|
|
|
|
|
#8 |
|
Forenkasper
Registrierungsdatum: Aug 2006
Ort: Aachen
Beiträge: 702
|
Wenn Du das so richtig von Hand lösen willst, dann nimm keine Packages und nimm keinen Metaport und sei sehr konservativ bis vergesslich mit Portstree Updates.
![]()
__________________
grüße peterle --- Ich habe einen IQ unterhalb einer Kartoffel. Ich wusste nicht, dass man zum hier schreiben einen IQ oberhalb einer Kartoffel haben muss. [Jana Heinze am 20.06.2002 in dspm] |
|
|
|
|
|
#9 | |
|
Registered User
Registrierungsdatum: Jul 2006
Beiträge: 1.615
|
Zitat:
Auch ein schneller Rechner muss immer noch die Quellen aus dem Netz laden, bei mir ist das eine der Bremsen. Dann kann ich nicht gut einen ganzen Rutsch von benötigten Ports bauen, weil immer wieder nach neuen Optionen gefragt wird. Ich sitze aber nicht ständig vor dem PC und erwarte diese Abfragen, es kann schon mal ein Tag vergehen, ehe ich überhaupt sehe, dass eine Interaktion erforderlich ist. Also, mein System ist aus den Ports gebaut und nicht aus Paketen und ich habe mich entschieden, es nun langsam sterben zu lassen. Es war mal ein FreeBSD6x und ich habe es seither stets hochgezogen und viele Probleme lösen müssen. Nun soll es aber FreeBSD8.3 bleiben, bis ich mich von diesem Rechner trenne, was etwa zeitgleich mit dem Auslaufen des 8-ter Zweiges geplant ist (kann natürlich bei HW-Versagen schnell anders kommen). Allerdings habe ich auch PCs, etwa einen Asus Netbook, auf dem ich ausschließlich Pakete verwendet habe. Das geht sehr gut. Meine Empfehlung, es zunächst nur mit Paketen zu probieren, bleibt deshalb. Nunja, du willst FreeBSD. OpenBSD und NetBSD und DragonFlyBSD sind andere BSDs. PC-BSD ist FreeBSD. Verstehst du, das kannst du nicht über einen Kamm scheren. Ich will das nur ganz deutlich machen, nicht deinen festen Entschluss in Frage stellen. Du willst es nicht neu versuchen und bei dem bereits installierten bleiben. Aber du kannst nicht sagen, was du da eigentlich nun installiert hast. Der pkg_deinstall Befehl hatte vermutlich häufiger erklärt, dass du manches nicht löschen solltest, weil es noch von anderen Abhängigkeiten benötigt wird. Ich weiß es nicht, ich vermute nur mal. Wie würde ich da nun vorgehen (und ich bin wirklich erklärter Laie!), wenn ich an deiner Stelle wäre? Nun, ich würde mir ansehen, was ich zuletzt (angeblich) installiert hatte. ll -tr /var/db/pkg zeigt dir exakt, wann was installiert wurde und da siehst du nach dem verdächtigen Datum und etwa mit pkg_deinstall löschst du dann alles, was danach gekommen ist. Anschließend machst du etwa pkgdb -fF oder -aufF, sieh dir halt die man-page an und entscheide. Dabei werden vermutlich einige Ungereimtheiten zu Tage kommen, die löst du dann. Danach entscheidest du, ob du Pakete oder Ports brauchst. Willst du Ports, aktualisierst du erst mal deinen Portstree auf dem PC. Dann (oder vielleicht besser zuvor) entscheidest du, von welcher Ressource aus du installieren möchtest und belegst deine Variablen entsprechend. Nun sollte alles an deinem System gehen, es sollte Sound möglich sein, es sollte möglich sein, deine diversen HW-Komponenten zu erkennen und anzusprechen und du solltest ein Nutzer-Konzept haben und eine Vorstellung davon, wie du später das System nutzen möchtest. Wenn du alles bis dahin erledigt hast, dann beginnst du damit, zusätzliche SW einzuspielen. Es gibt Leute, die gleich ein komplettes DE installieren, andere fangen erst mal mit X an und sehen, wie das geht. Wie auch immer, es ist mir wichtig, genau an diesem Punkt ganz klar zu machen, dass nun die Aufgabenstellung für jedes System genau gleich ist, egal, ob wir von einem OpenBSD, einem NetBSD, DragonFlyBSD oder GNU/Linux sprechen. Die Syntax, die benutzten Befehle und ihre Optionen mögen sich unterscheiden, aber die Aufgabe bleibt ganz genau gleich. Es will zusätzliche SW installiert werden, die nicht zum eigentlichen System gehört. Entweder aus den Quellen, oder aus vorgefertigten Paketen. PC-BSD ist FreeBSD und benutzt daher genau die gleichen Befehle. Oder besser, es kann sie nutzen, denn sogar die (meisten) Befehle zum Einbauen der zusätzlichen SW gehören schon nicht mehr zum eigentlichen System, sondern müssen zusätzlich installiert werden. Irgendwie glaube ich, ins Leere zu reden. Leider bin ich nicht didaktisch geschult, habe aber trotzdem immer das Gefühl, den eigentlichen Knackpunkt mit meinen Erklärungen nicht zu treffen. Natürlich schließe ich immer von mir selbst auf andere und damit blamiere ich mich nicht selten, denn meist sind in diesem Forum sehr viel kompetentere Leute unter Wegs, als ich das jemals sein werde. Mir ist deshalb auch dein Hintergrund nicht gegenwärtig und ich weiß nicht, für wen ich nun einen Vortrag halte. Du weißt selbst nicht so genau, was du gemacht hast und du weißt auch nicht wirklich, wie der Stand der DInge auf deinem PC nun ist und erinnerst dich nur vage. Da prophezeie ich ins Blaue hinein, dass das nichts wird mit FreeBSD und dass du dir falsche Vorstellungen davon gemacht hast. Ich glaube, dass ich mit diesem Eindruck nicht alleine bin und deshalb kam die Empfehlung für PC-BSD. Wie vielleicht gesagt, arbeite ich seit Jahren nur mit FreeBSD und OpenSource und bin ein unbedarfter Endanwender. Deshalb zählt meine Angabe nicht für alle, aber ich brauchte mehr als fünf Installationen, um überhaupt zu kapieren, was ich besser nicht will und wie ich dann weiter komme! Diese Installationen machte ich nacheinander und ruhte mich nicht auf einem erzielten Erfolg aus. Es hatte sich so ergeben, nicht, dass ich eine derartige sadomasochistische Veranlagung hätte. Andererseits gehört die wahrscheinlich irgendwie doch dazu. Du solltest dich sträuben, aber nicht unsinnig sträuben, eine Neuinstallation zu machen. Geh davon aus, dass du nicht direkt zum Erfolg kommen kannst und stattdessen eher einige ruinöse Fehler auf deinem Weg liegen werden. Um diese zu erkennen und daraus etwas zu lernen, ist es unabdingbar, dass du genau weißt, was du getan hast und wie das System reagiert hat. Du kannst das nicht nebenbei und gelegentlich angehen, damit überforderst du dich selbst und schließlich alle, die vielleicht helfen können. Mach es ganz und lerne richtig, oder lass es lieber und nimm eine einfachere Alternative.
__________________
“Two of the most famous products of Berkeley are LSD and Unix. I don’t think that this is a coincidence.” From: The UNIX-HATERS Handbook, ISBN 1-56884-203-1 |
|
|
|
|
|
|
#10 |
|
Forenkasper
Registrierungsdatum: Aug 2006
Ort: Aachen
Beiträge: 702
|
Um mal das "neu installieren" ein wenig zu relativieren ... wenn ich ein neues System aufsetze, dann packe ich da durchaus in problematischen Fällen auch 10 oder 20x ein neues FreeBSD drauf, bis das alles so paßt, wie ich das möchte.
Eine Neuinstallation ist zuweilen einfach schneller und Nerven schonender als eine Reparatur. Das gilt gerade bei Paketen und ist unter anderem auch bei Sicherungen so. Ein Restore der Daten und Config-files ist eines - meist ein leichtes, ein restore des gesamten Systems zuweilen mit erheblichen Knüppeln im Weg versehen. Zumindest wenn wir vom RL ausgehen und uns nicht in einer kleinen Testumgebung befinden.
__________________
grüße peterle --- Ich habe einen IQ unterhalb einer Kartoffel. Ich wusste nicht, dass man zum hier schreiben einen IQ oberhalb einer Kartoffel haben muss. [Jana Heinze am 20.06.2002 in dspm] |
|
|
|
|
|
#11 |
|
Parasprite
|
WTF? Ich habe noch nie eine Neuinstallation durchgeführt. Ich kann irgendwie nicht nachvollziehen, wie das einfacher oder weniger Arbeit sein soll.
__________________
[ bsdlogo 2.0 - Wiki - Ports - LibreOffice Pakete - PM schreiben - kamikaze@bsdforen.de ]
Disclaimer: My posts represent my perception. Errors and incompleteness are to be expected, I deny any responsibility to know everything. |
|
|
|
|
|
#13 | |
|
Forenkasper
Registrierungsdatum: Aug 2006
Ort: Aachen
Beiträge: 702
|
Zitat:
![]() Unabhängig davon, dürften deine Kenntnisse eine FreeBSD-Installation tiefer sein, als seine. ![]()
__________________
grüße peterle --- Ich habe einen IQ unterhalb einer Kartoffel. Ich wusste nicht, dass man zum hier schreiben einen IQ oberhalb einer Kartoffel haben muss. [Jana Heinze am 20.06.2002 in dspm] |
|
|
|
|
|
|
#14 |
|
Parasprite
|
Mag sein. Aber auch meine allererste FreeBSD Installation lief für ein paar Jahre. Und meine einzige Vorerfahrung waren diverse DOS Versionen, Windows 9x und Windows XP.
__________________
[ bsdlogo 2.0 - Wiki - Ports - LibreOffice Pakete - PM schreiben - kamikaze@bsdforen.de ]
Disclaimer: My posts represent my perception. Errors and incompleteness are to be expected, I deny any responsibility to know everything. |
|
|
|
|
|
#15 | |
|
Forenkasper
Registrierungsdatum: Aug 2006
Ort: Aachen
Beiträge: 702
|
Zitat:
Heute braucht man nur noch eine CD/DVD in das Laufwerk schieben und los gehts ...
__________________
grüße peterle --- Ich habe einen IQ unterhalb einer Kartoffel. Ich wusste nicht, dass man zum hier schreiben einen IQ oberhalb einer Kartoffel haben muss. [Jana Heinze am 20.06.2002 in dspm] |
|
|
|
|
![]() |
| Dieses Thema betrachten zurzeit 1 Personen. (0 registrierte Benutzer und 1 Gäste) | |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | Thema bewerten |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Erstellt von | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| FreeBSD Statusreport Januar bis März 2012 | Yamagi | News | 13 | 14.05.2012 19:44 |
| FreeBSD Statusreport Oktober bis Dezember 2011 | Yamagi | News | 0 | 27.01.2012 11:01 |
| FreeBSD: 16.000 Ports überschritten | Daniel Seuffert | News | 48 | 06.01.2007 22:26 |
| FreeBSD: Status Report April-Juni 2006 | Daniel Seuffert | News | 2 | 12.07.2006 12:15 |
| FreeBSD Statusreport 3/2005 | Yamagi | News | 1 | 18.11.2005 19:23 |