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Alt 28.10.2012, 21:21   #16
Azazyel
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Der Einfachheit halber beziehe ich mich im Folgenden im Allgemeinen auf Red Hat EL. Vieles davon trifft auch auf die Konkurrenz von SUSE zu.

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Es gibt ja immer Leute die behaupten das Linux auf dem Markt eine Rolle spielt, im Server Bereich mag das ja auch zum Teil richtig sein, aber auch dort sucht man bei wirklich kritischen Anwendungen nach Linux Systemen.
Nachdem ich schon persönlich bei Finanzdienstleistern und Energieversorgern Linux im 24/7-Einsatz in kritischen Bereichen (d.h. bei Ausfällen brauchen sich die Zeitungen in den kommenden Wochen keine Gedanken darüber machen, was sie als Schlagzeile bringen sollen) gesehen habe - woher hast du denn diese Weisheit?

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Linux lebt eben von dem "Wir sind die guten"-Hype.
Solche Slogans interessieren im geschäftlichen Umfeld keine Sau.

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
In vielen Geräten wird es auch gerne genutzt weil man es eben anpassen kann und eine eigenentwicklung (mehr) Geld kostet.
Korrekt.

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Aber im richtigen Arbeitsumfeld wird Linux nie ein Sicheres System sein.
Red Hat ist CCC EAL4+ zertifiziert (so wie allen anderen großen OS auch - Windows, z/OS, Solaris, etc.). Anscheinend sind Leute, die sich professionell mit Sicherheit beschäftigen, anderer Meinung als du. Das sollte denen aber zu denken geben!

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Zum einen ändert sich alle paar Wochen Schnittstellen oder Standardprogramme und dann gibt es noch die große Unsicherheit wegen Sicherheit und Patente.
Änderungen innerhalb des Kernels interessieren keinen einzigen Anwender. Von Änderungen an Standardprogrammen (hat sich an sh was geändert? ) habe ich auch noch nichts bemerkt. Nachdem reichlich Standardsoftware (Oracle Database, SAP R/3, etc.) darauf über viele Jahre hinweg unterstützt wird, der Rest der Welt anscheinend auch nicht.

Jeder Supportvertrag bei Red Hat beinhaltet automatisch eine Patent Indemnification, wie bei Microsoft oder Oracle auch.

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Redhat versucht diese Probleme zu umgehen mit stabilen Schnittstellen und das entfernen von "gefährlichen" Bestandteilen, aber der Aufwand der da betrieben werden muss mit Treiber Portierungen auf einen älteren Kernel ist ja Irrsinn.
Bei 3.700 Angestellten kann man schon etwas mehr Aufwand treiben.

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Microsoft oder auch Apple liefern ihre Systeme ja nicht nur als Software aus, sie geben den Verkäufern und Kunden eine Rechtssicherheit. Alle Patentfragen sind geklärt und wenn es Probleme gibt ist der Kunde auf der sicheren Seite.
Siehe oben - das liefert Red Hat auch.

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Man sieht es aktuell schön bei Android. Wenn Linux jemals einen Marktanteil bekommen sollte würde es in kurzer Zeit weggeklagt werden. Im Zweifel würde es dann auch die Nutzer treffen die es einsetzen oder Hersteller die Ihre Hardware mit dem System verkaufen würden teuer bezahlen.
Das hat sich SCO auch gedacht. Die Realität war anderer Meinung.

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Man kann es jetzt zwar mal wieder auf das Patentsystem schieben, aber Linux hat ganz andere Probleme als Patente die es verletzt. Es gibt niemanden der eine Richtung vorgibt. Linux expandiert in alle Richtungen unkontrolliert bis es irgendwann den Endknall gibt, in welcher Form auch immer.
Bis zum Weltuntergang am 21. Dezember ist es noch etwas hin.
Ferner war ich bislang immer der Meinung, eine aktive Entwicklergemeinde, die auch mal Neues ausprobiert, sei ein Vorteil für ein Softwareprojekt. Nicht umsonst gibt es bei Linux den "staging tree", wo neue Entwicklungen erstmal getestet werden, bevor sie übernommen werden - oder auch nicht.
Problematisch wird es doch erst, wenn zuwenig Entwickler an einem Projekt arbeiten (siehe Intel-Treiber unter FreeBSD vor ein paar Wochen).

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Die Linux Entwicklung ist mit einem Tumor vergleichbar. Es wächst unkontrolliert immer weiter bis es keine Ressourcen mehr gibt dieses Wachstum weiter zu steigern und dann war es das...
Warte mal, den Satz kenn ich doch in ähnlicher Form - bist du es, Steve Ballmer?

Geändert von Azazyel (28.10.2012 um 21:26 Uhr). Grund: Rechtschreibfehler
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Alt 28.10.2012, 21:37   #17
h^2
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Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Die letzten Wochen ist es um Android wodurch der Linux Kernel ja viel Aufmerksamkeit bekommen hat sehr ruhig geworden. Aktuell konzentrieren sich die Hersteller auf Windows 8 und Windows Phone 8 und wenn man jetzt im Linux Lager den Entwicklern das Leben unnötig schwer macht und diese beleidigt und beschimpft darf man sich nicht wundern wenn man nie über die 1% am Desktop kommt...
Äpfel und Birnen!? Weil "man" im Linux Lager "den Entwicklern" das Leben schermacht, hat das "was" mit dem Desktop genau zu tun? Genau die Hersteller, denen das Leben angelbich schwer gemacht wird, produzieren doch alle für Android. Anscheinend hat sich auch noch für keins der Mult-Milliarden-Doller Unternehmen gelohnt, die GPL-Komponenten duch BSD-Komponenten zu ersetzen oder eigene zu schreiben.
Und bis jetzt sieht die Geschichte von Android ja auch nicht nach einem untergehenden Schiff aus, ich weiß nicht, welche Zahlen oder Analysen ihr da lest.

Und natürlich konzentrieren sich *jetzt gerade* die Hersteller auf Windows8, weil das neu ist und jeder mit im Gespräch sein weil, aber ich verspreche dir, dir einen Kasten Bier zu kaufen an dem Tag, an dem die Anzahl der verkauften Windows-Phones, die der auf Linux-Kernel basierten Phones übersteigt.

Gerade in dieser Situation riskiert niemand im Linux-Kernel Team irgendwen zu verprellen. Ich meine, das "F*** You" von Linux Torvalds hat ja noch nicht mal zu Empörung bei Nvidia geführt, sondern dazu, dass Nvidia nachgefragt hat, was sie tun können um netter anzukommen.
Ich weiß nicht, ob es letztendlich wirklich zu mehr offenen und dokumentieren Chips führt, aber schaden kanns nicht. Vor allem nicht der BSD-Community.
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Alt 28.10.2012, 23:12   #18
christian83
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Zitat:
Ich weiß nicht, ob es letztendlich wirklich zu mehr offenen und dokumentieren Chips führt, aber schaden kanns nicht. Vor allem nicht der BSD-Community.
Nur was nützt einem ein dokumentierter Chip? Man sieht ja bei Grafikchips wie die von Ati die ja gut Dokumentiert sind das es kaum weiter geht. Klar werden viele Funktionen unterstützt aber von der Performance sind die freien Treiber noch nicht mal irgendwo in der nähe der unfreien Treiber.

Zitat:
Das hat sich SCO auch gedacht. Die Realität war anderer Meinung.
Ich denke das kann man nicht direkt vergleichen. Wenn Linux wirklich mal einen relevanten Marktanteil bekommen würde, wäre es nur eine Frage der zeit bis geklagt und kassiert wird. Es ist ja heute unmöglich ein System zu entwickeln ohne Patentierte Techniken zu nutzen. Im Moment kümmert das niemanden weil Linux nicht relevant ist. Wenn jetzt millionen Computer mit einem kompletten Linux System verkauft werden sieht das anders aus. Jetzt lohnt es sich noch nicht für Patentverwerter. Wenn wollen die den verklagen einen kleinen Hans Müller der im Keller ein paar Routinen für ein Programm schreibt? Da wird wohl kaum genug zu holen sein um den Prozess zu bezahlen... Nein man wartet bis eine Technik eine große Verbreitung hat und kassiert dann. Da einzelne Personen wohl nicht zu greifen sind wird man in diesem Fall wohl an die Gerätehersteller gehen und dort Geld verlangen. Dann gibt es die Möglichkeit sie zahlen und Ruhe ist, oder sie sagen das ist uns zu heiß und teuer wir nehmen ein anderes System...

Zitat:
Aber im richtigen Arbeitsumfeld wird Linux nie ein Sicheres System sein.
Ich muss mich selbst noch mal kommentieren. Ich meinte mit Sicherheit die Rechtssicherheit was Patente betrifft. Sorry ich hatte wohl zu viel frische Luft heute.

Zitat:
Jeder Supportvertrag bei Red Hat beinhaltet automatisch eine Patent Indemnification, wie bei Microsoft oder Oracle auch.
RedHat und Oracle ist klar, aber was ist zum Beispiel mit dem normalen Anwender der erreicht werden will. Wenn ein großer Computerhersteller seine Geräte mit einem Ubuntu oder OpenSuse bzw. allgemein mit einem aktuellen (keinen Schinken wie RedHat/Oracle) ausliefern will schaut es aber schon wieder schlecht aus. Dort gibt es keine solchen Patentverträge die den Hersteller und Kunden schützen. Wahrscheinlich wäre das auch kaum möglich ohne das halbe System wegzulassen.

Zitat:
Warte mal, den Satz kenn ich doch in ähnlicher Form - bist du es, Steve Ballmer?
Nee, so verdreht bin ich nun auch nicht

Nein mal im ernst ich sehe die Sache nur eben mit einem gesunden Abstand. Wenn ich mir einige Leute immer anhören ist alles mist außer Linux. Aber es gibt so viele Baustellen die nie fertig werden und wenn etwas nicht richtig läuft wird wochenlang geflamt und 10 Dienste geschrieben die den Fehler umgehen anstatt diesen zu beheben nur weil einer der Meinung ist das muss so sein... Mir hat Linux früher Spaß gemacht inzwischen bin ich wieder bei Windows weil ich mit Linux wenig Freude hatte und Windows inzwischen stabiler läuft. Ich hatte die letzten Jahre immer mehr Kernel Panics weil immer irgendwo mal was schief ging. Bei Windows hatte ich das seit Jahren nicht mehr, selbst wenn der Grafiktreiber dort abschmiert geht es weiter nur das Bild wird mal kurz schwarz... Ich weiß nicht wie oft ich meinen Reset Knopf betätigen musste weil das super stabile kms oder irgendwelche neuen Kernel Treiber den Rechner abgeschossen haben.

Ich weiß es ist gefährlich hier Microsoft zu loben, aber die Linuxer haben immer über Microsoft geschimpft wie unstabil das System sein soll, aber man hat dort seine Hausaufgaben gemacht und Windows XP/7/8 sind einfach solide Systeme die problemlos laufen. Linux macht jetzt die selben Fehler und will immer schneller immer mehr. Dabei geht die Stabilität immer mehr verloren. Man sieht es auch bei FreeBSD das es auch anders geht. FreeBSD ist auch extrem Robust (mal von der usb Geschichte in älteren Versionen abgesehen) und wenn ich FreeBSD nutze habe ich keine Angst das der Kernel mal wieder abschmiert wenn ich von der grafischen Oberfläche in die Konsole wechsel... Linux wollte mal ein einfaches System sein, inzwischen ist es so einfach das es komplizierter ist als früher...

Ich glaube aber wir kommen immer weiter vom Thema ab

Grüße
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Geändert von christian83 (28.10.2012 um 23:17 Uhr).
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Alt 29.10.2012, 08:01   #19
-Nuke-
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Naja, Wayland wird im Linux-Lager nicht allzu viel "fixen".

Das Hauptproblem ist eher, dass man sich einfach nicht einigen kann. Als Beispiel mal die Hardware-Video API. Mit VAAPI gibt's eigentlich eine API, die alle anderen APIs unterstützt. Trotzdem arbeitet jeder Hersteller noch an seiner eigenen API und je nach Projekt implementiert man lieber alle 3-4 APIs. Natürlich mit mittelmäßigen Erfolg. Und dann ist der Treiber natürlich noch buggy.

Genauso mit der Oberfläche. Hier fehlt es auch an einer einheitlichen Treiber-API (nein, Gallium3D ist eher ein inkonsitentes Treiber-Framework), um darauf sinnvoll ein 2D-Framework zu bauen. WDDM von Windows definiert so viel, an das sich die Treiber halten müssen, dass man wunderbar APIs wie Direct2D implementieren konnte.

Ich sehe irgendwie nicht, dass sich das in den nächsten Jahren im OpenSource Bereich ändern wird. Und schon jetzt hängt man Jahre hinterher.
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Ich glaube das hier ist 'ne Signatur...

MfG
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Alt 30.10.2012, 19:40   #20
Azazyel
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Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Nur was nützt einem ein dokumentierter Chip? Man sieht ja bei Grafikchips wie die von Ati die ja gut Dokumentiert sind das es kaum weiter geht. Klar werden viele Funktionen unterstützt aber von der Performance sind die freien Treiber noch nicht mal irgendwo in der nähe der unfreien Treiber.
Inzwischen wurde auch in diesem Bereich eine Komplexität erreicht, die mehr als einen Entwickler in Vollzeit auslasten kann.

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Wenn ein großer Computerhersteller seine Geräte mit einem Ubuntu oder OpenSuse bzw. allgemein mit einem aktuellen (keinen Schinken wie RedHat/Oracle) ausliefern will schaut es aber schon wieder schlecht aus.
Wie -Nuke- schon korrekterweise bemerkt hat, brauchen wir uns in Anbetracht des Zustands und der Attraktivität der Open-Source-Desktops auf absehbare Zeit nicht mit einem Run auf den Open-Source-Desktop auseinandersetzen; daran wird auch Wayland wohl nichts ändern.

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Mir hat Linux früher Spaß gemacht inzwischen bin ich wieder bei Windows weil ich mit Linux wenig Freude hatte und Windows inzwischen stabiler läuft. Ich hatte die letzten Jahre immer mehr Kernel Panics weil immer irgendwo mal was schief ging.
Stimmt, auf dem Desktop ist Linux wirklich katastrophal. Ich nehme alle heilige Zeit einen neuen Anlauf mit Linux (und BSD) auf dem Desktop, nur um wieder reumütig zu Windows zurückzukehren.

Zitat:
Zitat von christian83 Beitrag anzeigen
Ich weiß es ist gefährlich hier Microsoft zu loben, aber die Linuxer haben immer über Microsoft geschimpft wie unstabil das System sein soll, aber man hat dort seine Hausaufgaben gemacht und Windows XP/7/8 sind einfach solide Systeme die problemlos laufen.
Man sollte die Erfolge der Konkurrenz neidlos anerkennen und daraus lernen. Wer heutzutage mit Argumenten aus der Zeit um NT 4.0 aufwartet, erweist den BSDs einen Bärendienst.

Mit Wayland besteht meiner Ansicht nach die Gefahr, dass wieder mal eine gemeinsame BSD/Linux-Komponente wegfällt, BSD auf dem Desktop noch exotischer wird und NVIDIA mittelfristig - so wie Intel jetzt schon - auf blöde Ideen kommt.
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Alt 30.10.2012, 21:26   #21
Kamikaze
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Ihr steht hier mit der Meinung nicht alleine da. Technisch sind aktuelle Windows Versionen sehr überzeugend.

Ich persönlich bin der Meinung man sollte aufhören Linux hinterherzuhecheln und stattdessen die Microsoft WDDM Treiberschnittstellen zu implementieren. Dann kriegt man super Treiber direkt von den Herstellern, direkt beim Ausrollen der Hardware.

Yamagi meint das ist problematisch, weil der Windows-Kernel in Ring 1 läuft und der FreeBSD Kernel in Ring 0. Aber NDISwrapper hat ja auch funktioniert. Ich denke also das Hindernis ist überwindbar.

Und ja, ich weiß, damit hat man noch keine Oberfläche. Aber man kann genauso einen X Grafikkartentreiber für WDDM schreiben. Dann muss man zwar wieder einen Grafiktreiber entwickeln, aber eben nur den einen.

Edit:
Dass ich WDDM so toll finde ist übrigens Yamagis Schuld.
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Alt 31.10.2012, 12:48   #22
christian83
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Zitat:
Yamagi meint das ist problematisch, weil der Windows-Kernel in Ring 1 läuft und der FreeBSD Kernel in Ring 0. Aber NDISwrapper hat ja auch funktioniert. Ich denke also das Hindernis ist überwindbar.
Müsste man damit diese Treiber laufen nicht auch eine Windows API bieten? Also ein Treiber nutzt ja nicht nur die eigene Hardware sondern auch Funktionen die das System bereit stellt.

Zitat:
Dass ich WDDM so toll finde ist übrigens Yamagis Schuld.
Im Grunde ist es ja auch toll. Was passiert wenn der Grafiktreiber unter Linux/FreeBSD einen Fehler macht? Meist hat man dann blinkende Punkte auf seinem Monitor bis man den Reset Schalter bemüht. Da ist dann meist nichts mehr zu retten, bei Windows passiert das auch je nach Treiber mal hin und wieder, nur hier geht kurz der Bildschirm aus und nach 1-2 Sekunden geht es weiter. Das schlimmste das mir dabei passiert ist war das mein Spiel abgeschmiert ist

Aber wie Yamagi schon sagte, das Problem ist das im Linux Lager ohne Ziel und Dokumentation versucht wird etwas umzusetzen.

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Alt 31.10.2012, 14:33   #23
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Hmm, natürlich geht es mir um die Kernbereiche des Treibers. Nicht um die Konfigurationstools etc. die da mitkommen. Nicht, dass die nicht praktisch wären, aber man muss halt Prioritäten setzen.

Um ehrlich zu sein, kann ich den Aufwand auch nicht wirklich abschätzen. Das ginge erst, wenn jemand damit anfängt.
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Alt 31.10.2012, 19:08   #24
Yamagi
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Eine 1:1 Implementierung von WDDM wird auf einem unixoiden System nicht möglich sein. Dafür sind die Konzepte sowohl nach oben, als auch nach unten im Geräte-Stack zu unterschiedlich. Das beginnt halt damit, dass Windows in allen 4 Ringen der x86-CPU läuft, die Unix-Familie aber nur zwei nutzt. Dann ist dort die sehr enge Verzahnung mit DirectX und seinen Brüdern zu nennen, nach oben integriert WDDM eng mit der Desktopumgebung bis hin zum Windows Manager. So gut WDDM auch sein mag, es ist halt eine Lösung, die speziell für die Windows-Familie entwickelt wurde. Und selbst wenn man es implementieren könnte, zumindest eine Teilmenge davon auf unixoide Systeme portieren, ist dort noch immer das Problem mit dem Urheberrecht, Patenten und so weiter. Microsoft wird zu recht kaum ruhig zuschauen, wenn ihnen jemand an die Kronjuwelen möchte.

Was ich in dem Originalthread sagen wollte war, dass das viel gescholtene Microsoft einfach mal seine Hausaufgaben gemacht und ein Problem auf professionelle Weise gelöst hat. WDDM gibt es in ausgelieferten Produkten seit 2006. Seitdem hat es lediglich 2 Erweiterungen der API gegeben, sowohl WDDM 1.1 als auch 1.2 fügen lediglich Dinge ein, die es damals noch nicht gab oder nicht relevant waren. Wie oft wurde seitdem der freie Grafikstack umgefrickelt? Wie viele zueinander inkompatible und dennoch murksige APIs hat das KMS-Projekt seitdem hervorgebracht? Wer den freien Grafikstack ernsthaft auf ein solides Fundament stellen will, muss so ehrlich sein und sich mindestens WDDM unvoreingenommen anschauen.

Was man allerdings machen könnte, wäre eine API zu designen, die sich an WDDM orientiert und dem nahe genug ist, um Portierungen einfach zu machen. Ich glaube, es wäre schon eine sehr große Hilfe, wenn nicht ein die kompletten unteren Ebenen eines Grafiktreiber für die freien Systeme neugeschrieben werden muss, stattdessen der vorhandene Windows-Code angepasst werden kann. Aber sind wir ehrlich, sowas wird nicht passieren. Im BSD-Lager hat niemand ein ernsthaftes Interesse, ein solches Projekt zu starten. Und im Linuxlager wird aus ideologischen Gründen alles verhindert, was auch nur in 100 Kilometer Entfernung nach stabiler API riecht. Und daher ist es leider nicht unrealistisch, dass wir irgendwann alle WDDM nutzen werden. Mit einem Metro oben drauf.
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Alt 01.11.2012, 10:55   #25
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Och, Nvidia beweist doch, dass man sehr portablen Treibercode schreiben kann, indem an allem anderen vorbeiprogrammiert und sein eigenes Ding macht... so portabel, dass sie selbst FreeBSD unterstützen können ohne von ihrer internen Finanzregulierungsfoo auf den Deckel zu kriegen.
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Alt 02.11.2012, 11:17   #26
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Zitat:
Zitat von Yamagi Beitrag anzeigen
Eine 1:1 Implementierung von WDDM wird auf einem unixoiden System nicht möglich sein. Dafür sind die Konzepte sowohl nach oben, als auch nach unten im Geräte-Stack zu unterschiedlich. Das beginnt halt damit, dass Windows in allen 4 Ringen der x86-CPU läuft, die Unix-Familie aber nur zwei nutzt. Dann ist dort die sehr enge Verzahnung mit DirectX und seinen Brüdern zu nennen, nach oben integriert WDDM eng mit der Desktopumgebung bis hin zum Windows Manager. So gut WDDM auch sein mag, es ist halt eine Lösung, die speziell für die Windows-Familie entwickelt wurde. Und selbst wenn man es implementieren könnte, zumindest eine Teilmenge davon auf unixoide Systeme portieren, ist dort noch immer das Problem mit dem Urheberrecht, Patenten und so weiter. Microsoft wird zu recht kaum ruhig zuschauen, wenn ihnen jemand an die Kronjuwelen möchte.

Was ich in dem Originalthread sagen wollte war, dass das viel gescholtene Microsoft einfach mal seine Hausaufgaben gemacht und ein Problem auf professionelle Weise gelöst hat. WDDM gibt es in ausgelieferten Produkten seit 2006. Seitdem hat es lediglich 2 Erweiterungen der API gegeben, sowohl WDDM 1.1 als auch 1.2 fügen lediglich Dinge ein, die es damals noch nicht gab oder nicht relevant waren. Wie oft wurde seitdem der freie Grafikstack umgefrickelt? Wie viele zueinander inkompatible und dennoch murksige APIs hat das KMS-Projekt seitdem hervorgebracht? Wer den freien Grafikstack ernsthaft auf ein solides Fundament stellen will, muss so ehrlich sein und sich mindestens WDDM unvoreingenommen anschauen.

Was man allerdings machen könnte, wäre eine API zu designen, die sich an WDDM orientiert und dem nahe genug ist, um Portierungen einfach zu machen. Ich glaube, es wäre schon eine sehr große Hilfe, wenn nicht ein die kompletten unteren Ebenen eines Grafiktreiber für die freien Systeme neugeschrieben werden muss, stattdessen der vorhandene Windows-Code angepasst werden kann. Aber sind wir ehrlich, sowas wird nicht passieren. Im BSD-Lager hat niemand ein ernsthaftes Interesse, ein solches Projekt zu starten. Und im Linuxlager wird aus ideologischen Gründen alles verhindert, was auch nur in 100 Kilometer Entfernung nach stabiler API riecht. Und daher ist es leider nicht unrealistisch, dass wir irgendwann alle WDDM nutzen werden. Mit einem Metro oben drauf.
Es muss ja kein WDDM sein.

Mir reicht es schon das ich ein Desktop System zusammen suchen muss anhand der Grafikkarte damit ich FBSD nutzen kann.
Das versetzt einen so ziemlich in die 1980/90er Jahre zurück. Nur das man heute keine Speicheradressen mehr kennen muss. Aber die Hardware muss immer noch passen, sonst kann ich den FBSD Desktop vergessen.
Gerade im Ultra/Netbook bereich ist die Luft ziemlich dünn für FBSD.
Sollte Nvidia mal den Support für FBSD einstellen, dann frage ich mich was man dann macht ? Den User Linux zu empfehlen halte ich für keine gute Strategie. Ich nutze ja FBSD nicht aus Spass, sondern weil ich damit Arbeite und ein Stabiles und Sicheres System haben will.
OK, man könnte auch andere Unixe nehmen, aber warum sollte man sich immer der Konkurrenz beugen ?

Ich brauche ja nicht umbedingt vollen 3D Support. Mir reicht ein Desktop mit dem ich noch anständig arbeiten kann.
2D Beschleunigung sollte zwecks Video verarbeitung schon drin sein. Stabil sollte das ganze auch sein.
Das sollte doch wenigsten in Zukunft mit allen Mainstream Hersteller Karten möglich sein.

Ich versteh auch nicht, warum die Linuxer immer mehr ihr Inselleben wollen. Ich würde es besser finden wenn die
Entwickler wieder mehr zusammen arbeiten würden und eine EINHEITLICHE Api bauen die für BSD und Linux Kernel funktionieren. Zumindest was den 2D Support angeht.
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Alt 02.11.2012, 12:41   #27
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Ich hätte schon gerne OpenCL und 3-D Unterstützung. Wir sind da vollkommen außen vor und das schmeckt mir nicht.
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Alt 02.11.2012, 12:57   #28
christian83
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Zitat:
Och, Nvidia beweist doch, dass man sehr portablen Treibercode schreiben kann, indem an allem anderen vorbeiprogrammiert und sein eigenes Ding macht...
Ich würde mal behaupten das Nvidia das nicht aus Spaß macht, sondern die Leute dort werden wahrscheinlich mehr Erfahrung mit solchen Dingen haben wie ein Freak der im Keller ein paar Zeilen zusammen schreibt. Außerdem wissen die ganz genau was sie brauchen und haben auch die Kontrolle darüber. Wenn man sich auf eine Kernel Funktion unter Linux verlässt kann es sein das man in der kommenden Kernel von allen verlassen ist und nichts mehr geht. Dann ist doch die eigene Schnittstelle besser.

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Alt 02.11.2012, 13:07   #29
darktrym
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Zahlt denn Oracle immer noch dafür, dass Nvidia einen Treiber anbietet?
Solange das der Fall ist, wirds wohl auch ein FreeBSD Treiber geben.
Wie ist eigentlich der Streit um DMA-BUF ausgegangen?
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Alt 02.11.2012, 17:25   #30
Yamagi
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nVidia ist ein gutes Beispiel für Portabilität, aber nicht unbedingt ein Ersatz für WDDI. Es ist halt auf der Kernelseite ein mehr oder minder platformagnostischer Kern, der mit einem Wrapper in die umgebende Plattform eingebunden wird. Unter Windows geschieht das sicher mit WDDI, unter Linux und FreeBSD mit den dort verfügbaren Interfaces. Es liegt also eine Ebene über der Schnittstelle.

Auf Linux hat Nvidia natürlich auch eine Art Sonderstellung. Sie gehen ihren eigenen Weg und sind damit sehr erfolgreich, auch wenn die GPL-Krakeler es anders sehen mögen, kann man dagegen nur schlecht an argumentieren. Die Sache ist halt ganz einfach: "Kein Nvidia-Blob bedeutet, dass Linux für jede ernsthafte Grafikanwendung ungeeignet wird. Und dazu gehören teilweise auch aktuelle Spiele." Und anders AMD/ ATI - von deren Hardware ich immer noch sehr viel halte - hat Nvidia es geschafft, einen absoluten Großteil des Codes platformunabhängig zu implementieren und dennoch Qualität und Performance zu halten. D.h. die Arbeit wird einmal für Windows gemacht, kann dann recht problemlos für Linux übernommen werden. Die Unterschiede zwischen Linux, FreeBSD und Solaris dürften gering sein und sich hauptsächlich auf den Opensource-Wrapper um das Kernelmodul beschränken.

Und meine ganze bescheidene Meinung ist, dass man endlich akzeptieren sollte, dass Grafiktreiber zu komplex sind, um sie komplett als Opensource-Projekt zu realisieren. Und das sowohl AMD als auch Nvidia in ihrem Treiber sicher größere Mengen Code von Drittanbietern haben, sowie dort so viel Know-How (der Treiber ist die GPU!) drinsteckt, dass sie den niemals opensourcen werden. Also, hört auf die Blobs auszubremsen. Das hilft niemanden, schadet aber allen. Punkt. Man kann ja gleichzeitig einen freien Treiber schreiben, wie z.B. es AMD macht. Und wer partout keinen Blob will oder nur rudimentäres 3D will, kann den nehmen. Und wenn die Hersteller den Support alter Hardware durch den Blob einstellen, dürfte der freie Treiber weit genug sein, um ihn ersetzen zu können. Und selbst wenn nicht. Jemand, der ernsthaft in 3D macht, wird keine 5 Jahre alte Karte einsetzen.
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