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Alt 27.05.2012, 09:29   #16
solarix
Konsolenpenner
 
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Beiträge: 336
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Ergänzung zum Bären.
Folgende Fragestellungen hab ich mir irgendwann mal zusammen gebröselt.

*Grundsätzliches
- Was will ich sichern........
- Wie restore ich das wieder???
- Ermittlung der im Haus verwendeten Schütterapplikationen (z.B. Exchange, DB2, whatever)
- Brauche ich dedizierte Backup Agenten und bietet mir das die ausgewählte Backupsoftware?
- Hat die Applikation schon ein Tool was das Backup vereinfacht? Z.B. Oracle RMAN
- Was bezahlt auch der Kunde?
- Kann der Kunde sich HA leisten?
- Kann ich die Betriebsicherheit gewährleisten?
- Gibt es Herstellersupport, oder muss ich mich auf Mailinglists verlassen?
- Wie ist die SLA?

- Beherrscht auch jemand anders im Haus die evaluierte Backup Methode/Software?
Besonders wichtig wegen Urlaubsplanung (kein Witz)

** Systemwiederherstellung
- ... brauch ich Baremetal?
Oder ist es einfacher ein StandardImage über PXE; Wanboot TFTP, HTTP (whatever) von einem Installserver aufs Blech zu blasen dann den Restore anzuschmeissen?

*Infrastruktur
- Muss ich mit Hitzeproblemen rechnen?
- Hab ich eine USV?
- Sind meine Standorte weit genug auseinander (K Fall) ?
- WIe groß ist das aktuelle Volumen?
- Mit wieviel Wachstum ist in den nächsten 24 Monaten zu rechnen?
- Hab ich ein dediziertes Backupnetz, mit dedizierten Netzwerkswitchen?
- Was mach ich bei einem Ausfall des Backupservers?
- Gibt es einen funktionierenden internen DNS, oder besser mehrere?
wenn nicht liebt der liebe Gott eine sehr gut gepflegte /etc/hosts!


Worauf man besonders achten muss.... gibt es auf den Windows Clients Software die dem verwendete Backup Agenten evtl. in die Suppe spuckt? Z.B. Norton.
Incompleted Backups sind gerade bei Windows Maschinen nicht so ungewöhnlich.

- Wie lange hebe ich Backups auf.... oder wie lange kann ich sie anhand der Infrastruktur und dem ermittelten Wachstum vorhalten?

Sprich Retention Policy
Browsing Policy
Denke immer an den User der vor sechs Monaten ein Excelsheet erstellt hat und es ein Dreiviertel Jahr später nicht mehr findet....


- Testen von Incremental/Differential Backups, für den Katastrophenfall, kriegt man die wieder unfallfrei zusammen?


Archivierung....
- Was muss gesetzlich archiviert werden?
--- Sprich z.B. Geschäftliche Mails
- Wie lange ist die Aufbewahrungszeit?
-- Im Krankenkassenumfeld z.B. 30 Jahre
- Dann muss Centera her...

Das sind alles Punkte die man bedenken sollte, weil man sonst selbst mit einem Fuss im Gefängnis steht, insbesondere der Punkt Archivierung.

Letzte und abschliessende Frage, aber sehr entscheidend:
Ist die Evaluierte Backup Methode wirklich die richtige für alle Fälle, oder entscheide ich mich aus den falschen Gründen für ein Produkt, z.B. Ideologie/Sympathie?

Nur damit ich hier nicht falsch verstanden werde... man kann sich nämlich durch Not invented here Syndrom... oder falsche Motivation ganz schnell für das verkehrte Produkt entscheiden und damit ziemlich schnell auf der Schnauze liegen, wenn es wirklich mal brennt.

Dafür ist eine Planung gerade im Vorfeld mit das vernünftigste was man nicht nur für den Betrieb sondern auch für sich selbst tun kann.
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Alt 27.05.2012, 16:43   #17
minimike
Berufsrevolutionär
 
Benutzerbild von minimike
 
Registrierungsdatum: Jul 2010
Beiträge: 555
Also primär bevorzuge ich Bacula. Am Mittwoch kommt noch ein Consultant der DassIT zu mir ins Büro. Ich erhoffe mir zeitlich schneller vorran zu kommen. Zudem bekomme ich dann eine Schulung sowie sofort in den von mir qualitativ angestrebten Zustand einzusteigen.

Bei Baculasystems habe ich mir Angebote eingeholt. Diese erachte ich aber als lächerlich. Zu hoher Preis und kaum Leistung.

Wenn Bacula nicht in Frage kommt habe ich ein Angebot von Zmanda schon in der Tasche
Zmanda bietet Barmetal-Recovery von MacOSX Linux und Windows. Online Backups von MySQL und PostgreSQL. Backups von Exchange und VMware ESX. Und natürlich auch ein normales Recovery. Die geplante HW wird unterstützt. Also alles was ich brauche. Knackpunkt ist die Backuppen mit TAR. Das überzeugt mich nicht zu 100%

Baulich habe ich einen klimatisierten Serverraum. Der ist auch nach Brandschutzbestimmungen gebaut worden. In dem Raum habe ich einen Spezialtresor für die Bänder der einen gewissen Zeitraum auch sehr schwere Brände überstehen kann. Da aber in dem Raum nichts ist was Brennen kann ist der erst mal nur psychologisch da.

Bacula und Amanda kann ich skalierbar aufbauen. Erst mal die kleine Lösung und weitere Einheiten kann ich dazu stellen.
__________________
UTF8 ist der Standard. Alles andere ist Grütze. Mit weniger kann man sich nicht zufrieden geben

Geändert von minimike (27.05.2012 um 17:03 Uhr).
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Alt 27.05.2012, 19:25   #18
Bummibaer
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Ort: RZ Bärenhöhle Raum Stuttgart grob
Beiträge: 952
Hi,

bärigen Dank an solarix und crest für die Ergänzungen.

Joar, Datensicherheitsschrank mit entsprechende Feuerschutz is natürlich, wie beim Bären au, das Mittel der Wahl wenn`s vor Ort vorgehalten werden soll oder aus irgendwelchen Gründen vorgehalten werden muss.

Bacula ist sicher was wo Du allein hinbekommst mit etwas Einarbeitung. Als wenn Dir das zusagt ist das keine blöde Idee.

Gruß Bummibär
__________________
- Bärenmitglied des Ordens des Heiligen Huthes _/\_

Running FreeBSD 8.x, FreeBSD 9.x, Bummi-OS 9.1-PRERELEASE
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Alt 27.05.2012, 21:40   #19
solarix
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Zitat:
Zitat von minimike Beitrag anzeigen
Also primär bevorzuge ich Bacula. Am Mittwoch kommt noch ein Consultant der DassIT zu mir ins Büro. Ich erhoffe mir zeitlich schneller vorran zu kommen. Zudem bekomme ich dann eine Schulung

Wenn Bacula nicht in Frage kommt habe ich ein Angebot von Zmanda schon in der Tasche
Zmanda bietet Barmetal-Recovery von MacOSX Linux und Windows. Online Backups von MySQL und PostgreSQL. Backups von Exchange und VMware ESX. Und natürlich auch ein normales Recovery. Die geplante HW wird unterstützt. Also alles was ich brauche. Knackpunkt ist die Backuppen mit TAR. Das überzeugt mich nicht zu 100%

.
Backup mit TAR ist nichts verkehrtes, im Gegenteil, selbst Veritas Netbackup benutzt selbst intern TAR. D.h du kriegst den Kram im Zweifelsfall ohne
Client rausgeblasen. Ganz im Gegensatz zum Beispiel zu Legato Networker, der das Open
Tape Format benutzt, dafuer aber andere Vorteile hat.
An Deiner Stelle wuerde ich mir noch Angebote von EMC fuer Legato einholen oder von Veritas fuer Netbackup.
Allein schon aus dem Grund das deine Vergleichsmoeglickeiten besser sind.
Und Du im Zweifelsfall noch mal an der Preisschraube drehen kannst.
Eins noch.. Lass Dir den Baremetal Kram praktisch demonstrieren. Es gibt genuegen Helden die behaupten das ihr Zeug das kann und praktisch dann voll auf
Die Nase fallen, selbst schon erlebt bei der Wiederherstellung eines Solaris Clusters.
solarix ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2012, 17:32   #20
mark05
Registered User
 
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Ort: Bergisch Gladbach
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hi

ich wuerde mir auch 2x ueberlegen 2 backup loesungen haben zu wollen.
der aufwand ist zeitlich und personell nicht unerheblich.

holger
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Alt 28.05.2012, 19:11   #21
minimike
Berufsrevolutionär
 
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Registrierungsdatum: Jul 2010
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Wiso? Eine Software die doppelt sichert. Primär auf Platte und sekundär auf Band. Die Daten habe ich dann garantiert verfügbar. Geht mir neben der Infrastruktur auch der Backupserver flöten kann ich das alles von Band aus dem Safe wieder zurückspielen. Und ist die gesammte HW schrott z.B. durch Brand oder Sprinkleranlage kann ich das notwendigste auch schnell wo kaufen gehen. Natürlich werde ich noch für den Fall der Fälle ein paar USB-Sticks kaufen und vorbereiten um die Backuplösung mit minimalen Aufwand reinitialisieren zu können.
__________________
UTF8 ist der Standard. Alles andere ist Grütze. Mit weniger kann man sich nicht zufrieden geben

Geändert von minimike (28.05.2012 um 19:32 Uhr).
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Alt 29.05.2012, 04:59   #22
mark05
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Beiträge: 575
Zitat:
Zitat von minimike Beitrag anzeigen
Wiso? Eine Software die doppelt sichert. Primär auf Platte und sekundär auf Band. Die Daten habe ich dann garantiert verfügbar. Geht mir neben der Infrastruktur auch der Backupserver flöten kann ich das alles von Band aus dem Safe wieder zurückspielen. Und ist die gesammte HW schrott z.B. durch Brand oder Sprinkleranlage kann ich das notwendigste auch schnell wo kaufen gehen. Natürlich werde ich noch für den Fall der Fälle ein paar USB-Sticks kaufen und vorbereiten um die Backuplösung mit minimalen Aufwand reinitialisieren zu können.
moin

das geht mit bacula .

man dort auch nur normal "dateien" kopieren so das sie nur auf einer seperate
platte liegen .

es ist generell egal welches medium du verwenderst solange der storage daemon von bacula laeuft . ( nur bei bandlaufenwerken muss man auf
kompatiblietaet achten ).

holger
mark05 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2012, 05:21   #23
solarix
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Zitat:
Zitat von mark05 Beitrag anzeigen
moin

das geht mit bacula .

man dort auch nur normal "dateien" kopieren so das sie nur auf einer seperate
platte liegen .

es ist generell egal welches medium du verwenderst solange der storage daemon von bacula laeuft . ( nur bei bandlaufenwerken muss man auf
kompatiblietaet achten ).

holger
Das kann jede bessere Backupsoftware, die Backupsoftwarehersteller würden ja ein trauriges Bild abgeben, wenn die das nicht könnten.
Abgesehen davon. das Problem der Kompatibilität hast ja überall. Meistens wird da gerade
bei Storage, oder Tape Libraries auf die üblichen verdächtigen optimiert.

Z.B. Storagetek, Exabyte, HP, Quantum, Tandberg und I'll Be Mental.

Aber ich würde mir halt ernsthaft überlegen wenn ich schon etwas neu aufbaue, welche Seuche ich mir ins Haus hole, gemeinhin ist es ja so das jede Backupsoftware ihre Zicken hat, und man sich da genau ankucken sollte welche Krankheit will ich haben.
Außerdem ist das ganze immer eine sehr sehr langfristige Entscheidung.
Auch im Hinblick auf die Plattform, Bacula an sich läuft ja ziemlich locke flockig auf Linux und FreeBSD. Unter OpenSolaris hab ich auch mal einen Bacula Server aufgebaut, der auch sehr zuverlässig läuft, den SUNW.gds Agenten für Bacula zu bauen war auch nicht der Stress. Das ganze schwenkt und tut seinen Job. Aber gerade bei Exchange Sicherungen
müsste mir noch einer zeigen das es da einen brauchbaren Agent gibt.
Wobei das bauen des Clients für Mac OS auch recht gut ging.
Nervig am Bacula fand ich nur die Definition der Filesets/Savesets.
Dort sind andere wirklich nen ganzen Zacken weiter.

Beim TSM fand ich es immer anstrengend das der Client praktisch auf dem Client konfiguriert wird und nicht im Backup Server selbst.

Bacula und Legato gehen praktisch den anderen Weg. Allerdings kann man beim Legato auch am Anfang Verständnisprobleme haben, bis man schnallt das der gesamte Backupvorgang über den Scheduler konfiguriert wird und nicht über die Gruppen, was ja an sich logischer wäre.

SEP Sesam wäre ja auch noch eine Alternative die man sich ankucken könnte.

Abgesehen davon sind die Lizenzmodelle gerade bei den Großen Drei, extrem anstrengend.
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