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Alt 23.09.2003, 14:58   #1
miketech
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Bootdiskette für OpenBSD

Hi zusammen,

habe folgendes Problem: Ich habe in meinen zukünftigen Router eine neue Festplatte eingebaut, die jedoch vom Bios nicht erkannt wird. Ich habe trotzdem versucht die Installation mit der Installationsdiskette zu starten und hier hat OpenBSD meine Festplatte auch gefunden und ich konnte ohne Probleme fortfahren. Da die Festplatte jedoch nicht im Bios steht, kann ich nun davon nicht booten. Gibt es eine Möglichkeit eine Bootdiskette zu erstellen, die das System startet, obwohl die Festplatte nicht im Bios steht? Ich hab gerade eben OpenBSD installiert und seitdem noch nicht neugestartet. Vielleicht ist ja auf der frischen Installation etwas vorhanden, mit dem ich eine Bootdiskette erstellen kann?

Mike
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Alt 23.09.2003, 15:08   #2
CW
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Registrierungsdatum: May 2003
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Beiträge: 1.573
Re: Bootdiskette für OpenBSD

Zitat:
Original geschrieben von miketech
Hi zusammen,

habe folgendes Problem: Ich habe in meinen zukünftigen Router eine neue Festplatte eingebaut, die jedoch vom Bios nicht erkannt wird. Ich habe trotzdem versucht die Installation mit der Installationsdiskette zu starten und hier hat OpenBSD meine Festplatte auch gefunden und ich konnte ohne Probleme fortfahren. Da die Festplatte jedoch nicht im Bios steht, kann ich nun davon nicht booten. Gibt es eine Möglichkeit eine Bootdiskette zu erstellen, die das System startet, obwohl die Festplatte nicht im Bios steht? Ich hab gerade eben OpenBSD installiert und seitdem noch nicht neugestartet. Vielleicht ist ja auf der frischen Installation etwas vorhanden, mit dem ich eine Bootdiskette erstellen kann?

Mike
Es gibt drei Disketten-Images auf ftp://ftp.openbsd.org zu beziehen. Für normale Desktoprechner, Server und Laptops.

Und alle diese Images booten ein Ramdisk-Kernel der per Autodetect alle verfügbaren Devices erkennt. Und dabei interessiert es den Kernel wenig, was BIOS sagt.

Daher mache es so: bastle dir eine Diskette von der Image (zu deinem Rechner passende) und boote von ihr aus. Und du wirst sehen, dass deine Platte erkannt wird, es sie denn, es ist was wirklich schief gelafen (Platte kaputt, Kabel nicht richtig drin usw.)

Aber normalerweise erkennt OpenBSD selber die Geräte.

Und was das Starten angeht, so müsstest du eine Bootdiskette anfertigen, die den entsprechenden Kernel auf dem (zuvor erkannten) Gerät findet und von ihm aus bootet.

Denkbar wäre es, den standardmäßig erkannten bsd.rd mit deinem Kernel (normalerweise /bsd) zu ersetzen.

Da müsstest du so eine Diskette basteln und in der /boot.conf die Sachen eintragen.

Ich habe es zwar noch nie ausprobieren müssen, jedoch wäre es denkbar, dass eine "normale" Install-Diskette so umgeformt werden kann.

Gruß

CW

Geändert von CW (23.09.2003 um 15:16 Uhr).
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Alt 23.09.2003, 16:45   #3
Daniel Seuffert
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Beiträge: 1.417
Warum denn so kompliziert? Für 15 Euronen (eBAy vielleicht sogar billiger) bekommst Du überall einen IDE-Hostadapter, der das prob an der Quelle löst. Hatte letzte Woche auch das Problem mit einer Seagate ST3120026A mit 120 GB an einem uralt MB von Asus. Ich bezweifle nicht, daß die Lösung von CW funzt, aber wozu der ganze Aufwand?

Grüße, Daniel
Daniel Seuffert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.2003, 16:49   #4
CW
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Beiträge: 1.573
Zitat:
Original geschrieben von Daniel Seuffert
Warum denn so kompliziert? Für 15 Euronen (eBAy vielleicht sogar billiger) bekommst Du überall einen IDE-Hostadapter, der das prob an der Quelle löst. Hatte letzte Woche auch das Problem mit einer Seagate ST3120026A mit 120 GB an einem uralt MB von Asus. Ich bezweifle nicht, daß die Lösung von CW funzt, aber wozu der ganze Aufwand?

Grüße, Daniel
Kann man auch so machen. Jedoch bezog sich die Frage auf einen bestimmten Sachverhalt.

Und was die Sache mit der Diskette angeht, so ist dies vielleicht möglich. Jedoch bin ich mir nicht sicher, da eben zu anfang der Bootlader die Platte schon "sehen" muss und in diesem Moment ja noch keine Hardwareüberprüfung stattfindet.

Daher lehnt sich der Bootlader an die BIOS-Erkennung wohl ... leider.

Daher wäre es denkbar, einen gestrippten Kernel auf die Diskette anzubringen.

Na ja, vielleicht dann doch lieber bei ebay was ersteigern und in der Zwischenzeit mit dem bsd-Kernel herumexperimentieren

Gruß

CW
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Alt 11.04.2004, 23:42   #5
Nihil
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Beiträge: 113
Zitat:
Original geschrieben von Daniel Seuffert
Warum denn so kompliziert? Für 15 Euronen (eBAy vielleicht sogar billiger) bekommst Du überall einen IDE-Hostadapter, der das prob an der Quelle löst.
Ich stehe vor dem gleichen Problem: Habe FreeBSD installiert, die HDD WD Caviar 26400 wird vom BIOS nicht erkannt, kein Booten möglich.

Daniel, könntest Du bitte erklären, wie ein IDE-Hostadapter das Problem lösen könnte? Die Platte ist an IDE angeschlossen.
Nihil ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2004, 01:23   #6
0815Chaot
FreeBSD/sparc64-Tüftler
 
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Beiträge: 1.573
Ich heiße zwar nicht Daniel, melde mich aber trotzdem mal

Ein PCI-IDE-Controller besitzt ein eigenes BIOS, mit welchem es möglich ist, auch moderne Festplatten zu erkennen und von ihnen zu booten. Das System-BIOS braucht sich um nichts zu kümmern, weil sich der PCI-IDE-Controller selbstätig in den Boot-Vorgang einmischt.

Weiterer Nebeneffekt: Heutige PCI-Controller bringen UDMA-133 mit, das ist schon eine nette Sache, wenn der onboard-Controller eines uralten Boards nur WDMA oder gar PIO bietet.

Du baust dir also so einen Controller ein, hängst deine Platte dran und der Rest sollte von alleine gehen. Ich kann den Promise UltraDMA 100 TX2 PCI-IDE-Controller empfehlen, der funktioniert hier mit einem FreeBSD einwandfrei. Ist neu für 30 Euro zu bekommen.
0815Chaot ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2004, 04:24   #7
co|cipher
cobalt lover
 
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Ort: /home/near~frankfurt
Beiträge: 54
Ich kann den TX2 auch nur bestens empfehlen, das Ding ist sein Geld mehr als wert!
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Alt 12.04.2004, 08:16   #8
OM_A
Guest
 
Beiträge: n/a
Man kann das Problem auch mit GRUB lösen.
ftp://alpha.gnu.org/gnu/grub/grub-0.94-i386-pc.ext2fs
Diese Datei mit dd auf eine Diskette schreiben, die Diskette mounten und /boot/grub/menu.lst entfernen.
Nach dem Booten von der Diskette sieht es dann so aus:

GNU GRUB version 0.94 (640K lower / 3072K upper memory)

[ Minimal BASH-like line editing is supported. For the first word, TAB
lists possible command completions. Anywhere else TAB lists the possible
completions of a device/filename. ]

grub> root (hd0,
Possible partitions are:
Partition num: 0, [BSD sub-partitions immediately follow]
BSD Partition num: 'a', Filesystem type is ffs, partition type 0xa6
BSD Partition num: 'b', Filesystem type unknown, partition type 0xa6
BSD Partition num: 'i', Filesystem type is fat, partition type 0xa6
BSD Partition num: 'j', Filesystem type is ext2fs, partition type 0xa6
BSD Partition num: 'k', Filesystem type unknown, partition type 0xa6
BSD Partition num: 'l', Filesystem type is ext2fs, partition type 0xa6
BSD Partition num: 'm', Filesystem type is ext2fs, partition type 0xa6
BSD Partition num: 'n', Filesystem type is ext2fs, partition type 0xa6
Partition num: 1, Filesystem type is fat, partition type 0xc
Partition num: 3, Filesystem type is ext2fs, partition type 0x83
Partition num: 4, Filesystem type unknown, partition type 0x82
Partition num: 5, Filesystem type is ext2fs, partition type 0x83
Partition num: 6, Filesystem type is ext2fs, partition type 0x83
Partition num: 7, Filesystem type is ext2fs, partition type 0x83

grub> root (hd0,
grub> root (hd0,0,a)
Filesystem type is ffs, partition type 0xa6

grub>
grub> root (hd0,0,a)
Filesystem type is ffs, partition type 0xa6

grub> kernel --type=netbsd-elf /
Possible files are: bsd altroot bin dev etc home mnt root sbin stand tmp
usr v
ar .cshrc .profile sys boot cdrom bsd.GENERIC Soekris emul mnt2

grub> kernel --type=netbsd-elf /
grub> kernel --type=netbsd-elf /bsd
[NetBSD-elf, <0x4027a120:0x662274:0xcdf7c>

grub>

Nicht wundern, hieraus geht hervor warum oben NetBSD-elf steht obwohl es ein OpenBSD ist.
http://www.gnu.org/software/grub/man...e/OpenBSD.html

Weitere Links:
http://www.tux.org/pub/people/kent-r...looplinux/rip/
(Da gibt es fertige Disketten- und CD-Images mit GRUB und weiteren nützlichen Programmen.)

http://geodsoft.com/howto/dualboot/grub.htm
http://www.berger.to/openbsd/pxegrub.html

Geändert von OM_A (12.04.2004 um 08:27 Uhr).
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Alt 12.04.2004, 09:42   #9
Nihil
Banned
 
Registrierungsdatum: Apr 2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 113
Der TX2 PCI-IDE-Controller wäre die Lösung. Werde ich einbauen.


@OM_A
Ich möchte mit FreeBSD arbeiten. Ist meine Schuld, hab in OpenBSD-Thread reingeschrieben. Sorry.

P.S.
MIR FÄLLT GERADE WAS EIN: Kann man nicht von CD-ROM booten und das installierte System auf der Platte nutzen?

Geändert von Nihil (12.04.2004 um 09:54 Uhr).
Nihil ist offline   Mit Zitat antworten
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