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Metaport xfce - warum fehlen da wichtige Komponenten?

Dieses Thema im Forum "FreeBSD - Anwendungen und Ports" wurde erstellt von holgerw, 16 Februar 2017.

  1. holgerw

    holgerw Active Member

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    Hallo,

    wenn ich den Metaport kde nehme und daraus mit poudriere Pakete baue, ohne an den Optionen herum zu basteln, bekomme ich ein rundherum sorglos KDE4 mit allem Drum und Dran.

    Ganz anders bei xfce: thunar-volman fehlt (CD-Einbindung kann man dann knicken), thunar-vfs fehlt (ganz große Klasse, ohne das klappt die Einbindung externer Medien wie USB-Sticks nicht).

    Eigentlich hätte ich gerade eine CD durch zu hören, die dann an einen Hörer verschickt werden soll. Ich wollte dafür die Zeit im Zug auf der Fahrt zur Arbeit nutzen.

    Und nun geht das nicht, ich muss mir die ports auf mein Notebook ziehen, und per Portmaster das fehlende Zeugs zu meinem lokalen Repo dazu wursteln.

    .... Und nun sehe ich, dass es thunar-volman gar nicht mehr gibt in den Ports.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 Februar 2017
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  2. STB-3

    STB-3 New Member

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    Hallo,

    das Ganze erklärt sich wahrscheinlich mit Blick auf die Thunar Linux Historie:

    thunar-vfs (virtual filesystem) in Kombination mit hal stellte die Funktionalität zum Einbinden von Datenträgern bereit.

    Mitte 2011 (!) wurde unter Linux diese Technik durch gvfs (gnome virtual file system) mit udisks bzw. heute dann udisks2 (disk management service) ersetzt, thunar-vfs gab es ab da nicht mehr (weil unnötig).

    D.h. ein als daemon gestarteter thunar bindet mit Hilfe von gvfs/udisks2 z.B. einen Stick oder eine CD ein.
    thunar-volman bringt dann noch extra Funktionalitäten z.B. nach Einlegen einer Musik CD startet ein Player.
    (Der eigentliche mount wird aber nicht von volman gestartet.)
    thunar-volman macht also nur Sinn, wenn ein (auto-)mount da ist den thunar versteht.

    Wer unter BSD thunar installierte bekam gefühlt immer gleich ein halbes Linux mit installiert; ich vermute das ein aktueller thunar einfach nicht mehr so portabel von Linux zu BSD ist, daher die Einschränkungen.

    thunar-vfs und hal sind wie gesagt unter Linux heute Geschichte, zusätzlich ist die auch benötigte dbus Funktionalität unter Linux in der Regel Teil von systemd ...
     
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  3. holgerw

    holgerw Active Member

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    Hallo @STB-3

    danke für die Hinweise. Nun, thunar-vfs gibt es ja noch - nur wird es nicht dem Metaport xfce hinzu gefügt, und so fehlen nach dem Bau des Metaports mit seinen Abhängigkeiten zum Beispiel Mechanismen, USB-Sticks per Mausklick einzubinden (hingegen beim Bau von kde4 hat man dann einen Fundus an KDE-Paketen, nach deren Installation solche einfachen Dinge funktionieren).

    Nun interessiert mich natürlich, wie ich unter xfce4 zum Beispiel mit parole Audio-CDs abspielen kann (auch eine Banalität, die ich eigentlich erwarte, wenn ich einen Metaport eines Desktopenvironements gebaut habe). Versuche ich das, kommt die Meldung:
    Ich kann in den xfce4 Einstellungen gar nicht das Verhalten von Wechseldatenträgern einstellen. Gehe ich bei den Dateiverwaltungseinstellungen auf "Fortgeschritten" und möchte die Verwaltung von Wechseldatenträgern konfigurieren, kommt die Meldung:
    Und den thunar-volman gibt es nicht mehr.

    Ich kann nun natürlich den im Vergleich zu xfce-parole "fetten" vlc dazu installieren, der kann das dann. Aber parole ist der schlanke Standard-Player für Audio und Video unter xfce und der greift auf Mechanismen unter xfce zurück, um Audio-CDs abzuspielen, die es nun gar nicht mehr gibt.

    Ernsthafte Nutzbarkeit von xfce sieht meines Erachtens anders aus. Das finde ich nun doch nicht erfreulich.

    An den Rechten liegt es nicht. Als Nutzer kann ich per abcde und dem KDE-Programm soundkonverter CDs auslesen.

    Viele Grüße,
    Holger
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Februar 2017
  4. ralli

    ralli Well-Known Member

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    1.193
    Das war mir unter XFCE noch garnicht aufgefallen, weil ich grundsätzlich keine CD's verwende, sondern alle Audio CD's auslese. Aber XFCE ist tatsächlich auch kein kompletter Desktop. Da müssen elementare Programme wie ein Texteditor und vieles andere nachinstalliert werden. Das ist normalerweise kein Problem, aber weil das so ist, kann ich auch gleich einen minimalistischen Windowmanager installieren. Das habe ich auch getan und habe jetzt wie am Anfang meiner FreeBSD Laufbahn wieder JWM im Einsatz. Grundsätzlich setze ich auch keinen Loginmanager ein sondern starte x aus der Konsole.