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SAS/SCSI-Platten empfehlenswert? Kaufberatung günstiger Rechner

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von guru, 11 Februar 2018.

  1. guru

    guru Member

    Registriert seit:
    12 März 2016
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    92
    Guten Tag!

    Da mir der Computer im Elternhaus (insbesondere die größere Festplatte) langsam aber sicher zu versterben droht, bin ich auf der Suche nach einer möglichst haltbaren Alternative. Das System soll nach wie vor mit OpenBSD (Oder FreeBSD auf untensehender Dell-Maschine, der Nvidia-Quadro-Treiber wegen) laufen.

    Jetzt hätten mich solche Festplatten interessiert:

    http://www.lapstore.de/a.php/shop/l...657SS-300GB-SAS-6Gb-s-Interne-Festplatte-3-5-

    Taugen die was? Merkt man einen Geschwindigkeitsvorteil? Sind die besonders langlebig? Wie laut sind die? Verwendet jemand von Euch welche?

    Sollte mir der Computer tatsächlich versterben, würde ich wahrscheinlich auf dieses Produkt zurückgreifen:

    http://www.lapstore.de/a.php/shop/lapstore/lang/x/a/28524/kw/Dell-Precision-690

    Ja, ich weiß. Gebrauchte Workstations und so. Allerdings sehe ich kaum eine Möglichkeit, einen leistungsstarken Computer für wenig Geld zu erwerben. Überlegungen gingen auch in Richtung Raspberry Pi, damit wird man jedoch nicht sufficiently arbeiten können. Auch würde ich mir von den SCSI-Platten erhöhte Ausfallsicherheit erhoffen, da ich diese in einem RAID-System zusammenfassen können sollte.

    Noch etwas anderes: Ich habe noch eine SunFire v20z im Keller rumliegen, mit 2 x 120GB SCSI-Platten (15K rpm) verbaut:

    [​IMG]
    (So sehen die Anschlüsse aus - Symbolfoto)

    Verwendet jemand diese Platten mit Adaptersystemen? Bekommt man sowas noch irgendwo? Oder versuche ich hier, tote Pferde zu reiten?

    Wenn nicht die Dell-Workstation, womit könnte ich sonst für kaum mehr als 100€ angenehm arbeiten (Youtube, Musik, Mail, ein paar Spiele, manchmal Bildbearbeitung etc.)?

    Grüße,
    guru
     
  2. mr44er

    mr44er Trödel-Troll

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    Meiner Erfahrung nach halten Festplatten am längsten, welche langsam drehen und konstant durchlaufen( wenn sie nicht alle Sekunde schlafen und wieder aufgeweckt werden). So 5400 Umdrehungen und die Geschwindigkeit holen sie mit ihrem Cache (64Mb+). Aber es gibt mal Chargen, die nichts taugen, da geben sich die Hersteller nichts. Normalerweise greift man heute zu SSDs und nutzt die magnetischen als Datengrab.
    Ich bin sowieso jemand, der Hardware nutzt, bis sie abbrennt oder eben irreparabel defekt ist.
    Erhöhte Ausfallsicherheit bekommst du nur durch den Einsatz mehrerer Platten...ZFS bietet sich dafür prima an. Damit 'verbrauche' ich die alten Festplatten nach und nach...da ist es mir auch egal, ob das consumerzeug oder enterprise ist. Auch der Anschluß ist hierbei egal. Ich würde dir raten kein Geld mehr für Adapter auszugeben, damit du noch alte Platten benutzen kannst.

    Wenn du sagst, dass die Leistung deiner Maschine ausreichend ist, dann benutze sie weiter. Vergewissere dich, dass die Kondensatoren auf dem Board ok sind und puste den Staub mal raus. Wenn das Ding dann noch stabil läuft, lohnt sich der Kauf von Ersatzplatten.

    Gebrauchte Workstations sind kein Problem. Wenn du beim Händler kaufst hast du zwei Wochen Rückgaberecht, wenn was nicht in Ordnung ist.
    Ansonsten tuts auch immer ein Bundle (Board, CPU, RAM) der letzten Generation oder vorletzten je nach Budget.
     
  3. mapet

    mapet Active OpenBSD User

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    Wenn du keine sehr gute Kühlung hast, werden 15k Platten sehr heiss, sobald die platter drehen, vom Lärm ganz zu schweigen. SSDs sind leiser, schneller und weniger aufwendig zu kühlen ;)
     
  4. crotchmaster

    crotchmaster happy BSD user

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    vor'm Computer, wo sonst!
    Die abgebildete Platte ist eine SCA-Platte. Wenn die mit SUN gelabelt sind, dann sollten es Fujitsu xAJ Platten sein. Die sind auch als 10k Platten kühl und recht leise. Zuverlässig sind sie sowieso. Zu den 15k Modellen kann ich nichts sagen. Mir sind nie Adapter von 68-pol. SCSI + Stromanschluss nach SCA über den Weg gelaufen. Bei SAS zu SCA kann ich es mir auch gar nicht vorstellen.
     
  5. double-p

    double-p BOFH

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    Gibt/Gab es - hab meine letzten aber beim letzten Umzug entsorgt.
     
  6. pit234a

    pit234a Well-Known Member

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    ich habe niemals Adapter für diese Platten aus den SUN-Rechnern gefunden. Wahrscheinlich wird es welche geben, aber ich hatte jedenfalls niemals Glück bei der Suche. Wie das dann vom Preis her aussehen würde, ist ja noch eine andere Frage. Ich meine, wenn du diesen Dell für einen Hunderter bekommst und dann für zwei schnöde Adapterkabel vielleicht schon ein zwanziger nicht reichen würde, dann steht das ja kaum im Verhältnis.
    Insofern ist diese Möglichkeit wohl eher theoretisch und weniger realistisch.

    edit: wohl zu lange in der Bearbeitung offen gehabt, gab vorher schon passende Antworten.
     
  7. Yamagi

    Yamagi Possessed With Psi Powers Mitarbeiter

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    Das kann man doch vergessen. Eine Crucial MX500 250GB SSD - das ist so ziemlich die empfehlenswerteste Billig-SSD, da sie brauchbare Firmware und einen funktionierenden Stützkondensator hat - kostet im Moment ~72€. Sie ist leiser und kühler als jede HDD, verbraucht weniger Strom und wird beide Computer-Optionen um Jahre überleben...
     
    foxit gefällt das.
  8. double-p

    double-p BOFH

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    Definitiv.. wollte nur die Fakten gerade ruecken :-) Ich kaem im Ansatz nicht auf die Idee noch so eine gezeigte Sun 15k Platte zu betreiben (und davon haben wir auch noch einige im Schrank) - sau-laut und fuer heutige Verhaeltnisse schon fast lahm..
     
  9. Freigeist

    Freigeist Member

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    Ohne Backupsystem mit hinreichender ZFS-Redundanz würde ich mich bei den heutigen Datenmassen unwohl fühlen. Ist aber nur meine bescheidene Meinung.
     
  10. double-p

    double-p BOFH

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    Was ist denn da "hinreichend"?
     
  11. guru

    guru Member

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    Danke für die Antworten!

    So oft bin ich nicht im Elternhaus, der Computer ist nur ein reines Arbeitsgerät zum Bearbeiten und Betrachten von Schulsachen, die sowieso in der von der Schule zur Verfügung gestellten (Microsoft-)Cloud rumschweben. Ich hatte noch etwa 40GB Musik auf dem Gerät ... aber die hab' ich sowieso noch abgesichert. Damit ist das Problem der Datensicherung *eher* zweitrangig - soll heißen, wenn ich die Ausfallsicherheit nicht zu günstigstem Geld bekomme, muss sie nicht sein. Der Computer ist auch eher Spielwiese.

    Dass das mit den SCSI-Platten ein Blödsinn ist, dachte ich mir irgendwie :D Werd' mich also davor hüten, Geld in tote Pferde zu investieren.

    Ich habe den Computer gereinigt und einen Memtest laufen lassen, tja, jetzt läuft er wieder, dafür nur noch mit 3GB RAM. Mal sehen, ob ich irgendwoher was nettes requirieren kann, wenn nicht, soll's diese Workstation sein. Oder ist sie aufgrund der Nachteile der SCSI-Platten zu meiden? Wie würdet Ihr das handhaben?

    Eine SSD für 72€ wärs. Aber wenn ich um das Geld fast schon einen Computer bekommen kann. Mal sehen :)
     
  12. ralli

    ralli Well-Known Member

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    Ich bin auch sparsam, aber eine SSD ist nie eine Fehlinvestition.:)
     
  13. mapet

    mapet Active OpenBSD User

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    Das wird dann sicher Qualitätshardware sein. Ich denke, dass die SSD länger als das Gerät halten wird.
     
  14. Freigeist

    Freigeist Member

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    Die Frage ist mit Bezug auf Beitrag #9 leicht zu beantworten.

    Wenn Nutzer A (s)eine Entscheidung bzgl. ZFS-Redundanz getroffen hat und sich danach trotzdem unwohl fühlt, ist die Redundanz für Nutzer A nicht hinreichend.
     
  15. turrican

    turrican New Member

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    meines Erachtens ist der Hersteller ziemlich wurscht! Platten sterben! Ob teuer, oder günstig, ob Marke, oder Oem, SAS, SATA, SCSI, usw egal. Reine Glückssache ob Daten auf ner Platte lange überleben oder nicht. Mit Filesystemen wie z.B. ZFS kann man noch auf Gegebenheiten wie Bit-Rot eingehen, aber falls man an den gespeicheten Daten hängt -> Backup (und sogar da kann man Pferde kotzen sehen)
     
  16. Yamagi

    Yamagi Possessed With Psi Powers Mitarbeiter

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    Ich habe hier gerade diverse Offtopic-Beiträge gelöscht. Nun bitte mit dem Thema weiter und nicht wieder in andere Themen abweichen. Wenn das Thema "ZFS und Redundanz" wirklich weiter diskutiert soll macht bitte einen neuen Thread auf.
     
  17. guru

    guru Member

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    Danke nochmals für die Antworten.

    ... und für eure Hinweise. Man wird sehen, wie man tut, wenn es so weit ist :) Aktuell tendiere ich aber zu irgendwelchen günstigen HDDs, die Investition einer SSD lohnt sich am elternhäuslichen Computer nicht. Der läuft maximal jedes zweite Wochenende. Aber mal sehen, wann die Systemfestplatte abdankt.
     
  18. mapet

    mapet Active OpenBSD User

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    Gerade das sind doch optimale Bedingungen für eine SSD. Wenig Nutzung, relativ wenige Daten (Kapazität) und dazu dann der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber einer herkömmlichen Festplatte. Eine 250G SSD kostet 75€ (nicht gesucht, sondern nur einen gößeren Hardwarehändler aufgerufen). Festplatten liegen in ähnlichen Regionen, haben aber oben genannte Vorteile nicht.
     
  19. pit234a

    pit234a Well-Known Member

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    und dafür möchte ich dann vielleicht noch eine andere Alternative nennen: einen USB-Stick.
    Die gibt es nämlich noch günstiger und wenn der PC von USB booten kann, dann kannst du darauf direkt ein System installieren und es nutzen.
    Siehe dazu auch mal den gerade laufenden Beitrag:
    https://www.bsdforen.de/threads/nomadbsd-ein-liveusb-system-basierend-auf-freebsd-11-1.34113/
    Ein Live-System ist natürlich nochmal etwas Anderes, aber eben vielleicht dann auch eine gute Alternative, gerade vom Stick, wenn die Systemplatte ihren Geist aufgibt und du das eh nicht oft nutzt. Persönlich habe ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht, mein File-Server läuft seit Jahren vom USB-Stick.
     
  20. Freigeist

    Freigeist Member

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    Das sehe ich nicht so. Kein Desktop-System sollte heute mehr auf einer herkömmlichen Festplatte laufen. Die Vorteile einer SSD liegen klar auf der Hand.