http://update6.freebsd.org
ist zB einer der "Update" Server. Wenn ich dort nachsehe, gibt es mit >11 im Namen:
Code:
11.0-BETA1 25-Jul-2016 14:22
11.0-BETA2 25-Jul-2016 14:22
11.0-BETA3 30-Jul-2016 18:33
11.0-BETA4 06-Aug-2016 07:59
11.0-RC1 12-Aug-2016 22:40
11.0-RC2 25-Aug-2016 00:33
11.0-RC3 17-Sep-2016 05:48
11.0-RELEASE 29-Nov-2017 04:18
11.1-BETA1 10-Jun-2017 07:31
11.1-BETA2 17-Jun-2017 04:53
11.1-BETA3 12-Jul-2017 15:04
11.1-RC1 12-Jul-2017 15:04
11.1-RC2 12-Jul-2017 15:04
11.1-RC3 14-Jul-2017 21:36
11.1-RELEASE 08-May-2018 15:01
11.2-BETA1 12-May-2018 06:22
11.2-BETA2 19-May-2018 14:33
Das sind die Versionen, die freebsd-update kennt und zwischen denen mit -r gewechselt werden kann. Das mache ich so, seit einer frühen 6er FreeBSD Version und habe nahezu ausschließlich positive Erfahrung damit. Ständig neu installieren ist doch für Windows. Seit ich das mache, nutze ich auch konsequent nur noch GENERIC.
Probleme gibt es gelegentlich beim mergen von alter zu neuer Konfiguration.
Vermutlich liegen diese Probleme an mir, weil ich nicht achtsam genug damit umgehe. Das will ich vielleicht verdeutlichen. Die /etc/ntp.conf (ein willkürliches Beispiel) hat viel viel Kommentar in der Datei stehen. Irgendwo gibt es eine einzige Zeile, in der ich einen Server manuell eingefügt habe. Wenn es nun mit einer neuen FreeBSD-Version auch eine neue ntp.conf gibt, vergleicht der merge-master die beiden Dateien und schlägt sie zur Bearbeitung vor. Was sich meist nur ändert, das ist die Zeile im Header mit der FreeBSD-Version:
Code:
# $FreeBSD: releng/11.1/etc/ntp.conf 314531 2017-03-02 01:23:17Z ian $
Wenn man nun nicht aufpasst, hat man schnell die Änderung zerschossen, die man einst manuell durchgeführt hatte. Das kann schon mal schlimme Folgen haben.
Im Laufe der Zeit habe ich mir deshalb Sicherungen von allen Konfigurationsdateien angelegt, die ich manuell bearbeitet habe. Wenn man das konsequent macht, ist man auf der sicheren Seite und hat es auch bedeutend einfacher, wenn man eine Neuinstallation braucht. Das kommt nämlich tatsächlich manchmal vor. Beim Wechsel von 8 auf 9 war es glaub ich, dass SATA Platten (oder alle Platten) neu behandelt wurden. Ein Update über freebsd-update hätte zwar funktioniert, aber beim anschließenden Systemstart wären die Platten nicht mehr gefunden worden. Vermutlich hätte es dazu Lösungen gegeben, aber, nachdem ich darüber gelesen hatte, verzichtete ich hier auf einen Update und installierte ausnahmsweise neu.
Seit 10.0 nutze ich dann wieder freebsd-update.
Was man natürlich bedenken muss, ist die Kompatibilität der installierten Pakete.
Innerhalb eines Zweiges (innerhalb 11.x) sind die "funktionabel", weil FreeBSD da eine stabile ABI fährt. Geht man aber darüber hinaus (Wechsel von 10 zu 11 oder 12), müssen auch die Pakete unbedingt erneuert werden. Deshalb mache ich einfach nach jedem Update einen package upgrade. Außerdem sollte man da auch die UPDATING mal überfliegen, was man dann doch nie macht.
Und dann gibt es compat-Pakete zu älteren FreeBSD-Versionen, die man vielleicht haben möchte und mit dem Wechsel zu einer neueren Version kann es dann eine neue (weitere) compat geben, die man installieren will. Wenn ich nun nachsehe:
Code:
pit@Celsius ~:- > pkg search compat\[0-9]
compat10x-amd64-10.3.1003000.20170608 Convenience package to install the compat10x libraries
compat11x-amd64-11.0.1100122.20170608 Convenience package to install the compat11x libraries
compat4x-i386-5.3_11 Convenience package to install the compat4x libraries
compat5x-amd64-5.4.0.8.1_1 Convenience package to install the compat5x libraries
compat6x-amd64-6.4.604000.200810_3 Convenience package to install the compat6x libraries
compat7x-amd64-7.4.704000.201310.1 Convenience package to install the compat7x libraries
compat8x-amd64-8.4.804000.20151116 Convenience package to install the compat8x libraries
compat9x-amd64-9.3.903000.20170608 Convenience package to install the compat9x libraries
Fahre ich also FreeBSD 10, dann benutze ich vielleicht die compat4x bis compat9x. Wechsele ich nun auf 11, möchte ich vielleicht noch die compat10x hinzunehmen und so weiter.
Sicher gibt es noch die ein oder andere Sache, die man bedenken sollte. Aber, man merkt das ja in der Regel schnell, wenn etwas nicht richtig läuft und erkennt meist sofort, woran das liegt.
Diese Schwierigkeiten sind allesamt jedoch nicht größer, als wenn man neu installiert oder aus den Sourcen selbst baut. Eher im Gegenteil. Ich kann das nur empfehlen, für mich ist freebsd-update von Anfang an eine große Erleichterung gewesen.