4K HDD wie formatieren

kraekers

Well-Known Member
Hallo liebes Forum,

da ich mich nach langer Zeit wieder in FreeBSD einarbeite, stolpere ich gerade über die Frage wie es nun bei FreeBSD mit 4K HDDs ausschaut.

Ich weiß, dass es da damals viele Diskussionen gab und kenne den aktuellen Stand leider nicht. Verwenden würde ich gerne UFS. Meine HDD ist eine WD40EZRZ-22GXCB0 (CMR). Momentan gehe ich davon aus, dass die HDD über das Advanced Format verfügt. Wie ich das bei der Platte unter FreeBSD herausbekomme weiss ich leider noch nicht, unter Linux kann ich die Werte über hdparm auslesen.

Sollte die Platte tatsächlich über das Advanced Format verfügen, stellt sich mir zum einen die Frage wie ich so eine Platte formatieren muss und zum anderen
wie ich so eine Platte bei der Installation einrichte. Mir ist nicht bekannt, dass ich beim FreeBSD Installer irgendwelche Formatierparameter übergeben kann. Oder kann die Platte nachträglich auf 4K umgeswitch werden? Kann ich mir auch nicht so recht vorstellen. Bei OpenBSD werden, so mein Halbwissen, die Platten seit geraumer Zeit bei der Installation schon so formatiert, dass diese mit dem neuen Format automatisch klar kommen, ist die Funktion vielleicht mitlerweile, wenn es denn bei OpenBSD stimmt, bei FreeBSD auch schon implementiert?

Fragen über Fragen. Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Liebe Grüße und lieben Dank.

kraekers
 

pit234a

Well-Known Member
ich hoffe für dich, dass noch andere Leute dir antworten, die davon mehr verstehen. Und ich entschuldige mich gleich dafür, aber nimm ZFS!

Auslesen kann man heute alle Platten über smartctl, wozu es ein nettes GUI gsmartcontrol gibt.
Oder, ich sage es mal anders: was du da nicht lesen kannst, wirst du wohl auch nicht benutzen können.

Was der BSD-Installer aktuell so macht, weiß ich auch nicht. ZFS ist schon lange 4k ready und sollte also entsprechend arbeiten, aber ich selbst hatte schon seit langem lieber 1m genommen, um quasi so eine Art kleinstes gemeinsames Vielfaches zu haben und dann noch etwas mehr und einfacher rechnen zu können. Der verschenkte Platz spielt da heute keine Rolle mehr.
Die Vorbereitungen dazu habe ich allerdings manuell gemacht und nicht im Installer. Ich habe aber auch gelesen, dass man aus dem Installer auf eine root-shell wecheln kann, die Einruchtung der Platten vornimmt und dann diese im Installer wieder als Ziel benutzen kann. Ich glaube, es gab hier Beiträge von Holgerw, der dies behandelte.
 

turrican

Well-Known Member
Wie ich das bei der Platte unter FreeBSD herausbekomme weiss ich leider noch nicht
Probier mal
Code:
camcontrol identify <device>

Dann bei "sector size" schauen, da müsste (bei modernen Platten eigentlich seit Jahren Standard) sowas wie "logical 512" und "physical 4096" stehen, also liefe die dann intern mit 4k, aus Rückwärtskompatibilitätsgründen werden 512Byte ausgegeben.

Mir ist nicht bekannt, dass ich beim FreeBSD Installer irgendwelche Formatierparameter übergeben kann.
<Halbwissen/ggf Irrglaube meinerseits> der Installer macht bei Auswahl von ZFS als Dateisystem ashift=9 bei 512b bzw ashift=12 bei 4k...
Ich meinte aber yamagi oder mr44er schrieb hierzu aber schon mal was im Forum, such mal danach.

Oder kann die Platte nachträglich auf 4K umgeswitch werden?
Dies kannst nur durch neuformatieren ändern, mit allen Konsequenzen (Daten weg), nicht im laufenden Betrieb.
 

mr44er

moderater Moderator
Teammitglied
gpart mit -a 4k benutzen, egal was die Platte sagt oder wirklich ist. :)
Das gilt auch bei UFS.

Das sind die besagten Threads im Detail:
 

kraekers

Well-Known Member
Hallo, ich danke Euch schon einmal für die raschen Antworten. ZFS hatte ich auch schon einmal in Betracht gezogen, die Installation wäre einfacher, da 4K out of the Box beim Installationsvorgang berücksichtigt wird, ich brauche jedoch nicht das ganze Geraffel mit Snapshots etc.. Wäre eine ZFS Installation auch so, also ohne das man Sanpshots und Raid etc. nutzen will schon von Vorteil oder dann doch lieber „nur“ UFS, dann aber mit umständlicher Installation?
 

mr44er

moderater Moderator
Teammitglied
Ja, ist definitiv von Vorteil. Es gibt keinen Grund, ZFS nicht zu benutzen wenn der Gegenkandidat UFS ist und andersrum musst du die vielen Features ja nicht benutzen, aber du kannst. Man verbaut sich nix, keine Sackgasse, keine Nachteile.
Bei nur einer Platte funktioniert die Selbstheilung nicht, aber dann ist es immer noch besser.
 
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