acpi zombie

jmt

Well-Known Member
Hallo,

ich habe meinen ASRock N100DC-ITX mit OpenBSD installiert. Nach der Installation habe ich festgestellt, dass ein acpi0 genannter Kernelprozess eine CPU auslastet. Ich habe keine Ahnung, was der treibt. Ich habe das Board mit dem neusten, verfügbaren BIOS ausgestattet und auch ein neuere, aber alte Beta installiert. Das macht keinen Unterschied. Ferner bin ich von OpenBSD 7.7 auf den Snapshot gewechselt. Das Verhalten bleibt gleich. Vermutlich irgend ein ACPI Problem, dass man nur im Kernel lösen kann. Wie gehe ich vor, damit mein Lieblings OS auch auf dem Board läuft?

Grüße Markus
 
Hallo,

ich habe meinen ASRock N100DC-ITX mit OpenBSD installiert. Nach der Installation habe ich festgestellt, dass ein acpi0 genannter Kernelprozess eine CPU auslastet. Ich habe keine Ahnung, was der treibt. Ich habe das Board mit dem neusten, verfügbaren BIOS ausgestattet und auch ein neuere, aber alte Beta installiert. Das macht keinen Unterschied. Ferner bin ich von OpenBSD 7.7 auf den Snapshot gewechselt. Das Verhalten bleibt gleich. Vermutlich irgend ein ACPI Problem, dass man nur im Kernel lösen kann. Wie gehe ich vor, damit mein Lieblings OS auch auf dem Board läuft?

Grüße Markus

So tief bin ich leider nicht drinn.
Ich würde das mal unter @misc oder @bugs schildern.
Villeicht vorher nochmal schauen ob ein boot ohne Daemons das Problem löst. Oder mal testweise etwas an den UEFI einstellungen rumdrehen, evtl. auch mal irgendwelche Bauteile (LAN etc) testweise deaktivieren.
 
Du koenntest als ersten Schritt probieren, ACPI im Kernel zu deaktivieren.

Das hatte ich auch kurz überlegt, aber funktioniert denn heutzutage überhaupt noch etwas ohne ACPI?
Ich habe leider keine Informationen über irgend ein Problem. Wenn ich ja wüsste, welche Einträge / welches Subsystem den acpi0 Process stören, dann könnte man das vielleicht ausschalten.
 
Das hatte ich auch kurz überlegt, aber funktioniert denn heutzutage überhaupt noch etwas ohne ACPI?
Ich habe leider keine Informationen über irgend ein Problem. Wenn ich ja wüsste, welche Einträge / welches Subsystem den acpi0 Process stören, dann könnte man das vielleicht ausschalten.
ACPI zu deaktivieren ist auch keine permanente Loesung, sondern nur als Workaround gedacht, um das System ueberhaupt nutzen zu koennen.

Hast Du apmd gestartet? Falls ja, kannst Du das evtl. probeweise stoppen. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass es in machen Faellen geholfen hat, Thunderbolt im BIOS zu deaktivieren.
 
Bei N100 hats etwas geklingelt, ziemlich möglicherweise vielleicht ;)

Wie verlief das denn damals mit FreeBSD?
 
Ich werd verrückt. Ich bekomme den Fehler nicht mehr nachgestellt. OpenBSD läuft wie erwartet. Wenn ich das ja nicht gesehen hätte... Mein BIOS ist "optimiert", d.h. meine Einstellungen sind dort drin. Ich habe das Firmwareupdate drin und was sonst noch so geht. Die Installation ist 7.7, also kann das auch keiner zwischendurch gefixt haben. :ugly:
Ich werde das mal im Auge behalten. Wie so vieles... :confused:

FreeBSD lief übrigens problemlos, nachdem ich den von Yamagi empfohlenen Eintrag in die loader.conf gesetzt hatte.
 
Kleiner Nachtrag: Ich hatte die ganze Zeit nur eine CPU. Das ist mir zunächst gar nicht aufgefallen. Nachdem ich /bsd mit /bsd.mp überschrieben habe, sind alle CPUs aktiv. Das acpi0-Problem ist immer noch nicht da.
 
Gerüchteweise ist das versprochene Microcode-Update inzwischen da, aber mir war es bisher zu blöd das gegenzutesten.
Ich schätze Deine Formulierung Weltmarktführer musst Du zukünftig in OEM-Marktführer ändern. Ich bin gespannt ob sich Intel jemals wieder aus diesem Loch herausgräbt.
 
So, ich habe mein Problem zurück. :D Es scheint an der Firmware zu liegen. Die erste Installation gestern habe ich ohne Internet gemacht und somit auch ohne Firmware.Ich hatte schon im Internet gelesen, dass es ein Problem ohne Monitor zu geben scheint. Und in der Tat, nach Installation der Firmware tat ales noch wie gewollt, als ich aber Monitor und Tastatur entfernte und neu startete war mein acpi0 Prozess zur stelle. Durch löschen der firmware inteldrm konnte ich das Problem lösen. Ein Hinzufügen der Firmware startet es aber nicht wieder, was mich etwas irritiert. Sobald ich dieses Verhalten ein und ausschalten kann bin ich wohl am Ziel. Hatte jemand von Euch schon einmal Firmware-Probleme von Euch? Ich hatte die noch nie.
 
Nun ich habe zwar keinen N100, aber eben ganz neu den Alder Lake N150. Hier treten unter OpenBSD 7.7 keinerlei Probleme mit ACPI auf. Das hilft noch nicht weiter, aber ein generelles Problem könnte es dann doch nicht sein. Aber mein Wissen reicht nicht aus, das kompetent zu beurteilen. Also hier funktioniert es.
 
Evtl. mal bei den ACPI-Optionen im BIOS die ganzen wakeup-Optionen deaktivieren:

PS/2 Keyboard S4/S5 Wakeup Support [disabled]
PCIE Devices Power On [disabled]
USB Keyboard/Remote Power On [disabled]
USB Mouse Power On [disabled]

Ausserdem evtl. mal Suspend to RAM disablen, da wenn das auf auto steht, dann nutzt es ACPI S3 power saving, was nicht immer und je nach Hardware durch OpenBSD unterstuetzt wird.
 
Das ist alles abgeschaltet. Es scheint sich mit fw_update -d inteldrm beheben zu lassen, aber auch das ist nicht zuverlässig. Irgendwie ist der Wurm drin und da acpi keine Ausgaben produziert habe ich auch keinen Ansatzpunkt. Vermutlich werde ich bei diesem Rechner auf OpenBSD verzichten müssen. Es wird mein Router und den kann ich nicht andauernd neu booten.
 
Ich schätze Deine Formulierung Weltmarktführer musst Du zukünftig in OEM-Marktführer ändern. Ich bin gespannt ob sich Intel jemals wieder aus diesem Loch herausgräbt.
In einem normalen Markt würde ich auf Intel keinen Cent mehr verwetten. Pat hat die Firma auf 18A verwettet und verloren. Aber es ist kein normaler Markt und der größte Präsident aller Zeiten könnte ihnen einen Ausweg aus dem Desaster verschaffen...
 
Bleib auf jeden Fall auf dem 2.01er BIOS, auch wenns beta ist. Ich hab direkt auf dem ftp mal geguckt, manchmal gibts da noch neuere Versionen die nicht auf der Supportseite gelistet sind. In dem Fall aber negativ.
Bootest du von SATA oder via NVMe? Wenn ich mich korrekt erinnere(?), hatte @CommanderZed auch so ein Asrock-Board mit vier SATA-Ports, befeuert von zwei unterschiedlichen Chips. Einer davon war buggy und somit waren nur zwei Ports tauglich.
Weil sich das aber auf Grafik irgendwie einzirkeln lässt:
Bist du mit VGA oder HDMI dran verbunden? Bootest du via legacy oder UEFI? Wenn das umstellbar ist, versuche die Installation fertigzustellen einmal auf UEFI und boote dann komplett ohne Monitor angeschlossen dran, lade dann intel-drm und achte wie es sich verhält. Dann das gleiche nochmal mit legacy durchspielen, Verhalten beobachten. Wenn da kein Unterschied feststellbar ist, entweder auf VGA oder HDMI wechseln (in beiden Fällen auch gerne mit Adapter), hauptsache am jeweils anderen gesteckt. Wenn auch da kein Unterschied feststellbar ist: anderen Monitor testen, wenn vorhanden.

Hilft auch das alles nichts, installiere mal auf einen zweiten USB-Stick, damit du den SATA-Chip oder eben NVMe umgehst.

Wenn fail bis hier noch und nöcher: ein guter Zeitpunkt, um entweder https://opnsense.org/download/ auszuprobieren oder https://www.proxmox.com/de/downloads/proxmox-virtual-environment/iso/proxmox-ve-9-0-iso-installer und OpenBSD darauf als VM betreiben. Der overhead ist absolut vernachlässigbar. Lediglich das NIC/VLAN reinbridgen ist etwas Eingewöhnung, wenn man es das erste Mal macht.

Mehr Ideen:
Edit1: BIOS komplett resetten, secure boot ausschalten, erneut versuchen
Edit2: ASPM und/oder C6 deaktivieren für den Test
Gibts auch zwei verschiedene Treiber unter OpenBSD für den Realtek? https://www.freshports.org/net/realtek-re-kmod/ vs https://www.freshports.org/net/realtek-re-kmod198/
Wenn ja, mal den anderen versuchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi mr44er, ich boote von NVMe und habe SATA komplett deaktiviert. Mein aktuelles BIOS ist die 2.01 Beta. Und ich boote UEFI. Das Problem ist, dass ich ein robustes System brauche und viele von den vorgeschlagenen Sachen nicht ausprobieren kann. Ich weiß auch gar nicht, ob das Board noch legacy bootet. Mit Alpine funktioniert das ohne Probleme. Und FreeBSD hat nur den Haken, dass ich eine Realtek 2.5GBit Karte verwende. Die benötigt einen externen Treiber, der wunderbar funktioniert, aber ich habe immer Angst, dass ein Update mir den Treiber verhagelt und dann sitze ich ohne Netz da. Die Karte ist auch grade mein Port nach intern.
Über eine Visualisierung habe ich schon nachgedacht. Ich habe einen Proxmox server, der ohne Probleme noch ein OpenBSD als Router betreiben könnte. Ich habe mich bisher dagegen entschieden, da sonst ein Proxmox-Update auch das Internet lahm legen würde. Manchmal sind mehrere Systeme doch nett. :) Ich werde darüber aber noch einmal nachdenken. Als der Server noch unter FreeBSD lief hatte ich schon einmal ausprobiert, dass sämtlicher Traffik über eine OpenBSD VM geht. OpenBSD hat nämlich einen passenden Realtek Treiber für 2.5G. Leider wurden aber die Devices von FreeBSD nicht zuverlässig frei gegeben und an die VM weitergereicht. Und es war mir im ganzen auch zu kompliziert, also zu viele Dinge die schief laufen können. Ich mag es mittlerweile einfach, zumindes bzgl. IT.
Zusammengefasst: Ich glaube, ich bin mit dem Board und OpenBSD auf dem Board durch. Ich habe alternativ schon eine Alpine Linux installation fertig, die komplett im RAM läuft. D.h. auch nach einem Stromausfall bekomme ich wieder Internet. Wobei mich OpenBSD da noch nie verlassen hat. Und auch FreeBSD nicht. Über die Virtualisierung auf Proxmox denke ich noch einmal nach.

Ach ja, und vielen Dank für den ganzen Support! :rolleyes:
 
Das ist alles abgeschaltet. Es scheint sich mit fw_update -d inteldrm beheben zu lassen, aber auch das ist nicht zuverlässig. Irgendwie ist der Wurm drin und da acpi keine Ausgaben produziert habe ich auch keinen Ansatzpunkt. Vermutlich werde ich bei diesem Rechner auf OpenBSD verzichten müssen. Es wird mein Router und den kann ich nicht andauernd neu booten.

Frag auf jedenfall mal auf @misc oder @bugs - die beißen meist nicht und du hast nicht nur uns 5 OpenBSD people hier im Forum sondern die geballte macht der kleinen internationalen OpenBSD Community. Sich da anzumelden das man selber was an die liste schreiben kann war relativ einfach selbst für mich als Laie in dem bereich: https://www.openbsd.org/mail.html <- am einfachsten geht das über das Majordono Web-Interface. Da da viel reinkommt macht es uu sinn dafür eine separate Mailaddresse zu verwenden.

TBF: Ich hatte zwei identische ASRock Boards und der Fehler war nur bei einen von den beiden und beide Boards sind hier auch mit 10 Jahren im von mir ungeliebten gängigen Forenstandardalter :D
 
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