AIO/MFP Drucker für harten Büroeinsatz?

cla

Well-Known Member
Es ist an der Zeit unseren Büro-All-In-One Drucker zu ersetzen.

Wir hatten die letzten 4 Jahre einen Brother MFC-9840CDW, und dieser hat leider überhaupt nicht die Erwartungen erfüllt (LANGSAM, schlechte Farbqualität, schlechte Druckqualität, keine sinnvoll verwertbare Füllstandsanzeige der Toner, Dokumenteneinzug welcher vorzugsweise ALLES auf eimal einzieht, KÜHLPHASEN an heißen Sommertagen (welche den Drucker 75% seiner Zeit unbenutzbar machen) usw. und so fort...

Jetzt suche ich seine Ablöse, leider scheint es aber (wie so oft) kein vernünftiges Produkt zu geben, was mich sofort überzeugen würde.

Ich will:

- Druck, Scan und Fax
- Laser oder Vergleichbar (keine Flüssigtinte)
- Bürotauglich
- stabil und gute Qualität (Benutzer gehen leider immer sehr lieblos mit den Sachen um)
- einfache Bedienung
- Dokumenteneinzug, welcher auch funktioniert
- schnelle Ausgabe der ersten Seite (unter 15 Sekunden)
- passable Farbqualität
- schöner Office-Druck (Text und Grafiken)
- Netzwerkinterface mit passablem Webinterface
- Scan-To-Desktop
- Scan-To-USB

Bonus wäre:

- niedrige Druckkosten
- geringer Energieverbrauch
- einigermaßen leises Betriebsgeräusch

Preis sollte so bis max. 1000 Euro liegen; bin aber auch für höhere Vorschläge offen, wenn überzeugend.

Wer von euch hat entsprechende Erfahrungen und Empfehlungen und kann mir evtl. Tipps geben?
 
Puh...hab irgendwo nen Preis von 19.000 Dollar für den Ricoh Aficio MP C5501 gefunden...das kann ich leider nicht rechtfertigen.
 
Schaue mal Kyocera vorbei. Deren Geräte sind meiner Erfahrung nach immer robust und durchdacht, in der Anschaffung zwar etwas teurer als die Konkurrenz, haben dafür recht geringe Betriebskosten. Ich verkaufe z.B. den FS-1130MFP gern, denn er ist mit ca. 550 bis 600 Euro im Preisrahmen kleinerer Betriebe und bietet alles wichtige (Schwarz-Weiß Laser, PCL6, Postscript, Scan to FTP / E-Mail, Fax, Rechtemanagement damit nicht jeder 1000 Seiten durchhauen kann, etc.): http://www.kyoceradocumentsolutions.de/index/produkte/product/fs1130mfp.html Einen Farblaser kann ich allerdings nicht empfehlen, da fehlen mir die Erfahrungen.
 
Alle Farblaser, die ich so im Einsatz gesehen habe, größere HP meistens, eignen sich für Diagramme und einige Grafiken aber das war's auch.

Bei der Arbeit stand auch so ein teurer Ricoh, Farbqualität ok aber eben nicht besser als so ein Tintenpisser für 50 Euro :D
 
Gerade bei Farb-MFPs kann pigmentierte Tinte wesentlich bessere Qualität bringen.

HP hat da mit den Officejet Pro 8500 / 8600 ein paar Kisten die passabel laufen, bei max. 25000 Seiten je Monat. Mit den originalen Patronen ist auch die Handhabung simpel.

Wenn die 8500 (die 8600er wurden da wieder geändert..) mit CISS (Dauerdrucksystem) betrieben werden, muss umsichtig mit denen umgegangen werden (Luft im Druckkopf - tot).
Aber dann ist es nur das Papier was sich in den Druckkosten niederschlägt, die nicht originale (bei mir aktuell InkTec) Tinte kommt dann Literweise an und wird ab und an in die externen Tanks nachgefüllt. :D

Wobei nach 100000 Seiten (ca 9 Liter Tinte) die Kiste echt versifft war. Und soetwas wie einen Resttonerbehälter zum tauschen gibts nicht. Irgendwann ist die Reinigungsstation voll und läuft über. (ungefähr bei 80000 .. 100000 Seiten). Und der Tintennebel verunreinigt das nähere Umfeld (ca. halber Meter).

Ohne Service bzw. Jemanden der sich um die Eigenheiten kümmert fährt man mit Toner besser, auch wenn die Kosten pro Seite höher Liegen dürften (A4 Farbe: ca. 0,6 cent je Seite, ohne Papier).
 
Schaue mal Kyocera vorbei. Deren Geräte sind meiner Erfahrung nach immer robust und durchdacht, in der Anschaffung zwar etwas teurer als die Konkurrenz, haben dafür recht geringe Betriebskosten.
Ja, diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Allerdings fand ich deren Geräte für alles grafische (z.B. auch s/w-Ausdrucke von Powerpoint) oft sehr schlecht. Trotzdem würde ich die aus den von Yamagi genannten Gründen für s/w immer wieder kaufen. Außerdem kann man sehr schön Garantieerweiterungen (auch mit Vor-Ort-Service) erwerben. Das hat bei meiner früheren Arbeit auch sehr gut funktioniert.

2009 hatte ich einmal eine AIO-Gerät von Dell gekauft, das auch Farblaser hatte. Allerdings war die Firmware so grottig, dass ich wochenlang mit derem Support im Clinch lag, bis sie es zurückgenommen haben. Zum Beispiel waren die Scans nach JPEG einfach kaputt. Die resultierenden Dateien ließen sich in der meisten Standardsoftware nicht öffnen (wurde von DELL indirekt bestätigt). Andere Sachen funktionierten überhaupt nicht. Firmware-Updates gab es auch Monate später keine und ich glaube, sie haben das Produkt dann komplett wieder vom Markt genommen. Nach meiner Erfahrung würde ich in den nächsten Jahren nicht nochmal einen Drucker oder ein AIO-Gerät kaufen von DELL kaufen. Aber zugegeben, vielleicht war es einfach dieses eine Modell, das noch nicht marktreif war...
 
Wie wärs denn mit einem kleinen A3-Kopiersystem z.B. von Canon oder Develop?
Häufig kann man da auch einen "Full-Service-Vertrag" abschließen. Dort zahlt man dann "Pro Kopie" einen recht niedrigen Preis und bekommnt sämtliche Wartungskosten und den Toner e.t.c. bezahlt.

Mein ehemaliger Arbeitgeber hat Drucker e.t.c. Verkauft und Repariert und die Kollegen aus der Ecke haben immer wieder über die technisch relativ "schlechten" kleinen A4-Farb-Lasergeräte geflucht. Am ehesten wurde glaube ich noch HP empfohlen. - Mein WIssen ist da aber nun auch über 3 Jahre alt ;)

Dies gilt nicht generell, sondern nur für die Farbgeräte - selbst die einstiegsgeräte der Schwarz-Weiss-Laserdrucker waren recht gut.
 
Hmmm...danke für die bisherigen Meinungen und Berichte. Spiegeln so in etwa das Bild wieder, welches ich auch als Eindruck gewonnen habe.

In näherer Auswahl habe ich jetzt:

- HP Laserjet Pro 400 MFP 475dn
(teuerste Betriebskosten und nur ein Touchscreen zur Bedienung...weiß nicht so recht was ich davon halten soll; HP hab ich aber immer als schönstes Druckbild und generell als passable Qualität in Erinnerung)

- OKI MC562dn
(angeblich komplizierte Bedienung; Toner etwas messy; das Vorgängermodell hat immer ziemlich laut und lang nachgelüftet; auf der anderen Seite: Hab ich an anderem Ort zwei Oki-Drucker stehen, welche jetzt schon seit ca. 8 Jahren schnurren und arbeiten...ohne Probleme (von gelegentlichen Toner-Sauereien abgesehen) ich also mit der Produktqualität dieser Okis also sehr zufrieden bin.

- Kyocera FS-C2126MFP+
(kann ich bisher schlecht beurteilen, da noch keine Erfahrung mit Kyocera, macht aber eine gute Figur im gesamten; ich hab mal Testausdrucke angefordert...mal sehen wie das Druckbild so ist)

Dann gäbe es noch Epson (angeblich Kyocera-Innenleben) und Canon...

Mieten mit Service-Vertrag ist zwar auch eine gute Idee, ist aber vom Management weniger gewünscht...mal sehen.
 
Mieten mit Service-Vertrag ist zwar auch eine gute Idee, ist aber vom Management weniger gewünscht...mal sehen.

Es ist meist auch möglich nicht zu mieten, sondern zu kaufen und dann den Service-Vertrag zu nehmen, oder größere A3-Kopierer natürlich auch ganz ohne Vertrag zu betreiben, vorrausgesetzt du findest da einen hinreichend Symphatischen und Flexiblen Dienstleister.

Für etwas mehr als 1000EUR (1200 + Mwst würde ich vermuten) sollte man ein entsprechendes Gerät schon finden können.
 
Bei uns wurden die Ricohs letztes Jahr durch Xerox-Kisten ersetzt. Auf unserem Flur steht ein WorkCentre 7530 - der dürfte mit über 7000 Euronen aber aus dem preislichen Rahmen fallen. Druckbild ist OK, Reaktionsgeschwindigkeit auch - bis auf ein Problem mit einer älteren Firmware-Version, bei der die Kisten manchmal nicht aus dem Standby aufwachen... (was sich per Firmware-Update aber leicht beheben lässt).

Eventuell lohnt da ein Blick auf die kleineren Maschinen (WorkCentre 6505 oder 6400) - ob und wenn ja wie sich deren Druckwerke von den großen Büchsen unterscheiden, weiß ich allerdings nicht.
 
Bei der Arbeit hatten wir auch ein großes Gerät, welches nur mit Touchscreen, bis auf zwei, drei echte Tasten, bedient wurde. Das geht eigentlich ganz gut bzw. muss nicht nachteilig sein.
 
Ok...ein Update für alle Interessierten die später mal auf diesen Thread stossen:

Die Wahl fiel jetzt schlussendlich auf den HP LaserJet 500 color MFP M575.

Dieser hat zwar mit ca. 1750 Euro (netto) den ursprünglichen Preisrahmen deutlich überschritten, allerdings war ich nicht bereit die vielen kleinen und größeren Kompromisse der günstigeren Riege hinzunehmen.

HP positioniert diesen Drucker als Enterprise-Gerät und dementsprechende Features hat er auch: IPv6, LDAP, SMB, E-Mail, FTP, Userprofile und Permissions, Zertifikate, Verschlüsselung...er hat wirklich alles was man sich so wünschen kann.

Ich habe ihn jetzt seit ca. 1 Woche im Betrieb und bin bisher sehr zufrieden. Sehr stabile Bauweise mit reichlich Metall und nicht nur Plastik. Das verwendete Plastik fühlt sich stabil an. Die Geschwindigkeit (erste Seite sowie allgemeine Ausgabe) ist schnell genug so dass keine unnötigen Wartezeiten entstehen.
Das Touchscreen ist gut bedienbar und vom Aufbau her befriedigend (erfüllt seinen Zweck).
Die Druckqualität ist das beste was ich bisher bei Laserdruckern gesehen habe.

Erwähnenswert wäre das er KEINE Scan to Desktop-Funktion besitzt, jedoch alternativ Dokumente (gescannte Dokumente, oder eingehende Faxe) per SMB auf Serverlaufwerke ablegen kann (implementierte Lösung hier bei mir), oder lokal im Drucker speichern kann worauf später per Netzwerk zugegriffen werden kann (nicht getestet).
Ich finde diesen Ansatz sogar die problemlosere Lösung, da die Scan-2-Desktop Lösungen (egal bei welchem Hersteller) irgendwie immer Probleme bereitet haben.
Und da die besagten Netzwerklaufwerke bei allen Nutzern eh gemappt sind, ist der Workflow zwar anders, aber genauso problemlos.

Als Kritikpunkte sind mir bisher aufgefallen:

- keine Fax-Sende/Empfangs-Reports sowie nur eine Fax-Ein/Ausgangsübersicht im Webinterface, aber nicht druckbar. Das hat mich doch etwas überrascht...verwenden viele doch die Sende/Empfangsreports als Beleg für spätere Beweisführung.
- Fax-Lautsprecher: schreckliche Quäk-Box, die selbst in höchster Lautstärke eine zu leise Tonausgabe besitzt (für den Fall das man sich verwählt hat und am anderen Ende eine Person/Ansage antwortet...ist es häufig nicht zu verstehen was gesagt wird). Dafür sind Anwahl-Signaltöne verzerrt und Fussnagelaufrollend.
- Touchscreen-Interface: Manche "Tasten" könnten größer sein (z.B. Ziffernblock zur Nummerneingabe), da mit dicken Fingern manchmal doch etwas schwierig zu treffen. Ausserdem könnte manche Textdarstellung im Display auch größer/besser lesbar sein...Mitarbeiter mit Sehschwäche tun sich etwas schwer.
- Die Standfläche des Druckers ist größer als bei anderen Geräten, was es schwierig macht, einen passenden Unterstelltisch zu finden. Es gibt zwar von HP einen direkten Unterbau...dieser macht aber wiederrum nur Sinn, wenn man das zweiten Papierfach noch dazukauft um die Gesamthöhe des Druckers zu erhöhen...sonst ist der Drucker von der Höhe eher für Kinder anstatt für Erwachsene zu erreichen.


Im gesamten jedoch bisher ein Gerät das ich weiterempfehlen kann, und das meine Anforderungen alle zur Zufriedenheit erfüllt.

Auf dem zweiten Platz bei meiner Auswahl hatte ich den Kyocera FS-C2126MFP+, welcher aber letztendlich nicht das Rennen gemacht hat, weil:
- ich bisher keine Erfahrungen mit Kyocera hatte und es somit ein Blindkauf gewesen wäre
- ich Testdrucke angefordert hatte, die Druckqualität aber nicht zufriedenstellen war (fransiger Text, unsymmetrischer Papiereinzug). Vielleicht hat da auch nur der Testdrucker geschlampt, aber von Testausdrucken erwarte ich eigentlich das sie die Qualität/Leistung eines Druckers im schönsten Licht vorführen...
 
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