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Anbieter von FreeBSD Jails (bzw. VServer) gesucht

metty

Well-Known Member
Themenstarter #1
Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem Anbieter (aus Deutschland) von FreeBSD-Jails, die man z.B. als Webserver etc. nutzen kann. Hat jemand "zufälligerweise" einen passenden Anbieter an der Hand, mit dem er zufrieden ist und der sich schon länger auf dem Markt gehalten hat? Alternativ nehme ich auch eine XEN-Virtualisierung, wo es fertige FreeBSD Images gibt. :)

Linuxbüchsen bekommt man wie Sand am Meer, aber für FreeBSD sieht es leider ziemlich mau aus.

Ich hoffe ihr habt was für mich...
Danke euch.

Freundliche Grüße
 
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nert

BSD-Gutfinder
#2
Bump!

Ich frage mich das auch desoefteren. Wuerde meine Linux-VPS gerne in die Tonne treten, weiss aber nicht womit ich sie ersetzen koennte.

Gruesse,
'nert
 

sebast

Well-Known Member
#3
Einfach ein paar Freunde zusammen suchen und einen richtigen Server aufstellen. Danach Ressourcen und Kosten teilen.

Ich wüsste nur einen recht teuren VServer Anbieter wo BSD läuft. Aber dann könntest du dir auch einen Dediserver bei 1und1 oder so kaufen, wenn nicht gerade viel Wert auf Leistung gegeben wird.
 

metty

Well-Known Member
Themenstarter #4
Einfach ein paar Freunde zusammen suchen und einen richtigen Server aufstellen. Danach Ressourcen und Kosten teilen.

Ich wüsste nur einen recht teuren VServer Anbieter wo BSD läuft. Aber dann könntest du dir auch einen Dediserver bei 1und1 oder so kaufen, wenn nicht gerade viel Wert auf Leistung gegeben wird.
Naja, mir geht es bei der Verwendung einer Jail bzw. eines virtuellen Servers hauptsächlich darum, die physischen Dinge wie z.B. Ersatzteile einbauen, Restore des Filesystems nach Festplattencrash, Austausch eines Netzteils bzw. einfach den ganzen technischen Betrieb auf den Provider abwälzen zu können. :D

Ich habe mich jetzt nach einem "BSD-ähnlichen" Linux umgeschaut und bin bei ArchLinux hängen geblieben. Ich werde mir das mal etwas genauer anschauen und damit rumspielen. Vielleicht geht es als "nachgemachtes" FreeBSD durch und ich fühle mich damit einigermaßen wohl. :)

Für mich persönlich kann nichts ein FreeBSD ersetzen. Ich fühle mich damit einfach wohl, alles hat (für mein Empfinden) Hand und Fuß. Aber man muss sich scheinbar damit abfinden das die ganze Welt nur Linux-(V)Server nachfragt...
 
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Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#5
Naja, die Frage ist am Ende einfach, wie viel du ausgeben möchtest. Echte FreeBSD Jails im Sinne von Linux vServer bietet meines Wissens niemand an. Es ist auch nicht verwunderlich, hat FreeBSD doch nur eine geringe Benutzergruppe und die konzentriert sich meist auf echte Kisten. Außerdem sind Jails im Hostingeinsatz eher bescheiden, da sie kein hartes Ressourcenmanagement bieten. Man muss drauf Vertrauen, dass alle Nutzer der Jails fair spielen.

Es gibt jedoch vergleichsweise günstig FreeBSD-fähige dedizierte Server. Hetzer unterstützt zum Beispiel FreeBSD inzwischen semioffiziell, auch wenn es in den Betriebssystemlisten nicht drinsteht, gibt es z.B. ein FreeBSD-Rescueimage. Die Maschinen sind mit ab ca. 50 Euro auch nicht so abartig teuer, dass es sich nicht rechnen würde, wenn sich 3 oder 4 Personen einen Rechner teilen. Hardwaresupport übernimmt der Anbieter, wenn was kaputt ist, reparieren sie es für dich kostenfrei. Nur du hast halt eine Ausfallzeit.
 

metty

Well-Known Member
Themenstarter #6
Naja, die Frage ist am Ende einfach, wie viel du ausgeben möchtest.
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Es gibt jedoch vergleichsweise günstig FreeBSD-fähige dedizierte Server. Hetzer unterstützt zum Beispiel FreeBSD inzwischen semioffiziell, auch wenn es in den Betriebssystemlisten nicht drinsteht, gibt es z.B. ein FreeBSD-Rescueimage. Die Maschinen sind mit ab ca. 50 Euro auch nicht so abartig teuer, dass es sich nicht rechnen würde, wenn sich 3 oder 4 Personen einen Rechner teilen. Hardwaresupport übernimmt der Anbieter, wenn was kaputt ist, reparieren sie es für dich kostenfrei. Nur du hast halt eine Ausfallzeit.
Da gebe ich dir voll und ganz Recht. Das mit der Maschine bei Hetzner habe ich mir auch schon überlegt, aber am besten hole ich ein wenig weiter aus...

Ich möchte eine etwas aufwendigere Website betreiben, die über das oft standardmäßig verwendete LAMP hinausgeht.
(wenn ich es mir recht überlege, kommt gar nichts davon zum Einsatz :))
Hier würde für den Start natürlich auch der kleine Server von Hetzner für 50 EUR gut funktionieren. Das heißt Datenbank, Webserver etc. alles auf einer Maschine und gut.

Da ich anfangs keine Informationen darüber habe, ob und wie sich die Website entwickeln wird, bin ich zum Schluss gekommen lieber 5x 10 EUR für 5 virtuelle Maschinen auszugeben, statt 1x 50 EUR für einen physischen Server. So kann ich um einiges besser auf Last reagieren und mache mir den Weg in die Zukunft nicht unnötig schwer. Bei dieser Konfiguration läuft die Datenbank auf einer eigenen Instanz, der "Worker" auf einer Instanz usw.. Stelle ich dann nach ein paar Monaten fest das der Datenbankserver etwas mehr Arbeitsspeicher vertragen könnte, ist es so recht einfach auf eine größere virtuelle Maschine zu wechseln. Das Upgrade funktioniert sehr kurzfristig, oft innerhalb von 5 Minuten.

Ich könnte natürlich auch den physischen Server mit Jails oder XEN in 5 virtuelle Maschinen partitionieren. Das würde sicher sehr gut funktionieren, davon bin ich überzeugt. Gelange ich aber an den Punkt, wo ich einer Instanz gern mehr Ressourcen verpassen möchte, als der physische Server bietet, heißt das für mich, ich muss die Instanz selbst auf eine neue Maschine umziehen. Zudem bin ich bei physischen Servern für die Hardwareverwaltung selbst zuständig (damit meine ich nicht das Wechseln von Hardware). Fällt eine Festplatte aus, muss ich dem Support dies mitteilen. Nach austauschen der Platte heißt es hoffen, dass das wiederherstellen des Raids keine Probleme macht. Dazu gibt es viele andere, nicht sofort ersichtliche Probleme, wie RAM-Defekte, Probleme mit der Netzwerkkarte usw. Buche ich stattdessen virtuelle Server, liegt der "Festplattenspeicher" vermutlich auf einem redundanten Storage, das der Provider für mich verwaltet. Bei RAM-Defekten oder anderen Phänomenen wird meine Instanz einfach im laufenden Betrieb auf eine andere Büchse umgezogen und alles läuft so weiter wie vorher. Davon bekommt man vermtl. nicht einmal etwas mit, weil beim Provider irgendwo "ein rotes Lämpchen leuchtet" das etwas mit ServerXY nicht richtig funktioniert. :) Ich brauche mich nur um den Betrieb meiner eigenen Software und um die Betriebssystem-Instanzen kümmern, nicht jedoch um die darunterliegende Infrastruktur.

Diese gesuchte Flexibilität, unter dem viel gehypten Namen "Cloudhosting", wird mittlerweile auch in Deutschland angeboten. DomainFactory bietet mit ihren jiffyboxen das genannte an. Da hier XEN für die Virtualisierung verwendet wird, ließe sich darauf auch FreeBSD betreiben. Jedoch wird dieses auch wieder nicht offiziell angeboten. Im Forum heißt es dazu, man könne sich selbst ein Image bauen. Sollte dabei etwas nicht richtig funktionieren, wird man vermutlich mit der Antwort, "wird nicht offiziell von uns angeboten, selber schuld", abgespeist.
Zudem ist der Spaß relativ kostspielig, so kostet die kleinste Instanz mit 512 MB RAM 14,4 EUR im Monat, wenn man sie durchlaufen lässt (der Betrieb wird stundenweise abgerechnet). Dabei ist jedoch noch kein MB über die Leitung gewandert (jedes GB kostet 0,12 EUR).
Da FreeBSD nicht offiziell supported wird, bin ich also wieder gezwungen Linux einzusetzen. So kann ich auch gleich einen VServer ohne Mindestvertragslaufzeit verwenden. Hier sind bei einer Instanz mit 1GB RAM bereits 1 TB Traffic dabei. Kostenpunkt: 9 EUR/mtl.

Zu dem Thema "eine dicke Maschine oder mehrere kleinere", habe ich mir viele Slides angesehen, die den Werdegang größerer Plattformen zum Thema hatten (z.B. Twitter, digg usw.). Dabei wurde sehr häufig herausgestellt, am besten von Anfang an auf eine leichte Erweiterbarkeit Wert zu legen, weil es einem später einiges an Ärger erspare, so zumindest die Redner. Mir ist klar, ich werde kein neues Twitter oder digg werden, aber von den "großen" zu lernen ist meines Erachtens nicht der schlechteste Weg. Twitter und digg verwenden natürlich keine VServer für den Betrieb ihrer Seiten, aber für einen günstigen Einstieg, insbesondere für meinen Fall, so denke ich, sollte es der richtige Weg sein.

P.S.
Ich habe bei Hetzner angefragt, ob sie vorhaben VServer in ihr Portfolio aufnehmen.
Hier die kurze und wenig informative Antwort dazu:
geplant ist es. Wann jedoch dazu ein Produkt angeboten werden kann steht noch nicht fest.
Geht man nach diesem Post, verwenden sie vermtl. XEN für die Virtualisierung, da sie auch Windows anbieten.
Vielleicht haben wir Glück und sie bieten auch ein supportetes FreeBSD Image an.
So hätte jeder was davon. :)
 
Zuletzt bearbeitet:

fbk

Active Member
#8
Ich hab drei Jahre ein paar Slackwarebüchsen bei leaseweb gehostet(leaseweb.com). Der Tip für den Provider kam von jemandem, der dort ein High-Traffic-Netzwerk betrieben hat; mit FreeBSD (war ein die-hard-BSD-Fan).
Falls die es nicht in den offiziellen Setups haben, solange es irgendwo ne ISO mit gewünschten Sytem gibt, bügeln die dir das drauf. Die Tech-Staffs waren auch sehr kompetent.
Ist ein großes Datecenter in Amsterdam. Vielleicht kannst du deine Services zunächst auf zwei reale Maschinen aufteilen.
Einziger Nachteil: für 24/7 Erreichbarkeit brauchts nen SLA. Und für Rechnungsschieber ist das nichts. Also wie es zB. in der hiesigen Geschäftswelt üblich ist, Rechnungen rauszuzögern und blöd rumzulabern, das lassen die nicht mit sich machen und klemmen deinen Kram ganz trocken ab.
Im großen und ganz war der Laden top.

Achso, ArchLinux remote administrieren ist keine gute Idee. Ein rollendes Basissystem in paar hundert km Entfernung schreit förmlich nach Ärger(für meinen Geschmack!). Wenns KISS sein soll kann ich Slackware empfehlen: Release einspielen, setup durchziehen und in Urlaub fahren.
Aber ich bin mir sicher dort kriegst du auch BSD-Kisten gemietet.
 

metty

Well-Known Member
Themenstarter #9
Ich hab drei Jahre ein paar Slackwarebüchsen bei leaseweb gehostet(leaseweb.com).
...
Achso, ArchLinux remote administrieren ist keine gute Idee. Ein rollendes Basissystem in paar hundert km Entfernung schreit förmlich nach Ärger(für meinen Geschmack!).
Danke für den Tipp *Daumen hoch*

Welcher Ärger könnte denn durch die Nutzung von ArchLinux bzw. durch ein rollendes Basissystem entstehen? Ist dir damit schon etwas passiert? Ärger mit/nach einem Update habe ich mit anderen System auch schon erlebt. :)

Aber wenn du gute Erfahrungen mit Slackware hattest, werd ich mir das mal angucken. Ich persönlich stehe bei Servern auf KISS Systeme, denn was z.B. SuSE alles auf einer sog. "Server-Installation" draufpackt, ist wirklich nicht so toll. Denn bei einem Server gilt (vermtl. nicht nur) für mich, "was nicht da ist, kann auch nicht kaputt gehen/geknackt/missbraucht werden".
 

fbk

Active Member
#10
Produktivsysteme deren Ausfall Geld kosten werden evaluiert, getestet, dokumentiert und gehen dann live.
Bei einer Releaseversion, wo es nur Bugfixes gibt, ist ein eventuell auftretender Fehler schnell eingegrenzt. Hast du ein Rolling Release kommst du erstens mit dem testen und dokumentieren kaum hinterher (enormer Arbeitsaufwand) und der worst case: wenn Majorupgrade x einer Applikation einen Rattenschwanz an Abhängigkeiten teils bis zur libc oder dem Kernel nach sich zieht, find mal raus was los ist während dein Geschäft "wartet" das es weitergeht...
Bei einem FreeBSD hat man immerhin ein stabiles Basissystem. Mit Arch einfach nur ein ständiges Fummeln. Auf dem Desktop mag das prima sein, aber einer EDV-Einrichtung hinterherzurennen die funktionieren muß, ist wirtschaftlicher Unsinn.
Kommt also drauf an was du vorhast. Willst du dich um die eigentlichen Aufgaben kümmern bei denen die IT nur Werkzeug ist (wie es bei näherer Betrachtung bei allen Menschen außerhalb der Geek-Community ist), laß die Finger von unberechenbaren Gefummel.
 

metty

Well-Known Member
Themenstarter #11
@fbk
Das sind natürlich gute Gründe. Danke für die Aufklärung. :)
Dann wer ich mir mal Slackware näher anschauen.
 
#12
Hallo,

nachdem ich hier schon lange mitlese & lerne (und FreeBSD seit 2.2.6 nutze, allerdings bei weitem nicht das Know how der meisten hier habe) und es jetzt eine Frage gibt, zu der ich denke ich etwas beitragen kann, hab ich mich mal angemeldet...

Ein recht kleiner FreeBSD Jail-Anbieter, bei dem ich lange zufriedener Kunde war (ansonsten habe ich nichts mit ihnen zu tun), ist Exonetric (www.exonetric.net). Ist allerdings nicht in Deutschland, sondern UK...

Was ich besonders geschätzt habe, war die persönliche Betreuung; ist denke ich auch nur eine sehr kleine Firma (hat natürlich ggf. auch Nachteile), Kommunikation allerdings natürlich auf Englisch.
 
#14
Das kann allerdings sein :o

Ich hab seit ca. einem Jahr oder so kein jail mehr bei denen und die waren in der Tat nie die schnellsten was Upgrades angeht....
 

metty

Well-Known Member
Themenstarter #15
...die waren in der Tat nie die schnellsten was Upgrades angeht....
Allerdings... :)

Ich habe mich jetzt schon mit Slackware arrangiert. Es ist im Vergleich zwar einiges anders als unter FreeBSD, aber es ist doch BSD ähnlicher als z.B. ein Debian oder gar ein CentOS. Bei Slackware ist man wirklich sich selbst überlassen. Wählt man bei der Installation die minimalste Konfiguration aus und vergisst 2-3 Pakete, gibts halt kein Netzwerk. :D

Aber mit ein wenig "durchkämpfen" und lernen bekommt man alles schön hin.
Dass das Packagesystem keine Abhängkeiten auflöst finde ich ehrlich gesagt nicht mal so schlimm. So wird nur wirklich das installiert, was man auf dem Server haben will, Paket für Paket. Bei Debian/Ubuntu dagegen habe ich schon Paketabhängigkeiten gesehen, da fragt man sich, ob es diese geforderten 20 Pakete jetzt gaaanz wirklich braucht.
Das einzige was ich an Slackware nicht so toll finde ist, das es für meinen Geschmack relativ wenig dokumentiert ist. Aber gut, die die Slackware verwenden wissen (meist) was sie tun.
 
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metty

Well-Known Member
Themenstarter #16
Kleiner Nachtrag zum Thema Arch Linux...

Es wird an einem Arch Server mit "sicheren" Paketen und einem stabilen Basis-System gearbeitet. Jedoch steckt das Projekt noch in den Kinderschuhen.
 
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