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Jetzt wird sich jemand fragen: Warum betreibt er so ein Minimaleismus. Ganz einfach, ich werde bald in der Weltgeschichte umeinander reisen und würde gerne an einer zentralen Ort alles zur Verfügung haben, so das ich sogar aus den hintersten chinesischen Hochland, via Modem (28,8kb/s) meine Daten mir anschauen kann, bzw. auch damit arbeiten kann.
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Da nehme ich denn einfach an, dass ich das falsch verstehe. Davon lasse ich mich aber nicht weiter beeindrucken und meine:
Obwohl es sehr löblich ist, möglichst schmale Systeme zu betreiben (darin habe ich auch diverse Energien verbraten) wird es dir kaum möglich sein, unter 500MB (64Bit) oder vielleicht 200MB (32Bit) zu bleiben. Dabei ist natürlich von Komfort keine Rede und trotzdem möchtest du nicht abwarten (und bezahlen), bis 500MB auf einer 28K Leitung in die hinterste Mongolei übertragen sind! Vorausgesetzt, dein "Zentraler Platz" ist von dort überhaupt erreichbar. Wir hören ja in manchen Ländern von Zugangsbeschränkungen und China ist dafür offenbar ein Modell.
Also, schmal halten eines Systems und Datendownload zum Arbeiten muss man wohl trennen.
Wenn es aber darum geht, dann ist zum Beispiel eine LibreOffice Datei recht kompakt. Sie erfordert halt LibreOffice auf dem System, was nicht schmal ist, aber komfortabel. Nicht schnell, aber umfangreich. Die Dateien sind oft kleiner, als ihre "PDF-Ausdrucke". LibreOffice ist lokal installiert und die Dateien hast du meinetwegen schön klein irgendwo gespeichert.
Das gilt auch für zahlreiche X-Anwendungen.
Klar, man kann sich Bilder oder sogar Filme ohne X ansehen, aber warum? Die Größe des jpg's wird davon doch nicht beeinflusst.
Eine reine Text-Mail wird auch durch Claws nicht größer gemacht. Und so weiter...
Ohne dein Vorhaben genau zu kennen und obwohl ich nach wie vor Anhänger von FreeBSD bin und ernsthaft erwäge, es auch weiter zu nutzen...
Wenn ich diese Darstellung höre, dass man in der weiten Welt tingelt oder tangelt, dann gäbe es für mich keine Alternative zu einem Knoppix oder einem anderen Live-System. Früher gab es DSL (damned small linux), zeitweise sogar von Floppy.
Aber Knoppix bietet von Haus aus alles, was mich da reizen würde:
-ein nahezu unkaputtbares Live-System in einem Guss mit kleinem Speicherbedarf.
-Möglichkeit einer versteckten, verschlüsselten, Passwortgeschützten Partition für eigene Daten
-System und Daten auf einem Stick, der in unglaublich vielen HW bootfähig ist und betrieben werden kann.
-Zusätzlicher Datenbereich auf dem Stick, der frei genutzt werden kann (Fat32) und auf den auch unter Knoppix zugegriffen werden kann. Also, der Knoppix-Stick lässt sich auch wie ein ganz gewöhnlicher Stick nutzen.
Kopien des Systems können etwa auf Micro-SD Karten in jedem Smartphone gelagert werden. Mit einem kleinen Adapter kann man diese Karten dann selbst booten, wie einen Stick benutzten.
Viele Laptops haben ausreichend Platz unter der Haube, um solch einen Stick fest verlötet im Rechner einzubauen. Es kann aber natürlich auch Knoppix auf die HD gespielt werden, der große Reiz besteht aber darin, dass alles eben auch extern gehalten werden kann.
Gerade eben hatte ich nach Knoppix DVD-Versionen gesucht und eine auf einen Stick installiert. Es ist mir nicht klar, ob es noch aktuelle CD-Versionen gibt. In einer solchen hättest du also mit weniger als 800MB ein total vollwertiges System mit X und pipapo und könntest ganz einfach auch noch weitere SW dazu installieren (in dein separat angelegtes Verzeichnis/Partition).
Naja, weil ich das eben vermutlich nicht recht verstehe, will nicht ausufern mit meinen Ideen, die womöglich völlig abwegig sind.