Ich werde mein Engagement für FreeBSD und code sharing (für FreeBSD) vermutlich deutlich zurückfahren. Bevor ich mich dazu entscheide, kann ich FreeBSD aber vielleicht noch einen Dienst erweisen, indem ich durch meine Erfahrungen eine - hoffentlich fruchtbare - Diskussion anrege.
Ich war gerade mal wieder auf Nase gelandet. Aus eigener Schuld. Ich hatte /usr/ports/Updating mal wieder nicht gelesen. Mit reichlich Erfahrung in software development muss man da aber nicht weinen, sondern kann sich ein tool bauen. Habe ich gemacht. Und weil ich es mir momentan erlauben kann, habe ich es als open source veröffentlicht.
Deshalb muss aber trotzdem die Qualität stimmen. Für mich selbst brauche ich das sicher nicht, aber andere sollen eine ordentliche man page haben. Wer mal eine gemacht hat weiss, wie ätzend man pages zu machen sind. Aber es gehört halt dazu.
Für mich selbst muss der code auch nicht perfekt sein, ausser im Kernbereich. Python mault mich ja gegebenfalls an und als Autor weiss ich dann, wo's klemmt. Aber für andere geht das nicht; für die muss es was sein, auf das sie sich auch ohne Fachkenntnis verlassen können. Vor allem, wenn ich doch weiss, dass unter den Nutzern viele sind, die eh Angst vorm bösen ports system haben und die häufig relativ unerfahren mit FreeBSD sind (Siehe auch viele Probleme in Sachen ports, besonders bei newbies).
Wer Ahnung vom Programmieren hat, der weiss, dass gerade bei kleineren Programmen die eigentliche Leistung schnell gemacht ist und dass der größte Aufwand im Drumherum steckt. Also im freundlichen Anbieten von help per command line, dem sorgsamen Austesten der Parameter Auswertung und dem "sturmfest" machen.
Kurz, ich habe mir relativ viel Arbeit gemacht. Mein Juckreiz war ja schon lange erledigt. Das Gros der Arbeit war im open source sharing bedingt.
Und dann kommt so eine lokale FreeBSD Größe und fährt mir vor die Karre so von wegen "gibt's doch schon". Ist zwar nicht wirklich so ganz so, aber egal. Und dass es doch quasi Verschwendung gewesen sei und ich doch mal lieber am offiziellen Projekt mitgearbeitet hätte. Nebenbei stuft er meine Arbeit in etwa auf Patch level herunter. Und damit ich auch wirklich kapiere, dass er oben ist und ich unten, er total extrem erfahren und ich der totale noob, leitet er das Ganze ein mit "Ich will dich ja nicht demotivieren" (Darüber würde ich z.B. mal dringend nachdenken, ob die gebäuchliche "Wir hier oben suchen da unten ja Leute, die mitarbeiten" in so einem "Irgendwann werdet ihr vielleicht sogar anerkannt und vollwertige Menschen sein" Unterton wirklich hilfreich ist).
Sorry, hat er aber. Demotiviert. Wenn auch nicht auf der Ebene, auf der er meint. Natürlich werde ich weiter tools schreiben, wann immer ich das für nötig halte. Weil ich's kann und weil ich's manchmal nötig finde.
Aber ob ich sie noch share, das weiss ich nicht so sicher, um es nett zu sagen. Und auch die Frage, ob ich mich mehr in FreeBSD einbringe, die ich eigentlich mit stark positiver Tendenz sah, beantworte ich nun eher mit Nein.
Warum?
Mag ich FreeBSD nicht mehr? Blödsinn. FreeBSD ist verdammt gute Sahne. Das weiss ich, weil ich es womöglich schon länger benutze als Mr. Wichtig FreeBSD Forum-Moderator. Mehr noch, ich wüsste nicht mal eine ernstzunehmende Alternative.
Nein, es geht um die Community. Nicht die Allerwelts Teilnehmer. Die verhalten sich zum größten Teil erstaunlich freundlich, konstruktiv und nett. Man kann hier sogar kontroversere Themen diskutieren, ohne dass das wie fast überall sonst zum flame war eskaliert. Kompliment.
Da habe ich als erstes von einem (zumindest zur Zeit) recht wenig aktiven Mod eins auf die Mütze und einen Beitrag gelöscht gekriegt, weil ich einem Kumpel von ihm (so sehe ich das jedenfalls seinem Verhalten nach), der mal eben großflächig so etliche für inkompetent erklärt hatte, klar Kontra gegeben hatte. Aber das ist nicht der Punkt; sowas kommt einfach vor. Zeig mir 10 Mods und ich zeig dir 1,2 wirklich gute Leute, 5 recht gute und gutmeinende, aber eben auch zwei Deppen.
Nein, der Punkt ist die Begründung. Mein Verhalten sei nicht gut für's Ansehen von FreeBSD. Aha.
Und drüben im ami-Forum sind geradezu anal formalgeile Leute unterwegs. Die korrigieren allen Ernstes Beiträge - wie der Lehrer in der Schule! - streichen öffentlich durch, machen Verbesserungen in fett, usw., wenn ein Teilnehmer sich nicht picobello ans strenge Regime hält. Anders ausgedrückt, die führen Menschen öffentlich vor und demütigen sie vor allen. Die Begeisterung und der Zustrom neuer Teilnehmer halten sich naturgemäß in engen Grenzen, wenn man mal von "Ihr seid heute wieder so wunderbar anzusehen, Eure Majestät" Bekundungen absieht.
Was denkt sich da wohl ein newbie? Also, ich bin ja ziemlich erwachsen mit reichlich BSD/Unix Erfahrung und kann locker davon ausgehen, fachlich mit den meisten gut mithalten zu können. Ich kann da denken (und dem dortigen ChefMod auch antworten auf eine dämliche Ermahnung), dass nicht ich die brauche, sondern dass die - und FreeBSD - user und vor allem mit-Arbeitende braucht.
Ich wollte demjenigen, der mich hier "ja nicht demotivieren wollte" erst schreiben, was ich tun soll, ob ich mein tool zurückziehen und löschen soll oder was? (Siehe auch Linus' famous retrospective abortion Bemerkung)
Leute, ihr unterhaltet euch einerseits immer mal wieder klagend darüber, dass FreeBSD mehr Unterstützer und Mit-Entwickler bräuchte und andererseits stoßt ihr Kandidaten grob vor den Schädel? So wird das eher nix.
"Gibt's schon. Arbeite lieber mit und mach Patches" ist keine Einladung sondern ein Affront. Warum nicht - von den doch so sozial sensiblen Machern - etwas wie "Interessanter Ansatz für ein ärgerliches Problem. Schöner wär's natürlich, sowas in ein offizielles tool mit einzubauen. Fühl dich eingeladen"?
Um's brutal zu verkürzen: Konsumenten gibt's reichlich. Produzenten werden gebraucht. Macht euch weniger Gedanken darum, wie man mehr Frauen in die IT kriegt und mehr Gedanken darum, wie man potentielle Mitwerkler (Geschlecht egal) lockt statt sie zu vergraulen und ihre Beiträge herabzuwürdigen.
Und falls nun ein Admin oder Mod ganz Furchtbares entdeckt haben zu meint, dann: Wo der Löschknopf ist, wisst ihr ja. Allerdings traue ich euch hier (anders als den Formalismus-Sturmbannführern im ami-Forum) wirklich zu, mit womöglich verdienter und allemal konstruktiv gedachter Kritik gut umzugehen.
Und nochmal Danke an h0sch1, der wirklich und konkret geholfen und beigetragen hat mit webspace. So funktioniert's. Einer gibt webspace, ein anderer code, der Nächste schreibt eine man page und noch ein Anderer kümmert sich um support und hilft bei Fragen im Forum.
Dann gibt's auch irgendwann FreeBSD-Wayland. Denn vom formal anal korrekt schreiben und Dateien grün anmalen und Befehle pingelig grau unterlegen (wie drüben) oder vom "um Himmels Willen keinen Hauch von Kritik annem ami Konzern" werden wir kein Wayland kriegen (und die da drüben nicht mal nennenswert mehr Mitglieder als unser "kleines" deutsches Forum).
Auf ein gutes Miteinander - oder eine problemlose Trennung.
Ich war gerade mal wieder auf Nase gelandet. Aus eigener Schuld. Ich hatte /usr/ports/Updating mal wieder nicht gelesen. Mit reichlich Erfahrung in software development muss man da aber nicht weinen, sondern kann sich ein tool bauen. Habe ich gemacht. Und weil ich es mir momentan erlauben kann, habe ich es als open source veröffentlicht.
Deshalb muss aber trotzdem die Qualität stimmen. Für mich selbst brauche ich das sicher nicht, aber andere sollen eine ordentliche man page haben. Wer mal eine gemacht hat weiss, wie ätzend man pages zu machen sind. Aber es gehört halt dazu.
Für mich selbst muss der code auch nicht perfekt sein, ausser im Kernbereich. Python mault mich ja gegebenfalls an und als Autor weiss ich dann, wo's klemmt. Aber für andere geht das nicht; für die muss es was sein, auf das sie sich auch ohne Fachkenntnis verlassen können. Vor allem, wenn ich doch weiss, dass unter den Nutzern viele sind, die eh Angst vorm bösen ports system haben und die häufig relativ unerfahren mit FreeBSD sind (Siehe auch viele Probleme in Sachen ports, besonders bei newbies).
Wer Ahnung vom Programmieren hat, der weiss, dass gerade bei kleineren Programmen die eigentliche Leistung schnell gemacht ist und dass der größte Aufwand im Drumherum steckt. Also im freundlichen Anbieten von help per command line, dem sorgsamen Austesten der Parameter Auswertung und dem "sturmfest" machen.
Kurz, ich habe mir relativ viel Arbeit gemacht. Mein Juckreiz war ja schon lange erledigt. Das Gros der Arbeit war im open source sharing bedingt.
Und dann kommt so eine lokale FreeBSD Größe und fährt mir vor die Karre so von wegen "gibt's doch schon". Ist zwar nicht wirklich so ganz so, aber egal. Und dass es doch quasi Verschwendung gewesen sei und ich doch mal lieber am offiziellen Projekt mitgearbeitet hätte. Nebenbei stuft er meine Arbeit in etwa auf Patch level herunter. Und damit ich auch wirklich kapiere, dass er oben ist und ich unten, er total extrem erfahren und ich der totale noob, leitet er das Ganze ein mit "Ich will dich ja nicht demotivieren" (Darüber würde ich z.B. mal dringend nachdenken, ob die gebäuchliche "Wir hier oben suchen da unten ja Leute, die mitarbeiten" in so einem "Irgendwann werdet ihr vielleicht sogar anerkannt und vollwertige Menschen sein" Unterton wirklich hilfreich ist).
Sorry, hat er aber. Demotiviert. Wenn auch nicht auf der Ebene, auf der er meint. Natürlich werde ich weiter tools schreiben, wann immer ich das für nötig halte. Weil ich's kann und weil ich's manchmal nötig finde.
Aber ob ich sie noch share, das weiss ich nicht so sicher, um es nett zu sagen. Und auch die Frage, ob ich mich mehr in FreeBSD einbringe, die ich eigentlich mit stark positiver Tendenz sah, beantworte ich nun eher mit Nein.
Warum?
Mag ich FreeBSD nicht mehr? Blödsinn. FreeBSD ist verdammt gute Sahne. Das weiss ich, weil ich es womöglich schon länger benutze als Mr. Wichtig FreeBSD Forum-Moderator. Mehr noch, ich wüsste nicht mal eine ernstzunehmende Alternative.
Nein, es geht um die Community. Nicht die Allerwelts Teilnehmer. Die verhalten sich zum größten Teil erstaunlich freundlich, konstruktiv und nett. Man kann hier sogar kontroversere Themen diskutieren, ohne dass das wie fast überall sonst zum flame war eskaliert. Kompliment.
Da habe ich als erstes von einem (zumindest zur Zeit) recht wenig aktiven Mod eins auf die Mütze und einen Beitrag gelöscht gekriegt, weil ich einem Kumpel von ihm (so sehe ich das jedenfalls seinem Verhalten nach), der mal eben großflächig so etliche für inkompetent erklärt hatte, klar Kontra gegeben hatte. Aber das ist nicht der Punkt; sowas kommt einfach vor. Zeig mir 10 Mods und ich zeig dir 1,2 wirklich gute Leute, 5 recht gute und gutmeinende, aber eben auch zwei Deppen.
Nein, der Punkt ist die Begründung. Mein Verhalten sei nicht gut für's Ansehen von FreeBSD. Aha.
Und drüben im ami-Forum sind geradezu anal formalgeile Leute unterwegs. Die korrigieren allen Ernstes Beiträge - wie der Lehrer in der Schule! - streichen öffentlich durch, machen Verbesserungen in fett, usw., wenn ein Teilnehmer sich nicht picobello ans strenge Regime hält. Anders ausgedrückt, die führen Menschen öffentlich vor und demütigen sie vor allen. Die Begeisterung und der Zustrom neuer Teilnehmer halten sich naturgemäß in engen Grenzen, wenn man mal von "Ihr seid heute wieder so wunderbar anzusehen, Eure Majestät" Bekundungen absieht.
Was denkt sich da wohl ein newbie? Also, ich bin ja ziemlich erwachsen mit reichlich BSD/Unix Erfahrung und kann locker davon ausgehen, fachlich mit den meisten gut mithalten zu können. Ich kann da denken (und dem dortigen ChefMod auch antworten auf eine dämliche Ermahnung), dass nicht ich die brauche, sondern dass die - und FreeBSD - user und vor allem mit-Arbeitende braucht.
Ich wollte demjenigen, der mich hier "ja nicht demotivieren wollte" erst schreiben, was ich tun soll, ob ich mein tool zurückziehen und löschen soll oder was? (Siehe auch Linus' famous retrospective abortion Bemerkung)
Leute, ihr unterhaltet euch einerseits immer mal wieder klagend darüber, dass FreeBSD mehr Unterstützer und Mit-Entwickler bräuchte und andererseits stoßt ihr Kandidaten grob vor den Schädel? So wird das eher nix.
"Gibt's schon. Arbeite lieber mit und mach Patches" ist keine Einladung sondern ein Affront. Warum nicht - von den doch so sozial sensiblen Machern - etwas wie "Interessanter Ansatz für ein ärgerliches Problem. Schöner wär's natürlich, sowas in ein offizielles tool mit einzubauen. Fühl dich eingeladen"?
Um's brutal zu verkürzen: Konsumenten gibt's reichlich. Produzenten werden gebraucht. Macht euch weniger Gedanken darum, wie man mehr Frauen in die IT kriegt und mehr Gedanken darum, wie man potentielle Mitwerkler (Geschlecht egal) lockt statt sie zu vergraulen und ihre Beiträge herabzuwürdigen.
Und falls nun ein Admin oder Mod ganz Furchtbares entdeckt haben zu meint, dann: Wo der Löschknopf ist, wisst ihr ja. Allerdings traue ich euch hier (anders als den Formalismus-Sturmbannführern im ami-Forum) wirklich zu, mit womöglich verdienter und allemal konstruktiv gedachter Kritik gut umzugehen.
Und nochmal Danke an h0sch1, der wirklich und konkret geholfen und beigetragen hat mit webspace. So funktioniert's. Einer gibt webspace, ein anderer code, der Nächste schreibt eine man page und noch ein Anderer kümmert sich um support und hilft bei Fragen im Forum.
Dann gibt's auch irgendwann FreeBSD-Wayland. Denn vom formal anal korrekt schreiben und Dateien grün anmalen und Befehle pingelig grau unterlegen (wie drüben) oder vom "um Himmels Willen keinen Hauch von Kritik annem ami Konzern" werden wir kein Wayland kriegen (und die da drüben nicht mal nennenswert mehr Mitglieder als unser "kleines" deutsches Forum).
Auf ein gutes Miteinander - oder eine problemlose Trennung.