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Auf dem Weg zum OpenBSD-Desktop

ghostfish

Well-Known Member
Themenstarter #1
Hallo zusammen,

mir ist eine Idee gekommen und wollte einfach mal eure Meinung dazu hören. Und zwar geht es darum, dass ich als Neuling alle Schritte dokumentiere die ich unternehme um mein System einzurichten. Es ist natürlich kein HowTo, aber die Chance dass ein Umsteiger im deutsch-sprachigen Raum hier im Forum landet ist vermutlich recht hoch, vielleicht könnte das ein oder andere sogar hilfreich sein.

Da ich selbst absoluter BSD-Anfänger bin, sind das natürlich alles äußerst einfache Schritte!

Ich fange einfach mal mit dem ersten Schritt und dem Index an :)

Erwähnen sollte ich noch, dass ich derzeit ein IBM ThinkPad T42 nutze.

1. iwi-Firmware und Einrichten des WLAN (DHCP)
2. iwi0: XXX too many rates (count: 13, last 108)
3. X und Fluxbox
4. Automount

Aktuelle Probleme:
-stabiler Browser mit allen Plugins
-Einrichten eines stabilen Mail-Clients

Ich mache mich jetzt gleich daran den ersten Schritt aufzuschreiben und freue mich über Feedback :)
 
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ghostfish

Well-Known Member
Themenstarter #2
1. iwi-Firmware und Einrichten des WLAN (DHCP)

Ich gehe hier nicht auf die anfänglichen Schritte die in der Mail von Theo bzw. in afterboot (8) zu finden sind ein.
Da in meinem Laptop eine Intel Pro/Wireless 2200BG verbaut ist, benötige ich die iwi-Firmware, die (aus Lizenz-rechtlichen Gründen?) jedoch nicht geladen wurde.

/Edit: an dieser Stelle könnt ihr versuchen die benötigte Firmware mit fw_update(1) automatisch laden zu lassen.
Vielen Dank nochmals an fuwafuwa für den Hinweis!
Sollte dies nicht funktionieren hier die "manuelle" Variante: (in beiden Fällen benötigt ihr eine alternative Internetanbindung, zum Beispiel ein Kabel über em0)

Der folgende Befehl lädt die iwi-Firmware vom OpenBSD-Spiegel:
Code:
pkg_add -a http://firmware.openbsd.org/firmware/iwi-firmware-3.1p2.tgz
Der Befehl muss als Superuser oder mit einem vorangestellten "sudo " ausgeführt werden.
Eventuell ist auch eine aktuellere Firmware verfügbar, dafür einfach im Index schauen!
Um die WLAN-Karte nun auf DHCP zu stellen, muss im Verzeichnis /etc die Datei "hostname.iwi0" mit folgenden Einträgen erstellt werden:
Code:
nwid WLAN-NAME/SSID
wpakey STRENG-GEHEIMES-PASSWORT #ich nutze WPA2 mit einem PSK,  andere Konfigurationen müsssen hier berücksichtigt werden
dhcp
Es ist schon ein paar Tage her dass ich diese Schritte unternommen habe, ich hoffe dennoch dass die Links usw. alle passen, zukünftig schreibe ich alles direkt auf, sodass ich es nicht nocheinmal rekonstruieren muss.
Bei Fehlern freue ich mich über Korrekturen :)
 
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Rakor

Administrator
Mitarbeiter
#3
Hallo Ghostfish,

ich finde die Idee gut. Genau aus dem selben Grund (nur eben auf FreeBSD) habe ich damals mein Wiki begonnen. Um das ganze etwas besser zu konzentrieren würde ich dir aber empfehlen das ganze im hiesigen Wiki zu verwalten´. Dann findet man es evtl leichter und es wird nciht so leicht zerfleddert.
 
#4
1. iwi-Firmware und Einrichten des WLAN (DHCP)

Ich gehe hier nicht auf die anfänglichen Schritte die in der Mail von Theo bzw. in afterboot (8) zu finden sind ein.
Da in meinem Laptop eine Intel Pro/Wireless 2200BG verbaut ist, benötige ich die iwi-Firmware, die (aus Lizenz-rechtlichen Gründen?) jedoch nicht geladen wurde.
Über em0 konnte ich per Netzwerkkabel die notwendigen Pakete nachträglich laden per:
Code:
pkg_add -a http://firmware.openbsd.org/firmware/iwi-firmware-3.1p2.tgz
Der Befehl muss als Superuser oder mit einem vorangestellten "sudo " ausgeführt werden.
Etwas komfortabler wäre hier der Befehl fw_update(1). Ohne Parameter sucht er vollautomatisch die passende Firmware ;) (Wird normalerweise während des ersten Boots automatisch ausgeführt)
 

ghostfish

Well-Known Member
Themenstarter #5
Vielen Dank euch beiden erstmal für das Feedback! :)

Rakor, ich befürchte für einen Wiki-Eintrag ist die Qualität bei weitem noch nicht ausreichend, aber wenn ich im Laufe der Zeit etwas Wissen angehäuft habe, würde ich mich freuen im Wiki partizipieren zu dürfen :)

fuwafuwa, Danke dir für die Verbesserung, ich werde direkt meinen Post überarbeiten!

/Edit: der Übersicht wegen starte ich für jeden Punkt einen neuen Post (unter Umständen entstehen dadurch Doppelposts, ich hoffe dass ich damit nicht gegen Forenrichtlinien verstoße)
 

ghostfish

Well-Known Member
Themenstarter #6
2. iwi0: XXX too many rates (count: 13, last 108)

Hier muss ich vorweg warnen, ich weiß leider nicht was der Fehler bedeutet und kann ihn daher auch nicht beheben! Daher ist das folgende lediglich ein Fallbeispiel.
Die Ausgangssituation ist diese:
DHCP ist eingestellt und die WLAN-Karte ist erkannt. Während des Boot-Vorgangs wird jedoch, nachdem em0 den Status "sleeping" eingenommen hat, wiederholt die im Titel genannte Fehlermeldung ausgegeben, bis irgendwann ohne zugeteilte IP der Boot-Vorgang abgeschlossen wird.
Meine Vermutung ist, dass aufgrund mehrerer gleichnamiger WLAN das richtige nicht erkannt wurde.
Mit dem folgenden Befehl werden alle verfügbaren Netze angezeigt (mit "Channel"):
Code:
ifconfig iwi0 scan
In meinem Fall waren tatsächlich 3 gleichnamige vorhanden (besonders kreative belassen es bei "WLAN" oder "FRITZBOX"). Wer Zugriff auf den eigenen Router hat, sollte dort einfach den Namen ändern (meist 192.168.0.1 , 192.168.1.1 oder 192.168.2.1). Ist es nicht möglich den Namen zu ändern und es sind mehrere gleichnamige vorhanden, notiert sämtliche in Frage kommenden "chan" Einträge.
Nachdem alles notiert ist müssen wir in /etc/hostname.iwi0 noch den Eintrag verändern:
An der Stelle HIER eine der notierten Nummern einfügen.
Code:
nwid WLAN-NAME/SSID
chan HIER
wpakey STRENG-GEHEIMES-PASSWORT
dhcp
Bei mir war gleich der erste Eintrag der richtige und ich habe eine IP vergeben bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:

pwp

Well-Known Member
#7
Da sich ja der Channel durchaus ändern kann (und bei den meisten Routern ohnehin auf "auto" steht), solltest du einfach direkt mittels "bssid" die MAC-Adresse des Access Points angeben. Mehr Infos findest du in der "ifconfig" Manpage unter "IEEE 802.11 (WIRELESS DEVICES)". Die BSSID wird dir ebenfalls gezeigt, wenn du einen Scan machst. Also:

Code:
nwid ...
bssid AA:BB:CC:DD:EE:FF
wpakey ...
dhcp
 

ghostfish

Well-Known Member
Themenstarter #8
Danke dir pwp, ich werde direkt den Eintrag bearbeiten ;)

/edit: die Bearbeiten-Funktion wird mir nicht mehr angezeigt, ist das nach Ablauf einer gewissen Zeit nicht mehr möglich?
 

ghostfish

Well-Known Member
Themenstarter #10
Guten Morgen,

ich bin gerade dabei, das Tutorial mit OpenBSD 5.6 nachzuvollziehen, und hätte da zwei kleine Anliegen..
Wahrscheinlich lässt sich beides sehr schnell durch die FAQ bzw. Manuals ermitteln, aber ich gehe da gerne der Reihe nach vor, und vom PF User's Guide bin ich noch etwas entfernt.. :o

Meine erste Frage lässt sich bestimmt recht klären, ich würde gerne den Pfad zum Paket-Spiegel hinterlegen, sodass bei "pkg_add" der Paketname wie er hier aufgeführt ist: http://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.6/packages/i386/ ausreicht. Ist das möglich, und falls ja, in welcher Datei kann ich das permanent speichern?

Meine zweite Bitte ist ein wenig aufwendiger..
Ich tippe nur sehr ungern die Zeilen blind ab, daher würde ich mich freuen, wenn sich eventuell jemand findet, der die ein oder andere der folgenden Zeilen aus dem Tutorial für einen Anfänger verständlich kurz erläutern könnte :)

set block-policy drop
set skip on lo0
match in all scrub (no-df)
antispoof quick for (egress)
block in quick on egress from { no-route urpf-failed } to any
block in all
pass out quick inet keep state

Vielen Dank schonmal im Voraus!
 

Nonpareille

Well-Known Member
#11
Zur ersten Frage: das ist in /etc/pkg.conf hinterlegt. Alternativ geht auch die frühere Methode, sprich definieren der Variable PKG_PATH mit anschließendem Export in der .profile von root (bzw des Benutzers der pkg ausführen darf)
 

ghostfish

Well-Known Member
Themenstarter #12
Danke dir für die schnelle und hilfreiche Antwort!
Da ist ja standardmäßig schon ein Server hinterlegt, das ist sehr praktisch :)

Und leider habe ich direkt schon wieder eine neue Frage.. im Tutorial wird geschrieben, dass xdm nicht geladen werden soll, ich habe das bei der Installation dummerweise aber schon so eingestellt :(
Steht das in der boot.conf?

/edit:
steht wohl in:
/etc/rc.conf.local
reicht es, die Zeile "xdm_flags=" auszukommentieren?
 

Nonpareille

Well-Known Member
#13
Ich verwende kein xdm, muss mich also auf die FAQ beziehen. Nach der (Pkt. 11.4.2) ist das das auskommentieren der xdm_flags in der rc.conf.local ausreichend um xdm auszuschalten.
 

ghostfish

Well-Known Member
Themenstarter #14
Leider hat etwas nicht funktioniert beim Einrichten, weshalb mein System nicht mehr hochgefahren ist. Allerdings glaube ich, dass wenn in der /etc/conf die Zeile "xdm_flags=" steht, xdm geladen wird. Um das zu verhindern, muss wohl lokal "=NO" gesetzt werden.
Ich habe jetzt XFCE4 mit slim installiert, kann aber leider nicht als root einloggen (ich habe die entsprechende /root/.xinitrc nicht verändert, weil ich als root nicht grafisch einloggen möchte).
Ist es möglich slim so einzustellen, dass beim Login als root XFCE nicht geladen wird?
 

ghostfish

Well-Known Member
Themenstarter #16
Ich suche nach einer Möglichkeit, als normaler User direkt grafisch einzuloggen, als root jedoch so wie direkt nach der Installation.

Der erste Teil funktioniert (ich habe mich an dieses Tutorial gehalten: http://www.gabsoftware.com/tips/tutorial-installing-xfce-on-openbsd-4-8/), nur die /root/.xinitrc habe ich nicht angerührt.

Ist es überhaupt möglich SLiM zu verwenden, aber nicht mit jedem Nutzer X zu starten? Oder alternativ: ist es möglich bei meinem User-Account automatisch X starten zu lassen? Denn laut Tutorial sollte durch "startx" wegen des Eintrags: "exec startxfce4" in der .xinitrc direkt XFCE geladen werden.
 

CommanderZed

OpenBSD User
Mitarbeiter
#17
Also entweder startest du X mithilfe von xdm, slim & Co direkt, dann startet aber halt auch x direkt, weil xdm & slim ja nunmal x nutzen -

oder du startest kein X sondern loggst dich direk am Virtuellen Terminal Login als root/Benutzer/Whatever ein und startest dann auf wunsch xfce mit startxfc4 (Alternativ über startx sofern xfce4 als standard definiert wurde, macht aber keinen sinn imho)

Dann brauchst du aber auch weder xdm noch slim, da du deren funktion ja schon über den Konsolen-Login erledigt hast. Du könntest evtl. noch bei deinem Benutzer das startxfce4 automatisch starten lassen wenn du magst.

Oder ich verstehe gerade so überhaupt nicht was du möchtest ;)
 

Nonpareille

Well-Known Member
#19
Weißt du wie ich das erreiche?
ist zwar "dreckig" aber über eine der Startdateien im jeweiligen Benutzerverzeichnis sollte es gehen.

Allerdings glaube ich, dass wenn in der /etc/conf die Zeile "xdm_flags=" steht, xdm geladen wird. Um das zu verhindern, muss wohl lokal "=NO" gesetzt werden.
Also erstmal: eine /etc/conf ist mir (und wohl auch anderen OpenBSD-Nutzern) unbekannt.
Meinst Du die rc.conf?

In der ist bereits der Eintrag xdm_flags="NO" vorhanden. Dieser wird durch den bei dir vorhandenen Eintrag xdm_flags="" in der rc.conf.local beim Start überschrieben. Wenn Du den Eintrag in der rc.conf.local auskommentierst, kommt wieder der ursprüngliche Eintrag in der rc.conf zum tragen. Die rc.conf selbst soll man aus gutem Grund nicht editieren, da sie bei jedem Update durch eine neuen Version ersetzt wird. Änderungen, die ein Update überdauern sollen müssen deshalb in der rc.conf.local vorgenommen werden.
 

ghostfish

Well-Known Member
Themenstarter #20
Okay, dann lasse ich es vorerst mal wie es ist, bis ich da näheres zum Bootvorgang weiß :)

Ich möchte mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich meine bei den letzten beiden Neuinstallationen beobachtet zu haben, dass der "xdm_flags=" Eintrag von der Beantwortung der Frage während der Installation abhängt. Bei der letzten Installation habe ich nämlich "Nein" angegeben, und in der rc.conf ist tatsächlich auch "xdm_flags=NO" zu finden.

Jedenfalls vielen Dank für eure Hilfe! :)
 

pwp

Well-Known Member
#21
Hallo ghostfish, hat nichts mehr mit deiner eigentlichen Frage zu tun, aber nur als Info:
In der rc.conf steht immer ein "xdm_flags=NO". Wenn du bei der Installation angibst, dass xdm verwendet werden soll, wird "xdm_flags=" in der rc.conf.local hinterlegt, was soviel heißt wie "starte xdm ohne zusätzliche flags".
Nonpareille hat eigentlich auch schon alles gesagt: nie in der rc.conf rumhantieren! Mittlerweile lässt sich unter -current auch recht viel mit rcctl erledigen, da muss man nirgendwo mehr händisch ran.