Backup - zfs send | zfs recv via USB

snn

Member
Hallo zusammen,

habe mein ZFS-Pool per...

zfs send -v -R -p nas@2020-12-30 | zfs recv -F backup/nas oder inkrementell zfs send -v -R -p -i nas@2020-09-01 nas@2020-12-30 | zfs recv -F backup/nas

auf eine SATA-Platte via USB Adapter gebackuped. Soweit so gut. [Zwischenfrage: habt ihr einen anderen Ansatz einen kompletten Pool zu backup'n?]
Jedoch hat vermutlich die Platte / der SATA-USB-Adapter einen Hänger - HotSwap muss her.

Das zfs send | recv läuft über tmux und es gibt keinen Datentransfer mehr (terminal und LED am Adapter - kein progress).

Der zpool status bestätigt dies:
$ zpool status backup
pool: backup
state: ONLINE
status: One or more devices are faulted in response to IO failures.
action: Make sure the affected devices are connected, then run 'zpool clear'.
see: http://illumos.org/msg/ZFS-8000-HC
scan: none requested
config:

NAME STATE READ WRITE CKSUM
backup ONLINE 0 1,53K 0
gpt/MYDISK.eli ONLINE 80 66 1

errors: 1571 data errors, use '-v' for a list

Via Geli ist die Platte wohl noch aktiv. Wie gehe ich jetzt am besten vor?

Idee: zfs send | recv einfach kill'n => Platte noch einmal sauber einhängen => $ zpool clear backup => dann noch einmal starten

Beste Grüße, snn
 

turrican

Well-Known Member
Ich denke da ist eine Hardware in der Kette defekt - entweder die Platte, der USB-HDD Controller oder der USB am Rechner. Könnte ggf auch ein simpler Wackler am Kabel sein.

Du könntest das durchaus mit "zpool clear" mal ausprobieren, die Frage ist ob das was hilft - es löscht ja nur die aufgelaufenen Errors des Pools bzw setzt die Zähler zurück, es ändert vermutlich nichts am zugrundeliegenden Problem.

Die Alternative wäre z.B. eine andere Platte (hast du ggf welche zum ausprobieren) oder ein 2. Rechner mit ZFS, an welchen du das mit zfs send schicken kannst. Kann seit einiger Zeit auch ein Linux-Rechner mit OpenZFS sein, da musst ggf nur auf unterschiedliche Feature-Sets achten und ggf Features beim send/recv "abschalten"/ignorieren.
 

mr44er

moderater Moderator
Teammitglied
Verbesserungsvorschlag, damit man keinen Blindflug hat:

Code:
zfs send -v -R -p -i nas@2020-09-01 nas@2020-12-30 | pv | zfs recv -F backup/nas

 

snn

Member
Mein learning... einfach keinen *10 Euro USB HDD/SATA Adapter verwenden. Der war das Problem. Gleiches Verhalten trat an einem anderen Rechner auch auf. Die HDD war & ist i.o.
Danke für den ... | pv | ... Verbesserungsvorschlag.
Hatte den backup pool entfernt und komplett neu aufgesetzt. Ein sauberes backup macht doch gleich wieder glücklich :D
 

pit234a

Well-Known Member
einfach keinen *10 Euro USB HDD/SATA Adapter verwenden
da habe ich die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht, von explodierenden Netzteilen (für die HDs, die noch zusätzlich Strom brauchen), bis hin zu geschrotteten Daten. Abgebrochene Übertragungen und Abmelden des Gerätes sind also noch recht harmlos.
Nun habe ich ungefähr vier oder fünf dieser Dinger noch im Einsatz, aber: die liegen fast immer nur in der Kiste.
Meine schlechten Erfahrungen erstrecken sich nämlich nicht nur auf Billiggeräte!
Diese Adapter sind bei mir einer Art "Notbetrieb" vorbehalten. Wie letztens, als ein Freund mit einer Festplatte angedackelt kam und höflich fragte, ob da noch Daten gerettet werden könnten. Oder, wenn ich ein System von einer Platte auf eine andere überspielen will, die dann nicht für einen lokalen Einsatz gedacht ist.
So halt. Für den gelegentlichen Einsatz.

Und genau so halte ich es auch mit externen USB-Platten, denn meine negativen Erfahrungen damit sind nicht wesentlich besser.
Für eine generelle, also ständig laufende Backup-Strategie, würde ich nicht auf externe USB-Medien setzen.

Ich denke, dass eine Netzwerklösung für regelmäßige/ständige Backups immer noch die beste und flexibelste Lösung ist und dass auf USB-Geräte nur der gelegentliche Sicherheits-Backup laufen sollte. Meine persönliche Meinung halt.
Außerdem habe ich sehr gute Erfahrungen mit internen Sicherungs-Devices gemacht (für kleinere Datenmengen). Das wird in der Lektüre kaum jemals erwähnt oder beachtet, aber eine Sicherung meines ~/. auf eine eingebaute (500G) SSD passiert ratz fatz (als erstes Backup).
 

CommanderZed

OpenBSD User
Teammitglied
da habe ich die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht, von explodierenden Netzteilen (für die HDs, die noch zusätzlich Strom brauchen), bis hin zu geschrotteten Daten. Abgebrochene Übertragungen und Abmelden des Gerätes sind also noch recht harmlos.
Nun habe ich ungefähr vier oder fünf dieser Dinger noch im Einsatz, aber: die liegen fast immer nur in der Kiste.
Meine schlechten Erfahrungen erstrecken sich nämlich nicht nur auf Billiggeräte!

Da das sicher für den ein oder relevant ist:

Ich kann dem nur zu 100% zustimmen, der Preis sagt in dem Sektor, wie eigentlich bei vielen "PC-Zubehör" krams im weiteren sinne, nur unglaublich wenig über die Qualität aus.

Hab privat zurzeit sonnen einfachen Sata-USB3 Adapter für 12EUR der absolut Fehlerfrei läuft und hatte auch wirklich teure modelle die dubiose fehler hatten.

Mein liebster Fehler bislang:
Ein mittelteures 2,5" Festplattengehäuse bei dem die Elektronik aus irgend einen Grund häufig nachvollziehbar abgestürzt ist wenn man die ersten paar MB der verbauten Platte beschreiben wollte. (Dachte erst ich hätte 2 defekte Platten irgendwie aus meiner Grabbelkiste nacheinander erwischt)
 
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