Da kann ich allerdings nur für den Süddeutschen Raum sprechen
Da wohne ich
Solange man bei der Firma was lernen kann und ggf. nach einiger Zeit mit deutlich besseren Karten bewerben kann, hat sich das dann doch gelohnt.
Die eigentliche Frage ist ja, warum sollte dich eine Firma einstellen, wenn du selber der Meinung bist, dass du eigentlich nichts kannst? Was hast du in den Jahren gemacht und warum bist du trotzdem ein Gewinn für eine Firma, die dich einstellt?
So und damit wüsste ich nichtmal, was eine 'bessere Karte' ist oder was den Arbeitgeber interessen könnte. Ich mein, ich kann schon viel und bin da ausdauernd auf dem Gebiet, weil ich privat und hobbymäßig dafür brenne und mir auch mal Nächte um die Ohren haue, um was zu konfigurieren, was Neuland für mich ist. Den Krempel, der in Firmen benutzt wurde und wird, hab ich zumindest schon mal selber ausgetestet, weiß worum es geht und kann das alles administrieren. VMWare, ISCSCI, generell so die Virtualisierungsgeschichten,SAN, NAS, Exchange+Blackberry-Server...so das Grundzeug eben. Seit 2013 angefangen, mich mit diversen Linux-Distris und FreeBSD zu beschäftigen - weil zu meiner Firmengründungszeit keine Lust (und Geld) gehabt, Lizenzen zu kaufen - mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es die besseren Werkzeuge für mich sind.
Mein Problem ist hier vllt, wenn ich sowas aufgezählt bekäme, dann wär ich nicht beeindruckt. Ich empfinde das als Basics und weiß nicht, wie man das als 'interessant' anbieten könnte. Probearbeiten mit Verantwortung wäre so ziemlich das Ding, was ich anbieten sollte. Wobei ich da auch schon oft richtig aufs Maul geflogen bin...daraus wurden dann drei Monate unbezahltes Praktikum. Macht mir prinzipiell auch nix aus, aber wenn sogenannte 'Chefs' dann noch richtige Minusmenschen sind, kann ich damit überhaupt nicht umgehen. Da kann und will ich keine Extrawurst und Elan leisten, sorry. Bin da echt vorgeschädigt, weil ich insgesamt mehr schlechte als gute Erfahrungen als Arbeitnehmer hatte.
Wenn du selber nicht aktiv wirst, wird sich auch nichts ändern.
Selbstredend. Daher der Thread.
Wenn weite Wege dein Problem sind, musst du eigentlich daran arbeiten...
Auch klar. Prinzipiell hält mich in meiner Wohnung auch nichts. Wenn du aber eine ältere Partnerin hast, mit ihr nicht zusammen wohnst, die von sich aus 'ums Eck' überdurchschnittlich gut bezahlt wird und ihre Kinder dort ihr soziales Umfeld haben, dann stellt sich über kurz oder lang die Option Frau oder Job ein. Gefällt mir halt auch nicht.
"Du Schatzi, das Pendeln zu dir kann ich mir erst in ca. 2 Jahren leisten...halt durch solange." Das kann man doch vergessen.
Ich hab mir letztes Jahr schon Gedanken um einen etwaigen Berufswechsel gemacht und hätte in ein fast gemachtes Nest als Versicherungsfachmann einsteigen sollen. Mittlerweile muss man dazu bei der IHK die Sachkundeprüfung ablegen. Ich also Geld in die Hand genommen und ab Anfang 2018 Seminare dafür gebucht und dafür quer durch die Republik gegondelt. Da war ich über Wochen weg, das gab schon Diskussionen mit der Frau. Heute bin ich zum zweiten Mal durch diese Sachkundeprüfung gerasselt und das sagt mir, dass ich dafür einfach nicht gemacht bin, daher wirke ich insgesamt so arg deprimiert.
Die eigenen Fähigkeiten sind auch immer eine Abwägung zwischen dem Abdecken eines möglichst weiten Feldes einerseits und einer engen Spezialisierung andererseits. Grundsätzlich gilt, dass ein weites Feld einem auch eine große Zahl möglicher Stellen eröffnet. Aber andererseits ist der Markt überschwemmt von Leuten, die alles etwas und nichts richtig können. Entsprechend ist man austauschbar, was sich in niedrigem Gehalt und schlechten Arbeitsbedingungen niederschlägt. Ist man stark spezialisiert, kann man das wirklich große Geld machen. Aber eben zu dem Preis, dass es die nächste Stelle vielleicht nur am anderen Ende der Republik gibt. Und was ist, wenn die Zeiten sich ändern, die Spezialisierung nicht mehr gefragt ist? Die Jammerköppe in Online-Foren, die sich für viel zu wenig Geld ausgebeutet fühlen, gehören meist zur ersten Gruppe. Die Großkotze, die angeblich im Geld schwimmen, zur zweiten Gruppe.
Full Ack. Perfekt formuliert, ich hab da heute kein Händchen für.
Dauerhaft erfolgreich ist man, wenn man irgendwo in der Mitte liegt. Also einerseits recht breit einsetzbar ist, aber andererseits auch wertvolle Fachfähigkeiten mitbringt.
Das wurde schon über mich gesagt, ich selber seh das auch so, andere sagten das Gegenteil. Was dann wirklich 'ist', ist die Mitte.
Leider sind wir hier in Deutschland, dem Land der Bürokratie und Urkunden... Aber egal, die frage ist, was das für dich heißt.
Für mich heißt das Realsteuerlast hier zu hoch und ich muss in den Trichter oben das maximale an Kohlen reinwerfen. Als Selbständiger lernst du als erstes, dass Geld nichts wert ist und du für jeden geplanten Zug, Geld aufn Tisch legen musst, damit du rechtskonform 'darfst'.
Wenn ich mir deine Beiträge hier in den letzten Monaten so angucke, hast du Spaß am Frickeln und dich schon tiefer in FreeBSD und Server-Hardware eingearbeitet, als so mancher Anderer. Wieso da nicht etwas "marktkonformer" weitermachen?
Den Spaß habe ich wirklich dran. Man denke mal an meine Beharrlichkeit beim Hitzeproblem vom Server. Das wäre ein definitives Pro-Argument....Arbeitgeber lieben es, keine neuen Sachen kaufen zu müssen.
Für den gibt's vollständige Demo-Versionen. Eventuell solltest du auch über Zertifizierungen nachdenken, um das sozusagen beurkunden zu lassen. LPI, MCSE und viele mehr. Eventuell, da hab ich aber keine Ahnung von, beteiligt sich auch das Arbeitsamt dran.
Ich komm auch über Kumpels an Studentenlizenzen ran, das soll nicht das Problem sein. Beim Arbeitsamt hatte ich da mal vor Jahren angeklopft diesbezüglich, aber da gab es nur inoffizielles in der Richtung. Wie es heute ausschaut, ebenfalls ka.
Wenn du in einer ländlichen, strukturschwachen Region (dank Jahrzehnten inkompetenter Bundesregierungen ist das inzwischen fast synonym) lebst, gibt es da keine große IT-Firmen, die Spezialisten für Rechenzentrumsbetrieb, High Availability oder komplexe Netze brauchen.
So ist es. Mich wundert es bis heute, wie es die ENTEGA Medianet schaffte, VDSL hier ins Gebiet zu bekommen. Zumindest Bandbreite für Remotearbeiten wäre vorhanden.
Aber es gibt auch da Handwerksfirmen, Supermärkte und so weiter, die Desktops, einen oder zwei Server, Backups, Internetanbindungen, Telefonanlagen und so weiter brauchen. Und die fallen nichts magisch vom Himmel.
Jein. Die Firmen und Supermärkte haben Wartungsverträge mit den kleinen Klitschen hier und da will ich nicht arbeiten, weil da kein Geld und keine Not für z.B. einen 5ten Mann ist. Das hab ich während und nach der Ausbildung schon durch.
Ich hab den von dir angesprochenen Bedarf von Server, Telefon usw. damals zusätzlich auf meinen Gewerbeschein eintragen lassen und hätte das auch gerne abgedeckt. Bei jedem Kunden hab ich das aktiv angesprochen, aber da tat sich einfach nichts. mag vllt. was anderes gewesen sein, wenn ich extra eine Homepage dafür bereitgestellt hätte. Weiß man nicht.
Als Beispiel willst du nicht nach Hamburg einpendeln, außer du bist wirklich böse masochistisch veranlagt und stehst auf endlose Baustellen mit Dauerhaften Superstaus und Totalchaos.
Korrekt. Ich war diesen Sommer an der Nordsee und 2017 bin ich da mit nem Transporter voll Umzugsgut hochgeballert. Täglich will ich mir das nicht geben.
