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Bohrloch Deepwater Horizon Livestream

bananenBrot

Well-Known Member
#26
Es wurde schon nachgewiesen, dass BP sich nicht an Sicherheitsvorschriften gehalten hat.
Solange die anderen Firmen stabile Bohrinseln betreiben - warum sollte macn diese belasten?
 

troll

Well-Known Member
#27
Weil Unfallgefahr nicht ausgeschlossen werden kann, sondern nur eine Wahrscheinlichkeit ist. Irgendwann schepperts einfach.
 

mousaka

getting older
#28
Solidarhaftung führt aber meist nicht dazu, das die Betriebssicherheit steigt. Schliesslich zahlen bei einem Schaden die anderen ja dann mit. :rolleyes:

mousaka
 

troll

Well-Known Member
#31
Man sollte zwar auf argumentative Luftnummern nicht eingehen, aber mich würde schon deine Alternative interessieren. Wer zahlt?
 

lme

FreeBSD Committer
#34
Die amerikanischen Steuerzahler, BP müsste ja nur nen kleinen Teil selbst zahlen. Wird sich zeigen, was sie davon alles bezahlen wollen.
 

troll

Well-Known Member
#35
Ich gehe davon aus, dass diese Katastrophe schlicht niemand bezahlen kann, weshalb ich auch so hart darüber denke. Irgendjemand zahlt aber immer. Und das wird, wie du schon sagtest die Bevölkerung sein. Auch das wird nicht reichen und deshalb zahlen den Rest die Anreiner mit ihrer Existenz.
 

SolarCatcher

Well-Known Member
#36
Für Schäden haften heißt ja nicht Strafzahlung!

Im Prinzip gibt es ja einen ähnlichen Mechanismus im Bankenwesen. Dort sind die meisten deutschen Banken (freiwillig!) im Einlagensicherungsfonds. Anteilsmäßig trägt jede daran teilnehmende Bank durch einen jährlichen Beitrag zur Sicherung gegen den Ausfall eines der Mitglieder bei.

Keine Sorge: Ich sehe schon die Unterschiede zur Ölwirtschaft (z.B. dass Banken ein Eigeninteresse an Stabilität haben und davon leben, dass die Leute der Branche vertrauen). Aber zu sagen, der Vorschlag sei gänzlich absurd, halte ich für falsch.

Was ich jedoch viel sinnvoller fände: Die Ölunternehmen zu verpflichten je nach Risikoeinstufung entsprechende Rückstellungen für Unfälle zu bilden, bzw. eine entsprechende Versicherung abzuschließen (die Verpflichtung zur Rückstellungen kennen wir ja aus der Kernkraftbranche, wo die Betreiber gesetzlich verpflichtet sind Rückstellungen für den Rückbau der Kraftwerke zu bilden... selbst wenn die vermutlich viel zu niedrig angesetzt sind).

Wichtig fände ich dabei, dass die Rückstellung/Versicherung an das Risiko gekoppelt ist. Wer "einfache" onshore Förderung betreibt bzw. bestimmte Sicherheitsvorkehrungen nachweist, würde weniger zahlen als eine BP, die auf hoher See fördern und offenbar übliche Sicherheitsvorkehrungen nicht getroffen hat. Dadurch entstünde ein finanzieller Anreizu zu mehr Sicherheit... und zumindest eine entsprechend hohe Rückstellung/ Versicherungssumme für den nie auszuschließenden Ernstfall.
 

Bummibaer

Registered Schwarzbär
#38
So viel Geld ham die nedda um da angemessene Rückstellungen zu bilden. Ganz abgesehen davon lassen sich die dadurch entstehenden Schäden eh ned mit Geld einfach ungeschehen machen. Dat is halt wie mit dem Kind wo in Brunnen fällt, es nützt dann au nix mehr wenn man es tod bergen kann. Sinnvoller ist da immer den Brunnen so zu sichern, dass garkeiner reinfallen kann.

Fazit: Man sollte ned mit ungeeigneter Technik und ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Material vor Ort in solchen Tiefen mit der "Stange im Nebel" stochern. Sowas sollten Profis machen die über geeignete Technik VOR ORT, ausreichend Erfahrung und mit den nötigen Sicherheitsvorkehrungen arbeiten. Sofern das nicht möglich ist, z..B. aufgrund der sehr großen Tiefe, sollte die Entscheidung zugunsten von "nicht bohren" im Zweifel fallen.

Gruß Bummibär
 

SolarCatcher

Well-Known Member
#40
@Bummibaer
So viel Geld ham die nedda um da angemessene Rückstellungen zu bilden.
Ich glaube, da unterschätzt Du die kleinen Ölfirmen. Wir haben in den vergangen Jahren schon einzelne Firmen mit einem Quartalsgewinn von 10 Milliarden USD gehabt (Exxon). Und BP hat im April seine jüngsten Zahlen vorgelegt: Im ersten Quartal 2010 waren es 6,2 Mrd. USD Gewinn bei 73,1 Mrd. USD Umsatz.

Hochgerechnet auf ein Jahr hieße das rund 25 Mrd. USD Gewinn... davon kann man schon ein bisschen für "kleine" Katastrophen ausgeben (oder wie in unserer Diskussion: zurücklegen).

Was die Anleger dazu sagen würden, steht auf einem anderen Blatt...
 

Flex6

Well-Known Member
#41
Auf Pheonix kam heute ein Bericht und in diesem wurden auch die Gründe für die laschen Sicheerheitsvorschriften etwas aufgedeckt bzw. läuft ja auch ein Untersuchungsausschuß. In der Bush Ära wurden es im Innenministerium dank finanzierten Partys und Kokain etwas locker mit der Sicherheit genommen und die Ölfirmen hatten das sagen. Schlimmste Ünglück wird wohl bis jetzt auf Grund der klimatischen Bedingungen immer noch das Ünglück der Exxon Valdez bleiben, durch die klimatischen Bedingungen baut sich das Öl nicht ab bzw. exestiert heute noch an den Stränden und ist hochgiftig.

Bißchen zur Rechenschaft sollte man bei sowas die Firmen schon nehmen aber wie es immer ist bezahlt zum Schluß eh der Kunde oder Steuerzahler, einmal durch irgend eine neue Steuer oder eben an der Tanke.
 

rudy

aint no stoppin us now
#42
Ergänzung

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/alle-gegen-eine/1814332.html

also es gibt in den USA ein Fonds in den die Ölfirmen einzahlen ( siehe Infos in o.g Verweiss ) allerdings befüllt wurde dieser Fond erst 1990 obwohl es diesen wesentlich früher schon gab.

Allerdings kommen weitere Kosten auf den Konzern BP zu siehe hierzu die Ausgabe des Standards

http://derstandard.at/1271378029057/Folgen-der-Oel-Pest-BP-droht-historische-Klageflut

Denn es sind ja auch die langwierigen Folgen zu beachten, Stichwort Fischerei diese wird wohl aller Voraussicht nach endgültig zusammenbrechen. Auch sind die ökologischen Folgekosten bzw. Schäden noch nicht abzusehen, ein Beispiel aus der Vergangenheit das Unglück der Exxon Valdez wurde ja benannt...

Überhaupt stellt sich auch in diesem Kontext die Frage der Energieversorgung ganz generell und macht auch deutlich wie abhängig wir doch alle von dem Rohstoff Öl geworden sind.
 

crotchmaster

happy BSD user
#43
Und nicht zu vergessen, die BP-Bonzen werden lieber Kohle an Anwälte zahlen als Entschädigungen. Exxon hat es vorgemacht, wie Schadensummern kleingemacht werden.

c.
 

SolarCatcher

Well-Known Member
#44
Überhaupt stellt sich auch in diesem Kontext die Frage der Energieversorgung ganz generell und macht auch deutlich wie abhängig wir doch alle von dem Rohstoff Öl geworden sind.
Man kann das aber noch etwas eingrenzen: Zumindest in Europa wird Öl vor allem im Transportsektor verwendet. In der Stromproduktion spielt es kaum noch eine Rolle und auch im Wärmemarkt ist die Tendenz sehr start rückläufig. In den letzten beiden Sektoren könnte man es relativ einfach ersetzen (abseits der Gas- und Fernwärmenetze kann z.B. mit Solarwärme + Biomasse oder Solarwärme + Wärmepumpe geheizt werden... diese Alternativen haben sich erst in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und trugen zum Rückgang von Ölheizungen maßgeblich bei).

Viel schwieriger sind eben der Transportsektor (Biokraftstoffe stehen nur sehr begrenzt zur Verfügung und mit der derzeitigen Generation von Biokraftstoffen erreicht man nur einen beschränkten Umweltnutzen gegenüber Erdöl) und oft noch schwerer zu ersetzen ist Erdöl dort, wo es nicht energetisch verwendet wird (Chemie, vor allem Kunststoffindustrie aber auch Pharmaindustrie).

Gruß
SolarCatcher
 

-Daemon-

Well-Known Member
#46
Die Bilder sind in der Tat heftig, aber vom Wegschauen wird die Ölpest auch nicht besser... Das ist eine traurige Seite des Unglücks -- damit muss man sich auch befassen.