Für Schäden haften heißt ja nicht Strafzahlung!
Im Prinzip gibt es ja einen ähnlichen Mechanismus im Bankenwesen. Dort sind die meisten deutschen Banken (freiwillig!) im
Einlagensicherungsfonds. Anteilsmäßig trägt jede daran teilnehmende Bank durch einen jährlichen Beitrag zur Sicherung gegen den Ausfall eines der Mitglieder bei.
Keine Sorge: Ich sehe schon die Unterschiede zur Ölwirtschaft (z.B. dass Banken ein Eigeninteresse an Stabilität haben und davon leben, dass die Leute der Branche vertrauen). Aber zu sagen, der Vorschlag sei gänzlich absurd, halte ich für falsch.
Was ich jedoch viel sinnvoller fände: Die Ölunternehmen zu verpflichten je nach Risikoeinstufung entsprechende Rückstellungen für Unfälle zu bilden, bzw. eine entsprechende Versicherung abzuschließen (die Verpflichtung zur Rückstellungen kennen wir ja aus der Kernkraftbranche, wo die Betreiber gesetzlich verpflichtet sind Rückstellungen für den Rückbau der Kraftwerke zu bilden... selbst wenn die vermutlich viel zu niedrig angesetzt sind).
Wichtig fände ich dabei, dass die Rückstellung/Versicherung an das Risiko gekoppelt ist. Wer "einfache" onshore Förderung betreibt bzw. bestimmte Sicherheitsvorkehrungen nachweist, würde weniger zahlen als eine BP, die auf hoher See fördern und offenbar übliche Sicherheitsvorkehrungen nicht getroffen hat. Dadurch entstünde ein finanzieller Anreizu zu mehr Sicherheit... und zumindest eine entsprechend hohe Rückstellung/ Versicherungssumme für den nie auszuschließenden Ernstfall.