Braucht man Slices überhaupt? (Denksportaufgabe!)

free

Well-Known Member
Hi,

ich bin gerade dabei, eine neue FreeBSD-Kiste aufzusetzen und dabei ist mir die Überlegung gekommen, einfach fdisk wegzulassen und das bsdlabel direkt auf ad0 zu schreiben. Oder braucht das BIOS eine Partitionstabelle zum booten?
Die bytes würde ich mir gerne sparen (auch wenn es mit jeder neuen Festplatte immer egaler wird), einfach nur aus Prinzip.
Jedenfalls kommt man mit sysinstall leider nicht um fdisk herum...
Bei nicht-bootenden Platten geht es jedenfalls, das habe ich schon benutzt.

Bin gespannt auf eure Meinungen!
JAN
 
Ja. Die Partitionstabelle ist im MBR. Die brauchst Du, weil das BIOS sie einliest. Du kannst aber von Diskette starten, wenn Du willst, dann brauchst Du den MBR nicht.
 
Ich glaube, dass das so nicht richtig ist. Ich glaube, dass das BIOS einfach nur den ersten Sektor in den Speicher läd und ausführt. Also wäre die Festplattenorganisation bzw. deren Interpretation quasi Aufgabe des Bootprogramms/-managers. Aber so ganz sicher bin ich mir da nicht... Hat nicht einer noch "PC INTERN 5" zuhause rumliegen?
 
free said:
Ich glaube, dass das so nicht richtig ist. Ich glaube, dass das BIOS einfach nur den ersten Sektor in den Speicher läd und ausführt. ...
Aber nur wenn der erste Sektor mit AA55h endet.
 
Du kannst definitiv ad0 direkt bearbeiten. Bis zu 4.x war das durchaus ueblich und auch heute spricht nicht viel dagegen. Wenn ich mich nicht irre, bietet der Installer allerdings nur die Installation in Slices an.
 
Den DD-Modus benutze ich schon lange, aber er packt dann trotzdem alles in ein Slice, so dass die Partitionen dann leider ad0s1a, etc. heissen und nicht (viel cooler!) ad0a. Das ist aus meiner Sicht im Endeffekt nur unötige Information, bzw. Tipparbeit.
 
Natürlich geht das:
Code:
$ mount -t ufs
/dev/ad0a on / (ufs, local)
/dev/ad0f on /home (ufs, local, soft-updates)
/dev/ad0g on /opt (ufs, local, soft-updates)
/dev/ad0e on /tmp (ufs, local, soft-updates)
/dev/ad0h on /usr (ufs, local, soft-updates)
/dev/ad0d on /var (ufs, local, soft-updates)
Zumindest auf vernünftiger Hardware wurde auch noch nie anders verfahren, wobei "vernünftige Hardware" hier für:
Code:
$ uname -mrs
FreeBSD 6.0-RELEASE sparc64
steht. Ob das auch auf PC-Crippleware funktioniert? Interessiert mich ehrlich gesagt überhaupt nicht. In diesem Sinne: Gute Nacht.
 
Ich sehe, DU hast mich verstanden!! :-D
Die Frage ist jetzt nur: Wie kriege ich so ein System installiert?
Auf PCs funktioniert sowas zumindest, wenn ich in ein laufendes System eine neue Platte reinhänge und das zu Fuss mache. Aber eine ganze Installation ohne sysinstall...
 
Es soll einige Leute geben, die ohne sysinstall ihr System draufbügeln. Die gehen dann ungefähr so vor: Von der Install-CD booten, in den Fixit-Modus gehen, dort mit disklabel dedicated partitionieren und newfs anwerfen (siehe 16.3.2.2 des Handbuchs), anschließend den ganzen Kram mounten/die Mountpoints anlegen und schließlich die gewünschten Distributions von der CD auf die Platte entpacken. Am Ende noch die fstab anpassen, fertig. So in etwa jedenfalls. Alternativ kannst du auch von einer Fixit-Diskette booten und die Distributions übers Netz holen.

Oder hier die etwas weichere Version: Zweite Platte in ein laufendes System einbauen, wieder nach 16.3.2.2 dedicated einrichten, dann per sysutils/cpdup das laufende System auf die zweite Platte kopieren und die fstab anpassen.

Wenn man den ganzen Kram einmal gemacht hat, kann man sich ja ein Image davon anfertigen und dann künftig dieses Image einspielen.

Das alles natürlich ohne Garantie, Gewährleistung oder sonst was, da ich das selbst noch nie probiert habe und mir ehrlich gesagt das Ergebnis den Aufwand nicht wert ist. YMMV.
 
Was natürlich dann die mithin berechtigte Frage nach dem praktischen Nutzen aufwirft. Letztlich greift man doch eh fast nie direkt auf die Devices zu, so jetzt aus der Kommandozeile oder so. Wie ich das deute macht das die seltene Direkteingabe um wenige Zeichen kürzer, das System aber erstens schwerer einzurichten und zweitens recht unflexibel. Was außer "1337-ness" bringt denn das?!

zweifelnde Grüße
 
.mp said:
Wie ich das deute macht das die seltene Direkteingabe um wenige Zeichen kürzer,
Pssssst, ganz heißer Tip...
Code:
# /etc/devfs.conf
link   ad0s1a   a
link   ad0s1b   b
link   ad0s1c   c
link   ad0s1d   d
link   ad0s1e   e
link   ad0s1f   f
link   ad0s1g   g
link   ad0s1h   h
:D
 
viel interessanter ist doch eigentlich die frage: wozu slices, warum nicht direkt partitionen? (also nicht ad0a, ad0b etc sondern ad0s1 und ad0s2 ohne buchstaben, also wie die anderen nicht bsd systeme)
freebsd hat ja immerhin kein virtuelles disklabel wie net und open, sondern kann alle partitionen auch direkt ansprechen...
ich habe damit rumgefrickelt beim versuch bsd in logische partitionen zu installieren und glaube, dass man ohne probleme mit newfs seine partitionen direkt fromatieren kann und auch ein root davon mounten, solange /boot auf einem medium ist das standardkonform ist (also entweder eine richtige slice, cdrom oder diskette).
einzig tools die die c partition einer slice beanspruchen dürften probleme machen...
 
@ maledictus:
wenn du nicht verstanden hast was ich meine formuliere ich es nochmal neu für dich:

viel interessanter ist doch eigentlich die frage: wozu bsd-partitionen in slices, warum nicht direkt bsd partitionen auf dos partionen?
freebsd hat ja immerhin kein virtuelles disklabel wie net und open, sondern kann alle dos partitionen auch direkt ansprechen...
ich habe damit rumgefrickelt beim versuch bsd in logische dos partitionen (also logische slices) zu installieren und glaube, dass man ohne probleme mit newfs seine dos partitionen direkt fromatieren kann und auch ein root davon mounten, solange /boot auf einem medium ist das standardkonform ist (also entweder eine richtige slice, cdrom oder diskette).
einzig tools die die c bsd partition einer slice beanspruchen dürften probleme machen...
 
soul_rebel said:
viel interessanter ist doch eigentlich die frage: wozu bsd-partitionen in slices, warum nicht direkt bsd partitionen auf dos partionen?
Ich fürchte du hast maledictus nicht verstanden. "Slice" ist nur eine andere Bezeichnung für "DOS partition". Dein Satz liest sich als gerade etwa so:


wozu bsd-partitionen in slices, warum nicht direkt bsd partitionen in slices?


Macht keinen Sinn, nicht wahr? ;)

Gruß
 
Traditionsgemäss kann man die Festplatte natürlich noch Slicen aber. Nötig (ausser natürlich 1 primäre Boot Partition) ist es eigentlich nicht mehr. Auch das Labeln ist in der Heutigen zeit nur noch für das quota und die Datensicherung brauchbar.
Ich hab einen Rechner mit nur 2 Partitionen (Slices) (damit das Slicen schneller geht) eingerichtet. Verwendet hab ich für jede Partition nur ein Label. Wenn ich vorher immer probleme mit dem Kompilieren hatte läuft jetzt alles ohne Probleme. Da recht wenige User auf den Rechner zugreifen und keine Datensicherungsmaßnahmen nötig sind ist das kein problem.

Edit: Da eine Festplatte OS unabhängig sein sollte und meist auch ist, sollten offizielle begriffe verwendet werden. Es gibt keine DOS Partitionen. IDE Festplatten lassen sich üblicherweise in 4 Primäre Partitionen aufteilen. Mit MS DOS wurde eine erweiterte Partition eingeführt die einer Primären Partition entspricht, welche durch virtuelle Aufteilung bestimmten Mountpoints zugewiesen wird. Hintergrund war afaik, das FAT nicht viel Speicherplatz verwalten konnte. Microsoft kommt jetzt mit NTFS aber von dieser Unart ab und fügt eher Platten zusammen als das sie Partitionen voneinander trennen.
 
Last edited:
SierraX: Ich glaub du würfelst da einiges durcheinander. IDE hat nicht mit Partitionen zu tun, genau wie FAT nichts mit erweiterten oder logischen Partitionen zu tun hat.

Mit DOS Partition meinen wir hier Slices. NTFS hat mit der ganzen Sache auch nichts zu tun.

Dank geom kann man machen was man will, z.b. auch sowas:
ad5s1a.eli.bdes4ds1.eli
 
@.mp:
und ich glaube du hast mich nicht richtig verstanden (siehst du maledictus, die begriffe haben nicht geholfen ;) )...
es geht mir darum bsd partitionen auf dos partitionen zu erstellen, oder andersrum ausgedrückt ein dateisystem in einer slice! kein disklabel also sondern nur dos partitionen...
 
"Extended Slices" sind ein kaputtes Konzept. Deswegen werden diese bisher nicht unterstützt. Partitionieren ist sinnvoll. Slicen bei x86 auch, weil: siehe FAQ, auf welches ich Euch hingewiesen habe. In diesem steht, dass einige BIOSe Probleme machen. Sie werten u.U. die Partitionstabelle aus.

@soul_rebel:
Da gab's mal Interesse am Booten von Extended Slices. Einen PR dazu findet Ihr hier.
 
@soul_rebel: doch doch, das war mir schon klar denn es geht ja aus dem Thread hervor. Du willst anstatt einen Slice zu unterteilen lieber jedes einzelne Dateisystem (jeden Mountpoint quasi) in seinen eigenen slice werfen. Das geht afaik auch, solange du nicht mehr als 4 slices pro Festplatte benutzt. Du hast nur gar zu wild mit Begriffen wie "DOS partition" um dich geworfen. ;)

Gruß
 
.mp said:
Du hast nur gar zu wild mit Begriffen wie "DOS partition" um dich geworfen. ;)

LOL. Jetzt seh ich's auch. soul_rebel scheint die Begriffe etwas zu verwechseln. (BSD-Partition != Dateisystem)

Sollte etwa so heißen:
Wozu BSD-Partitionen in MS-DOS-Slices, warum nicht direkt Dateisysteme (ohne BSD-Partitionen) auf MS-DOS-Slices?

Ich hab doch Recht, oder?
 
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