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BSD Entscheidung

Themenstarter #1
Abend, ich würde eine Entscheidungshilfe suchen:
Ghost BSD oder FuryBSD

Verwendet wird es auf Notebook und PC als normales arbeits-Multimedia OS


Derzeit nutz ich noch LMDE.
Der Grund zum wechseln ist eigentlich recht lapidar mir geht die Linux Community auf den Nerv, viele wissen alles besser und vertragen keine Kritik.
 

serie300

Well-Known Member
#2
Ich werfe mal noch NomadBSD in den Raum, wenn du dich in FreeBSD einarbeiten möchtest. Das läuft m.W. vom Stick und ist nah am Original. Die Standard FreeBSD Distribution ist mit etwas Unterstützung und der Bereitschaft das Handbuch zu lesen, auch kein Hexenwerk (oder ich installiere das schon zu oft, gut es gibt ein paar unschöne Stolperstellen)). Mit den Packages hat man SW eigentlich gut im Zugriff. Ich empfehle den Standard, weil da die Teilnehmerschaft am größten ist und somit die meisten Erkenntnisse vorliegen und am ehesten Antwort kommt.
 

pit234a

Well-Known Member
#3
Das Problem könnte sein, dass es nur wenige Nutzer hier gibt, die eines davon kennen. Es sind ja irgendwie vorgefertigte Systeme. Also, soweit ich weiß, nutzen die eben FreeBSD und installieren darauf ganz gewöhnliche Pakete aus dem Angebot, das heißt, sie treffen eine bestimmte Auswahl aus dem Angebot. Und dann konfigurieren die noch einige Dinge.
Nach meinem Verständnis ist ja gerade ein Grund, sich FreeBSD zu wählen, dass hier nicht schon alles entschieden ist. Die Freiheit der Wahl liegt beim Nutzer und es ist dann schon irgendwie klar, dass dies ein wenig gegen die Benutzung eines fertigen Systems spricht.
GhostBSD wurde hier mehrfach positiv besprochen, dann mit Abstrichen.
NomadBSD habe ich selbst schon mal vom Stick gebootet und es gefällt mir persönlich sehr gut, aber natürlich ist es nicht "meine Wahl".

Nun: was spricht dagegen, mehrere Versionen zu probieren und sich damit einzuarbeiten?
Ich glaube, ein Gedanke, von dem du dich vielleicht verabschieden musst: dass du mit irgendeinem fertigen System das Wunschlos-glücklich System für dich findest. Gerade bei Notebooks hinkt FreeBSD noch immer sehr weit hinter Windows oder GNU/Linux zurück und man sollte da auf Einschränkungen gefasst sein. Manche Einschränkungen können evtl mit sehr viel Handarbeit etwas gemildert werden. Dazu musst du dich dann eh einarbeiten und sehen, wie weit du dabei kommst.

nebenbei: LMDE sagt mir nun nichts.
 

mr44er

moderater Moderator
Mitarbeiter
#4
Ums Ausprobieren wirst du nicht herumkommen oder du konfigurierst selber, je nach knowhow.
ich würde diese Reihenfolge vorschlagen:

  1. nomadBSD (läuft vom Stick, man ist erstmal nicht gefrustet wegen Fehlkonfiguration, Erfolg garantiert etc)
  2. FuryBSD (ist noch jung und frisch, try it)
  3. GhostBSD (gibts schon lange und das wäre nicht so, wenn es doof wäre)
 

medV2

Well-Known Member
#5
nebenbei: LMDE sagt mir nun nichts.
Linux Mind Debian Edition.

Eine Rollingrelease Distri auf Debianbasis mit Mint-Typischen Änderungen (also Mediazeug automatisch dabei, Cinnamon Desktop, eigenes Systemcenter, much Userfriendliness)

Zur eigentlichen Frage kann ich nichts beitragen da ich kein BSD am Desktop nutze :)
 

Zirias

Well-Known Member
#7
Ich habe bisher Leuten, die aus irgendeinem Grund "mal eben" ein Desktop-BSD wollten, ohne selbst irgendeines davon zu kennen zu GhostBSD geraten, einfach weil es unter den, ich nenne es mal "vorkonfigurierten FreeBSD-Distributionen", etabliert scheint :) Bisher waren die Rückmeldungen da positiv. Allerdings sagt das natürlich überhaupt nichts über FuryBSD aus. Es kommt eben immer darauf an, was die Grundlage der Entscheidung ist -- wenn man keine "Experimente" will, ist GhostBSD wahrscheinlich eine vernünftige Wahl.

Und natürlich, wie schon erwähnt, ist FreeBSD selbst mehr als nur das Basis-System, sondern durch die Ports selbst schon eine "Distribution". Da ist eben nichts vorausgewählt oder vorkonfiguriert, und mit Paketen kommen in der Regel, wenn nötig, einfach Beispielkonfigurationen, die man erst übernehmen und ggfs anpassen muss. Das verwende ich auch auf dem Desktop. Es empfiehlt sich, wenn man das System wirklich genauer kennenlernen will, und dann vielleicht auch eigene Builds anpassen (ich habe hier z.B. ein stark reduziertes "base" im Einsatz). Natürlich wird man da schon einige Zeit brauchen, um einen gut funktionierenden Desktop zu konfigurieren. So sind z.B. manche default-Werte für Kernel-Einstellungen eher auf Server optimiert, lassen sich aber per sysctl ändern -- hier sollte man ein wenig recherchieren :)
 
#9
Probieren geht über Studieren. :)
Mir haben sowohl GhostBSD als auch NomadBSD zugesagt. FuryBSD kenne ich noch nicht aus eigener Anschauung.
 

Lance

Well-Known Member
#11
mir geht die Linux Community auf den Nerv, viele wissen alles besser und vertragen keine Kritik.
Und deswegen zu FreeBSD wechseln?? Ich denke mal, wenn du öfter das Linux Forum bemühen musstest, dann wirst du das bei FreeBSD noch öfter tun müssen. Kommt natürlich auch auf den Einsatzzweck und Anforderungen an.

Ich fand GhostBSD Anfangs richtig toll, aber in meinen Augen war damit produktives arbeiten auf Dauer nicht möglich da sich durch Updates immer wieder Fehler eingeschlichen hatten und es irgendwann genervt hat.
 

cabriofahrer

Well-Known Member
#12
Ich fand GhostBSD Anfangs richtig toll, aber in meinen Augen war damit produktives arbeiten auf Dauer nicht möglich da sich durch Updates immer wieder Fehler eingeschlichen hatten und es irgendwann genervt hat.
Das ist dann vielleicht eine Erfahrung, die gegen GhostBSD spricht, aber nicht gegen FreeBSD. Ich setze FreeBSD seit Jahren produktiv als einziges System überhaupt ein.
 

Zirias

Well-Known Member
#13
Das ist dann vielleicht eine Erfahrung, die gegen GhostBSD spricht, aber nicht gegen FreeBSD.
Naja, um ehrlich zu sein, Updates können immer etwas brechen. Für mich funktioniert z.B. vice 3.4 nicht richtig (und das erinnert mich, dass ich da endlich mal etwas Zeit in die Analyse stecken sollte, stehe nämlich schon mit zwei der Upstream Autoren in Kontakt) -- ich hab das für mich zunächst "gelöst", indem ich in dem ports tree, aus dem ich meine Pakete baue, Vice eben wieder auf 3.3 zurückgesetzt habe.

Allerdings bin ich mir recht sicher: das kann dir mit jeder "Distribution" (nichts anderes sind ja auch die FreeBSD ports und packages) passieren. Das System selbst sollte natürlich möglichst wenige böse Überraschungen bei Updates bereithalten, und ich finde, das macht FreeBSD ganz gut -- alles andere ist aber außerhalb der Kontrolle des Projekts.

Wenn man sicher sein will, muss man sich selbst etwas überlegen. In meiner Infrastruktur ist z.B. samba ein "kritisches" Paket, weil ich es als AD-DC einsetze. Deshalb mache ich bei samba Updates erstmal einen ZFS snapshot vom AD-DC und von einem "client" jail, und spiele das Update dann dort ein, und teste -- erst wenn das alles korrekt funktioniert, werden die snapshots wieder gelöscht und alle anderen Systeme bekommen das neue Paket auch. Die Vorgehensweise habe ich natürlich aus Schaden gelernt ;)
 

cabriofahrer

Well-Known Member
#15
OK, um dem Threadsteller zu helfen, würde ich nach dem hier Gesagtem dann von GhostBSD abraten. FuryBSD hingegen soll ein "reines" FreeBSD mit vereinfachter Desktopinstallation sein.