Nun einmal eine grundsätzliche, provokative Frage: Wieso eine Schulung zum Thema BSD? Wenn es darum geht, Geld aus dem Arbeitsamt rauszunuckeln, ist es klar. Aber wenn es darum geht, wirklich etwas zu lernen, sollte an dieser Stelle das Ausgesprochen werden, was viele Denken: Schulungen vermitteln Wissen, was faktisch wertlos ist.
Warum wertlos? Nun, tolle Befehle und den Syntax zum irgendwelchen Konfigurationsdateien auswendiglernen, ist nicht wirklich sinnvoll. Mal davon abgesehen, dass man den kram eh schnell wieder vergisst, ist dies Herangehen nicht im Ansatz praxistauglich. Denn jetztendlich BSD genauso wie Linux, Windows oder jedes anderes System eine Denkweise. Nur wer diese Denkweise drauf hat, ist wirklich gut, in Kombination mit Erfahrung unschlagbar. Er kann selbst Lösungen entwicklen, selbst Probleme lösen und vor allem abstrieheren. Kurz, man erkennt Probleme schnell, man weiß wie man an sie herangeht. Die Konfigurationsdateien und Befehle muss man gar nicht kennen, dafür gibt's Manpages, apropos(1) und Google.
Das Problem bei Schulungen - ich hab selbst ein paar gemacht - ist meist, das stumpf Wissen vermittelt wird, was man nicht wirklich braucht. Die Denkweise, das System dahinter, bleibt verschlossen. Sobald man irgendwas machen soll, was nicht in dieser Schulung vermittelt wurde, knallt es meist und man rennt gegen eine Wand. Also begreife diese Schulung lieber als etwas, was dir Grundlagen in Form von Wissen vermittelt. Belässt du es dabei, kannst du sie dir sparen. Verstehst du allerdings, hinterfragst du das "Warum?", machst eigene Erfahrungen und lernst wirklich, kann die Schulung der Grundstein des langen Wegs zum BSD-Geek sein.