Composite-Manager: was nutzt ihr überhaupt, irgendjemand Compiz?

pit234a

Well-Known Member
Irgendwann wollte ich mal Composite-Manager haben und fing damit an, mich durch zu probieren, ohne jeglichen Vorbehalt und ohne viel Ahnung.
Meine Suche endete bald, denn schon der picom (x11-wm/picom) genügte mir vollkommen.
Nun gab es mit picom in letzter Zeit mehrfach nach einigen Tagen Probleme im Zusammenhang mit DRM, ohne picom zumindest die doppelte Zeit keine Probleme. Das ist nun nicht gerade eine echte Fehlersuche und ich will auch gar nicht wirklich etwas gegen picom sagen, sehe mich aber trotzdem ein wenig um.

Was soll ich sagen, der nächste, der mir eingefallen ist, ist der x11-wm/compiz, der natürlich gleich ein wenig mehr ist.
Es gibt dazu auch einige Bemerkungen im FreeBSD-Handbuch und ich machte mich entsprechend zuversichtlich daran, bekomme das Teil aber nicht so einfach zum Laufen und weil ich nun mal nicht der begabteste IT-Mensch bin und bevor ich mir einen damit abbreche, starte ich lieber mal die Frage hier.

Hat irgendwer erfolgreich den x11-wm/compiz im Einsatz und kann mir vielleicht auch helfen, das bei mir zum Erfolg zu bringen
oder welche Compsite-Manager (CM) benutzt ihr denn so
oder könnt ihr mir noch andere CM nennen, die ich vielleicht unter FreeBSD probieren könnte?
 
Hallo !

Vergiss Compiz ..... alt ... tot !
Ist in Version 0.8.* mehr auf Metacity ausgerichtet ... und der ist auch mehr oder weniger tot !

Weiss ja nicht welches DE du nutzt , aber bei XFCe4 könntest du kwin benutzen !
Aber inzwischen bringen alle WM`s ihren eigenen Compiz-Manager mit !

Aber geh doch einfach mit der Zeit ! Teste mal Wayfire !

Ist inzwischen die Version 0.9 und läuft hier absolut geschmeidig !

Gruss
 

Anhänge

  • 2024-11-24_20:19:07.webp
    2024-11-24_20:19:07.webp
    366 KB · Aufrufe: 128
Wenn es um diesen Bereich Eyecandy und Ricing geht - Beispiele gibt es ohne Ende bei Reddit in https://www.reddit.com/r/unixporn/ - ist im Moment wohl Hyprland das Mittel der Wahl. Dank Wayland nicht durch X11 eingeschränkt, extrem konfigurierbar und liefert wohl unzählige Thememöglichkeiten gleich von Haus aus mit. Allerdings ist es ein eigener "Window Manager" [1], also nichts, was sich in eine vorhandene Desktopumgebung integrieren lässt

("Window Manager" in Anführungsstrichen, weil es in der Wayland-Welt technisch gesehen keine Window Manager gibt. Sonder nur Compositors.)
 
Weiss ja nicht welches DE du nutzt , aber bei XFCe4 könntest du kwin benutzen !
Aber inzwischen bringen alle WM`s ihren eigenen Compiz-Manager mit
ja, so sieht es irgendwie aus. Also, so, dass es scheinbar gar keine eigenständigen Alternativen außerhalb eines DE mehr gibt.
Ich selbst nutze gar kein DE sondern einfach pures OpenBox.
Habe auch schon mal von einer Wayland-tauglichen OpenBox-artigen Entwicklung gehört (@Yamagi erwähnte das mal) und wahrscheinlich wird mich die Entwicklung eh in diese Richtung treiben. Es ist allerdings wie so oft im Leben: wenn ein Kleidungsstück gut passt und sich angenehm anfühlt, wechselt man nicht gerne zu etwas Neuem, so lange das Alte noch geht. Eine gewisse Sturheit darf man mir da durchaus unterstellen, aber nach Jahrzehnten mit ein-geübten Tastaturbefehlen fällt mir die Arbeit in jedem beliebigen anderen Umfeld halt doch schwer.
 
Habe auch schon mal von einer Wayland-tauglichen OpenBox-artigen Entwicklung gehört (@Yamagi erwähnte das mal) und wahrscheinlich wird mich die Entwicklung eh in diese Richtung treiben.
Das ist labwc: https://www.freshports.org/x11-wm/labwc/ Der ist inzwischen sehr weit und schluckt die meisten Openbox-Configs mit minimalen Anpasungen. Seit einiger Zeit ist labwc auch die Grundlage des Wayland-Desktops vom offiziellen RaspberryPI-Linux, was dem Projekt nochmal Auftrieb gegeben hat.
 
@pit234a

Also wenn du wabelnden und explodierenden Fenster nicht magst , ist
" Compiz " auch nichts für dich !
Denn all das kann (konnte) Compiz !
Und nebenbei bemerkt ... KDE hat auch wabelnde Fenster !

Aber alle Effekt kann man ganz einfach Ein- und Auschalten ! Per Gui !

Im Gegensatz zu sway , hyprland und anderen !

Nicht falsch verstehen , hyprland ist wirklich cool ! Aber für Mausschubser
wie mich ist es dann doch einfacher eine Gui für die Konfiguration zu haben !

Gruss
 

Anhänge

  • 2024-11-25_13:18:49.webp
    2024-11-25_13:18:49.webp
    78,2 KB · Aufrufe: 115
... man sollte schon richtig lesen ... :huth:


Also wenn du Openbox nutzt , ist "x11-wm/picom" dass was du suchst !

Ich hänge dir mal meine picom.conf an ! Die Einstellungen sind recht minimal gehalten .
Einfach nach Geschmack anpassen !

Kopiere die picom.txt nach -> /home/user/.config/picom.conf

Starten : picom -c /home/user/.config/picom.conf

Das "c" gross oder klein ? Bin nicht sicher !

picom -h , hilft weiter

Gruss
 

Anhänge

Da ich MATE nutze, ist wohl marco der mitgelieferte Composite-Manager. Damit bekomme ich Schatten und kann Transparenz in den Terminalfenstern haben. Mehr brauche ich nicht.
 
Evtl. reicht dir ja der xcompmgr aus.
..... schon x11-wm/picom ausprobiert ....
ja. Mein Weg ist ziemlich kurz gewesen. xcompmgr -> compton -> picom und schon war ich bis jetzt so ziemlich zufrieden.
picom zeigte auf einem PC gelegentlichen Leistungshunger und jagte auf diesem Laptop die CPU-Temperatur in die Höhe, wenn gleichzeitig der xscreensaver was wollte. Auf dem aktuellen Arbeits-PC gab es nun seit kurzem Kollision mit dem drm-61 und die Transparenz ist nicht mehr vollkommen (es zeigen sich schwache Schatten, wo keine sein sollten).
Deshalb ist mir dann der compiz eingefallen und ich wollte den mal probieren, bzw eure Empfehlungen lesen.

Es wird mich wohl in Richtung Wayland treiben.
Allerdings, obwohl ich von den ersten Gedanken an irgendwie eine Art Fan dieses Konzeptes gewesen bin, brauche ich dazu offenbar doch noch einen gewissen Anlauf. Ich würde sogar sagen, dass ich die Herausforderung fürchte und ich betrachte das durchaus als solche.
Wahrscheinlich werde ich mir mal die Zeit nehmen und einen Test-PC zusammen basteln, auf dem ich das dann erst mal ungestraft probieren kann.

Edit: hatte ich vergessen, diesen Beitrag ab zu schicken?
Dann aber jetzt...>
 
Vergiss Compiz ..... alt ... tot !
NAAAAAAAAAAAIN! ;]

Nervt es euch nicht die Art und Weise einer >Bedienoberflaeche< aendern zu muessen, vor allem nach vielen Jahren der Bedienung? Mir geht ja Windows schon auf den Sack mit ihren kleinen Bedienungsanpassungen. Was waere vi wenn man alle Jubeljahre die Bedienbarkeit anpasst?
Bin wohl der letzte Compiz user unter FreeBSD...
 
Also ich hatte vor mehreren Monaten mal versucht, es zu nutzen, aber hatte dann das altbekannte Problem, dass die Fensterrahmen und damit die Menüleisten fehlten. Hat wohl irgendwas mit emerald zu tun, was aber angeblich auch gestartet war. Tot oder nicht, kann man heutzutage Compiz noch richtig zum Laufen bringen / klappt es bei Dir?
 
NAAAAAAAAAAAIN! ;]

Nervt es euch nicht die Art und Weise einer >Bedienoberflaeche< aendern zu muessen, vor allem nach vielen Jahren der Bedienung? Mir geht ja Windows schon auf den Sack mit ihren kleinen Bedienungsanpassungen. Was waere vi wenn man alle Jubeljahre die Bedienbarkeit anpasst?
Bin wohl der letzte Compiz user unter FreeBSD...
das ist ja nun eine leicht merkwürdige Frage.
Um bei dem Anspruch von Windows zu bleiben: mich hat es immer genervt, dass es in weiten Teilen eine unveränderliche Oberfläche mit sich bringt und ich hieran selbst gar nichts ändern konnte.
Im OpenSource-Land habe ich hier schon mal eine viel größere Auswahl und da kann ich dann selbst entscheiden.
Mein Beispiel etwa: von KDE zu Openbox zu Labwc. In der gleichen Reihenfolge in gefühlten Zeiträumen ausgedrückt: 2 Jahre, 20 Jahre, 2 Monate.
Ständig oder laufend musste ich da also nicht etwas ändern, weil ich eben auch nicht wollte und hoffe, dass meine derzeitige Entscheidung nun auch für die nächsten Jahre bleiben kann.
Hätte ich mich hingegen für eines der modernen Desktop-Environments entschieden, wie KDE oder GNOME, wäre das natürlich anders gewesen, weil hier sehr viel mehr entwickelt wird, weil sie eben auch sehr viel mehr können und bieten. So etwas kann jeder für sich weitgehend selbst entscheiden, anders, als beim genannten Windows oder anderes Systemen.
Sodann sind die meisten Leute, die sich hier tummeln und mit FreeBSD abgeben von der Art, dass sie eine hohe Expertise mitbringen. Für solche Leute ist eine Anpassung an Neuerungen, ein Test einer neuen Idee (etwa Tiling-WM) oder einfach das Spielen mit etwas, das anders ist, keine große Herausforderung sondern eher schon beruflicher Alltag. Denn das Leben in der IT ist wohl eines, das mit von den größten Entwicklungssprüngen geprägt ist. Sehr viele Leute brauchen heute halt sehr viel SW und die muss entwickelt werden und da ändert sich ständig was an allen Ecken. Es ist vielleicht genau das Gegenteil eines statischen Umfeldes, in dem über Jahrzehnte alles immer gleich bleibt.

Und trotzdem muss man als Endanwender ja nicht alles testen. Wie gesagt, mit Obenbox und X11 bin ich viele viele Jahre zufrieden gewesen und habe mich nun entschieden, einen neuen Weg zu versuchen, der mich halt ins Wayland führt und habe mit Labwc tatsächlich etwas ähnliches gewählt, wie Openbox gewesen ist.
Im Wayland erübrigt sich die Frage dieses Threads dann eh, dort ist die Geschichte mit den Compositoren für die man sich zusätzlich entscheidet oder nicht bereits vorweg genommen. Das Thema hat sich damit erledigt, es ist quasi abgestorben.
Und nach gefühlten 20 glücklichen Jahren mit X, ist der Wechsel zu Wayland nun auch nicht etwas dramatisch spontanes und vollkommen willkürlich von jemandem angeordnet. Es ist eine notwendige Verbesserung.
 
Das mag ja alles sein und sehe ich auch so, nur ob jemand sich entscheidet zu wechseln oder gern nicht wechseln wuerde, macht den Unterschied. Sind aber ganz normale Lebensbedingungen. Wie ich schon schrieb bin ich auch noch im Jammermodus, da darf nicht alles so ernst genommen werden.
Compiz - Emerald - Cairo-Dock war alles was ich brauchte um weitere wundervolle software in einer Symbiose aus zwei Eingabegeraeten einen wunschgerechten Nutzen zu ziehen. Ich hoffe das geht zukuenftig auch noch.
 
Compiz noch richtig zum Laufen bringen / klappt es bei Dir?
Jetzt erst gesehen/gelesen...

Auf meinem langsam sterbenden Zenbook von 2014 geht es wurderbar. Da ist aber auch Xorg scheinbar noch ausreichend treibertechnisch funktionial und vor allem kein libxml2-12x oder welche Version auch immer zum restriktiveren XML fuehrt. Wollte das 14er auf dem Zenbook eigentlich auch hochziehen, haette wohl das System fuer mich unbrauchbar ge-rendered.^^
Am Zenbook-Nachfolger will Xorg nicht mit der iGPU starten. Stelle mich ggf. auch an. Compiz wird dann aber vor der libxml2-Tuer abgelehnt und damit war es das dann so oder so. Bei Linux soll es wohl noch eine Anpassung fuer Compiz an das neue libxml2 geben. Theoretisch koennte man also diesen Fix an den Quellen fuer FreeBSD selbst durchfuehren.(?)
 
Zurück
Oben