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Datenrettung EXT3

PatrickBaer

Well-Known Member
Themenstarter #1
SErvus zusammen,

sorry fürs Posten ins falsche Forum und dann auch noch über ext3, aber ich schmeiss hier gleich nen Rechner an die Wand.

Eines unserer Scripte hat heute vormittag wg. Bedienerfehler etwa 100G an wichtigen Daten gelöscht, das ist so ziemlich der Weltuntergang, wenn das jetzt weg ist. Ich brauch dringend ein Datenrettungstool für ext3 Filesysteme!

Habe ext3grep gefunden, das lässt sich aber nicht kompilieren, weil der sourcecode ähnlich programmiert ist wie eine Speisekarte in der Dönerbude. Dann gibts zig kommerzielle Programme, welche die naiverweise ein Raid nicht erkennen (:cool:) und natürlich was weiss ich wieviele Windowstools. Kann man jemand diesen Schrumpfköpfen erläutern, daß ext3 Platten eher selten in Linux-Servern zu finden sind?

Ich dreh aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaab
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#2
Wenn die Daten wichtig sind, rufe bei Ontrack an. Die bekommen es wieder hin, kostet allerdings ein wenig Kleingeld. Wenn das nicht geht: Auf keinen Fall auf der Platte selbst irgendwas machen! Du machst es nur schlimmer! Per dd(1) ein Image der Platte ziehen und dann darauf rumfrickeln! Das Image kannst du außerdem frei herumkopieren, soviel du möchtest. Und wenn du nicht den entsprechenden Platz hast, ne weitere Platte kaufen. 100 Euro für ein Terabyte sind weniger Verlust als wenn die Daten weg sind.
 

d4mi4n

volksoperator on duty
#3
Ist das mittlerweile so günstig? 2002 hatte mein Zivistellencheffe 200€ gezahlt nur um herauszufinden welche Daten sich überhaupt wiederherstellen lassen.
 

d4mi4n

volksoperator on duty
#7
Ah ok dann hab ichs verstanden:D
Kann man vom Image genausoviel wiederherstellen wie von der Platte selbst? Also nicht, dass wir uns falsch verstehen, ich dachte immer es gäbe Tools die mit den "magnetischen Resten" auf der Platte noch was anfangen können. Werden die alle mit dd gesichert?
Versteht mich nicht falsch, ich frage nur so blöd, weil ich mich nie wirklich damit auseinandergesetzt habe.
 

fbk

Active Member
#8
Du kannst mit einem linux ein ext3-Image als ext2 mounten, debugfs(8) starten und in dessen interaktiven Modus gucken was 'lsdel' ausgiebt. Ist leider Glückssache, denn unglücklicherweise gibt ein unlink() auf ext3 nicht einfach nur Datenblöcke frei sondern killt den zugehörigen Inode-Eintrag.
Textdaten lassen sich vom raw-device lesen und zusammenpfriemln, bei komplexen, binären Dateiformaten wird es bei größeren Datenmengen aufwenig genug, um etwas Geld in die Hand zu nehmen und die Sache von Leuten erledigen zu lassen, die sowas öfter tun, wie der Vorposter schon schrieb.

(Disclaimer: Auch wenn das mein erster Post hier ist, steht das in keinem Zusammenhang mit dem letzten Satz. Nich das das einer in den falschen Hals kriegt. :) )
edit: s/Vorposter/Yamagi (5min später)
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#9
d4mi4n hat gesagt.:
Kann man vom Image genausoviel wiederherstellen wie von der Platte selbst? Also nicht, dass wir uns falsch verstehen, ich dachte immer es gäbe Tools die mit den "magnetischen Resten" auf der Platte noch was anfangen können. Werden die alle mit dd gesichert?
Das mit magnetischen Resten ist Voodoo, der ist relevant wird, wenn die Daten schon überschrieben wurden. dd sichert die natürlich nicht mit, aber ganz ehrlich. Wenn man soweit ist, dass man diese Reste braucht, sollte man Profis ranlassen. Die zerlegen die Platte, nehmen die Speicherscheiben raus und machen damit tollen Krams. Meine Meinung, man mag das anders sehen und es trotzdem selbst versuchen... :)
 

rolle

Beastie Boy
#10
Wenn das dateisystem kaputt ist, und sich nicht irgendwie wieder herstellen lässt gibt es doch auch aus der Forensik ein paar tools, die den Dateiheader erkennen, und sich damit im idealfall einzelne Dateien wiederherstellen lassen.

hier gibt es mal einen kleinen überblick.

Damit würde ich jedenfalls als letzte möglichkeit rumspielen, wenn das nicht klappt, Platte einschicken.
 

zuglufttier

Well-Known Member
#11
Mit testdisk habe ich auch schon gute Erfahrungen gesammelt. Meistens waren das aber ntfs-Partitionen. Und eine Menge gelöschte Dateien hatte ich bisher nicht dabei, eher kaputte Partitionstabellen, Boot Records und sowas in der Art.
 

PatrickBaer

Well-Known Member
Themenstarter #12
Danke danke danke erstmal,

aber nach Dutzenden durchgebissenen Tischplatten und diversen anderen Dingen die ich fast vor Frust gekillt hätte (Datenwiederherstellung braucht X?), mussten wir wohl oder übel aufgeben. Mit foremost ließen sich zwar die Dateien wieder finden, aber die Dateinamen ließen sich nicht mehr herstellen. Die wichtigsten Steuerdateien waren sowieso nicht damit zu finden. Und zu jedem Projekt 200 Wav-Dateien neu benennen dürfte auch nicht gerade lustig sein. Naja 50% waren ja noch auf den Backups.

Ich gehe jetzt erstmal eine Kröte verspeisen...