Dienstleistungskosten bei Serverhousing?

Joshua

Well-Known Member
Hiho,

kein BSD-Thema, aber viele von euch betreiben ja eigene Server und haben bestimmt auch Erfahrung mit diversen Housing-Anbietern. Im Moment arbeite ich nämlich an einer sehr interessanten Frage: Ist es üblich, dass am Ende eines Housing-Vertrags eine Art Abbaugebühr dafür anfällt, dass ich meinen Server zurückerhalte?

Um mal etwas auszuholen: Ich buche einmal Serverhousing, bezahle (zusätzlich zu den Monatsbeiträgen) die einmalige Setup-Gebühr von 29.90 EUR und schicke meine Rechenmaschine dann per Post oder Paketdienst oder sonstwie zum Provider. Der Provider packt den Server aus, schliesst ihn an und drückt auf den Einschaltknopf. Soweit so gut und auch völlig logisch.

Jetzt habe ich den Vertrag gekündigt, und der Prodiver verlangt eine Abbaugebühr in Höhe der Einrichtungsgebühr, und zwar dafür, dass er meinen Server aus dem Rack nimmt, wieder einpackt und mir zuschickt. Dies sei nämlich eine zusätzliche Dienstleistung, die nicht im Vertrag enthalten ist. Nur wurde dies nirgendwo erwähnt und steht auch in keiner Preisliste. Ich hätte ja auch die Möglichkeit, selbst ins Rechenzentrum zu gehen und meinen Server aus dem Rack zu nehmen, das würde dann nichts kosten. (Dumm nur, dass das RZ eben 500 km weg ist).

Irgendwie stehe ich jetzt auf dem Schlauch. So etwas muss doch zum Service dazugehören, oder? Ich meine, nach Vertragsende nimmt der Provider die Kiste ja sowieso aus dem Rack um wieder Platz für den nächsten zu haben, oder? Wo genau ist jetzt die kostenpflichtige Dienstleistung?

Es geht nicht um das Porto fürs Paket, es ist völlig klar dass ich das zahlen muss. Der Provider muss ja aber noch nichtmal zur Post fahren. Ich habe gehört, dass es sogar möglich ist, die Sendung abholen zu lassen ;)

Der Provider muss ja noch nichtmal bei der Post (oder beim Paketdienst) anrufen und einen Auftrag erteilen, das kann ich ja genauso gut machen weil das Porto zahle ich wie gesagt sowieso. Aber der Fahrer vom Paketdienst nimmt halt nur ein fertiges Paket mit, keinen Server der noch im Rack steht.

Bin ich mit meiner Meinung in einem Irrtum befangen? Wo liegt mein Denkfehler? Ich bitte um Aufklärung :)
 
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Hmm, ich bin (thank god) kein Jurist, aber ich denke, daß das o.k. ist. ein Mitarbeiter der Firma muß ja seinen A**** in das RZ bewegen und zwei Schrauben lösen, das Ding in die Verpackung stopfen und zur Post bringen.

Gruß,
ww
 
Hm, du bist jetzt nicht der erste der mir das sagt, also ist das wohl tatsächlich so üblich.

Also ehrlich gesagt wäre ich persönlich nicht auf die Idee gekommen, so etwas zu berechnen. Jetzt mal ein ganz dummes Beispiel, wenn wir einen PC zur Reparatur annehmen, dann packen wir ihn am Schluss ja auch wieder ein und stellen ihn dem Kunden zur Abholung zur Verfügung. Wir berechnen keine extra Pauschale dafür, dass jemand in die Werkstatt schlappt, die Kabel rauszieht und den PC wieder in den Karton wirft.

OK, ein RZ ist oft nicht im selben Haus wie der Provider, also ist das nochmal was anderes. Aber trotzdem, er wird sowieso nicht exklusiv wegen mir dort hinfahren, sondern die Sache erledigen wenn er sowieso schon mal da ist (ja, ich weiss, das ist jetzt wie "ich zahle nicht für eine Fahrkarte, der Zug fährt doch sowieso, egal ob ich drinsitze oder nicht" ;) )
 
Wahrscheinlich ist es wirklich allgemein üblich das so zu machen. Aber es müßte trotzdem im Vertrag oder den AGB stehen das für den Abbau zusätzliche Kosten anfallen. Es kann sich aber nur um einen relativ geringen Betrag handeln, da es wirklich kein großer zusätzlicher aufwand ist. Die freigabe der Domain und kündigung der IP dann schon eher.
 
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