Diskusion "Finanzierung von OpenSource Projekten" wie *BSD, Linux & Co

annajo

Member
Ich freue mich, dassm es diesen riesengroßen Verbesserungsschritt gibt.
Was mir Angst macht, sind die Sponsoren, die hinter FreeBSD stecken: Laut Heise sind das u. a. Netflix, Amazon, Google, Microsoft, Samsung, Nvidia, Intel, Arm, OVHcloud, Klara.
FreeBSD scheint dann doch nicht so "frei" zu sein, also dann doch wieder Linux !?!?!
 
Das Thema riecht sehr nach Flamewar und hat mit dem eigentlichen Topic nichts zu tun. Soweit eine sachliche Diskussion möglich ist, sollte das in "Gelaber" ausgelagert werden. Dennoch möchte ich meinen ersten Gedanken kurz preisgeben: Vielleicht gerade deswegen nicht zu Linux. Es wird einen Grund geben, weshalb kein (GPL) Linux verwendet wird. Vielleicht möchte man nicht, dass man Dinge, die man selbst mit dem Code macht, frei zugänglich gemacht werden müssen, weil es eine Lizenz vorgibt.

IMHO sollte die Fragestellung aber nicht weiter diskutiert werden. :huth::)
 
Das Thema riecht sehr nach Flamewar und hat mit dem eigentlichen Topic nichts zu tun. Soweit eine sachliche Diskussion möglich ist, sollte das in "Gelaber" ausgelagert werden.

Du kannst die betreffenden Beiträge gerne nach Geplauder verschieben. Falls es dort in einen Flamewar ausartet, kann man den Thread immer noch schließen.

Das Thema Wirtschaft(lichkeit) von Open-Source-Projekten gibt im Kontext des Endes von Minio als Open Source, dem LLM-induzierten Niedergang von Tailwind, dem Ende vieler von Intel gesponserten Open-Source-Projekten und vielem mehr aktuell einiges her.

Der hohe Anteil an Unternehmensbeiträgen - Code wie Cash - bei (zumindest Free)BSD und Linux lässt sich ja auch nicht von der Hand weisen.
 
Bei OpenBSD sind Google, Microsoft, Meta, usw. auch groessere Spender. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie dem OpenBSD-Projekt irgendwas diktieren oder auch nur irgendwelchen Code beisteuern. Es bedeutet eher, dass sie Code von OpenBSD in ihren Produkten einsetzen, wie z.B. OpenSSH, und das Projekt daher finanziell unterstuetzen, um den Fortbestand und die Weiterentwicklung zu sichern. Ich vermute auch, dass die grossen Firmen diese Spenden von den Steuern absetzen koennen und es ihnen nicht weh tut. So aehnlich wird es vermutlich auch bei FreeBSD sein.
 
Ich bin der Übeltäter, weil ich ohne Nachdenken meine Anmerkung in den falschen Thread gepostet habe. Vielen Dank an den Admin, dass er meinen Post hier als neuen Thread aufgemacht hat.

Ich nutze FreeBSD über GhostBSD, weil ich von Microsoft oder auch vielen anderen amerikanischen "Dienstleistern" wegkommen will. Durch Zufall habe ich folgenden Artikel in 'Heise Online' gefunden: FreeBSD 15 ist da. Und dort steht ...
... eine lange Liste von Sponsoren hat sich die Entwicklung von FreeBSD deutlich beschleunigt: Netflix, Amazon, Google, Microsoft, Samsung, Nvidia, Intel, Arm, OVHcloud, Klara und viele andere Unternehmen haben die nur durch Spenden finanzierten Entwickler kräftig unterstützt.

Ich dacht bei FreeBSD wären diese Unternehmen außen vor. Aber weit gefehlt. Scheinbar geht es in unserer digitalen Welt nicht ohne diese Unternehmen. Eigentlich macht mich das wütend. Ich will nicht nur beim Betriebssystem von diesen amerikanischen Tech-Giganten weg, sondern auch bei allen anderen digitalen Anwendungen. An vielen Stellen gelingt das mittlerweile, aber noch nicht an allen und ist letztenendlich ein langwieriger Prozess.

Gruß, Edwin
 
Ich dacht bei FreeBSD wären diese Unternehmen außen vor. Aber weit gefehlt. Scheinbar geht es in unserer digitalen Welt nicht ohne diese Unternehmen. Eigentlich macht mich das wütend. Ich will nicht nur beim Betriebssystem von diesen amerikanischen Tech-Giganten weg, sondern auch bei allen anderen digitalen Anwendungen. An vielen Stellen gelingt das mittlerweile, aber noch nicht an allen und ist letztenendlich ein langwieriger Prozess.

Gruß, Edwin

Aber ist es nicht egal, bzw. positiv, wenn diese Konzerne etwas beisteuern (sei es Code oder Geld), solange sie keine operative Kontrolle/Druck ausüben? Hätten wir denn Dinge wie Wireguard oder OCI Support in FreeBSD ohne diese Gelder?
 
Hardware, damit speziell Treiber und Betriebssystemkernel, aber auch Software generell sind halt drastisch komplexer als noch vor 25 Jahren. Die Zeiten, wo ein paar Hobbyisten in ihrer Freizeit ein ganzes Betriebssystem stemmen konnten, sind vorbei. @medV2 erwähnt schon Wireguard und OCI, ich will auch das Laptop-Projekt nochmal in den Raum werfen. Ohne die Million Dollar wäre FreeBSD abseits von Servern in absehbarer Zeit endgültig tot. Von äußerst schmerzresistenten Nutzern vielleicht mal abgesehen...

FreeBSD vergibt übrigens keine Commit Bits an Firmen. Möchte eine Firma etwas beitragen, muss sie entweder einen Committer finden oder einer ihrer Mitarbeiter muss das Mentor-Programm durchlaufen. Committeter Code muss unter einer der BSD-Lizenzen stehen, ist also vom Moment des Commits an auf alle Zeiten wirklich und mit minimalen Beschränkungen frei.
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn ich nun an "FreeBSD" eine Spende mache, nehme ich doch damit noch keinen irgendwie gearteten Einfluss auf die Entwicklung. Lediglich kann ich mir an den Hut kleben, dass ich die Entwicklung überhaupt zu einem geringen Teil durch meine Spende ermögliche. Das nämliche gilt doch auch für andere Projekte, stellvertretend mal Wikipedia genannt.

Wäre es denn eine Alternative, wenn einzelne Staaten, nennen wir mal Venezuela, eine Spende machen?
Würde dann vielleicht davon geredet, dass hier ein Staat Einfluss nimmt?
Gälte das dann auch, wenn ein Staat steuerliche Abschreibungen für Spenden an OpenSource-Unternehmen stärker unterstützen würde?

Also, wenn ich ein böses Unternehmen, ein böser Staat oder einfach nur ein böser Mensch wäre und nun Einfluss auf die Entwicklung eines Open-Source-Systems nehmen wollte, dann würde ich doch nicht spenden, sondern eine Meute von fähigen Programmieren darauf ansetzen, sich an der Entwicklung des Systems aktiv zu beteiligen und es nach meinem Wunsch verändert weiter zu stricken.

Eine Gefahr durch Spenden sehe ich deshalb gar nicht, außer vielleicht der generellen Gefahr durch den Kapitalismus, der ja hinter solchen Spenden steht. Denn in kapitalistischen Systemen ist kein Unternehmen vor dem Untergang gefeit und mit einem Bankrott würden dann ja auch sicher geglaubte Zuwendungen entfallen. Deshalb muss aber nicht gewarnt werden.
 
Was mir Angst macht, sind die Sponsoren, die hinter FreeBSD stecken [...]
Dann doch wieder Linux !?!?!
Das passt ja so garnicht zusammen. Hast du dir die Linuxwelt mal angesehen? Die Linux Foundation? Wer da dahinter steckt? Allein die Tatsache dass da auch die CNCF ein Projekt davon ist, das Rotz produziert. der dafür sorgt, dass Linux außerhalb von Cloud Anbietern mit ihren etlichen Layern nur noch unmanagebarer Müll ist. (Ich sag das als jemand der Consulting in dem Bereich macht. Da ist halt Geld drin.)

Man sehe sich nur den Spam an, den Ubuntu schon beim Login in einen Server rausschießt. Von "Nutze diese und jene Cloud" und "Für diese Update von Open Source Software, die wir von Debian geklaut haben, bitte eine Subscription abschließen".

Wenn du von alldem weg willst, was ich voll und ganz verstehe, dann würde ich einen riesigen Bogen um Linux machen. Das ist leider in einen Status geraten in dem es effektiv ein Selbstbedienungsladen für die besagten Unternehmen ist, wo Open Source Hacker durch Big Businesses ersetzt wurden.

Und ja, es gibt auch noch die eine oder andere Ausnahme. Natürlich, die Linux-Welt ist ja riesig. Aber man sehe sich nur mal die Verbreitung der AGPL an. Die Einen nutzen sie um zu verhindern, dass schon wieder ein Unternehmen mit Embrace, Extend, Extinguish daherhommt und Dinge Cloud-Only macht und auf der anderen Seite Unternehmen die AGPL als Alternative zu ihrer kommerziellen Variante anbieten, quasi als Alternative zu den ganzen Business "theoretisch Open Source" Lizenzen.

Die extreme Kommerzialisierung und Enshittification von Linux ist genau der Grund warum man auf BSD setzt. Und selbst die vermeintlichen "Good Guys" wie RedHat sind ja mittlerweile schon eine ganze Weile auf der Schiene unterwegs.

Und nicht falsch verstehen, bitte. Ich finde das jetzt nicht groß verwerflich. Die Lizenzen geben das ja großteils her und alles und hier und da fallen auch interessante Dinge an, aber im Grunde ist bei Google, Amazon, etc. Open Source ja quasi das Greenwashing von bekannten Microsoft-Taktiken oder teilweise auch ein "Wir wollen Admins/DevOps/SREs, die unsere Tools schon kennen, wenn wir sie von der Uni anheuern" (Kubernetes, etc.).

Leider wird Open Source zum allergrößten Teil prodziert um Geld zu machen und vielleicht noch fürs Portfolio bzw. für den Lebenslauf. Interesse und Lösen von tatsächlichen Problemen stehen da ein wenig hinten an.

Wie gesagt, das ist ein großes Topic und viele von den Firmen sind auch groß genug,d ass man hier Gegenbeispiele findet und natürlich kann man argumentieren, dass es besser ist das zumindest Open Source zu haben. Und all diesen Dingen stimm ich auch voll und ganz zu.

Aber wenn ich mir anschaue, welchen Weg Systeme in großen, kleinen und mittleren Betrieben, aber auch auf Desktop und Co. bestreiten dann sieht man hier massive Kommerzialisierung, Lock-Ins, etc. Wo vor ein oder zwei Jahrzehnten noch ein geweisser Idealismus an vorderster Front stand - selbst in Situationen wo man Geld verdienen wollte - gab es sowas wie ethische Grundsätze, oder zumindest Ansätze davon. Heute ist das das mit Business-Entscheidungen durchtränkt und wenn dann das Open Source Projekt doch nicht so gut läuft, dann schaut man dass man möglichst verbrannte Erde hinterlässt. Siehe auch so Dinge wie dotnet, Mono, Entwicklung auf Linux (anstatt auf Windowsf, aber "für Linux Server"). Ist schon älter, aber da ist das vielleicht am Klarsten ersichtlich.

Zurück zum Thema. Auf BSD ist es zumindest derzeit ein Vorteil, dass es ein wenig mehr eine Nische ist und dann BSD entweder in macOS-Tools verwendet wird (byhve, Docker auf dem Mac) oder Netflix das in Caches verwendet oder Android damit verhindert die GNU-Grütze verwenden zu müssen. Auch in der Linuxwelt gibt es natürlich derartige Nieschen. Nieschen, in denen die Situation eben nicht so ist wie beschreiben ist. Im Falle der BSDs sind diese (derzeit) eben als Ganzes solche Nieschen und das was am Ehesten eine tatsächlich nutzbare Alternative darstellt. Das geht eben auch so weit, dass man das richtig merkt, dass man sich nicht in der "Big Business Approved" Welt aufhält. DRM im Browser ist da der Klassiker, wo das das ach so offene Open Source freundliche Google den Gatekeeper macht (widevine). Oder eben das angesprochene dotnet, wo man meist auch nicht um Blobs und Dinge die früher mal Open Source oder nicht benötigt wurden rumkommt, um damit tatsächlich auch zu entwickeln.

Zusammengefasst: Große Unternehmen bezahlen viele Leute dafür das Maximum aus Umsatz rauszubekommen (vgl. Enshittification, Drucker die mit voller Tinte Arbeit verweigern, weil die Subscription abgelaufen ist, etc.). Wenn du da weg willst musst du in Nieschen mit ganz anderen Ansprüchen gehen. Wenn du da nicht drum rum kommst, bekommst du bei den BSDs großteils Support dafür. Das reicht von FreeBSD wo du fast alles bekommst, bis OpenBSD wo klare Grenzen hast, aber auch fort bekommst du Blobs und schauen was möglich ist (siehe OpenBSD Gaming). Da kann man dann noch weiter gehen und komplette Isolation haben, wenn man nach Plan 9, Haiku, deblobbed Linux/BSD geht. Aber dann kommt man auch schnell was wo man eigentlich den Computer, den Monitor usw. aufgeben müsste, weil man da auch Abhängigkeiten hat. Die Welt geht Richtung Smartphone und SmartTV wo man absolute Abhängigkeit von Unternehmen hat.
 
Das passt ja so garnicht zusammen. Hast du dir die Linuxwelt mal angesehen? Die Linux Foundation? Wer da dahinter steckt? Allein die Tatsache dass da auch die CNCF ein Projekt davon ist, das Rotz produziert. der dafür sorgt, dass Linux außerhalb von Cloud Anbietern mit ihren etlichen Layern nur noch unmanagebarer Müll ist. (Ich sag das als jemand der Consulting in dem Bereich macht. Da ist halt Geld drin.)

Hast du da auch Beispiele? Ich finde das Management von Linux ist über die Jahre deutlich angenehmer geworden.

Man sehe sich nur den Spam an, den Ubuntu schon beim Login in einen Server rausschießt. Von "Nutze diese und jene Cloud" und "Für diese Update von Open Source Software, die wir von Debian geklaut haben, bitte eine Subscription abschließen".

Ubuntu ist auch größter Müll, hab zum Glück in meinem ganzen Leben erst eine Firma als Kunden gehabt (bin ebenfalls in einem Consultingunternehmen), der im großen Stil auf Ubuntu gesetzt hat. Nach dem CentOS aus hattens wir intern zum evaluieren auf 2 Servern, nichts hat mich glücklicher gemacht, als der Tag, andem die endliche ersetzt wurden.
 
.... und vielem mehr aktuell einiges her
Das sind in der Tat spannende Themen und die eigentlich meiner Ansicht nach nicht die nötige Aufmerksamkeit bekommen. Weil das kann dann schon tiefgreifende Auswirkungen auf Open-Source haben.

die Gefahr
von schlechtem Einfluss geht nicht von den offiziellen Tech-Giants Spenden aus.
Trotzdem ist das natürlich nicht völlig unproblematisch. Weil diese Spenden ermöglichen natürlich auch viel.

Und wenngleich auch nicht ausgesprochen, steht ja immer irgendwie ein "Wäre ja schade, wenn wir das Engagement nicht fortsetzen könnten" im Raum. Das kann dazu führen, das dann Vorschlägen oder Patcheinreichungen wohlwollender gegenübergestanden wird auch wenn die irgendwie mit projekt-eigenen Vorstellungen/Zielen nicht so ganz übereinstimmt.

Einflussnahme beginnt ja nicht erst bei expliziten Ansagen.

natürlich kann man argumentieren, dass es besser ist das zumindest Open Source zu haben
Ja. Ich hab zumindest manchmal das Gefühl, das man mit Hilfe dieses Arguments die Sache versucht schön zu reden oder sich selbst zu beruhigen.

Und der Effekt ist ja von Big-Tech auch gewollt.
Deren Interesse liegt ja nicht in Open-Source. Wenn es nach denen ginge, hätten die lieber proprietäre Systeme über die sie dann auch die volle Kontrolle haben.
Aber Open-Source war/ist halt zu erfolgreich, um das einfach durchzuziehen.
Daher ja der subtilere Weg sich selbst an Open-Source zu beteiligen und Open-Source zu produzieren.

Die Welt geht Richtung Smartphone und SmartTV wo man absolute Abhängigkeit von Unternehmen hat.
An der Stelle sei noch mal auf
https://keepandroidopen.org/de/
verwiesen.
Denn Google hat ja vor, Android zu einem geschlossenen System a-la Apple zu machen.

Und ja: Als "Nerd" wird man bei solchen Dingen vermutlich immer irgendwie einen Ausweg finden. Aber die breite Masse eben nicht.

Man hat ja auch oftmals über-Bande-Abhängigkeiten.
Was nützt mir mein mit GrapheneOS befreites Phone, wenn das Online-Banking darauf nicht funktioniert oder ich nicht in der WhatsApp-Elterngruppe sein kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
vielen Dank für die vielen Antworten.
Insbesondere an Athaba für seine aufwändige Info und Klarstellung. Du hast mir wertvolle Infos gegeben, die Welt ist doch komplizierter, als ich gedacht habe.

Seit ca. einem Jahr hatte ich ein GhostBSD betrieben. Leider sind die nicht so schnell mit den Updates.

Da ich noch fotografiere, nutze ich unter BSD darktable, Es gibt eine neue Version von darktable 5.4 mit interessanten features, die ich gerne nutzen wollte, aber leider noch nicht unter GhostBSD, deshalb mein Versuch mit Linux.
EndeavourOS (Arch Linux) ist mir über dem Weg gelaufen, habe aber auch OpenSuse tumbleweed probiert, wobei mir letzeres sympatischer ist, weil da eine deutscge Firma dahiner steckt und vielleicht aus nostalgischen Gründen (war mein erstes Linux mit 10 Disketten, Installation hat einen ganzen Tag gedauert.)

Ich habe gesehen, das in den Quellen von FreeBSD darktable v5.4 ist. Ich werde dann mal versuchen FreeBSD mit dem KDE, ohne den Umweg über GhostBSD, zu installieren.

Viele Grüße, Edwin
 
Ich will dir ja Suse nicht madig machen, ich selbst habe es lange benutzt und hab immer noch Tumbleweed slowroll auf manchen systemen. Aber ne deutsche Firma steckt da seit Jahrzehnten nicht mehr dahinter, aktuell gehörts irgend nem schwedischen Finanzinvestor.
 
Ich habe gesehen, das in den Quellen von FreeBSD darktable v5.4 ist.
Ergänzung:
https://www.freshports.org/ ist eine ganz brauchbare Seite, um zu schauen, welche Software in welcher Version unter FreeBSD verfügbar ist.

Seit ca. einem Jahr hatte ich ein GhostBSD betrieben. Leider sind die nicht so schnell mit den Updates.
Letztlich ist GhostBSD ja auch nur ein vorkonfiguriertes Desktop-FreeBSD.
Mit Hilfe des Handbuches bekommt man eigentlich auch ganz gut ein vanilla FreeBSD als Desktop installiert/konfiguriert (inkl. KDE/plasma).

Und ja. Das ist natürlich trotzdem erst mal aufwendiger. Allerdings hat das den Nebeneffekt, das man dabei auch Know-How aufsammelt, welches einem künftig bei weiteren Dingen und/oder Fehlerbehebungen weiter hilft.

aktuell gehörts irgend nem schwedischen Finanzinvestor.
Und auch die SuSE-Homepage wirkt eher wie eine Werbebroschüre.
 
Und wenngleich auch nicht ausgesprochen, steht ja immer irgendwie ein "Wäre ja schade, wenn wir das Engagement nicht fortsetzen könnten" im Raum. Das kann dazu führen, das dann Vorschlägen oder Patcheinreichungen wohlwollender gegenübergestanden wird auch wenn die irgendwie mit projekt-eigenen Vorstellungen/Zielen nicht so ganz übereinstimmt.
Die Erfahrung hat FreeBSD mit Yahoo machen müssen und daraus gelernt. Daher kommt unter anderem die Regel, dass Commit Bits nur persönlich vergeben werden. Der Tiefpunkt war, dass die Herren den Quellcode von Teilen ihrer Suchmaschine verloren hatten und FreeBSD daher KSE auf Jahre durchziehen musste, obwohl der technische Ansatz sich als ungeeignet erwiesen hatte. Das hat dem Projekt sehr geschadet.
 
Das passt ja so garnicht zusammen. Hast du dir die Linuxwelt mal angesehen? Die Linux Foundation? Wer da dahinter steckt? Allein die Tatsache dass da auch die CNCF ein Projekt davon ist, das Rotz produziert. der dafür sorgt, dass Linux außerhalb von Cloud Anbietern mit ihren etlichen Layern nur noch unmanagebarer Müll ist. (Ich sag das als jemand der Consulting in dem Bereich macht. Da ist halt Geld drin.)

Du meinst die CNCF Landscape?

Kubernetes & Co. ist schon ein Monstrum. Andererseits löst es so viele Anforderungen in der Alltags-IT, dass ich es persönlich (im Enterprise-Umfeld) nicht mehr missen möchte.

Umgekehrt gibt es viele Unternehmen, die Kubernetes für Aufgaben einsetzen, bei denen sie ganz klassisch mit zwei redundanten Servern besser bedient wären.

Man sehe sich nur den Spam an, den Ubuntu schon beim Login in einen Server rausschießt. Von "Nutze diese und jene Cloud" und "Für diese Update von Open Source Software, die wir von Debian geklaut haben, bitte eine Subscription abschließen".

Ubuntu Pro installiert? Ich kann mich gar nicht entsinnen, bei der normalen Edition diesbezüglich Hinweise gesehen zu haben (oder mein Gehirn hat inzwischen gelernt, solche Hinweise zu ignorieren). :)

Wenn du von alldem weg willst, was ich voll und ganz verstehe, dann würde ich einen riesigen Bogen um Linux machen. Das ist leider in einen Status geraten in dem es effektiv ein Selbstbedienungsladen für die besagten Unternehmen ist, wo Open Source Hacker durch Big Businesses ersetzt wurden.

Dann bleibt dir ja fast nur ein NetBSD übrig. Dessen völlig abgehängter Zustand ist aber ein Thema für sich.

Und ja, es gibt auch noch die eine oder andere Ausnahme. Natürlich, die Linux-Welt ist ja riesig. Aber man sehe sich nur mal die Verbreitung der AGPL an. Die Einen nutzen sie um zu verhindern, dass schon wieder ein Unternehmen mit Embrace, Extend, Extinguish daherhommt und Dinge Cloud-Only macht und auf der anderen Seite Unternehmen die AGPL als Alternative zu ihrer kommerziellen Variante anbieten, quasi als Alternative zu den ganzen Business "theoretisch Open Source" Lizenzen.

Ich wüsste Stand heute auch sonst keine andere Möglichkeit als die AGPL (oder vergleichbare Lizenzen), mit freier Software Geld zu verdienen. Firmen wie Elasticsearch haben es ja auf die harte Tour gelernt.

Die extreme Kommerzialisierung und Enshittification von Linux ist genau der Grund warum man auf BSD setzt.

Was hätte mir von der vermeintlichen Enshittification unter Arch Linux oder Debian auffallen sollen?

Und selbst die vermeintlichen "Good Guys" wie RedHat sind ja mittlerweile schon eine ganze Weile auf der Schiene unterwegs.

Mit der Übernahme durch IBM war leider absehbar, das Red Hat geschlossener wird.

Und nicht falsch verstehen, bitte. Ich finde das jetzt nicht groß verwerflich. Die Lizenzen geben das ja großteils her und alles und hier und da fallen auch interessante Dinge an, aber im Grunde ist bei Google, Amazon, etc. Open Source ja quasi das Greenwashing von bekannten Microsoft-Taktiken oder teilweise auch ein "Wir wollen Admins/DevOps/SREs, die unsere Tools schon kennen, wenn wir sie von der Uni anheuern" (Kubernetes, etc.).

Solange ich mich erinnere wollen Unternehmen wollen Absolventen, die unmittelbar einsatzbar sind.

Leider wird Open Source zum allergrößten Teil prodziert um Geld zu machen und vielleicht noch fürs Portfolio bzw. für den Lebenslauf. Interesse und Lösen von tatsächlichen Problemen stehen da ein wenig hinten an.

Bei aller Liebe zu Idealismus - irgendwie muss man seinen Lebensunterhalt verdienen. Ich würde ja auch ungestört freie Software entwickeln, hab aber leider versäumt, in diesem Leben reiche Eltern zu haben. ;)

Hast du da auch Beispiele? Ich finde das Management von Linux ist über die Jahre deutlich angenehmer geworden.

Dito.

Ubuntu ist auch größter Müll, hab zum Glück in meinem ganzen Leben erst eine Firma als Kunden gehabt (bin ebenfalls in einem Consultingunternehmen), der im großen Stil auf Ubuntu gesetzt hat. Nach dem CentOS aus hattens wir intern zum evaluieren auf 2 Servern, nichts hat mich glücklicher gemacht, als der Tag, andem die endliche ersetzt wurden.

Was wurde es letzten Endes?

Was nützt mir mein mit GrapheneOS befreites Phone, wenn das Online-Banking darauf nicht funktioniert oder ich nicht in der WhatsApp-Elterngruppe sein kann.

Die Kompromisse des Alltags.
 
Was wurde es letzten Endes?

Rocky, bzw. Oracle Linux wenn wir BTRFS brauchen. RHEL (bzw. ein Clon) ist für mich als ServerOS immer noch unschlagbar, wenn es keine Spezialanforderungen gibt.

Die Kompromisse des Alltags.

Ich verwende jetzt seit ca. 2 Jahren GrapheneOS, ich muss sagen mittlerweile funktioniert da alles ganz gut darauf, auch die Banking Apps. Falls es eure Hausbank nicht unterstützt, einfach ein Zweitkonto für den Alltag bei n26 aufmachen, kostet nix und läuft Problemlos. Das einzige was ich noch vermisse, ist GooglePay per NFC, aber da hab ich den "Workaround" dass ich mit meiner Smartwatch zahle. Die sich übrigends gut und auch mit eingeschränkten Rechten in Verbindung mit Graphene betreiben lässt.
 
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