ein wenig FreeBSD für Wayland

darktrym

Fahnenträger
Sicher haben einige die Nachricht schon gehört, es sind ein paar Patches aufgeschlagen, die FreeBSD ein wenig entgegen kommen.
Meine Meinung nach, ist das ein Tropfen auf den heißen Stein. Vermutlich ebenso fruchttragend wie die Anstrengungen bei pscnv.
 
pscnv ist ein freier Treiber für Nvidia-GPUs um GPGPU-Anwendungen auszuführen. Bei Wayland bin ich mal gespannt, was da am Ende draus wird. Immerhin haben die Wayland-Entwickler uns schon mit stabilen Schnittstellen positiv überrascht.
 
Das die Schnittstellen nach oben hin stabil sind ist großartig. Damit das auch nach unten zum Kernel hin Funktioniert muss da aber eine entsprechende Abstraktionsschicht sein. Die verlinkten Patches frickeln da im Moment ifdefs rein.

Ich bin bei solchen Dinge dafür einen Header für OS-Sachen wie Locks, Messages etc.. Das Build System sollte dann die richtigen Implementierungen für die Zielplattform auswählen, so dass die Frieckelfrei voneinander getrennt entwickelt werden können. Die Implementierungen sind dann einfach Wrapper um Systemnahe/Kernelfunktionen.
 
Ich glaube, Wayland ist und war nie das Problem, die darunterliegende Grafikarchitektur im Kernel ist halt schwer zu portieren.
 
Um Wayland wurde ja ein großer Hype gemacht und inzwischen spricht kaum mehr einer davon. Ich würde die ganze Sache gelassen sehen und einfach abwarten was und ob da mal was kommt. Bis jetzt ist das Teil ja nicht mal so weit wie andere X Alternativen mal waren bevor diese aufgegeben wurden :)

Grüße
 
Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass dieser Zug noch aufzuhalten ist. Zumindest unter Linux.
 
Um Wayland wurde ja ein großer Hype gemacht und inzwischen spricht kaum mehr einer davon. Ich würde die ganze Sache gelassen sehen und einfach abwarten was und ob da mal was kommt. Bis jetzt ist das Teil ja nicht mal so weit wie andere X Alternativen mal waren bevor diese aufgegeben wurden :)

Und wieder einmal habe ich recht gehabt, Wayland ist nicht mal andeutungsweise fertig da kommt Canonical schon mit der nächsten Sau durch Dorf die auf den Namen "Mir" hört :)

Grüße
 
Na mal gucken was das wird:
http://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&px=MTMxNzY

Ich habe keine Ahnung von Display-Server Entwicklung, aber Ubuntu ist ja recht gut darin sich von allem anderen abzukapseln. Aber bisher klingt es wirklich so, als wenn Ubuntu schlicht keine Ahnung hat was sie da eigentlich tun.

Aber da Ubuntu scheinbar eh nicht viel für "den Rest der OpenSource-Welt" getan hat, ist das wohl auch kein Verlust, wenn die auf eine Insel-Lösung gehen.
 
Aber da Ubuntu scheinbar eh nicht viel für "den Rest der OpenSource-Welt" getan hat, ist das wohl auch kein Verlust, wenn die auf eine Insel-Lösung gehen.

Wie ich oben schon geschrieben habe, so denke ich, dass wenn sie Nvidia und AMD mit ins Boot bekommen, der Zug für Wayland sehr schnell abgefahren ist... zumal eben auch Android Treiber kompatibel sind mit "Mir".
 
Ich find es jetzt eigtl gut, wenn es noch ein Teilnehmer auf dem Markt gibt. Es koennte ja auch was feines dabei rauskommen
 
Ich prophezeie mal das wir in 5 Jahren immer noch mit unserem guten alten X.org arbeiten werden :)

Ich bin zwar auch kein Experte was solche Projekte betrifft, aber ich bezweifle das man in einigen Wochen einen Displayserver von null auf entwickelt der kompatibel mit allen grafischen Anwendungen ist.

Was ich mir vorstellen kann das Ubuntu wirklich ein geschlossenen System aufbauen will auf dem Mir+Unity+Apps laufen. So etwas wäre vorstellbar.

Grüße
 
Schon interessant: Zunächst wird die Unixwelt gespalten, nun die Linuxwelt...

Letztlich muß man ja sehen, in wie weit die Applicationen auf X, Wayland oder Mir dann noch laufen werden und wie sie von den jeweiligen Entwicklern supportet werden. Davon ist der jeweilige Erfolg abhängig. Displayserver sind ohne die Anwendungen eher langweilig :)
 
Last edited:
Nach einem ersten Überfliegen gefällt mir Mir konzeptionell eigentlich besser als Wayland. Aber wenn ich es richtig verstehe, ist Mir doch sehr nah an Ubuntus Bedürfnisse gebaut:

- Mir scheint recht eng mit dem darüberliegenden Desktop zu integrieren. Z.B. schreiben sie etwas in der Art, dass Mir Alt-Tab-Dialoge und Panels bereitstellen kann.

- Mir nutzt anscheinend OpenGL ES statt OpenGL. Die sind sich inzwischen zwar recht ähnlich, aber auf dem Desktop heißt es doch bitte "wenn schon, dann richtig".

- Das Ganze hat eindeutig Telefone und Tablets im Blick. Was nun nicht unbedingt schlecht sein muss.
 
Ich bin zwar auch kein Experte was solche Projekte betrifft, aber ich bezweifle das man in einigen Wochen einen Displayserver von null auf entwickelt der kompatibel mit allen grafischen Anwendungen ist.
Da geht schon einiges. Wenn NVIDIA und AMD mitmachen folgen alle dorthin wo die guten Treiber sind.

Denn mal ehrlich, das gute, alte Xorg ist vielleicht alt aber bestimmt nicht gut oder gar zuverlässig und stabil.
 
Wie macht das eigentlich Mac OSX, haben die da ihren eigenen Display/Compositor Server? Xorg wirds nicht sein..
 
Wie macht das eigentlich Mac OSX, haben die da ihren eigenen Display/Compositor Server?

Jop, die haben was eigenes. Die Funktionsweise ist in etwa so wie Wayland das dann auch macht, nur hier und da andere Technologien.

Im Prinzip gibt's da auch nicht allzu viel "zu erforschen" bei dem Kram. Man braucht einen Compositor und jedes Fenster rendert in einen eigenen Buffer und der Compositor sammelt diese und stellt sie dar.

Das läuft jetzt unter Xorg mit einer modernen Desktop-Environment auch so, nur viel viel viel viel zu kompliziert und mit vielen Hacks und Co.
 
Last edited:
- Mir nutzt anscheinend OpenGL ES statt OpenGL. Die sind sich inzwischen zwar recht ähnlich, aber auf dem Desktop heißt es doch bitte "wenn schon, dann richtig".

Macht Wayland auch. Das Problem ist schlicht, dass Mesa noch auf "Vor-CoreProfile" Niveau von OpenGL ist, aber OpenGL ES bis zum aktuellen 3.0 bereits vollständig implementiert.

Da OpenGL "vor-CoreProfile" Niveau ziemlich eklig ist, nimmt man gleich eine deutlich bessere API dafür. Das reine OpenGL ist erst ab OpenGL 4.0 wieder wirklich zu gebrauchen, rein von der "Sauberkeit der API" her.

Und Mobile-Support kommt gleich kostenlos mit dazu.
 
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