ein wenig FreeBSD für Wayland

Meine Meinung zu Mesa sollte ja bekannt sein: Wer etwas halbwegs Ernstes mit OpenGL machen möchte, sollte einen sehr großen Bogen um Mesa machen. Das Ding ist langsam, fehlerhaft und der Realität um Äonen hinterher. Aber hey, seit einiger Zeit kann es Quake II (OpenGL 1.4) ohne Darstellungsfehler rendern! Leider kann man bei einem ernsthaften Fenstersystem kaum sagen "Kaufe eine Nvidia-Karte" und daher hast du natürlich recht...

Naja, vielleicht bemerken einige Herren durch diese Geschichte nun, dass der Basar vielleicht doch nicht zwangsläufig der beste Weg ist Software zu entwickelt. Weil in der Realität viel Arbeit mehrfach gemacht wird und das Ökosystem nur immer weiter fragmentiert. Wayland und Mir ist doch nur ein weiterer Schritt im schon lange laufenden Prozess der zunehmenden "Balkanisierung" der Linux-Welt.
 
Naja, Mesa ist halt die einzige OpenSource-OpenGL Implementierung. Und Intel arbeitet da ganz gut mit und der Software-Renderer LLVMpipe ist sogar verhältnismäßig schnell (deutlich schneller als der von Apple z.B.). Und es ist momentan die einzige (?) Möglichkeit OpenGL ES auf dem Desktop zu nutzen.

Aber ansonsten fehlt halt hinten und vorne Man-Power.
 
Mit Xorg ist in Zukunft wohl auch nicht mehr zu rechnen wenn um's plattformunabhängiges geht. Nun wird darüber sinniert, ob nicht mehr Geld in Wayland Entwicklung fließen soll, statt den Sauhaufen Wayland/Weston portabler zu machen.
Lustig noch, dass solche Aussagen auch von Oracle kommen, die haben sich wohl geistig von Solaris bereits verabschiedet.
 
statt den Sauhaufen Wayland/Weston portabler zu machen.

So ein Sauhaufen ist Wayland gar nicht. Die API ist stabil und im Prinzip ist alles drin was man braucht. Weston ist eh nur die Referenzimplementierung des Compositors. Nutzt man Gnome oder KDE später kriegt man den Part eh nicht zu Gesicht, da dort dann Mutter bzw. KWin läuft, statt Weston.
 
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