VirtualBox aus den Ports kannst Du bedenkenlos nehmen.
auf "latest" liegt die gleiche Version binär (5.2.22 r126257) und arbeitet bei mir problemlos. Passende Gasterweiterungen für meine wichtigsten Systeme gibt es dafür auch.
virtualbox-ose, früher virtualbox und von mir im weiteren Beitrag als VB abgekürzt, war die erste Virtualisierungs-SW, die ich benutzte und deshalb gibt es da natürlich einen gewissen Gewöhnungs-Effekt. Im Laufe der Zeit hatte ich unterschiedliche Einsatzzwecke probiert und inzwischen nutze ich das nur noch Ersatz für HW-PCs mit einigen bestimmten Systemen, die ich gelegentlich mal brauche und dann direkt aus meinem FreeBSD starten kann.
Meine virtuellen Gäste laufen also nicht dauernd, ja, sie laufen selten länger als einige Stunden.
Mein Host hat zwei Monitore und ich lege dann immer das virtuelle System auf einen Monitor fest und nutze dort die gesamte Auflösung. Viele wichtige Dinge erledige ich noch immer direkt auf dem Host und arbeite manchmal auch gleichzeitig mit Gast und Host am gleichen Problem, sprich, an den gleichen Dateien. Dazu benutze ich hauptsächlich meinen FreeBSD-NAS als Austauschsystem. Austauschordner auf dem dem Host sind mir nicht so wirklich sympathisch und Sticks sind langsam.
Die Gäste sind aber auf bidirektionalen Austausch mit dem Host eingestellt, wobei ich vor allem die Zwischenablage gerne nutze.
Was mir von Anfang gut gefiel, war die GUI, die es für VB gibt. Es gibt mehrere, aber die direkt ausgelieferte fand ich immer sehr ansprechend und intuitiv. Das ist wichtig für mich, weil ich dann bei den sehr seltenen Fällen, wo ich einen neuen Gast aufsetzen will, nicht erst die Dokumentation lesen muss.
Inzwischen kann VB auch eine Menge an virtuellen Medien. Ich kann quasi meine VB-VHD kopieren und jemandem mitgeben, der sie dann in seinem Virtualisierungssystem benutzen kann, aber wichtiger: ich kann dies und die komplette Maschine kopieren und jemandem mitgeben, der sie dann in seinem eigenen VB benutzen kann und das für unterschiedliche Systeme!
Ich selbst nutze das und habe (teilweise unterschiedliche Versionen) von VB auf GNU/Linux und OS-X installiert, auf denen ich jeweils gleiche Maschinen laufen habe (manche Systeme sind kritisch, wenn sie auf veränderter HW laufen sollen) und gelegentlich synce ich dann die benutzten VHDs. Somit habe ich an unterschiedlichen Orten und auf unterschiedlichen Systemen sehr einfachen Zugang zu meinen Gästen.
In der GUI ist es auch realisiert, am Host angeschlossene Geräte zum Gast durch zu reichen. Das ist ebenfalls sehr intuitiv gemacht. Ein Bekannter braucht das etwa, um einen Scanner aus seinem GNU/Linux zu benutzen, der nur von einem Windows unterstützt wird. Er startet also sein VB mit dem veralteten Windows als Gast, das er früher tatsächlich als System auf seinem PC benutzt hatte, reicht den Scanner am USB-Port in den Gast durch und kann dort scannen und die Ergebnisse ansehen und auf einem Austauschordner speichern. Das geht sehr bequem, also bequem genug, dass man nicht unbedingt neue HW kaufen muss und einfach in einem Fenster des Hosts.
Auch die Einrichtung neuer Maschinen gelingt sehr einfach über diese GUI. So kann ch schnell mal eine anlegen, um etwa ein ISO eines Live-Systems laufen zu lassen, ich kann schnell mal ein System zur Probe installieren (auch ohne Gasterweiterungen) mal ansehen oder ich kann sehr einfachund schnell die Bootreihenfolge bei einem bestehenden Gast verändern und habe so vielfältige Möglichkeiten zur Manipulation, etwa, zum Erstellen eines Images, das ich dann auf echter HW restaurieren könnte.
Ohne erst Dokumentation zu lesen konnte sehr schnell einige Maschinen etwa mit einem FreeBSD bestücken und dann Datenaustausch unter diesen beobachten. Alles in ein Netz gepackt, tcpdump auf einer laufen und dann mal Daten über diverse Programm hin und her gesendet. Wenn ich etwa einen Mailserver aufsetzen müsste, würde ich mir das in der Art erst mal ansehen und kann mich dann ganz auf mein eigentliches Problem konzentrieren, wie die Administration der Gäste so gut wie selbsterklärend ist.
Also, wegen der Verfügbarkeit für viele Systeme und wegen der einfachen Bedienung über die GUI, bin ich nach wie vor bei VB und damit nicht unglücklich.
Immer wieder gibt es natürlich wirklich böse Überraschungen und gerade, weil es meist so gut geht, machte ich mir definitiv zu wenig Gedanken, über die Absicherung meiner Gäste. Das habe ich nun geändert, nachdem vor kurzem der Update auf eine VB-Version dazu führte, dass alle meine Gäste erst mal zerstört waren und ich sehr sehr lange brauchte, um die wichtigsten wieder zu beleben.
Schuld war nicht nur der Update und eine unpassende Gast-Erweiterung, sondern auch mein fahrlässiges Verhalten.
Ein System auf einem PC braucht einfache Aufmerksamkeit hinsichtlich Backup-Strategien, ein System in VB braucht doppelte Aufmerksamkeit, denn es geht um den Gast und um VB selbst.
Seit einiger Zeit gibt es im Reiter "Massenspeicher" zu einer Maschine den Punkt "Host I/O-cache verwenden" und zumindest bei SATA und SD auf dem Host kann ich das nur empfehlen!