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Experiment: FreeBSD als HTPC-System auf Gemini Lake Architektur

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holgerw

Guest
Themenstarter #1
Hallo,

ich gehe von diesem Thread aus:
https://www.bsdforen.de/threads/freebsd-12-oder-gleich-current-auf-mini-pc-mit-gemini-lake.34781/

Die Installation gelang nach mehreren Anläufen, mit xorg, drm-next-kmod und xfce4 ist ein Arbeiten als Büro-Rechner auch mit FreeBSD 12 auf einem Rechmer mit Gemini Lake Architektur möglich. Kodi lässt sich installieren, Audio-Wiedergabe läuft sehr gut, aber scheitern tut es an der Wiedergabe von Videos. Die Kodi-Oberfläche friert komplett ein, es ist allerdings noch mögliuch, per Strg+Alt+Fx auf ein Terminal zu kommen.

Nun läuft erst mal ein MX-Linux als HTPC-System auf unserem Mini-PC.

Nachdem sogar meine Frau es schade fand, dass ich da bisher mit meinem Lieblingssystem nicht weiter gekommen bin :D möchte ich doch mit mehr Systematik daran gehen, und es nochmals - hoffentlich auch mit Hilfe dieses Forums - probieren. Mit anderen Worten: Ich will, dass das Teil mit FreeBSD und kodi ordentlich läuft! :)

Dieser Thread soll dazu eine Art roter Faden meiner Vorgehensweisen werden, jeder meiner Kommentare bekommt eine Überschrift.

Eventuell stellt sich heraus, dass es lediglich eine Kleinigkeit ist, die leicht zu beheben ist, damit auch Videowiedergabe möglich ist. Vielleicht ist auch etwas mehr asnspruchsvolle Konfigurationsarbeit notwendig. Vielleicht stellt sich heraus, dass wegen eines Bugs in irgendeiner Komponente es nicht läuft (ein Fall für Bugreporte) und in Zusammenarbeit mit Committern oder vielleicht sogar Entwicklern Gemini Lake richtig flott gemacht werden kann für FreeBSD als HTPC-System.

Mal schauen, was dabei heraus kommt.
 
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holgerw

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Themenstarter #2
Teil 1: Die Hardware

Der zu verwendende Mini-PC, ein Asus PB40-BC009MD, hat folgende technische Daten:
  • Prozessor Intel Celeron N4000
  • Grafik Integrated - Intel UHD 600 Graphics
  • Arbeitsspeicher 4GB 2400MHz DDR4 Memory
  • Speichersystem 128G SSD
  • Wireless 802.11 a/b/g/n/ac, BT4
  • LAN 10/100/1000 Mbps, Intel LAN
  • Anschlüsse 1x Headphone out, 1x Mic-in, 1x USB 3.1 Gen1 Type-C, 4x USB 3.1 Gen1 Tyep-A (1 w/ quick charging)
  • Anschlüsse (Rückseite) 1x DP, 1x DP, 1x COM port, 1x USB 3.1 Gen1 Type-A, 1x USB2.0/1.1, 1x LAN(RJ45) port, 1x Antenna port, 1x Kensington Lock, 1x DC-in
  • Speaker 1W Speaker
  • Netzteil 19Vdc, 3.42A, 65W Power Adapter
  • Besondere Features Lüfterlos, 2x DisplayPort
Die für mein System nicht relevanten Komponenten sind ausgegraut.
 
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holgerw

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Themenstarter #3
Teil 2: Das dort installierte Linux-System

Es werkelt auf dem Mini-PC zur Zeit ein aktuelles MX-Linux 64-Bit.
Code:
uname -a
Linux luchs 4.19.0-1-amd64 #1 SMP Debian 4.19.5-2~mx17+1 (2018-12-12) x86_64 GNU/Linux
Installiert sind u.a. Xorg samt aktuellem Intel-GraKa-Treiber, xfce4 mit deaktiviertem Kompositor und kodi.
Eine Liste aller Pakete (dpkg -l > liste.txt) findet Ihr im Anhang.

Ich halte es für sinnvoll, die dort funktionierende Software hier genau aufzuführen, weil es eventuell dabei helfen kann, ein FreeBSD zu ergänzen bzw. Fehlerquellen zu beseitigen, um auch damit ein HTPC-System aufsetzen zu können, was ordentlich läuft.
 

Anhänge

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holgerw

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Themenstarter #4
Teil 3: Zur FreeBSD-Version und weiterer Software

Ich habe mich entschieden, ein FreeBSD Current (64-Bit) zu verwenden - der Snapshot ist vom 26.12.2018 - und das hat folgende Bewandnis:
Um den Inteltreiber für Gemini Lake zum Laufen zu bekommen, bedarf es entweder des Portes drm-next-kmod oder des Portes drm-devel-kmod. drm-next-kmod ist für fbsd 12, drm-devel-komd für fbsd current vorgesehen. drm-next-kmod ist auf dem drm-Linuxstand 4.11 (hier wurde Gemini Lake Architektur neu hinzugefügt), drm-devel-kmod ist zur Zeit auf dem drm-Linuxstand 4.16 (da ist die Gemini-Unterstützung also schon etwas "abgehangen" und es sind eventuell schon Fehlerbereingungen bzw. Verbesserungen in die Gemini-Unterstützung eingeflossen).
Hier ist meines Erachtens drm-devel-kmod einfach die bessere Wahl und ich nehme eventuelle Handarbeiten mit Current in Kauf. Das System wird zudem eher überschaubar:
  • bash, htop, devcpu-data
  • xorg samt Intel-GraKa-Treiber
  • openbox
  • tint2
  • kodi
  • Codices für Audio- und Videowiedergabe wie Lame, Flac, ffmpeg u.s.f.
... nächster Teil Installation folgt im Laufe des Tages ...
 

pit234a

Well-Known Member
#5
ii libv4lconvert0:amd64 1.12.3-1 amd64 Video4linux frame format conversion library
ii libva-drm1:amd64 1.7.3-2 amd64 Video Acceleration (VA) API for Linux -- DRM runtime
ii libva-drm2:amd64 2.3.0-2~mx17+1 amd64 Video Acceleration (VA) API for Linux -- DRM runtime
ii libva-wayland1:amd64 1.7.3-2 amd64 Video Acceleration (VA) API for Linux -- Wayland runtime
ii libva-x11-1:amd64 1.7.3-2 amd64 Video Acceleration (VA) API for Linux -- X11 runtime
ii libva-x11-2:amd64 2.3.0-2~mx17+1 amd64 Video Acceleration (VA) API for Linux -- X11 runtime
ii libva1:amd64 1.7.3-2 amd64 Video Acceleration (VA) API for Linux -- runtime
ii libva2:amd64 2.3.0-2~mx17+1 amd64 Video Acceleration (VA) API for Linux -- runtime
ii libvcdinfo0 0.7.24+dfsg-0.2 amd64 library to extract information from VideoCD
ii libvdpau1:amd64 1.1.1-6 amd64 Video Decode and Presentation API for Unix (libraries)
ii libvisual-0.4-0:amd64 0.4.0-10 amd64 audio visualization framework
ii libvlc-bin:amd64 3.0.3-1-0+deb9u1 amd64 tools for VLC's base library
ii libvlc5:amd64 3.0.3-1-0+deb9u1 amd64 multimedia player and streamer library
ii libvlccore9:amd64 3.0.3-1-0+deb9u1 amd64 base library for VLC and its modules
ii libvo-aacenc0:amd64 0.1.3-1 amd64 VisualOn AAC encoder library
ii libvo-amrwbenc0:amd64 0.1.3-1 amd64 VisualOn AMR-WB encoder library
ii libvorbis0a:amd64 1.3.5-4+deb9u2 amd64 decoder library for Vorbis General Audio Compression Codec
ii libvorbisenc2:amd64 1.3.5-4+deb9u2 amd64 encoder library for Vorbis General Audio Compression Codec
ii libvorbisfile3:amd64 1.3.5-4+deb9u2 amd64 high-level API for Vorbis General Audio Compression Codec
ii libvorbisidec1 1.0.2+svn18153-1+deb9u1 amd64 Integer-only Ogg Vorbis decoder, AKA "tremor"
ii libvpx4:amd64 1.6.1-3+deb9u1 amd64 VP8 and VP9 video codec (shared library)
ii libvte-2.91-0:amd64 0.46.1-1 amd64 Terminal emulator widget for GTK+ 3.0 - runtime files
ii libvte-2.91-common 0.46.1-1 all Terminal emulator widget for GTK+ 3.0 - common files
ii libwacom-common 0.22-1 all Wacom model feature query library (common files)
ii libwacom2:amd64 0.22-1+b1 amd64 Wacom model feature query library
ii libwavpack1:amd64 5.0.0-2+deb9u2 amd64 audio codec (lossy and lossless) - library
ii libwayland-client0:amd64 1.16.0-1~mx17+1 amd64 wayland compositor infrastructure - client library
ii libwayland-cursor0:amd64 1.16.0-1~mx17+1 amd64 wayland compositor infrastructure - cursor library
ii
Ich habe einfach mal einen Brocken aus der Liste ausgeschnitten, weil mir da einige Sachen aufgefallen sind, die mit wayland zu tun haben. Ich kenne mich damit nicht aus, aber es hat etwas mit Grafik zu tun. Und dazu finde ich keinen Ersatz bei FreeBSD. Ich glaube auch irgendwo gelesen zu haben, dass immer mehr Linux_Distributionen auf wayland setzen. Xorg ist eben immer langsam.
 
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holgerw

Guest
Themenstarter #6
Ich habe einfach mal einen Brocken aus der Liste ausgeschnitten, weil mir da einige Sachen aufgefallen sind, die mit wayland zu tun haben. Ich kenne mich damit nicht aus, aber es hat etwas mit Grafik zu tun. Und dazu finde ich keinen Ersatz bei FreeBSD. Ich glaube auch irgendwo gelesen zu haben, dass immer mehr Linux_Distributionen auf wayland setzen. Xorg ist eben immer langsam.
Hallo Pit,

was die Performance unter Xorg angeht, kann es schon so sein, dass Wayland das System flotter macht, danke für Deinen aufmerksamen Blick auf die dpkg-Ausgabe.

Aber fehlendes Wayland vermute ich nicht als Übeltäter dafür, dass Videowiedergabe unter FreeBSD einfriert. Ich habe mit weit schwächeren Intel GPUs früherer Generation vor Haswell an meinem alten Fujitsu-Notebook mit FreeBSD unter kodi auch Videoausgabe gehabt, sogar über Displayport an unserem großen Fernsehgerät.
 
R

ralli

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Themenstarter #7
Hallo Holger,

ich will mich mal einklinken und an dem Experiment ein wenig beteiligen. Zur Zeit arbeite ich, Du hast es vielleicht mitbekommen, mit meinem alten 13 Jahre alten Pentium 4 Pro (64 Bit) 2 GB RAM und habe FreeBSD 11.2 installiert mit openbox. Verbaut ist eine AMD/ATI Grafikkarte mit 2 GB. Gerade habe ich Kodi erfolgreich installiert und neu entedeckt.:)

Und was soll ich berichten? Hier laufen Videos unter Kodi mit einer Auflösung von 1920x1080 (FULL HD) völlig ruckelfrei und performant. Ich hab das nur gepostet, damit Du siehst, das es auch mit älterer Hardware geht. Also muß bei Dir etwas anderes im argen liegen. Die Intel Onboard Grafik sollte das aber stemmen, deshalb läßt Du mich auch ratlos zurück. Leider kann ich Dir nicht weiter helfen.
 
H

holgerw

Guest
Themenstarter #8
Hallo Ralph,

danke für Deinen Hinweis. Auch die alte Intel Onboard Grafik meines Fujitsu Notebook hat es geschafft, Videos abzuspielen und die ist schon ziemlich betagt.

Ich bin mal gespannt auf den Threadverlauf. Den Teil Installation bekomme ich hoffentlich noch heute hin, musste vorhin noch was für unsere Heizung erledigen (ist wichtig, heute Nacht gibt es bei uns Frost) :)

Sonst aber Morgen, ich habe noch etwas Urlaub.
 

pit234a

Well-Known Member
#10
ohne jetzt schon OT werden zu wollen: mit FreeBSDs seit 7.x lief mein kleiner Asus 1000HE eee immer recht performant. Ein Ubuntu war etwas schneller, aber ich kehrte doch zu FreeBSD zurück.
MIT dem Schritt zu 12.0 tauchen Performance-Probleme neu auf. Gerade beim Abspielen von Videos.
Es gab zwischen durch schon mal Versionen, wo die alte HW nicht so gut unterstützt worden war. In der nächsten Version ging es dann wieder besser. Ob es diesmal auch wieder Korrekturen geben wird, bezweifele ich bei meiner alten HW.

holgerw hat keine alte HW, aber er braucht die neue und sogar die allerneueste FreeBSD-Version dafür.
Das ist aber nicht vergleichbar mit der guten Performance älterer FreeBSDs und der damals gut unterstützten Treiber.
 

Vril

Well-Known Member
#11
Teil 3: Zur FreeBSD-Version und weiterer Software

Ich habe mich entschieden, ein FreeBSD Current (64-Bit) zu verwenden - der Snapshot ist vom 26.12.2018 - und das hat folgende Bewandnis:
Um den Inteltreiber für Gemini Lake zum Laufen zu bekommen, bedarf es entweder des Portes drm-next-kmod oder des Portes drm-devel-kmod. drm-next-kmod ist für fbsd 12, drm-devel-komd für fbsd current vorgesehen. drm-next-kmod ist auf dem drm-Linuxstand 4.11 (hier wurde Gemini Lake Architektur neu hinzugefügt), drm-devel-kmod ist zur Zeit auf dem drm-Linuxstand 4.16 (da ist die Gemini-Unterstützung also schon etwas "abgehangen" und es sind eventuell schon Fehlerbereingungen bzw. Verbesserungen in die Gemini-Unterstützung eingeflossen).
Hier ist meines Erachtens drm-devel-kmod einfach die bessere Wahl und ich nehme eventuelle Handarbeiten mit Current in Kauf. ...
Da würde ich aber als erstes den experimentellen drm-devel-kmod durch den drm-next-kmod mal ersetzen - allein um zu sehen, ob das Verhalten gleich schlecht oder noch schlechter - oder was auch immer ist.

Was mich ganz unabhängig vom OS interessieren würde ist die Frage, wie der N4000 ( er wird ja hier lüfterlos betrieben ) unter Last und der damit einhergehenden Erwärmung runterregelt - und in wie weit dann die integrierte GPU die ja mit ihren integrierten Decoder normale Multimedia - Anwrndungen wie 4K Videos mit „Links“ schafft - dann mit runtergezogen wird.
 
H

holgerw

Guest
Themenstarter #12
Hallo Walter,

danke für den Hinweis auf den Punkt "Erwärmung", Heruntertaktung und eventuellen Einfluss auf die GPU.
Das Teil wird bei uns übrigens kein 4k stemmen müssen, auch der dieses Jahr geplante Beamer soll maximal FullHD leisten können.
 

mr44er

moderater Moderator
Mitarbeiter
#13
Das Teil wird bei uns übrigens kein 4k stemmen müssen,
Kann er auch nicht, da er N4000 heißt und nicht N4096 oder gar N3840. Verzeih' mir den flachen Joke. :p

Zum Thema:
Mit *kmod hab ich noch nix gemacht, daher kann ich dazu nichts sagen.

devcpu-data -> lass das erstmal weg, könnte schon die zugeknallte Handbremse sein. Ich geh nicht davon aus, aber es könnte.

Vllt. erstmal powerd statts powerdxx nutzen. powerdxx in adaptiv hält bei meinen CPUs den Turbotakt arg im Zaum, bzw. zündet erst, wenn mehrere Kerne übermäßig gefordert werden. Ob das auch die GPU drosselt...kann ich nur mutmaßen, ich kenn die Architektur nicht.

Da ich auch nicht weiß, wieviel multithreaded kodi und Gebimsel kann, würd ich sogar sagen, teste komplett ohne powerd. Aber dann solltest du temporär einen Lüfter montieren oder zumindest einen Ventilator draufpusten lassen, damit sich die CPU/GPU nicht vor Hitze von allein runtertakten.

Was mir noch so einfällt:
-Hast du deine ausgegrauten Komponenten im BIOS deaktiviert? Wenn nein, versuch das mal. Ich mach das aus Gewohnheit, weil Deaktiviertes nicht das OS stören kann und ein paar Watt spart es auch noch ein.

-Speziell mal alles an USB3.0 im BIOS deaktivieren und dann nochmal testen.

Ich hab mir jetzt mal die liste.txt angeguckt. Da wird man ja erschlagen... MX-Linux scheint ja eine dicke, komplette Installation zu sein. Mir fiel erst etwas Wifi-Firmware auf, wo ich stutzig wurde, aber anscheinend lädt die Distribution alles an Firmware, was sie hat.

Kennst du https://libreelec.tv/ ? Schlank und toll und damit wäre zumindest die zu checkende Paketliste kleiner. :)
 
H

holgerw

Guest
Themenstarter #14
Hallo,

danke für die Hinweise, ich bin noch unterwegs und werde heute Abend mal FreeBSD 13 installieren.
Allerdings bin ich mittlerweile schon am Überlegen, auch nach Walters Kommentar, dieses Gerät durch eines mit Kaby Lake CPU i3-7100U auszutauschen und diesen Thread mit der anderen Hardware fort zu führen.
Bis morgen habe ich noch unproblematisches Rückgaberecht bei Alternate.
Gerade die Grafik hat deutlich mehr Leistung und ich habe Sorge, beim Celeron N4000 Schwierigkeiten mit Full HD Videoausgabe zu bekommen.
Ein Asus-Barebone mit dem i3-7100U kostet zwar 15€ mehr und dazu kämen noch extra 50 € für 8 GB DDR4-2133er RAM, aber es wäre doof, sich dann mit der schwächeren Hardware ständig zu ärgern, weil es bei der Videoausgabe dann Engpässe gibt.
Etwas schusselig von mir, nur auf das 4k-geeignet geachtet zu haben, ohne sich Mal die Leistungen des N4000 im Vergleich zum i3-7100U anzuschauen.
Aber vielleicht ist für meinen Bedarf der N4000 auch vollkommen in Ordnung.
Hmm, bin hier gerade etwas ratlos.

Die Frage ist: Gibt es bei der Nutzung dieser Hardware als reines HTPC-System, was maximal FullHD Videos abspielen soll, zu erwartende Unzulänglichkeiten unter Linux bzw. unter FreeBSD?
Wobei ordentliche Funktionalität wenigstens unter Linux gewährleistet sein muss, mit FreeBSD fände ich es dann richtig Klasse
 
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mr44er

moderater Moderator
Mitarbeiter
#15
Gerade die Grafik hat deutlich mehr Leistung und ich habe Sorge, beim Celeron N4000 Schwierigkeiten mit Full HD Videoausgabe zu bekommen.
Also da brauchst du definitiv keine Sorge haben. Auch nicht bei HEVC in 4k.

Hmm, bin hier gerade etwas ratlos.
Ich glaube, du bist gerade nur arg enttäuscht, weil du dir was gönnen wolltest und das nicht so läuft, wie erhofft, weil es zu neu ist. :)

Zwei Möglichkeiten:
1.) Nummer sicher: Gib das Ding zurück, solange es noch geht, geh nochmal in dich und mach einen Thread zur Kaufberatung mit FreeBSD-unterstützter HW auf.

2.) Warten und auf bessere Unterstützung hoffen. Derweil mit libreelec fahren.

Du kannst ja meine Überlegungen aus dem vorherigen Thread später daheim noch ausprobieren und dich dann entscheiden. Kopf hoch! :)
Auch: BIOS-Update schon gecheckt? Produkte reifen ja schon länger beim Kunden und da hat man manchmal BIOS-Updates im Wochenturnus...
 
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holgerw

Guest
Themenstarter #16
Also da brauchst du definitiv keine Sorge haben. Auch nicht bei HEVC in 4k.


Ich glaube, du bist gerade nur arg enttäuscht, weil du dir was gönnen wolltest und das nicht so läuft, wie erhofft, weil es zu neu ist. :)

Zwei Möglichkeiten:
1.) Nummer sicher: Gib das Ding zurück, solange es noch geht, geh nochmal in dich und mach einen Thread zur Kaufberatung mit FreeBSD-unterstützter HW auf.

2.) Warten und auf bessere Unterstützung hoffen. Derweil mit libreelec fahren.

Du kannst ja meine Überlegungen aus dem vorherigen Thread später daheim noch ausprobieren und dich dann entscheiden. Kopf hoch! :)
Na, dann werde ich doch das Gerät behalten. Wenn mit Linux keine Engpässe zu erwarten sind, und es nach diesen Experimenten zur Zeit mit FreeBSD partut nicht ordentlich zum Laufen zu bringen ist, habe ich keine Schwierigkeiten damit, Linux als gutes Fallback zu verwenden.
Danke für Deinen Hinweis.
Und da macht mir dann auch das Experiment Spaß.
Ich werde mich wieder melden, sobald ich FreeBSD installiert habe.
 

mr44er

moderater Moderator
Mitarbeiter
#17
Viel Erfolg. Ich rechne auch mit besserer Unterstützung in Bälde, da Intel GPUs immer irgendwann beste Unterstützung erhielten - OS egal.

Edit: Als Vergleich noch meine Erfahrung: Ich habe eine APU -> AMD A4-5300 mit Radeon HD 7480D. Das Ding kam im Oktober 2012 raus und ich spiele unter libreelec damit HEVC in Full HD problemlos ab. Die beiden Kerne schwanken je nach Szene von 50% bis 80% Auslastung, aber auch nur, weil die Radeon HEVC nur teilberechnen kann.
 

Vril

Well-Known Member
#18
Hallo Walter,

danke für den Hinweis auf den Punkt "Erwärmung", Heruntertaktung und eventuellen Einfluss auf die GPU.
Das Teil wird bei uns übrigens kein 4k stemmen müssen, auch der dieses Jahr geplante Beamer soll maximal FullHD leisten können.
Ich meinte damit nicht, dass der N4000 das nicht schafft ... 4K aber auch 5K Videos sollten kein Problem sein ...

Schau mal hier:
https://www.notebookcheck.com/Intel-Celeron-N4000-SoC.271802.0.html
 
H

holgerw

Guest
Themenstarter #19
Hallo,

portmaster ist noch beim Bau.
Eine Ausnahme war llvm6, das habe ich mit pkg installiert, weil ich an den Optionen dieses Ports eh nichts ändere und der Bau ziemlich lange dauern würde.
Bei xorg habe ich zwei Video-Beschleunigungs-Optionen aktiviert, die standardmäßig deaktiviert sind, Morgen mehr zu den genauen Bezeichnungen.
Ein htop zeigt beim Bau oft eine fast 100 % Auslastung beider CPU-Kerne, die Maschine ist aber noch gut bedienbar.
Die 4 GB RAM laufen bisher kaum zu einem Viertel voll.
Das solide Metallgehäuse wird lauwarm.
Als Basis habe ich FreeBSD 12 genommen, weil es mir mit dem Current Snapshot vom 26.12.2018 nicht gelungen ist, mein Netzwerk zu aktivieren.
drm-fbsd12.0-kmod ist mittlerweile auf dem Stand von Linux drm 4.16.
Morgen gibt es dann den ausführlichen Teil zur Installation mit korrekter Benennung der Optionen.
 
R

ralli

Guest
Themenstarter #20
Damit sich auch andere User einen Überblick über Deine Hardwarearchitektur machen können, hab ich die technischen Details mal recherchiert:

Intel Prozessor Spezifikationen

Also die Leistung reicht locker für 4k Auflösung, ohne den Prozessor nennenswert zu belasten. Hyperthreading kann er nicht. Wenn in Kodi Videos nicht angezeigt werden oder ruckeln, ist das an mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Hardware Problem, sondern es hakt irgendwo bei der Software. Wie ist es mit youtube Videos? Wie mit Videos, die mit mpv abgespielt werden? Ruckeln die auch? Kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht gar ein Problem eines schwankenden Netzwerkdurchsatzes? Aber das würde sich ja auch im Browser bemerkbar machen. Die Intel Onboard Grafik ist ja schon leistungsfähiger, als wie die der Haswell Generation. Und die Intel Treiber sind gut. Als ich mal versuchsweise auf die Intel Grafik umstieg bei meinem neuen PC, die lief immer einwandfrei, egal bei welchem OS auch immer (WIndows, Linux, OpenBSD, FreeBSD). Hab nur mal versucht, gedankenmäßig das Problem einzukreisen.
 

foxit

Moderator
Mitarbeiter
#21
Leute wir hatten dieses Problem schon ein paar mal hier im Forum. Das Zauberwort heisst: VAAPI [1]. Damit lässt sich unter Linux die Grafikkarte zum decodieren von H.264/VP9/HEVC(H.265) nutzen. Die CPU (egal welche!) ist dafür zu lahm darum nutzt man den Hardwaredecoder via VAAPI. Damit dies aber funktioniert, muss nicht nur der Treiber geladen sein sondern auch der Browser (Firefox kann es nicht!) muss es unterstützen. Bei Arch-Linux gibt es dafür einen speziellen Port für z.B. Chromium [2]. MPV oder auch VLC haben auch Unterstützung für VAAPI. Kodi nutzt VAAPI seit 2015. Ob das aber auch unter FreeBSD geht, weiss ich nicht.

Das einzige Problem ist jetzt: Kann FreeBSD VAAPI nutzen? Ein Command um das zu prüfen ist: vainfo

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Video_Acceleration_API
[2] https://aur.archlinux.org/packages/chromium-vaapi
 
H

holgerw

Guest
Themenstarter #22
Hallo,

ich ueberlege gerade, abzubrechen und doch den staerkeren Barebone zu nehmen.

Gerade habe ich unter FreeBSD mit tint, openbox, vlc3 und kodi keine guten Erfahrungen gemacht. Beim Start eines mp4 Videos unter vlc
gehen beide CPU Kerne auf 100 Prozent, der Desktop wird richtig zaeh und Videowiedergabe ruckelt nach kurzer Zeit.

Aber gerade habe ich mal mx Linux in den Ram geladen, und mit vlc ein mp4 Video gestartet. Auch hier knapp 100 Prozent cpu Auslastung, der Desktop wird zwar nicht so zaeh, aber das Video beginnt nach kurzer Zeit auch leicht zu ruckeln.

Was ist das fuer ein Mist ....

Das Zauberwort heisst: VAAPI [1]. Damit lässt sich unter Linux die Grafikkarte zum decodieren von H.264/VP9/HEVC(H.265) nutzen.
Ich habe genau diese Beschleunigung in vlc3 reinkompiliert und auch beim Kompilieren von xorg kam irgendwo die Option, diese Beschleunigung zu aktivieren, habe ich gemacht.

Ich faende es ein wenig befremdlich wenn nicht sogar eine Veralberung, wenn mir in FreeBSD Ports Optionen zum Kompilieren angeboten wuerden, die unter FreeBSD gar nicht laufen.

Gerade schreibe ich vom Live MX Linux, ich boote nochmal das FreeBSD und schaue mal, was vainfo ausspuckt.
 

foxit

Moderator
Mitarbeiter
#23
Ich habe genau diese Beschleunigung in vlc3 reinkompiliert und auch beim Kompilieren von xorg kam irgendwo die Option, diese Beschleunigung zu aktivieren, habe ich gemacht.
Dann gilt es jetzt herauszufinden ob diese auch genutzt wird. Weiter kannst du noch LibreELEC versuchen [1]. Das ist eine Distribution welche alles beinhaltet.

edit: Noch ein Link: [2]

[1] https://libreelec.tv/downloads
[2] https://nucblog.net/2016/11/installing-libreelec-kodi-intel-nuc/
 
H

holgerw

Guest
Themenstarter #24
Nun bin ich wieder unter FreeBSD eingeloggt, und habe midori noch hinzu installiert.
Kodi habe ich gerade mal gestartet, ein "klebriger" Showstopper, das geht gar nicht.

@foxit Vor längererm hatte ich das Libreelec schon mal angetestet, es war noch nicht mal möglich, per ssh von einem anderen Rechner im Netzwerk Zugriff zu bekommen.
Ich möchte ein schlankes OS samt Kodi und kein Nur-Kodi ohne weitere Möglichkeiten.

Oder hat sich das mittlerweile geändert?

Vielleicht ist das Testen von Videowiedergabe von einem USB-MX-Linux Livestick auch eher suboptimal und ich installiere nochmals ein Mini-Linux samt kodi.

Welches OS auch immer: Eine Auslastung beider CPU-Kerne bei Videowiedergabe von knapp 100% ist Käse.
 
R

ralli

Guest
Themenstarter #25
Morgen Holger,

hier noch mal zum Vergleich gerade angetestet für Dich unter FreeBSD 11.2 - Openbox:

Hardware 13 Jahre alt, Intel Pentium 4 Prescott HT 640 2 GB RAM 3 Ghz Taktfrequenz

Grafikkarte:

AMD SAPPHIRE Radeon R5 230 2 GB (PCI Express) (40 Euro)

baugleich mit

Sapphire Radeon HD 6450 2 GB

alle Videos mit FULL HD Auflösung, also 1920x1080

Mit Kodi ZDF Livestream

CPU Auslastung beider Kerne 35%

ZDF Livestream direkt mit mpv

CPU Auslastung beider Kerne so um 30%

Bei Dir da stimmt was nicht.... aber Du hast uns auch nicht berichtet, welche Leistungsstufe (Taktfrequenz) Dein Mini PC von Asus hat. Da gibt es doch bestimmt auch Unterschiede. Akzeptabel und praktikabel ist das nicht, denn das Teil hat ja auch was gekostet.

Gruß Ralph

PS: ZDF Livestream im Firefox Browser auch bei beiden Kernen so um 85 bis 90%

Natürlich sollten Deine Werte bei einem neuen PC deutlich besser sein. Youtube Videos im Browser schaue ich schon lange nicht mehr, nehme dafür smtube, deutlich weniger Prozessorlast (ca. 25 bis 30%).