Fehlende nützliche Programme

Hallo,

ich versuche mich seit ein paar Tagen an FreeBSD. Habe bisher nur mit Linux (ca. 6 Jahre) gearbeitet. Soweit bin ich recht zufrieden - ist ja recht viel ähnlichkeit.

Außer das mir einige (sehr!) nützliche Anwendungen fehlen:

z.B.

* Tool um DSL einzurichten
* Tool um (Konsolen) Sprach- und Zeichensatz einzustellen
....

gibt es solche Programme unter FreeBSD? Hab ich die nur irgendwo übersehen?
Mir wäre es auch egal unter welcher Umgebung (ncurses, tk, ...).

Hauptsache es gibt sowas irgendwie.

Es gibt zwar sehr schöne Anleitungen (handbuch & Co.) aber die finde ich sehr fehleranfällig und viel zu schreiben ;)

Gruß

quetzal

PS: wie kann man sich denn konfortabel die Route anzeigen lassen? Mit "route -n get ..." zeigt er ja nur die Route zu einem bestimmten Ziel an, aber keine Allgemeine Anzeige (wie unter linux "route" (ohne Argumente)). Oder hab ich was übersehen?
 
quetzal2005 said:
PS: wie kann man sich denn konfortabel die Route anzeigen lassen? Mit "route -n get ..." zeigt er ja nur die Route zu einem bestimmten Ziel an, aber keine Allgemeine Anzeige (wie unter linux "route" (ohne Argumente)). Oder hab ich was übersehen?
Meinst Du sowas, wie
Code:
netstat -nr
 
oja! super schnell - super präzise - danke! :)

Zu den anderen Fragen: lohnt es sich so was zu Programmieren? (wenn's sowas noch nicht gibt).
 
MrFixit said:
vi /etc/rc.conf /etc/ppp/ppp.conf

vi /etc/rc.conf /etc/ttys
Ich will mich ja nicht gleich unbeliebt hier machen. Aber wieso kann man auf eine normale Frage nicht eine normale Antwort geben?

Ich habe lange genug an der Konsole gearbeitet um mittlerweile darauf verzichten zu können.
Bzw. einfach keine Lust mehr habe Stundenlang Dokus zu lesen und per vi alles einzurichten. (bitte hier kein Flame - ich weiß wie sinnvoll es ist).

Wenn's nicht anders geht - ok, aber ich kann doch mal fragen ob es nicht ein eine einfachere / bequemere Lösung (vorallem schneller) gibt.

Grade im Chat wurde ich auch gleich wieder auf Windows verwiesen!
Super Tipp!

Bei jemanden der noch nie auf der Konsole (über Stunden und Tage) sein OS eingerichtet hat, würde ich auch empfehlen sich erstmal mit der Konsole und Vi anzufreunden und es damit zu versuchen - unschätzbarer Lerneffekt.

Aber ich habe das mit "Gentoo / Arch Linux / Debian / Ubuntu (jaja, so gar hier muss man noch auf die Konsole ausweichen)....usw" durchgemacht.

Ich wollte mir das einfach nur ersparen.

Ich bin ganz klar ein Konsolen Fan - aber mein Horizont hat sich schon erweitert und ich weiß mittlerweile ein kleines (GUI) Programm, welches mir hilft sehr schnell und bequem DSL einzurichten, zu schätzen.
(Irgendwann will man das OS auch einfach möglichst schnell benutzen können und sich danach die Interen Vorgänge anschauen)

Gruß
quetzal

PS: Linus Torvald arbeitet auch mit KDE.
 
Da du alles graphisch und am besten noch mit KDE haben möchtest empfehle ich dir einen Blick Richtung PC-BSD und DesktopBSD, das dürfte deinen Vorstellungen entsprechen. Beide sind zwar noch nicht ganz fertig, aber in 98% aller Fälle sehr einfach zu Bedienen. Geh hin, probiere eines oder beide aus und berichte uns von deinen Erfahrungen.
 
quetzal2005 said:
Ich wollte mir das einfach nur ersparen.
Geht aber leider vielfach nicht. Eine automatische DSL-Konfiguration ist mir nicht bekannt. Programmieren kannst Du das sicherlich, das hier ist BSD, da kannst Du einfach drauf loslegen. Und ich könnte wetten, dass sich auf Befürworter finden lassen würden. Möglicherweise hat DesktopBSD oder PcBSD sowas, aber auch das weiß ich nicht genau.

Das, was vielen Linuxumsteigern als marginal erscheint, ist der Grund für BSD-Anhänger, eben BSD zu nutzen.
Und oft fehlen halt grafische bzw. dialoggeführte Installroutinen; mit allen Vor- und Nachteilen.
 
Daniel Seuffert said:
Da du alles graphisch und am besten noch mit KDE haben möchtest empfehle ich dir einen Blick Richtung PC-BSD und DesktopBSD, das dürfte deinen Vorstellungen entsprechen. Beide sind zwar noch nicht ganz fertig, aber in 98% aller Fälle sehr einfach zu Bedienen. Geh hin, probiere eines oder beide aus und berichte uns von deinen Erfahrungen.

naja, eigentlich hab ich nicht gesagt das ich alles graphisch haben möchte - sondern ein paar Sachen (wie eben DSL - das ich möglichst schnell zur verfügung haben möchte - kann man ja verstehen - oder?). Und von KDE habe ich eigentlich mit keinem Wort was gesagt.

Aber trotzdem Danke für den Tipp mit "DesktopBSD" - werde es echt mal testen und hier berichten.

Steve said:
Das, was vielen Linuxumsteigern als marginal erscheint, ist der Grund für BSD-Anhänger, eben BSD zu nutzen.Und oft fehlen halt grafische bzw. dialoggeführte Installroutinen; mit allen Vor- und Nachteilen.
naja, ich weiß ja nicht - bei den Anfängen von Linux - oder bei manchen Distributionen hatte man ja früher auch keinerlei GUI-Helfer. Seit es sie gibt werden sie auch zahlreich genutzt.

Aber trotzdem Danke! Dann werde ich mich wohl mit den Lösungen die es gibt anfreunden.

Gruß,
quetzal
 
quetzal2005 said:
naja, ich weiß ja nicht - bei den Anfängen von Linux - oder bei manchen Distributionen hatte man ja früher auch keinerlei GUI-Helfer. Seit es sie gibt werden sie auch zahlreich genutzt.
Wie gesagt, tu Dir keinen Zwang an. Ich bin sicher, wenn Du das geschickt umsetzt, wird das zahlreiche Freunde finden. Und im portstree läßt sich sowas gut unterbringen.
 
Steve` said:
Wie gesagt, tu Dir keinen Zwang an. Ich bin sicher, wenn Du das geschickt umsetzt, wird das zahlreiche Freunde finden. Und im portstree läßt sich sowas gut unterbringen.
ja, du hast recht - wenn's bisher noch keiner gemacht hat (was ja auch einer meiner Fragen war - ob ich es einfach nur übersehen habe), könnte ich mich ja wirklich mal drann machen.

Danke nochmals (auch für das Verständnis meiner Beschwerde) :)
 
quetzal2005 said:
Ich will mich ja nicht gleich unbeliebt hier machen. Aber wieso kann man auf eine normale Frage nicht eine normale Antwort geben?
Was war denn an der Antwort nicht normal? Mir ist nunmal kein anderer Weg bekannt. AFAIK ist das der kanonische Weg um sich DSL einzurichten, habe ich auch schon fuer ein paar Leute gemacht und das geht eigentlich ziemlich stressfrei.
Wenn's nicht anders geht - ok, aber ich kann doch mal fragen ob es nicht ein eine einfachere / bequemere Lösung (vorallem schneller) gibt.
Fragen kannst natuerlich, hast du ja auch gemacht. Und ich habe geantwortet, so wie es mein Wissensstand zulaesst :D
Irgendwann will man das OS auch einfach möglichst schnell benutzen können und sich danach die Interen Vorgänge anschauen
Tja, aller Anfang ist schwer, kein OS faellt nunmal auf die Benutzer abgestimmt aus der Schachtel. Einer der Gruende, warum ich schon lange kein anderes OS mehr probiert habe -- es laeuft halt momentan fast alles so wie ich will ;]
 
Ich habe lange genug an der Konsole gearbeitet um mittlerweile darauf verzichten zu können. Bzw. einfach keine Lust mehr habe Stundenlang Dokus zu lesen und per vi alles einzurichten. (bitte hier kein Flame - ich weiß wie sinnvoll es ist).
Sorry, aber unter FreeBSD wird auf die meisten automasten generell verzichtet. es gibt ein paar bekannte stellen wo relativ schnell etwas so eingestellt werden kann das es funktioniert. that's it.
einmal gemacht ist man damit schenller als mit jeder gui. und lesen gehört zum geschäft bei bsd.
 
marzl said:
lesen gehört zum geschäft bei bsd.
Jep, und das hat auch einen unschätzbaren Effekt. Wenn du lesen musstest um das korrekt einzustellen, dann hast du normalerweise dabei auch mit aufgenommen warum es so eingestellt werden muß. Du weißt also was du gemacht hast und wenn du nicht völlig verblödet bist kannst du dann auch viel leichter die Folgen abschätzen.
Insbesondere die (optimale) Konfiguration von DSL ist wirklich von Provider zu Provider unterschiedlich. Wenn man da nur ein einziges mal die Lektüre der Mausschubbserei vorgezogen hat vereinfacht das sowohl zukünftige Neueinrichtungen als auch Fehlersuche enorm. Bei einem Menschen, der fähig war ein BSD zu finden, zu installieren und diese Fallfrage zu stellen sollte das im allgemeinen dazu führen, daß der administrative Aufwand nach der Lektüre minimal wird.

Gruß, matze
 
quetzal2005 said:
Ich habe lange genug an der Konsole gearbeitet um mittlerweile darauf verzichten zu können.
Normalerweise hätte ich jetzt erwartet, daß du genau das Gegenteil daraus folgerst. :confused: Offensichtlich siehst du die Konsole als notwendiges Übel, das man erstmal überwinden muß, um ein UNIX-ähnliches System ans Laufen zu bekommen, bevor man zur "Belohnung" mit einer GUI arbeiten darf. Eigentlich schade, denn die Shell ist doch gerade eine der großen Stärken von UNIX. Ich benutze auf meinem FreeBSD-Desktop KDE, aber bei mir ist immer mindestens ein Terminal-Fenster geöffnet, weil viele Alltagsgeschäfte in der Shell einfach schneller von der Hand gehen.

quetzal2005 said:
Bzw. einfach keine Lust mehr habe Stundenlang Dokus zu lesen und per vi alles einzurichten. (bitte hier kein Flame - ich weiß wie sinnvoll es ist).
Nicht nur du weißt, daß das sinnvoll ist, sondern auch die FreeBSD-Entwickler. Deswegen wird das auch genau so gemacht.

quetzal2005 said:
Wenn's nicht anders geht - ok, aber ich kann doch mal fragen ob es nicht ein eine einfachere / bequemere Lösung (vorallem schneller) gibt.
Schneller und bequemer geht es mit irgendeiner einer GUI mit Sicherheit nicht. Außerdem glaube ich nicht, daß du jeden Tag DSL und Konsole einrichten willst. Das macht man einmal und fertig.

quetzal2005 said:
Grade im Chat wurde ich auch gleich wieder auf Windows verwiesen!
Richtig, denn Windows ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man mit einer GUI einfache Dinge kompliziert machen kann.

quetzal2005 said:
Aber ich habe das mit "Gentoo / Arch Linux / Debian / Ubuntu (jaja, so gar hier muss man noch auf die Konsole ausweichen)....usw" durchgemacht. [...] Ich bin ganz klar ein Konsolen Fan - aber mein Horizont hat sich schon erweitert und ich weiß mittlerweile ein kleines (GUI) Programm, welches mir hilft sehr schnell und bequem DSL einzurichten, zu schätzen.
Vielleicht solltest du einfach deinen Horizont noch etwas erweitern und die saubere Organisation der FreeBSD-Konfiguration schätzen lernen. Dann würden sich solche Fragen auch nicht mehr stellen. Irgendwelche umständlichen GUIs, bei denen man sich irgendwas zusammenklickt, ohne genau zu wissen, was man da tut, sind unter FreeBSD nicht sonderlich gefragt. Wenn man aber einmal raus hat, wie es läuft, dann ist FreeBSD nicht mehr sonderlich schwierig zu bedienen.

Man muß sich aber einfach mal von der Vorstellung lösen, daß GUIs irgendwie bequemer oder schneller wären als vi (wobei ich sowieso vim empfehlen würde ;)). Bei einigen Linuxen und vor allem Windows mag das anders sein, da hier die Konfiguration oftmals nicht sonderlich sauber organisiert ist (ich denke mit Grausen an suseconfig und ähnliches Zeug!).

quetzal2005 said:
Bzw. einfach keine Lust mehr habe Stundenlang Dokus zu lesen und per vi alles einzurichten.
Dann bleib bei deinem Linux. Wenn du das doch schon kennst, brauchst du keine Doku mehr zu lesen. Wenn du aber ein neues System verwenden willst, dann läßt es sich jedenfalls nicht vermeiden, daß man sich erst mal mit der Doku beschäftigen muß.

Drei Tipps: Erstmal gibt es ein wirklich gutes Handbuch auf der FreeBSD-Website. Suchst du aber zunächst einen schnellen Einstieg, dann guck dir http://www.bsdforen.de/showthread.php?t=5900 an. Als Drittes will ich dir auch ausdrücklich die Manpages empfehlen, deren Qualität definitiv besser ist als unter Linux. Wenn du das beachtest, solltest du keine großen Probleme beim Umstieg haben. Aber löse dich bitte von der Vorstellung, daß dir FreeBSD "in den Schoß fällt", das wird mit Sicherheit nicht passieren.

quetzal2005 said:
PS: Linus Torvald arbeitet auch mit KDE.
Und er beschimpt GNOME-Entwickler, sie würden die Anwender für Vollidioten halten. Müssen wir Linus wirklich zum Vorbild haben?
 
Hallo,

nun melde ich mich mal wieder zu Wort. Diesmal etwas entspannter. :)

Also:

nachdem ich gestern neuinstalliert habe und gleich die richtigen Optionen beim Installieren gewählt habe - zusätzlich wußte ich nun wie das mit der ppp.conf funktioniert - hat es wunderbar geklappt.

(das letzte mal hatte ich bei der Installation ein Gateway angegeben - dieses hat er auch verwendet nachdem ich ppp gestartet habe - daher hat es nicht funktioniert (und netstat -rn kannte ich nicht, ich habe immer versucht mit "route" zu arbeiten)).

Dieses mal war die Installlation ein TRAUM!! Gestern ist glaube ich der Groschen gefallen - warum man bei FreeBSD keine GUI-Tools braucht.

Selbst "startx" klappte ohne irgendwelche Konfigurationen!! :cool:

Insgesamt hat das ganze ca. 40min. gebraucht - alles inklusieve!

Nichts für ungut - aber wenn kein Internet geht - werde ich recht schnell ungeduldig :) :)

Aber ein paar Kommentare zu den Antworten kann ich mir leider nicht ersparen - obwohl ich wirklich keinen klein-krieg anfangen möchte.

@0815Chaot:

Nein, ich halte die Konsole nicht für ein notwendiges Übel - ich habe auch immer mehrere Konsolen unter KDE / Gnome o.ä. offen. Ohne geht doch garnicht ;)

Trotzdem finde ich hat ein GUI-Programm seine Berechtigung.

Nicht nur du weißt, daß das sinnvoll ist, sondern auch die FreeBSD-Entwickler. Deswegen wird das auch genau so gemacht.
Ich bezweifle das das nicht vorhandensein eines GUI-Programms einen besonderen Lerneffekt haben soll. Es gibt einfach kein Programm und niemand hat sich die Mühe gemacht eines zu schreiben. Und die FreeBSD Entwickler kennen Ihr System so auswendig, dass sie bestimmt keine Lust haben ein Programm dieser Art zu schreiben.

Was ich ja mittlerweile ja auch gut verstehen kann - hab ja gestern gesehen wie leicht und geschmeidig eine Installation laufen kann. :)


Ein Hinweiß auf Dokumentatioinen braucht's eigentlich auch nicht wenn der User sagt das er viel Erfahrung im Umgang mit Linux hat. Ohne viel Dokus lesen kommt man bei Linux auch nicht viel weiter.


Und er beschimpt GNOME-Entwickler, sie würden die Anwender für Vollidioten halten. Müssen wir Linus wirklich zum Vorbild haben?
Naja, er hat sie ja nicht umsonst beschimpft. Den Vorwurf kann ich gut verstehen - habe auch ein paar mal versucht unter Gnome zu arbeiten - aber von einer bequemen "Desktop Environment" kann man eigentlich (im vergleich zu KDE) nicht sprechen (obwohl ich lange ein KDE hasser war, da es so Windows ähnlich ist).

Gruß
quetzal2005
 
quetzal2005 said:
Trotzdem finde ich hat ein GUI-Programm seine Berechtigung.
Klar, Webbrowsen und Bildbearbeitung möchte ich nicht unbedingt in der Konsole betreiben. ;)

quetzal2005 said:
Ich bezweifle das das nicht vorhandensein eines GUI-Programms einen besonderen Lerneffekt haben soll. Es gibt einfach kein Programm und niemand hat sich die Mühe gemacht eines zu schreiben. Und die FreeBSD Entwickler kennen Ihr System so auswendig, dass sie bestimmt keine Lust haben ein Programm dieser Art zu schreiben.

Was ich ja mittlerweile ja auch gut verstehen kann - hab ja gestern gesehen wie leicht und geschmeidig eine Installation laufen kann. :)
Also hast du doch an dir gerade das beste Beispiel gefunden. Wenn man einmal verstanden hat, wie das mit den Konfigurationsdateien läuft, dann geht plötzlich alles ganz einfach von der Hand. Außerdem weiß man dann, was man da überhaupt tut. Da es kein GUI gibt, bist du dazu auch gezwungen. Und da nunmal niemand mit dem FreeBSD-Handbuch in der Hand auf die Welt gekommen ist, heißt es hier eben erstmal Doku lesen, Doku lesen, Doku lesen. Gäbe es allerdings ein GUI, wäre die Motivation, die Vorgehensweise zu verstehen, wohl ungleich geringer.

Die Leute, die nicht verstehen wollen, wie das System funktioniert, sind einfach nicht die Zielgruppe von FreeBSD. Daher gibt es auch keine GUI zur Systemkonfiguration. Projekte wie DesktopBSD oder PC-BSD haben da schon eine ganz andere Zielgruppe. Und das ist auch gut so (tm). Ein Betriebssystem, das für alle Zielgruppen gleichermaßen geeignet ist, gibt es nicht. Daher brauchen wir eben verschiedene Betriebssysteme, die auch wirklich verschieden voneinander sind. Ob es also unter Linux oder Windows oder sonstwo eine GUI für die DSL-Konfiguration gibt, ist für FreeBSDs Philosophie völlig unerheblich. Daher schreibt auch einfach keiner so eine GUI.

quetzal2005 said:
Den Vorwurf kann ich gut verstehen - habe auch ein paar mal versucht unter Gnome zu arbeiten - aber von einer bequemen "Desktop Environment" kann man eigentlich (im vergleich zu KDE) nicht sprechen (obwohl ich lange ein KDE hasser war, da es so Windows ähnlich ist).
Auch hier sollte man die Zielgruppe im Auge behalten. GNOME will eine möglichst einfache, übersichtliche Oberfläche, die auch von technisch weniger versierten Anwendern problemlos genutzt werden kann. KDE dagegen hat umso mehr Schalter und Knöpfchen, da wird eher der "Power User" angesprochen - eine ganz andere Zielgruppe also. Daß man KDE ständig mit Windows in Zusammenhang bringt, ist IMO falsch, aber diskutieren wir nicht weiter drüber.

Auf was ich hinaus will: Ist Linus ein Vollidiot, weil er nicht weiß, wie man eine Sau schlachtet und zu Wurst verarbeitet? Falls nein, kann man einen Metzger nicht als Vollidioten bezeichnen, weil er nicht weiß, wie man einen Computer bedient. Gerade diese potentiell technisch weniger versierten Leute sind aber die Zielgruppe von GNOME, deswegen sind das aber noch lange nicht alles Vollidioten.

Und ähnlich ist das auch mit FreeBSD: Das richtet sich an technisch versierte Leute. Wenn jemand GUI-klicken will, ohne sich groß drum zu kümmern, was er da treibt, dann soll er sich DesktopBSD oder PC-BSD ansehen. Allerdings glaube ich doch, daß du bei FreeBSD ganz gut aufgehoben sein wirst. :)
 
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