quetzal2005 said:
Ich habe lange genug an der Konsole gearbeitet um mittlerweile darauf verzichten zu können.
Normalerweise hätte ich jetzt erwartet, daß du genau das Gegenteil daraus folgerst.

Offensichtlich siehst du die Konsole als notwendiges Übel, das man erstmal überwinden muß, um ein UNIX-ähnliches System ans Laufen zu bekommen, bevor man zur "Belohnung" mit einer GUI arbeiten darf. Eigentlich schade, denn die Shell ist doch gerade eine der großen Stärken von UNIX. Ich benutze auf meinem FreeBSD-Desktop KDE, aber bei mir ist immer mindestens ein Terminal-Fenster geöffnet, weil viele Alltagsgeschäfte in der Shell einfach schneller von der Hand gehen.
quetzal2005 said:
Bzw. einfach keine Lust mehr habe Stundenlang Dokus zu lesen und per vi alles einzurichten. (bitte hier kein Flame - ich weiß wie sinnvoll es ist).
Nicht nur du weißt, daß das sinnvoll ist, sondern auch die FreeBSD-Entwickler. Deswegen wird das auch genau so gemacht.
quetzal2005 said:
Wenn's nicht anders geht - ok, aber ich kann doch mal fragen ob es nicht ein eine einfachere / bequemere Lösung (vorallem schneller) gibt.
Schneller und bequemer geht es mit irgendeiner einer GUI mit Sicherheit nicht. Außerdem glaube ich nicht, daß du jeden Tag DSL und Konsole einrichten willst. Das macht man einmal und fertig.
quetzal2005 said:
Grade im Chat wurde ich auch gleich wieder auf Windows verwiesen!
Richtig, denn Windows ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man mit einer GUI einfache Dinge kompliziert machen kann.
quetzal2005 said:
Aber ich habe das mit "Gentoo / Arch Linux / Debian / Ubuntu (jaja, so gar hier muss man noch auf die Konsole ausweichen)....usw" durchgemacht. [...] Ich bin ganz klar ein Konsolen Fan - aber mein Horizont hat sich schon erweitert und ich weiß mittlerweile ein kleines (GUI) Programm, welches mir hilft sehr schnell und bequem DSL einzurichten, zu schätzen.
Vielleicht solltest du einfach deinen Horizont noch etwas erweitern und die saubere Organisation der FreeBSD-Konfiguration schätzen lernen. Dann würden sich solche Fragen auch nicht mehr stellen. Irgendwelche umständlichen GUIs, bei denen man sich irgendwas zusammenklickt, ohne genau zu wissen, was man da tut, sind unter FreeBSD nicht sonderlich gefragt. Wenn man aber einmal raus hat, wie es läuft, dann ist FreeBSD nicht mehr sonderlich schwierig zu bedienen.
Man muß sich aber einfach mal von der Vorstellung lösen, daß GUIs irgendwie bequemer oder schneller wären als vi (wobei ich sowieso vim empfehlen würde

). Bei einigen Linuxen und vor allem Windows mag das anders sein, da hier die Konfiguration oftmals nicht sonderlich sauber organisiert ist (ich denke mit Grausen an suseconfig und ähnliches Zeug!).
quetzal2005 said:
Bzw. einfach keine Lust mehr habe Stundenlang Dokus zu lesen und per vi alles einzurichten.
Dann bleib bei deinem Linux. Wenn du das doch schon kennst, brauchst du keine Doku mehr zu lesen. Wenn du aber ein neues System verwenden willst, dann läßt es sich jedenfalls nicht vermeiden, daß man sich erst mal mit der Doku beschäftigen muß.
Drei Tipps: Erstmal gibt es ein wirklich gutes Handbuch auf der FreeBSD-Website. Suchst du aber zunächst einen schnellen Einstieg, dann guck dir
http://www.bsdforen.de/showthread.php?t=5900 an. Als Drittes will ich dir auch ausdrücklich die Manpages empfehlen, deren Qualität definitiv besser ist als unter Linux. Wenn du das beachtest, solltest du keine großen Probleme beim Umstieg haben. Aber löse dich bitte von der Vorstellung, daß dir FreeBSD "in den Schoß fällt", das wird mit Sicherheit nicht passieren.
quetzal2005 said:
PS: Linus Torvald arbeitet auch mit KDE.
Und er beschimpt GNOME-Entwickler, sie würden die Anwender für Vollidioten halten. Müssen wir Linus wirklich zum Vorbild haben?