Fensterverhalten von Firefox nervt

Krull

Well-Known Member
Hallo,

ich benutze Xfce und habe es so konfiguriert, dass ich zum Verschieben von Fenstern auf die Fensterleiste klicken muss. Die einzige Ausnahme scheint jedoch Firefox zu sein. Da reicht es dummerweise schon irgendwo in das Fenster hineinzuklicken, um es dann verschieben zu können. Das ist leider (für mich jedenfalls) sehr unpraktisch, weil das häufig unabsichtlich passiert, z. B., wenn man aus der Bewegung heraus auf das Fenster klickt, um es in den Vordergrund zu holen.

Kann man dieses Verhalten irgendwie deaktivieren?
 

bluescreen

verstört
Hallo !

Ist nicht nur beim FF so ! Hat wohl eher was mit gtk3 & gnome3 zu tun ( CSD ) !

Das gleiche verhalten bei lollypop , nemo ,deadbeef ......

:ugly::ugly:
 

Krull

Well-Known Member
Hallo!

Danke für die Antwort! Gut, vielleicht ist dann FF die einzige GTK-Anwendung, die ich nutze... Weiß denn jemand zufällig, wie man es dort allgemein abschalten kann? Ein Paket 'gtk-settings' o. ä. kann ich nicht finden.
 

bluescreen

verstört
Hallo nochmal !

Ich bezweifle, wenn du XFCE4 nutzt, das der FF deine einzige GTK-Anwendung ist !

Thunar und andere XFCE4-Programme nutzen auch GTK3 !

Das Problem besteht bei "Gnome3-Optimierten" Programmen !
Diese Programme nutzen alle CSD (die meisten) !
Bei Gnome3 gibt es das "klassische Fenster" nicht mehr ! Deshalb muss man
dann "ins Fenster klicken und halten" um es zu verschieben !


JaJa .... die Gnome3-Entwickler wissen was die Leute wollen ..... :huth::huth::huth:

Gruss
 

bluescreen

verstört
Hi !

Das Tool gtk3-nocsd hilft dabei leider nicht ! Ich nutze es unter Linux&Openbox !

Unter FreeBSD bekomme ich es nicht kompeliert !

Seit meinem letzten Update sehen meine GTK3 - Anwendungen ( Gnome3-Optimiert )
mit GTK-nocsd so aus --> angehängtes Bild !

Innerhalb des Openbox-Fensters fehlt seitlich und unten jetzt was !
Es scheint der Desktop durch !

Zuerst dachte ich , es läge an "picom" , aber wenn ich den abschalte , sind
die Ränder schwarz !

Weiter so , ein Hoch auf die Gnome3-Entwickler !

Gruss
 

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Azazyel

Well-Known Member
Weiß denn jemand zufällig, wie man es dort allgemein abschalten kann?

Mittels GTK_CSD=0 kannst du CSD deaktivieren. Firefox selbst hat aber auch eine Option für die Title Bar in den Einstellungen.

Diese Programme nutzen alle CSD (die meisten)!

CSD ermöglicht mehr Funktionalität und effizientere Platznutzung. Ich aktiviere sie grundsätzlich (bzw. deaktiviere sie nicht).

Innerhalb des Openbox-Fensters fehlt seitlich und unten jetzt was!

Kein Wunder, ist Openbox doch seit 6 Jahren komplett tot und wurde Jahre vorher schon stiefmütterlich gepflegt. :ugly:

Weiter so, ein Hoch auf die Gnome3-Entwickler!

Was fällt den Entwicklern auch ein, schon 8 Jahre nach dem ersten Release von CSD das Feature auch tatsächlich intensiver zu nutzen! ;)
 

Krull

Well-Known Member
Hmm, mag ja sein, dass man CSD mit GTK_CSD=0 abschalten kann. Mein "Problem" löst es jedoch nicht. Habe die Variable in /usr/local/etc/xdg/xfce4/xinitrc gesetzt
Code:
$ env | grep CSD
GTK_CSD=0
Einen sichttbaren Effekt kann ich nicht erkennen.

Und in FF (v78.11.0esr) selbst kann ich auch nichts dergleichen finden. Habe "Title" in die Suche bei den Einstellungen eingegeben - auch kein Ergebnis...
 

Azazyel

Well-Known Member
Hmm, mag ja sein, dass man CSD mit GTK_CSD=0 abschalten kann. Mein "Problem" löst es jedoch nicht.

Tritt das "Problem" denn unter anderen Umgebungen auf? Gnome 40 wäre als Vergleich natürlich besonders interessant. :)

Und in FF (v78.11.0esr) selbst kann ich auch nichts dergleichen finden. Habe "Title" in die Suche bei den Einstellungen eingegeben - auch kein Ergebnis...

In 89.0.1 ist es im Menü unter More Tools und Customize Toolbar beheimatet.
 
Zuletzt bearbeitet:

Andy_m4

Well-Known Member
CSD ermöglicht mehr Funktionalität und effizientere Platznutzung.
Mag sein. Allerdings hat sie auch ein paar Nachteile. Wenn der Window-Manager sich drum kümmert hat man für alle Fenster ein einheitliches Look and Feel was sich auch zentral anpassen lässt. Kümmert sich jedes Fenster drum sehen Standardfunktionen im Extremfall bei jedem Fenster komplett anders aus. Außerdem hat man den Trend, das dann vormals simple Textbezeichnungen durch Icons ersetzt werden. Meistens dann auch noch so ne farbarmen Dinger wo man Probleme hat zu erkennen was das sein soll bzw. man teilweise Probleme hat die auseinander zu halten (zumal in dem Zuge dann auch das klassische Menü und die klassische Symbolleiste gleich mitgeopfert wird).

Und die Platzersparnis zieht hier auch nur begrenzt als Argument. Monitore waren nie größer als heute. Das macht also allenfalls auf solchen kleinen Geräte wie Smartphones oder Tablets Sinn. Dort ist es zugegebenermaßen auch durchaus eine Verbesserung. Auf dem klassischen Desktop löst es einfach nur ein Problem welches dort keines ist.

Grundsätzlich begrüße ich die Möglichkeiten die sich daraus ergeben. Das das aber kritiklos zu bejubeln als die beste Erfindung seit geschnitten Brot halte ich dann doch für übertrieben. :-)

Der Firefox ist ja inzwischen berüchtigt dafür die UI mit jeder Iteration schlechter zu machen. Vielleicht bin ich ja altmodisch, aber ich finde selbst der alte Netscape Navigator war da besser. :-)
So wie der Seamonkey. Vielleicht wäre der ja eine Alternative für Dich.
 

Azazyel

Well-Known Member
Kümmert sich jedes Fenster drum sehen Standardfunktionen im Extremfall bei jedem Fenster komplett anders aus.

Das kommt im Einzelfall darauf an. Bei Browsern ist die Titelzeile oberhalb der Tabs meiner Meinung nach einfach nur verschwendete Fläche.

Außerdem hat man den Trend, das dann vormals simple Textbezeichnungen durch Icons ersetzt werden.

Das ist aber unabhängig von CSD.

Und die Platzersparnis zieht hier auch nur begrenzt als Argument. Monitore waren nie größer als heute.

Die Darstellungsfläche ist aber immer noch begrenzt und der begrenzende Faktor.

Das macht also allenfalls auf solchen kleinen Geräte wie Smartphones oder Tablets Sinn. Dort ist es zugegebenermaßen auch durchaus eine Verbesserung.

Vor 20 Jahren hatte mein Laptop 15 Zoll. Jetzt hat er 15 Zoll.

Seit 2020 können sehr viele Bildschirmarbeiter ihren Arbeitsort dank COVID-19 und Laptop problemlos frei auswählen. Ich persönlich setze mich sehr gerne mit dem Laptop raus und bin froh, hier dank CSD besser arbeiten zu können.

Auf dem klassischen Desktop löst es einfach nur ein Problem welches dort keines ist.

Auch mit 3 hochauflösenden 27-Zöllern hätte ich gerne noch mehr Informationen im Blickfeld.

Grundsätzlich begrüße ich die Möglichkeiten die sich daraus ergeben. Das das aber kritiklos zu bejubeln als die beste Erfindung seit geschnitten Brot halte ich dann doch für übertrieben. :-)

Ich betrachte es als schöne moderate Weiterentwicklung.

Der Firefox ist ja inzwischen berüchtigt dafür die UI mit jeder Iteration schlechter zu machen.

Persönlich finde ich Chromium diesbezüglich auch besser als Firefox, bei dem gefühlt im 6-Monats-Takt eine nicht durchdachte, geschweige denn Usability-getestete UI-Änderung kommt.

Vielleicht bin ich ja altmodisch, aber ich finde selbst der alte Netscape Navigator war da besser. :-)

Das dürfte an der Verklärung der Vergangenheit liegen. Ich hatte CDE auch in bester Erinnerung, bis ich tatsächlich mal wieder an einer Kiste mit CDE saß und daran erinnert wurde, wie sehr sich die Welt drumherum inzwischen weiterentwickelt hat.
 

Andy_m4

Well-Known Member
Das kommt im Einzelfall darauf an. Bei Browsern ist die Titelzeile oberhalb der Tabs meiner Meinung nach einfach nur verschwendete Fläche.
Finde ich nicht. Ich benutze die Titelleiste nämlich, um Fenster zu verschieben. Wenn man doppelt drauf klickt wird das Fenster maximiert bzw. wieder auf die Orginalgröße zurück gestellt. Dadurch das sie so groß ist, ist so ohne weiteres zu treffen.
Gleichzeitig bietet sie auch genug Platz um den Titel anzuzeigen. Das ist dann nicht irgendwie unbrauchbar abgeschnitten.

Das ist aber unabhängig von CSD.
Ja. Das ist weniger was gegen CSD als eher gegen dieses Platzsparen was dann mit CSD allerdings noch ins Extreme getrieben wird / getrieben werden kann. Deshalb ist das insbesondere bei Programmen zu beobachten die Gebrauch von CSD machen.

Die Darstellungsfläche ist aber immer noch begrenzt und der begrenzende Faktor.
Mir nützt es aber auch nix, wenn alles wegoptimiert wird. Leider haben wir halt diesen Trend. Da sind Statuszeilen weg. Scrollbalken so schmal, das das Anlicken zu Zielübung wird. Das ist schon Platzoptimierungsexzess. Kann man ja von mir aus machen. Es gibt halt wirklich Szenarien wo das Sinn macht und die Geschmäcker sind ja auch verschieden. Aber halt optional. Und im Optimalfall auch global steuerbar, damit man nicht jedes Programm einzeln anpassen muss.

Vor 20 Jahren hatte mein Laptop 15 Zoll. Jetzt hat er 15 Zoll.
Gut. Ein Laptop soll ja Mobil sein. Das ist immer ein Kompromiss zwischen Mobilität und Komfort. Da hat man also immer von allem zu wenig. Ein Grund, warum ich nach wie vor einen stationären PC hab und der Laptop quasi nur für unterwegs ist. Dementsprechend selten brauch ich ihn und wenn, dann soll da natürlich möglichst alles so aussehen, wie ich es gewohnt bin. Auch wenn das hier und da ein paar Millimeterchen Platz kostet.

Von mir aus kann man ja diese Platz-Optimierungsspielereien ja auch gerne machen. Aber bitte optional. Und bitte nicht so tun als ob das alles nur Vorteile und keine Nachteile hat.
Vor allem wenn man Dich so reden hört, könnte man ja fast denken Du hast durch CSD plötzlich doppelt soviel Platz. Ich finde den Platzgewinn eher überschaubar.

Auch mit 3 hochauflösenden 27-Zöllern hätte ich gerne noch mehr Informationen im Blickfeld.
Vermutlich würdest Du auch bei 5m Bildschirmdiagonale noch mehr Platz haben wollen :-)

Persönlich finde ich Chromium diesbezüglich auch besser als Firefox, bei dem gefühlt im 6-Monats-Takt eine nicht durchdachte, geschweige denn Usability-getestete UI-Änderung kommt.
Ich kann weder dem einem noch den anderen wirklich was abgewinnen was die UI angeht.

Das dürfte an der Verklärung der Vergangenheit liegen.
Ich sag ja nicht, das früher alles besser war und ich den alten Navigator wieder haben will. Wie gesagt. Der Seamonkey geht ja ziemlich in die Richtung und den finde ich vom UI her sehr angenehm.
Den Original-Navigator würde ich auch nicht wiederhaben wollen. Das gibt natürlich schon sinnvolle Neuerungen was UI im Allgemeinen angeht. Was mir aber zuwiderläuft ist sind diverse Entwicklungen der letzten Jahre. Diese Touch- und Kleinstgeräteoptimierung die auf dem Desktop nur begrenzt Sinn macht.

Gut. Vielleicht liegt bei mir Verklärung vor. Vielleicht bin ich auch nur Gefangen in Gewohnheit. Aber vielleicht nimmst Du moderne Entwicklungen auch zu unkritisch auf. :-)
 

Azazyel

Well-Known Member
Finde ich nicht. Ich benutze die Titelleiste nämlich, um Fenster zu verschieben.

Das erklärt unsere unterschiedliche Wahrnehmung, mein Workflow ist ziemlich tastaturgetrieben. Ich verändere Fensterpositionen sehr selten mit der Maus.

Da sind Statuszeilen weg.

Früher hatten vielen Anwendungen immer eine Statuszeile, auch wenn es nichts anzuzeigen gab. Jetzt wird sie halt nur noch bei Bedarf eingeblendet.

Scrollbalken so schmal, das das Anlicken zu Zielübung wird.

Das ist doch im Normalfall eher ein Problem von HiDPI und dem Einsatz einer Desktopumgebung, die nicht ordentlich skalieren kann. :confused:

Das ist schon Platzoptimierungsexzess. Kann man ja von mir aus machen. Es gibt halt wirklich Szenarien wo das Sinn macht und die Geschmäcker sind ja auch verschieden.

Letzten Endes ist es Geschmacksfrage. Es steht ja auch jedem frei, die Software seiner Wahl einzusetzen.

Aber halt optional. Und im Optimalfall auch global steuerbar, damit man nicht jedes Programm einzeln anpassen muss.

Optionale Features bedeuten immer mehr Code, mehr Komplexität und mehr Testaufwand. KDE hat vorgemacht, zu welchen Problemen das führen kann.

Wenn ich mich recht entsinne, hat sich aus diesem Grunde ja auch Xfce entschlossen, CSD pauschal zu aktivieren.

Von mir aus kann man ja diese Platz-Optimierungsspielereien ja auch gerne machen. Aber bitte optional.

Ich persönlich möchte keinem Open-Source-Entwickler vorschreiben, ob er jetzt CSD einsetzt oder nicht oder irgendwas konfigurierbar macht, solange ich nicht dafür bezahle. Ansonsten gibt es die üblichen Mechanismen zur Veränderung der Situation - Feedback, Patches, Forks...

Und bitte nicht so tun als ob das alles nur Vorteile und keine Nachteile hat.

Es mag an meiner Desktopumgebung liegen, bei der die angeführten Nachteile entweder nicht auftreten (schmale Scrollbalken etc.) oder ich sie als Vorteil empfinde (Informationsdichte, CSD).

Ansonsten ist CSD in meinen Augen schlimmstenfalls eine Unannahmlichkeit. Jeder hat die Möglichkeit, die entsprechenden Toolkit-Umgebungsvariablen zu setzen (z.B. GTK_CSD), die jeweilige Anwendung zu parametrisieren (z.B. Firefox) bzw. eine Desktopumgebung zu nehmen, die CSD komplett ignoriert und immer eine klassische Titelzeile einblendet.

Als Nachteil würde ich es nur empfinden, wenn CSD unter allen Desktopumgebungen vollständig verhindern würde, dass noch eine klassische Titelzeile eingeblendet werden kann.

Vor allem wenn man Dich so reden hört, könnte man ja fast denken Du hast durch CSD plötzlich doppelt soviel Platz. Ich finde den Platzgewinn eher überschaubar.

Es ist mehr Nutzfläche und weniger Verschnitt und stellt für mich einen Mehrwert im Alltag dar. Ich persönlich finde es super, wenn ich bei dem nach wie vor verbreiteten 16:9-Format - in dem Pixel in der Vertikalen absolute Mangelware sind - durch den Wegfall von Titel- und Statuszeile mehr Platz habe! Dementsprechend positiv empfinde ich es. :D

Vermutlich würdest Du auch bei 5m Bildschirmdiagonale noch mehr Platz haben wollen :-)

Der limitierende Faktor ist Blickfeld und Auflösung des menschlichen Auges, weswegen auch größere Bildschirmdiagonalen einen abnehmenden Grenznutzen haben. Auch 5 Meter Bildschirmdiagonale bringt wenig, wenn der Platz durch leere Titel- und Statuszeilen vergeudet wird.

Aber vielleicht nimmst Du moderne Entwicklungen auch zu unkritisch auf. :-)

Für mich persönlich ist tatsächlich die Verbesserung einer Situation in vielen Fällen wichtiger als das Wohlfühlgefühl des Vertrauten.
 
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