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Festplatte kaputt -- noch was zu retten?

h^2

hat ne Keule +1
Themenstarter #1
Ich habe von einem Freund eine kaputte Festplatte bekommen. Sie ist nicht komplett tot, sondern gibt noch ab und zu die klickenden Geräusche von sich. Aber leider taucht sie weder unter FreeBSD noch unter Linux als mehr als Disk auf, so dass ich gar nicht erst dd/ddrescue anschmeißen kann.

Linux meldet:
Code:
[    2.568694] ata5.00: failed to IDENTIFY (INIT_DEV_PARAMS failed, err_mask=0x80)
FreeBSD meldet:
Code:
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): SETFEATURES SET TRANSFER MODE. ACB: ef 03 00 00 00 40 00 00 00 00 08 00
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): CAM status: ATA Status Error
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): ATA status: 51 (DRDY SERV ERR), error: 04 (ABRT )
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): RES: 51 04 39 00 00 40 00 00 00 02 00
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): Retrying command, 0 more tries remain
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): SETFEATURES SET TRANSFER MODE. ACB: ef 03 00 00 00 40 00 00 00 00 08 00
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): CAM status: ATA Status Error
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): ATA status: 51 (DRDY SERV ERR), error: 04 (ABRT )
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): RES: 51 04 39 00 00 40 00 00 00 02 00
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): Error 5, Retries exhausted
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): SET_MULTI. ACB: c6 00 00 00 00 40 00 00 00 00 01 00
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): CAM status: ATA Status Error
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): ATA status: 51 (DRDY SERV ERR), error: 04 (ABRT )
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): RES: 51 04 00 00 00 40 00 00 00 01 00
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): Retrying command, 0 more tries remain
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): SET_MULTI. ACB: c6 00 00 00 00 40 00 00 00 00 01 00
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): CAM status: ATA Status Error
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): ATA status: 51 (DRDY SERV ERR), error: 04 (ABRT )
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): RES: 51 04 00 00 00 40 00 00 00 01 00
(aprobe0:ahcich4:0:0:0): Error 5, Retries exhausted
Gibt es noch was das man tun könnte ohne einen kostspieligen Datenrettungsdienst?

Danke

P.S: Bitte keine Kommentare bzgl. Backups; es sind ja nicht meine Daten, ich versuche nur einem Freund auszuhelfen.
 
#2
Eventuell hilft es die Elektronik der HDD zu tauschen. Es sollte dann allerdings eine Elektronik mit der gleichen Revisionsnummer sein. Einfach mal schauen, was solche Platten in der Bucht so gebraucht kosten. Es gibt auch Händler, welcher mit gebrauchter Hardware handeln, vielleicht haben die was günstiges auf Lager. Die professionellen Datenrettungsdienste gehen in der Regel genauso vor, also erst mal die Elektronik tauschen und schauen was so passiert.
 

Rakor

Administrator
Mitarbeiter
#3
Habe auch schon gehört, dass es was bringen kann die Platte ins Tiefkühlfach zu legen. Das würde ich aber nur als letzte Option tun. Das ist keine Empfehlung und ich selbst habe damit keine Erfahrung!
 

Rakor

Administrator
Mitarbeiter
#5
Wie gesagt habe ich selbst keine Erfahrung damit. Ich vermute, dass es sich dabei hauptsächlich um mechanische Themen handelt. Wenn das Ding kalt wird zieht sich das Material etwas zusammen und es entseht mehr Spiel. Vielleicht. Ein Bekannter hat mir mal berichtet, dass er so eine Defekte Platte noch auslesen konnte und habe es auch schon mal im Netz gelesen. Aber wie gesagt: Höhrensagen
 
#6
Anstelle des Kühlfaches sollte man mit einem Kältespray arbeiten. Es geht dabei wohl um eine kalte Lötstelle oder sonstige Schäden auf der Platine der HDD welche dann auftritt, wenn diese warm oder heiß wird. Kann funktionieren, muss aber nicht. Würde im ersten Schritt auch bei der Fehlersuche helfen um den Fehler eventuell eingrenzen zu können.
 

CommanderZed

OpenBSD User
Mitarbeiter
#7
Es kann auch helfen die erstmal ne stunde "warmlaufen" zu lassen und dann anschließend nochmal runterfahren, anklemmen und neu hochfahren. Insb. platten die langezeit dauergelaufen sind gewöhnen sich wohl an eine bestimmte Betriebstemperatur - so hab ich mir das zumindest immer zurechtgelegt.

Das mit dem Kühlschrank hab ich auch schon öfters gehört, probiert aber praktisch hat das bei meinen versuchen nie geholfen.

Wenn alles nichts nützt kann auch ein "kurzer schlag" mit etwas Glück die Platte zum leben erwecken soferns ein mechanisches Problem ist.

(Klackern kann auch durchaus auf ein mechanisches Problem hindeuten)
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#8
Für die ganz Mutigen gibt es noch den Staubsaugertrick: Einen Staubsauger auf das Druckausgleichloch, um den Innendruck abzusenken. Damit kommen die Schreibköpfe idealerweise näher an die Platter, was bei teildefekten Schreibköpfen helfen kann. Oder sie setzen auf, was dann Totalschaden ist.
 

h^2

hat ne Keule +1
Themenstarter #9
Also am besten ein tiefkühlender Staubsauger, ich gucke mal was sich machen lässt :D
 

medV2

Well-Known Member
#10
Den Kühlschranktrick liest man häufig, aber es gibt auch ebensoviele Stimmen die davor warnen - Gefahr von Kondenswasserbildung.
Ich hab auch mal gelesen, man soll das Ding in den Backofen legen - 3-5 Minuten bei möglichst niedriger Stufe. Hat in meinem Fall aber nichts gebracht :D
 

pit234a

Well-Known Member
#12
zwischen Backofen und Kühlschrank gibt es noch die Methode: aufschrauben und nachsehen, was denn da klackert. Ich will das nun nicht beschreien, aber es könnte durchaus etwas gebrochen sein oder abgerissene Kleinstteile, die nun den Köpfen irgendwo im Weg sind. Nunja, wenn man mutig genug ist, kann man das mal versuchen.
Ich habe eine hier herumliegen, bei der ich das versucht hatte, nichts finden konnte und es als Fehler im Kontroller werte. Das Ding ist Uralt und noch irgendein DOS drauf. Da musste ich nichts retten, es ging mir nur ums Basteln.

Was auch immer du noch versuchst: erkläre dem Besitzer ganz deutlich, dass an der Stelle keine kostenlose und qualifizierte Hilfe mehr möglich ist. Die Daten sind eigentlich nicht mehr zu retten und wenn die wichtig genug sind, sollte man gleich einen professionellen Dienst einschalten. Wenn sie nicht wichtig sind, kann man es irgendwie probieren und vielleicht Glück haben. Das ist die berühmte "eins zu einer Million Chance", die bekanntlich immer nur in Romanen funktioniert und niemals im echten Leben.