gerne erst mal Lese- und Schreibgeschwindigkeit der betroffenen Festplatten testen
benchmarks/bonnie
ist ein solches Tool, das Festplattengeschwindigkeiten testen kann. Es ist weithin anerkannt, man sollte auchhier die Dokumentation lesen und nicht einfach nur loslegen. Es gibt durchaus die Möglichkeit, falsche Daten zu erhalten, wenn man einiges nicht bedenkt (etwa die Dateigröße im Verhältnis zum Speicher).
Das oben erwähnte iperf kann so etwas auch und außerdem die Netzwerkgeschwindigkeit testen, hat aber für mich den Nachteil, dass es einen Server-Client Betrieb will und damit für die meisten Aufgabenstellungen für mich zu kompliziert zu sein scheint.
Gute Ergebnisse für die Geschwindigkeiten von Platten erhält man auch bei Tests mit großen Dateien. bonnie macht im Grunde nichts anderes. Solche großen Dateien kann man auf der Festplatte von einem Ort zum anderen kopieren und dann die Zeit messen und vergleichen. Einfacher ist das mit Tools, die bereits selbst die Zeit messen und Datenraten anzeigen. Da benutze ich sehr gerne rsync.
Bei diesen Tests wird von Festplatte gelesen, im Speicher gepuffert und wieder auf die Festplatte geschrieben. Wenn Quelle und Ziel auf unterschiedlichen Rechnern im Netzwerk liegen, hat man gleichzeitig auch das Netz mit-getestet.
Nimmt man nun Werte "aus dem Speicher" und beschreibt damit eine große Datei, so wird nicht zuerst von der Festplatte gelesen. So etwas bekommt man zum Beispiel hin, wenn man mit dd eine Anzahl von Nullen oder Zufallszahlen schreibt. Mal ein kleines Beispiel:
Code:
pit@senyo ~:- > dd if=/dev/zero of=zero.test bs=1k count=1000
1000+0 records in
1000+0 records out
1024000 bytes transferred in 0.031963 secs (32037440 bytes/sec)
pit@senyo ~:- > dd if=/dev/random of=zero.test bs=1k count=1000
1000+0 records in
1000+0 records out
1024000 bytes transferred in 0.049223 secs (20803182 bytes/sec)
pit@senyo ~:- > dd if=/dev/zero of=zero.test bs=1k count=1000
1000+0 records in
1000+0 records out
1024000 bytes transferred in 0.030530 secs (33540833 bytes/sec)
pit@senyo ~:- > rm zero.test
In diesem Test ist die Größe für die Datei viel zu klein gewählt, er zeigt aber, dass dd ebenfalls Werte für Zeit und Übertragungsrate liefert und dass die Ergebnisse zwischen zero und random durchaus unterschiedlich liegen, was die Wichtigkeit der Qualität einer Quelle unterstreicht.
CommanderZed hat zu dem Prozedere schon was gesagt. Ich finde es vielleicht etwas verständlicher, wenn man von dem Gerät "router" nicht als Genzes spricht, sondern die darin eingebauten Teile auch nach ihrer Funktion benennt. Die IP-Adressen bekommst du vom dort realisierten DHCP-Server, wenn deine PCs so eingestellt sind, dass sie diesen Dienst nutzen. Die Verbindung der beiden Rechner untereinander übernimmt der eingebaute SWITCH und dir Verbindung zu einem anderen Netz (dem Internet zB), die erledigt der ROUTER. Zwar wissen wir alle, dass diese Komponenten in dem einen Gerät zusammengefasst sind und ich will hier keinen auf Oberlehrer machen, aber es dient dem Verständnis in den Funktionsgruppen zu denken, denn du kannst schließlich jede dieser Gruppen auch mit anderen Geräten oder SW ersetzen. Doch darauf will ich hier nur soweit eingehen, dass gelegentlich schon mal ein SWITCH oder auch nur ein einziger Port eines solchen kaputt geht und manchmal äußert sich das in schlechten, sprich langsamen Verbindungen.
Der mount-Befehl für NFS-Freigaben kennt auch Optionen und davon habe ich oben mal eine Auswahl vorgestellt. Diese Optionen können durchaus auch Geschwindigkeit bedeuten, manchmal auch darüber, dass sie zuverlässiger verbinden. Das ist ein weitläufiges Thema und ich habe damit schon einige Stunden verbracht, Grundlagen zu lesen und dann zu testen. Bei einigermaßen aktueller HW wird zwar oft und ganz besonders bei nur zwei beteiligten Rechnern (einem Client) eine gute Einstellung automatisch gefunden, doch wenn du schon sagst, dass einer der PCs betagt ist, dann könnte durchaus eine manuelle Korrektur was bringen. Die oben vorgestellten Einstellungen auf einem digitalen Sat.-Empfänger mit busybox/Linux machen diesen erst zu einem zuverlässigen Clienten auf meinem NFS-Server. Andere Einstellungen versagten zum Teil verheerend. Schlimm ist, dass man das mitunter erst nach Tagen im festen Betrieb bemerkte und auf Anhieb auch mit weniger brauchbaren Einstellungen alles wunderbar ausgesehen hat. Die Optimierungsarbeit kann hier also durchaus schon mal eine Zeit lang dauern.