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Fragen zu xorg.conf

Themenstarter #1
Ich hätte mal ein paar Fragen zur xorg.conf und hoffe, dass ich hier in der richtigen Abteilung bin.
Das Handbuch empfiehlt ja für neuere Installationen das Verzeichnis /usr/local/etc/X11/xorg.conf.d als Ort für mehrere kleine Konfigurationsdateien. In älteren Installationsbeschreibungen von (älterer) Hardware findet man oft noch eine große xorg.conf, die in /etc/X11 abgelegt wird. Auch der Aufruf von "xorg -configure" liefert eine große Konfigurationsdatei. Oft wird es so sein, dass Xorg ganz ohne Konfigurationsdatei läuft, aber wenn etwas speziellere Hardware im Spiel ist, dann sind manchmal ein paar Parameter notwendig. Deshalb meine Fragen:
Gibt es eine Beschreibung, wie man eine große xorg.conf in kleinere Teile aufteilt? Sollte man das überhaupt machen oder lieber die große xorg.conf nach /usr/local/etc/X11/xorg.conf.d kopieren? Wie benennt man die kleineren Einzeldateien am besten? So wie ich das verstanden habe, ist das eher egal, aber vielleicht gibt es eine "Best Practice", die sich bewährt hat? Hat die Bezeichnung der Einzelkonfigdateien Einfluß auf die Reihenfolge, wie die Konfiguratonsdateien ausgewertet werden?
 

Columbo0815

Kaffeemann
Mitarbeiter
#2
Lass mich mit einer Gegenfrage "antworten": Gibt es einen Grund, weshalb du unbedingt eine oder mehrere xorg.conf-Dateien brauchst? Regelmäßig kannst du X einfach alles selbst machen lassen, womit sich das Aufteilen einer Datei in viele kleine erübrigen würde.

Zu deiner eigentlichen Frage kann ich leider nichts beitragen.

HTH trotzdem :)
 
Themenstarter #3
Der Grund ist folgender: Ich möchte FreeBSD 12.1 auf einem Laptop installieren mit Intel Skylake CPU/GPU. Dazu habe ich im Internet eine Beschreibung gesucht und auch gefunden. Leider war die Beschreibung für FreeBSD 11.2, ich konnte aber alle Schritte nachvollziehen und letztlich funktioniert Xorg jetzt auch. In der Beschreibung war es nun so, dass bei xf86-video-intel beim Installieren über Ports eine Option "SNA" ausgewählt werden soll, die mehr Performance verspricht. Dieses "SNA" wird dann in der xorg.conf eingeschaltet oder aktiviert und zwar in Section "Device", wo es wohl um die Grafikhardware geht.
Ich habe jetzt diesen Abschnitt aus der xorg.conf (Section "Device") in einer eigenen Datei unter /usr/local/etc/X11/xorg.conf.d abgelegt.

Ich habe es gerade mal ausprobiert: Xorg läuft bei mir auch komplett ohne Konfigdatei. Aber wird dann die Beschleunigung von SNA auch benutzt? (zur Zeit startet Xorg mit twm und drei xterm-Fenstern, da kann ich das nicht einschätzen)
 

serie300

Well-Known Member
#5
Mein Tipp:
Vergess die alte Xorg.conf in /etc Und die alten X Anleitungen dafür erstmal. Erfahrungsgem. Macht das mehr Ärger , v a. auch wenn die Grafik so läuft. Die Tastatur kann man in den Xorg.conf.d bequem einstellen .

Pers. Tip für einen kleinen feinen Window Manager ohne Schnickschnack : jwm ; Twm ist ok zum ersten Probestart aber sonst doch sehr "retro"
 

pit234a

Well-Known Member
#6
also, wenn du dir die man pages zu Xorg ansiehst wird dort beschrieben, welche Orte nacheinander abgesucht werden, um Konfigurationen zu finden. /etc/X11 ist nicht obsolet.
Ob man nun lieber viele kleine Dateien oder eine große benutzen möchte, ist wohl sehr davon abhängig, wieviel man überhaupt einstellen muss/möchte.
Bei einem meiner Rechner nutze ich nur eine kleine Einstellung zur Tastatur, dafür ist eine kleine Datei einfacher und, weil ich diese Tastatureinstellung generell liebe, kann ich sie auch einfacher zu einem anderen System übertragen (auch nicht FreeBSD).
Bei einem anderen Rechner nutze ich zwei Monitore an unterschiedlichen Grafik-Ports. An einzelnen, kleinen Dateien bin ich dabei fast verzweifelt und hatte dann am Ende doch wieder alles in einer einzigen Datei, weil ich da einfach besser den Überblick behalten konnte und mir das einfacher gefallen ist.
Das X --configure ist für mich noch immer ein großartiger Helfer. Wie die entstehende Datei in kleine zu übersetzen ist, dauert bei mir auch immer sehr lange, bis ich das gefunden habe. Man macht das ja nicht so oft. Deshalb spricht meiner Ansicht nach auch nichts dagegen, direkt eine große Datei zu benutzen.

Allerdings: die Entwicklung von X geht über die Jahre ganz deutlich den Weg zu Automagie und will dafür Freiheiten haben. Legt man Sachen fest, kann einem sowas beim nächsten Update um die Ohren fliegen. Deshalb nur das rein, was unbedingt sein muss.

Updates kommen manchmal überraschend schnell und mit wesentlichen technischen Änderungen. Was in einem Beitrag vor sechs Monaten noch gut und richtig war, kann heute schon vorbei sein, ganz besonders, wenn es um Empfehlungen mit "besserer Beschleunigung" oder Performance geht. Wenn man mit so etwas spielt, sollte man auch unbedingt testen, was genau nun etwas bringt und wieviel.
Nach meiner persönlichen Erfahrung (und ich habe damit früher ziemlich wild gespielt), braucht man heute gar nichts mehr selbst zu kompilieren und kann einfach aktuelle Pakete so nutzen, wie sie eben kommen.
Wichtig bleibt, dem Handbuch da zu folgen, wo es um die Gruppenzugehörigkeit der Nutzer geht und vielleicht auch mal nachzusehen, ob die glx-Beschleunigungen geladen werden. Manche HW braucht da manchmal noch eigene Treiber.
Erste Anlaufstelle ist für mich immer die /var/log/Xorg.0.log und zwar bei jedem Start von X und so lange, bis ich keine unerklärlichen EE oder WW mehr sehe und alles geladen ist, was ich mir vorstelle. Danach schaue ich nur bei Problemen da hinein.