FreeBSD auf Alturo-Server

Danke für den Link! Wo sonst kann man für 14,99 € im Monat einen dedizierten Server mit Celeron 1200, 40 GB Festplatte und 200 GB Traffic mieten? Nur der RAM ist mit 256 MB etwas unterdimensioniert. Die Hardware ist insgesamt betrachtet zwar eher Schrott, aber kostengünstig ist es auf alle Fälle. Jetzt müssten wir nur noch herausbekommen, wie wir OpenBSD auf den Alturo Server bügeln - wird wohl im Prinzip so ähnlich laufen ...
 
quantumleeks said:
Jetzt müssten wir nur noch herausbekommen, wie wir OpenBSD auf den Alturo Server bügeln - wird wohl im Prinzip so ähnlich laufen ...

eigentlich gar nicht so schwierig.
die installation von openbsd ist nichts anderes als ein shellskript, welches punkt fuer punkt abgearbeitet wird.
liegen tut es in /usr/src/distrib/miniroot/install.sh und /usr/src/distrib/i386/common/install.md


das muss man nur so umcoden, dass die interaktiven sachen aus einer datei gelesen werden, und der am ende auch wirklich rebootet. das sieht nicht wirklich schwierig aus...

wie man aus dem ganzen gefrickel dann eine bootdisk macht steht im appendix von http://www.dettus.net/openbsd_at_strato.txt


also, wenn du bock hast das ganze zu automatisieren: die abende werden ja zum glueck auch wieder laenger!!!!
das waere irgendwie genau das richtige projekt, um rootserver massenweise zu depunginieren!
1,44mb ueber die leitung zu schaufeln ist nicht mal fuer modem-benutzer ein problem.

meine bisherige loesung braucht ja noch die moeglichkeit einer seriellen konsole... und das funzt nicht immer...


testen kann man die bootdiskette auf jeden fall unter vmware, so oft man moechte. oder qemu. oder bochs.
 
Gute Idee dettus! Wäre auch für FreeBSD interessant. Für den Anfang einfach Bruteforce die Platte besetzen reicht ja. Aber die gepostete Anleitung hat mir garnicht zugesagt, da die Partitionierung dabei ja nicht gerade toll ist...
 
Alternative Lösung mit QEmu

Ich habe FreeBSD auf dem Alturo Server wie folgt zum laufen gebracht und dabei das System auf der Platte vollständig ersetzt:
  • Partitionieren mit dem Rescue System fdisk (war ganz wichtig, da sonst BSD Bootloader nicht funktioniert).
  • Master Boot Record runterladen.
  • Genug Nullen (/dev/zero) anhängen, sodass die Boot Slice/Partition(en) draufpasst.
  • 'qemu -boot d -cdrom <BSD_CD.iso> <img_datei>' starten und installieren.
  • Nach der Installation rc.conf anpassen, wie in anderen Threads beschrieben:
    Code:
      ifconfig_rl0="DHCP"
      static_routes="1 2"
      route_1="-host 10.255.255.1 -link rl0: -interface -expire 1"
      route_2="default 10.255.255.1"
  • Und nun ein beherztes: bzip2 -c9 <img_datei> | ssh -l root <server> "bzip2 -cd | dd of=/dev/hda"
  • Reboot und die Kiste sollte rennen.
 
ed1949 said:
Ich habe FreeBSD auf dem Alturo Server wie folgt zum laufen gebracht und dabei das System auf der Platte vollständig ersetzt:
  • Partitionieren mit dem Rescue System fdisk (war ganz wichtig, da sonst BSD Bootloader nicht funktioniert).
  • Master Boot Record runterladen.
  • Genug Nullen (/dev/zero) anhängen, sodass die Boot Slice/Partition(en) draufpasst.


  • wie hast du das image mit dem mbr vergrößert?
    ich dreh am rad mit meinem strato, würde jetzt gerne deine variante probieren
    growfs nimmt das image nicht, unter linux gehts mit parted und anderen auch nciht

    oder gibts ne andere möglichkeit den mbr aus dem kleinen image das ich erstellt habe lokal bei mir in ein großes zu packen?
 
Ich habe den MBR genommen und per 'cat mbr.img zeroes.img > disk.img' ein groesseres Diskimage fuer QEMU gebaut. Wobei 'zeroes.img' ein mit 'dd if=/dev/zero of=zeroes.img bs=512 count=XXX' gebautes Image war. Dabei muss count so gross sein, dass der erste Slice in jedem Fall drauf passt. Zwischen dem MBR gibt es entsprechend der Plattengeometrie etwas verschnitt. Ausserdem muss man aufpassen, dass die Gemoetrie des Slices auf dem Zielsystem passt. Deshalb nutze ich inzwischen eine bessere Moeglichkeit.

Diese andere (bessere) Moeglichkeit ist, mit dem Linux Rescue-Image die erste Partition (= Slice) anzulegen und mit 'dd if=/dev/zero of=/dev/hda1' mit Nullen zu fuellen. Per komprimiertem ssh (-C Option) Tunnel ist die groesse nicht so tragisch. Dann muss man nur noch schauen, dass man genug Daten von '/dev/hda' holt um den ersten Slice vollstaendig zu erwischen - notfalls etwas mehr laden. Auf ein so geladenes Image mit einem 512MByte Slice konnte ich mit QEMU ein FreeBSD installieren, ohne das Image zu manipulieren.

Die installation muss natuerlich auf dem Zielsystem lauffaehig sein (Treiber und Netzwerkconfig!). Speziell mit dem Netzwerk hatte ich bei Alturo etwas Probleme, da Alturo ein recht exotisches Netzwerksetup hat:
Code:
route_1="-host 10.255.255.1 -link rl0: -interface -expire 1"
route_2="default 10.255.255.1"

Das sollte bei Strato auch so gehen, wenn BSD prinizipiell auf der Hardware laeuft. Ich wuerde die Zweite Moeglichkeit nehmen. Das fdisk aus dem Rescueimage zeigt an, wieviele Daten von hda geladen werden muessen. Wenn man eine zweite Dummy-Parition im Anschluss an die erste anlegt und den ersten Sektor mit entsprechenden Daten fuellt (!= 0), kann man nach dem runterladen feststellen, ob man den ersten Slice vollstaendig erwischt hat. Dazu muss man natuerlich etwas mehr laden.
 
Versuche mich gerade an NetBSD auf Alturo nach dem Tutorial. Was ist das NetBSD-Äquivalent zu diesem Befehl (der unter NetBSD diese Optionen nicht kennt):
mdconfig -a -t vnode -f bsd.img
 
ohne jetzt gross werbung machen zu wollen .. es gibt bei Netdirekt.de die Option fuer 2 stunden fuer 10 euro eine KVM-IP Verbindung zum PC zu haben. dann sitzt man am browser und tippert, als ob man direkt an der konsole wuerde..
 
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