Die Sehweise von Kamikaze erscheint mir ein wenig zu rigide und ich bin dankbar, dass ich hier auch schon Hilfe gefunden habe, ohne wirklich alle Dokumentation gelesen zu haben. Manchmal gebe ich mir viel Mühe und verstehe doch was falsch oder überlese es auch.
Was ich aber erwarte, das ist ausgiebige Mitarbeit an dem Problem (ok, ich habe nicht wirklich was zu erwarten, sagen wir lieber: ich wünsche es mir).
Nach meinem Eindruck haben hier drei Leute wenigstens leicht verschiedene Vorstellungen von deinem Problem und das zeigt meiner Meinung nach, dass du nicht ausreichend deutlich gemacht hast, was denn nun eigentlich genau stattfindet.
Was Sticks anbelangt, nutze ich die sehr oft und habe sogar das System meines Fileservers auf einem laufen und der war auch schon mit Stromausfall stehen geblieben und natürlich wieder gestartet! Als er hing, war das deshalb, weil eine Platte des Raid-Verbandes versagt hatte und dann beim Neustart (nach Stromausfall) die Bios-Reeihenfolge durcheinander war und nicht mehr den Stick genommen hatte. Kurzer Eingriff und er bootete auch mit einer defekten Platte und wieder problemlos vom Stick.
Auch für meinen Laptop habe ich ein FreeBSD auf einem Stick und den habe ich im laufenden Betrieb schon mal abgezogen und auch der startete automatisch wieder und musste nicht manuell repariert werden.
Manuell reparieren musste ich kürzlich erst, nachdem ich verschiedene Suspend-Stadien mit dem Asus EEE probierte und einmal von vielleicht zehn Versuchen, musste ich manuell im Single-User Mode arbeiten.
Ich sag mal: wenn bei dir ein einfacher Datenstick für derlei Ausfälle sorgt, ist das wenigstens ungewöhnlich und braucht weitere, nähere Informationen. Es steht zu erwarten, dass nicht FreeBSD grundsätzlich dafür verantwortlich ist, denn alle Erfahrungen sprechen da eine andere Sprache.
Allerdings nutze ich auch häufig Sticks als Austauschmedium zwischen meinen Rechnern und wenn ich einen ext2 formatierten in einem GNU/Linux-Rechner nicht über die umount-Funktion sauber entferne, sondern den PC zum Beispiel einfach mit gestecktem Stick abschalte, diesen dann erst nehme und in einem FreeBSD einbinden will, erhalte ich die Meldung, dass der Stick nicht sauber ausgehängt wurde und es wird ein fsck verlangt, bei dem nichts gemacht werden muss und außer einem Check offenbar auch nichts passiert. Hatte ich den Stick zunächst ausgehangen und entnommen, funktioniert alles wie es soll.
Hier vermutete ich in etwa dein Problem, denn bei einem Stromausfall ist der Stick ja nicht sauber ausgehangen. Wenn du den dann in der fstab führst (was ich auch vermeiden würde), könnte ich mir dein geschildertes Szenario vorstellen.
Wie gesagt habe ich zwei PCs, die USB-Sticks auch als System-Medium nutzen (das aber UFS ist, logisch) und damit noch nie Probleme dieser Art erlebt und was ich vorher schilderte habe ich nur in dieser Kombination erlebt, dass ich den Stick nach Ausschalten an einen anderen PC transportierte und dort einsetzen wollte und PC1 ein GNU/Linux und PC2 ein FreeBSD war. So ganz entspricht das nicht deinem Bild, aber vielleicht kannst du ja noch ein paar Informationen beisteuern und dies besser entwickeln.
Wenn nicht, solltest du wenigstens versuchen, den Stick nicht dauerhaft einzubinden und erst recht nicht in der fstab. Du könntest die Logs sammeln und zu bestimmten Zeiten übertragen und jeweils vorher und nachher den Stick ein, bzw wieder ausbinden. Dazu sollte ein einfaches script genügen können. Im Zweifel sieh dir mal den Automounter von Kamikaze an: der löst das in meinen unbedarften Augen sehr elegant. Evtl würde ich dann auch jedem benutzten Stick ein bestimmtes Label geben (oder die UFSID nehmen), diese checken und nur diese auch benutzen und automatisch mounten. Eine sehr einfache Methode, die ich manchmal benutzte um dann einen gemounteten Stick zu identifizieren und verifizieren ist die Anwesenheit einer, versteckten Datei mit einem festgelegten Inhalt. Dadurch hast du ein wenig mehr Sicherheit, dass die Daten auch auf dem Stick landen, wo sie hin sollen und nicht jemand zufällig vorbei kommt, einen Stick einsteckt und nebenbei auch vertrauliche Daten bekommt.
Mittels Automounter oder auch einfach einem Script mit cron-job kannst du dann sogar die Übertragung explizit anwerfen, nachdem du den Stick gesteckt hast und dieser eingebunden ist. Nach Übertragung umountest du automatisch und kannst dann eine Mail generieren oder ein Signal erzeugen und den Stick wieder entfernen. Dann würde er nie Probleme beim booten verursachen können. Aber natürlich wärst du dauernd am Stecken und man kann seine zeit ja wirklich sinnvoller verbringen ;-)
Ich wollte dir damit nur zeigen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, dein Problem zu deuten und auch es zu lösen. Es fehlt aber noch ein wenig Information von dir, dies genauer und passender zu deinem Fall beitragen zu können. Bisher wissen wir noch gar nicht genau, was das für ein Stick ist (Dateisystem...) und wie er eingebunden wird und auch nicht, wie er gewechselt wird. Der Eintrag des fsck_y_enable="yes" in die rc.conf wird deshalb vielleicht nicht helfen, wenn dein Stick nicht das passende Dateisystem hat. All das wissen wir wohl noch nicht, oder ich habe es überlesen und entschuldige mich aufrecht.
Vielleicht noch zur Info, der Stick auf meinem Fileserver:
~/> tunefs -p da0s1
tunefs: ACLs: (-a) disabled
tunefs: MAC multilabel: (-l) disabled
tunefs: soft updates: (-n) enabled
tunefs: gjournal: (-J) disabled