FreeBSD Bootvorgang immer bis sshd zwingen

bananenBrot

Well-Known Member
Hi,

ich habe des öfteren das Phänomen, dass mein FreeBSD 8 nicht mehr erreichbar ist, wenn irgendwas "schlimmes" passiert ist.
Teilweise reicht das abstecken und wieder anstecken eines USB Sticks, um das System beim nächsten Boot so zu verwirren, dass er nicht mehr bis zum sshd kommt, sondern vorher immer nach fsck schreit.
Beim Stromausfall das gleiche.
Kann ich FreeBSD irgendwie "zwingen", egal was passiert auf jeden Fall sshd zu starten bevor es anfängt zu weinen?


Danke schonmal
 
Ich denke mal die Frage ist zunächst wieso er überhaupt weint...

Geben dir die Logs irgendwelche Hinweise? Hängt er evtl am mounten der Festplatten? Wäre ja möglich, dass er mit den Devices durcheinander kommt. (z.B. falls USB-Laufwerke beim Boot gemountet werden). Dann könnte z.B. die Vergabe von Labels hilfreich sein.

Also wie gesagt ich denke es ist wichtig erst mal die Ursache herauszufinden.
 
Hi,

ich habe des öfteren das Phänomen, dass mein FreeBSD 8 nicht mehr erreichbar ist, wenn irgendwas "schlimmes" passiert ist.
Teilweise reicht das abstecken und wieder anstecken eines USB Sticks, um das System beim nächsten Boot so zu verwirren, dass er nicht mehr bis zum sshd kommt, sondern vorher immer nach fsck schreit.
Beim Stromausfall das gleiche.
Kann ich FreeBSD irgendwie "zwingen", egal was passiert auf jeden Fall sshd zu starten bevor es anfängt zu weinen?


Danke schonmal

Abstecken und wieder Anstecken, ohne zu mounten oder umounten?
Da hat es aber Recht, verwirrt zu werden!

Ohne funktionierendes Dateisystem der in der /etc/fstab vorgeschriebenen Medien, wird jedes System immer hängen und niemals zu sshd durchstarten.
Eine Möglichkeit könnte also sein, die Partitionen so aufzuteilen, dass unabhängig von deinem Problem, stets die benötigten Teile gemountet und ssh gestartet werden kann. Ich zweifele aber derzeit ein wenig daran, wie das aussehen würde.

Ich denke auch, dass du Antwort auf die Frage nach dem Übel finden solltest. Es ist nach meiner eingeschränkten Erfahrung absolut unüblich, dass ein FreeBSD oder Linux von selbst zusammen bricht.
 
Er könnte die externen Geräte per sysutils/automounter einbinden. Dann wird nichts in die fstab eingetragen und das Skript kommt in der aktuellen Version 1.4.2 auch gut damit klar, wenn mal ein gemountetes Device verschwindet.
 
Ohne funktionierendes Dateisystem der in der /etc/fstab vorgeschriebenen Medien, wird jedes System immer hängen und niemals zu sshd durchstarten.
Das ist es ja - nach dem Stromausfall letztens zb war das Dateisystem ok - fsck hat nichts gemacht nur die Markierung gesetzt.

Und ich finds für nen Server-OS schon ziemlich schwach - Stromausfall, Server fährt wieder hoch, nix geht mehr.
Ich muss mir dann ein Konsolenkabel schnappen, zum Server Dackeln, ENTER drücken, FSCK /lalala tippen und rebooten und danach läuft alles wieder obwohl nix kaputt war...

Am peinlichsten war es, als der USB Stick nicht mehr gemountet wurde beim Start (das war der ab- und wieder angesteckte) und daraufhin der komplette Server nicht mehr bootete und auf ein fsck im Bootprompt wartete... Erklär das mal jemandem, dass das komplette System steht, weil das Server OS meint, das Dateisystem auf dem USB Stick gefalle ihm nicht... Mir sind keine Argumente eingefallen... Auf dem USB Stick werden nur Logs gespeichert und der Stick einmal die Woche getauscht...
 
Sachen die nicht fest vorhanden sind sollten einfach nicht in der fstab stehen. Und beim mir gibt es eigentlich immer nur background-fsck. Wenn der Boot hängt dann war so viel kaputt, dass eine Partition nicht mehr gemountet werden kann.

Entweder es geht immer um den USB-Stick oder du verschweigst uns hier einigen Murks.
 
Sachen die nicht fest vorhanden sind sollten einfach nicht in der fstab stehen.
Er ist immer vorhanden. Und selbst wenn nicht - was würde passieren, wenn eine interne Platte abraucht - dann bootet er auch nicht weiter - genau so schlimm.

Und beim mir gibt es eigentlich immer nur background-fsck. Wenn der Boot hängt dann war so viel kaputt, dass eine Partition nicht mehr gemountet werden kann.
Wie gesagt - er bootet, will ne shell, dann mach ich nen fsck, reboote und alles ist wieder happy.

Entweder es geht immer um den USB-Stick oder du verschweigst uns hier einigen Murks.
USB Stick, Festplatte, egal was nicht richtig ungemountet wird, sorgt beim nächsten Reboot dafür, dass ich mit nem Konsolenkabel zum Server muss.

Mir gehts darum, dass er nicht sagt "mach mir nen fsck" sondern selbst einen macht von mir aus und dann selbst rebootet etc
 
Hi,

durchsuche mal die /etc/defaults/rc.conf und schau dir die fsck Sachen an! Sollte dir weiterhelfen.

Ein Auszug deiner /etc/fstab wäre auch hilfreich.


Grüße
Kai
 
Wenn der Stick einmal die Woche gewechselt wird ist er offensichtlich nicht immer da.
 
Hi,
durchsuche mal die /etc/defaults/rc.conf und schau dir die fsck Sachen an! Sollte dir weiterhelfen.
Ich glaub fsck_y_enable="yes" wird meine Probleme lösen :cool:
Ich hau das nachher mal rein und zieh heute abend mal den Stecker - mal schauen ob die Maschine wieder hochkommt...
 
Code:
        \|||/
        (o o)
,~~~ooO~~(_)~~~~~~~~~,
|       Please       |
|   don't feed the   |
|       TROLL!       |
'~~~~~~~~~~~~~~ooO~~~'
       |__|__|
        || ||
       ooO Ooo
 
bananenBrot: Entwerder liest (und versteht) der Threadstarter weder Handbook noch Manualpages oder er stellt sich unwissender als er ist und hielt dennoch den Thread am Leben.
 
Wo genau ist der Sinn bei _einer_ Frage zu _einem_ Thema 40 MB Manpages zu lesen, wenn genau der Sinn eines Forums die mögliche Beantwortung genau dieser _einen_ Frage ist?
Du kannst JEDEN Beitrag in diesem Forum mit den Worten "RTFM" korrekt beantworten - aber das halt der Sinn von Foren.
Ich kann den Drang nachvollziehen, Leuten auf ihre Unwissenheit hinzuweisen und dann mit einem leichten arroganten Tonfall auf die eigene Kompetenz hinzuweisen - aber mal ehrlich: Aus der Pubertät sind wir doch alle schon raus...
 
Der Sinn des Forums ist nicht anderen Leuten das Lesen der Dokumentation abzunehmen.

Hier kommt man hin wenn man die Dokumentation gelesen hat und nicht weiter weiß. Wenn man genau auflistet, welche Dokumentation man zum Thema gelesen hat, das Problem beschreibt (nicht das was man für die Lösung hält) und dann seine Vermutungen nennt, wird man in der Regel mit offenen Armen empfangen.

fsck_y_enable="yes" ist sicher bei Remote-Maschinen eine gute Idee, aber dass du überhaupt auf Probleme stößt die das zutage fördern lässt auf grundsätzliche Probleme in der Konfiguration schließen. Bei mir kam es das letzte mal im 5er Zweig zu solchen Problemen und meiner Experimentierfreude sei Dank hatte ich noch eine Menge Panics und Stromausfälle seit dem, die alle keinen Ärger mit UFS+SU gemacht haben, der ein Foreground-FSCK erfordert hätte.

Man kann übrigens natürlich auch USB-Sticks in die fstab eintragen. Aber dann gehören die fest an die Buchse angelötet oder an einen internen USB-Port.
 
Last edited:
Die Sehweise von Kamikaze erscheint mir ein wenig zu rigide und ich bin dankbar, dass ich hier auch schon Hilfe gefunden habe, ohne wirklich alle Dokumentation gelesen zu haben. Manchmal gebe ich mir viel Mühe und verstehe doch was falsch oder überlese es auch.
Was ich aber erwarte, das ist ausgiebige Mitarbeit an dem Problem (ok, ich habe nicht wirklich was zu erwarten, sagen wir lieber: ich wünsche es mir).
Nach meinem Eindruck haben hier drei Leute wenigstens leicht verschiedene Vorstellungen von deinem Problem und das zeigt meiner Meinung nach, dass du nicht ausreichend deutlich gemacht hast, was denn nun eigentlich genau stattfindet.

Was Sticks anbelangt, nutze ich die sehr oft und habe sogar das System meines Fileservers auf einem laufen und der war auch schon mit Stromausfall stehen geblieben und natürlich wieder gestartet! Als er hing, war das deshalb, weil eine Platte des Raid-Verbandes versagt hatte und dann beim Neustart (nach Stromausfall) die Bios-Reeihenfolge durcheinander war und nicht mehr den Stick genommen hatte. Kurzer Eingriff und er bootete auch mit einer defekten Platte und wieder problemlos vom Stick.
Auch für meinen Laptop habe ich ein FreeBSD auf einem Stick und den habe ich im laufenden Betrieb schon mal abgezogen und auch der startete automatisch wieder und musste nicht manuell repariert werden.
Manuell reparieren musste ich kürzlich erst, nachdem ich verschiedene Suspend-Stadien mit dem Asus EEE probierte und einmal von vielleicht zehn Versuchen, musste ich manuell im Single-User Mode arbeiten.
Ich sag mal: wenn bei dir ein einfacher Datenstick für derlei Ausfälle sorgt, ist das wenigstens ungewöhnlich und braucht weitere, nähere Informationen. Es steht zu erwarten, dass nicht FreeBSD grundsätzlich dafür verantwortlich ist, denn alle Erfahrungen sprechen da eine andere Sprache.

Allerdings nutze ich auch häufig Sticks als Austauschmedium zwischen meinen Rechnern und wenn ich einen ext2 formatierten in einem GNU/Linux-Rechner nicht über die umount-Funktion sauber entferne, sondern den PC zum Beispiel einfach mit gestecktem Stick abschalte, diesen dann erst nehme und in einem FreeBSD einbinden will, erhalte ich die Meldung, dass der Stick nicht sauber ausgehängt wurde und es wird ein fsck verlangt, bei dem nichts gemacht werden muss und außer einem Check offenbar auch nichts passiert. Hatte ich den Stick zunächst ausgehangen und entnommen, funktioniert alles wie es soll.
Hier vermutete ich in etwa dein Problem, denn bei einem Stromausfall ist der Stick ja nicht sauber ausgehangen. Wenn du den dann in der fstab führst (was ich auch vermeiden würde), könnte ich mir dein geschildertes Szenario vorstellen.
Wie gesagt habe ich zwei PCs, die USB-Sticks auch als System-Medium nutzen (das aber UFS ist, logisch) und damit noch nie Probleme dieser Art erlebt und was ich vorher schilderte habe ich nur in dieser Kombination erlebt, dass ich den Stick nach Ausschalten an einen anderen PC transportierte und dort einsetzen wollte und PC1 ein GNU/Linux und PC2 ein FreeBSD war. So ganz entspricht das nicht deinem Bild, aber vielleicht kannst du ja noch ein paar Informationen beisteuern und dies besser entwickeln.
Wenn nicht, solltest du wenigstens versuchen, den Stick nicht dauerhaft einzubinden und erst recht nicht in der fstab. Du könntest die Logs sammeln und zu bestimmten Zeiten übertragen und jeweils vorher und nachher den Stick ein, bzw wieder ausbinden. Dazu sollte ein einfaches script genügen können. Im Zweifel sieh dir mal den Automounter von Kamikaze an: der löst das in meinen unbedarften Augen sehr elegant. Evtl würde ich dann auch jedem benutzten Stick ein bestimmtes Label geben (oder die UFSID nehmen), diese checken und nur diese auch benutzen und automatisch mounten. Eine sehr einfache Methode, die ich manchmal benutzte um dann einen gemounteten Stick zu identifizieren und verifizieren ist die Anwesenheit einer, versteckten Datei mit einem festgelegten Inhalt. Dadurch hast du ein wenig mehr Sicherheit, dass die Daten auch auf dem Stick landen, wo sie hin sollen und nicht jemand zufällig vorbei kommt, einen Stick einsteckt und nebenbei auch vertrauliche Daten bekommt.
Mittels Automounter oder auch einfach einem Script mit cron-job kannst du dann sogar die Übertragung explizit anwerfen, nachdem du den Stick gesteckt hast und dieser eingebunden ist. Nach Übertragung umountest du automatisch und kannst dann eine Mail generieren oder ein Signal erzeugen und den Stick wieder entfernen. Dann würde er nie Probleme beim booten verursachen können. Aber natürlich wärst du dauernd am Stecken und man kann seine zeit ja wirklich sinnvoller verbringen ;-)

Ich wollte dir damit nur zeigen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, dein Problem zu deuten und auch es zu lösen. Es fehlt aber noch ein wenig Information von dir, dies genauer und passender zu deinem Fall beitragen zu können. Bisher wissen wir noch gar nicht genau, was das für ein Stick ist (Dateisystem...) und wie er eingebunden wird und auch nicht, wie er gewechselt wird. Der Eintrag des fsck_y_enable="yes" in die rc.conf wird deshalb vielleicht nicht helfen, wenn dein Stick nicht das passende Dateisystem hat. All das wissen wir wohl noch nicht, oder ich habe es überlesen und entschuldige mich aufrecht.
Vielleicht noch zur Info, der Stick auf meinem Fileserver:
~/> tunefs -p da0s1
tunefs: ACLs: (-a) disabled
tunefs: MAC multilabel: (-l) disabled
tunefs: soft updates: (-n) enabled
tunefs: gjournal: (-J) disabled
 
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