FreeBSD mounted nicht automatisch

bsd4me

Well-Known Member
Ich habe den neuesten patch für FreeBSD 10.3 heruntergeladen, aber festgestellt, dass Einträge (genauer remote mounts) aus der /etc/fstab nicht mehr automatisch gemounted werden. Ist das auch schon jemanden aufgefallen??

# freebsd-version
10.3-RELEASE-p5

Grüße, Norbert
 
Ich würde davon ausgehen, dass es an deinen Einträgen liegt. Ich habe bereits mehere Rechner aktualisiert, alle haben sauber gebootet. Allerdings wären mehr Infos hilfreich ;)
 
die /etc/fstab sieht folgendermassen aus - ich gebe zu, sie ist unkonventionell - denn ich habe mounts ein einem mountpoint...

# Device Mountpoint FStype Options Dump Pass#
/dev/gpt/sada0 none swap sw 0 0
/dev/gpt/sada1 none swap sw 0 0
/dev/gpt/sada2 none swap sw 0 0
/dev/gpt/sada3 none swap sw 0 0
linprocfs /compat/linux/proc linprocfs rw 0 0
server1:/export/home /home nfs rw,noatime 0 0
server2:/export/bioinf /bioinf nfs rw,noatime 0 0
server1:/export/bioinf/projects /bioinf/projects nfs rw,noatime 0 0
server3:/share /bioinf/shares/bioinfs nfs rw,noatime,vers=4 0 0
server4:/share /bioinf/shares/iobs-ash nfs rw,noatime 0 0


Grüße, Norbert
 
Teste mal, die nfs-Mounts mit "late" zu mounten.

Beispiel:
server1:/export/home /home nfs rw,late,noatime 0 0
 
werde ich mal versuchen, aber ich hatte bei der 10.3 Release (also die noch nicht gepatchte) keinerlei Probleme gehabt. Das ist schon komisch...
 
das was es soll: die noch nicht gemounteten Dateisysteme werden anstandslos gemounted :)
 
wenn die Freigaben beim Booten nicht vorhanden sind oder der mount nicht gelingen kann, blieb FreeBSD früher einfach stehen. Deshalb habe ich das schon lange in scripts gelöst und nicht einfach in die fstab eingetragen. Dabei frage ich vorher die Existenz der Server ab (sehe einfach nach Antwort auf einen ping, man könnte natürlich auch noch genauer schauen) und mount halt nur dann, wenn da etwas zu sehen ist. Das Wesentliche: ich kann dann unterschiedliche Szenarien nach meinen Wünschen abdecken und behandeln.

Wenn mount -a erfolgreich läuft, stimmt ja die fstab und das lässt eigentlich doch nur den Schluss zu, dass zur Mountzeit das Netzwerk noch nicht soweit ist. Wieweit late da helfen kann, ist mir nicht klar. Es sind ja entfernte Freigaben.
Vielleicht könntest du deinen PC von DHCP nach fester IP wechseln. Ansonsten fällt mir nur der Test mit einem Mount-Start-Script ein.
 
Wenn mount -a erfolgreich läuft, stimmt ja die fstab und das lässt eigentlich doch nur den Schluss zu, dass zur Mountzeit das Netzwerk noch nicht soweit ist. Wieweit late da helfen kann, ist mir nicht klar. Es sind ja entfernte Freigaben.
Vielleicht könntest du deinen PC von DHCP nach fester IP wechseln. Ansonsten fällt mir nur der Test mit einem Mount-Start-Script ein.

Danke für die Gedanken. Aber das ist eine Produktivmaschine, da möchte ich die IP nicht statisch vergeben... Hat ja jahrelang auch vorher anders geklappt :) Das beste ist wohl ein Mount Script...
 
Gerade _wenn_ es ein produktiver Rechner ist, vergibt man doch statische IP Adressen?
 
Nee, anders herum... Gerade weil er im Uni DNS Bereich liegt, sollte er die Adresse dynamisch beziehen... ;-)
 
Noch mal die dumme Standardfrage: Bist du sicher, dass /etc sauber gemerged wurde? Nicht mehr funktionierende rc-Scripte sind oft ein Hinweis darauf, dass man sich vermerged hat. Ja, ich weiß, bei einem reinen Patch-Update sollte man überhaupt nicht mergen müssen. Aber einmal mergemaster oder etcupdate rüberschraddeln zu lassen ist schnell erledigt und gibt Sicherheit. :)
 
Danke Yamagi... sorry, aber was genau müsste ich denn ausführen??

Ach, ich habe einen anderen Server auch von 10.3 auf 10.3-p5 aufgefrischt... Da gibt es keinerlei Probleme. Vielleicht habe ich in den nächsten Tagen Zeit, diesen Server nochmals neu zu booten, leider wird er gerade sehr stark genutzt, daher kann ich das nicht sofort machen...

Grüße, Norbert
 
Bei allem gebührenden Respekt, was ich nun wirklich meine und nicht als Floskel einfach einsetze, ich glaube, dass Yamagi diesmal daneben liegt, gleichwohl der Hinweis allgemein natürlich sehr richtig ist.
Du hast normalerweise die aktuellen Dateien eines FreeBSD-Systems unter /usr/src liegen. So auch etwa /usr/src/etc/hosts und so weiter. Aus diesen wird dann mit deinen bestehenden Dateien ein gültiges File gemerged, in dem die neuen und gültigen Daten aus /usr/src mit deinen bereits angepassten Änderungen verschmolzen werden. Was neu aus /usr/src kommt sind allermeist nur Header-Daten, quasi nichts anderes, als die Versions-Information. Man kann vielleicht auch sagen, was hinter "#" steht.
Manchmal passieren beim mergen merkwürdige Dinge.
freebsd-update macht auch einen merge, aber es benutzt dazu (afaik) nicht die Dateien aus /usr/src, sondern es bringt eigene Dateien mit.
Die allermeisten Fehler sind nun Syntax-Fehler, die man einfach sehen kann und die dazu führen, dass Konfigurations-Dateien nicht mehr vom System ausgewertet werden können.
Ein erneutes mergen kann dann Abhilfe schaffen, oder das manuelle Bearbeiten der fraglichen Datei.

Wenn deine fstab aber solch ein Problem hätte, dann würde ich erwarten, dass auch mount -a darüber stolpert und meckert.
Natürlich solltest du trotzdem nachsehen, aber ich halte es für unwahrscheinlich, dass es manuell ohne Kommentar gelingt und dann automatisch nicht, weil ein Syntax-Fehler sich eingeschlichen hat.
Sehr häufige Fehler sind Kommentare, die plötzlich nicht mehr auskommentiert in der Datei stehen oder Zeilenumbrüche, die plötzlich vorhanden sind aber nicht da sein sollten.
Bei kleinen Dateien, wie der fstab, kann man das allermeist sofort sehen.
 
Du hast normalerweise die aktuellen Dateien eines FreeBSD-Systems unter /usr/src liegen.
Nein das stimmt so nicht. Ich mache seit Jahren die Updates/Upgrades immer mit freebsd-update und bei mir gibt es dieses Verzeichnis nicht oder es ist leer.
 
Ich mache seit Jahren die Updates/Upgrades immer mit freebsd-update und bei mir gibt es dieses Verzeichnis nicht oder es ist leer.

freebsd-update macht auch einen merge, aber es benutzt dazu (afaik) nicht die Dateien aus /usr/src


Kein Widerspruch. Eher eine Frage, was man als "normal" ansieht.
freebsd-update ist laut meiner oben gebrauchten Formulierung "nicht normal", obwohl es tatsächlich für mich selbst auch den Normalfall darstellt.
Wer freebsd-update nutzt, wird vermutlich mit etcupdate oder mergemaster nicht so viel anfangen können weil ja keine "Quellen" zum Mergen vorhanden sind. Vielleicht irre ich da auch, aber das war mein Verständnis und davon ging ich in meiner Antwort aus, wenn ich mit "normal" anfing.
 
Danke Yamagi... sorry, aber was genau müsste ich denn ausführen??
Du brauchst die aktuellen Sourcen in /usr/src, da mergemaster gegen sie vergleicht. Dann kannst du einfach "mergemaster -UFi" aufrufen und er wird Soll mit Ist vergleichen.
 
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