Wie finde ich zügig heraus, ob es beim FreeBSD-Stable Neuerungen gegeben hat?
Blöde Antwort, aber: Es hat auf jeden Fall Neuerungen gegeben. 11-STABLE hat im Moment so Pi mal Daumen 20 bis 25 Änderungen pro Tag, wobei es mal Ausreißer nach oben (große Merges) und nach unten (z.B. die morgen startende AsiaBSDCon) gibt. Ich gehe daher schon seit Jahren zeitbezogen vor. Ich schaue also nicht, ob es Änderungen gegeben hat, ich mache stumpf jeden Freitag ein 'svnlite up', was die geänderten Dateien listet und baue das System anschließend neu. Selbst bei 10-STABLE, was langsam aber sicher einschläft, kommen da im Laufe einer Woche noch immer genügend Änderungen zusammen um den Neubau zu rechtfertigen.
Und, wenn wir schon dabei sind, noch zwei Tipps. Der erste Tipp ist, dass du 11-STABLE und 12-CURRENT im Meta Mode bauen willst. Die lange, unübersichtliche Doku dazu ist unter
http://www.crufty.net/sjg/blog/freebsd-meta-mode.htm. Kurz zusammengefasst sorgt der Meta Mode dafür, dass nur die Systembestandteile neugebaut werden, die auch wirklich direkt oder indirekt geändert wurden. Wenn man regelmäßig baut, kann das gegenüber einen stumpfen Neubau von allem - was Standardeinstellung ist - massiv Zeit und Strom sparen. Dazu erst das Kernelmodul laden und dann make entsprechend aufrufen:
Code:
% kldload filemon
% cd /usr/src
% make -DWITH_META_MODE ...
Man kann den Meta Mode auch dauerhaft in /etc/src-env.conf setzen. Dann muss es nicht jedes Mal eingetippt werden. Und natürlich darf /usr/obj/ zwischen den Läufen nicht abgeräumt werden.
Der zweite Tipp ist ZFS Boot Environments zu benutzen. Wenn mal ein Update schief geht - auch -STABLE hat selten mal nicht bootende Kernel oder andere Zicken - bootest du einfach das vorherige Boot Environment und dein System läuft ohne viel Gebastel wieder. Das macht Updates wesentlich weniger risikoreich.