Irgendwie hoffe ich ja immer, dass sich jemand meldet und Antworten zu deinen Problemen kennt, der einfach mehr Ahnung hat oder hat es besser kann. Nundenn, schaun mer mal, was wir so hinbekommen.
Leider kenne ich nämlich keine neueren FreeBSD Versionen inklusive nicht den neuen Installer. Außerdem habe ich nie eine DVD.iso zur Installation benutzt, niemals Slim und niemals Mate. Um es noch schlimmer zu machen: PC-BSD habe ich nur für einen bestimmten Grund und nur ein einziges mal in einer VM installiert und kurz getestet, also das und auch andere Fertiglösungen kenne ich ebenfalls nicht. Alles nur vom Hörensagen.
Kurz zur Lokalisierung. Viele Ports haben eine eigene, wie etwa Firefox. Die heißen meist i10n oder i18n und du kannst die entsprechende Seite im FreeBSD-Handbuch dazu lesen. Bei Firefox gibt es dieses Paket oder den Port und wenn du das installierst, wird das passende (passend zu der Version des installierten Firefox) Sprachpaket automatisch an den richtigen Platz installiert. Du könntest auch ein Paket aus dem Internet benutzen und selbst an diesen Platz bringen. Wenn ich mich recht entsinne, dann heißen diese Pakete .xli oder ähnlich. Zusätzlich muss dann die Variable für die Locale im Firefox gesetzt sein, was am liebsten in der Einstellung passiert. about:config, Suchbegriff user und dann die general user ... locale finden und auf de setzen. Ähnlich ist das Vorgehen bei anderen Programmen mit eigenem Sprachpaket.
Wenn du Slim starten kannst und auch Mate starten kannst, dann hast du ja zunächst mal gar kein Problem.
Das bedeutet, dein X funktioniert doch. Ob das mit der bestmöglichen .conf passiert, ist eine andere Frage.
X hat eine ausführliche man-page und auch die Information aus dem Handbuch ist grundsätzlich wichtig. X(7) und Xorg(1) und Xserver(1) werden oft (mit gewisser Berechtigung) synonym benutzt, aber es gibt für jeden Begriff eine eigene Man. Da findet sich auch die Information zur xorg.conf(5), die schließlich auch eine eigene man-page bietet. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wo X nach einer xorg.conf sucht und zwar nach Reihenfolge. Am häufigsten finde ich /etc/X11/xorg.conf und habe dort auch meine eigene liegen und möchte die Diskussion darüber, wo denn der sinnvollste Platz liegt hier nicht beflügeln. Auslesen kannst du das aber aus dem log, zB(verkürzte Ausgabe):
Code:
o-box@senyo ~:-> grep conf /var/log/Xorg.0.log
[ 155.243] Markers: (--) probed, (**) from config file, (==) default setting,
[ 155.329] (==) Using config file: "/etc/X11/xorg.conf"
[ 155.757] (II) "glx" will be loaded. This was enabled by default and also specified in the config file.
...
HAL ist wohl die Abkürzung für Hardware-Abstraktion-Layer und man mag sich tatsächlich fragen, was so etwas denn in einem Unix-System zu suchen hat, wo doch der Kernel und sein dev-System selbst durchaus genau diese Aufgabe übernehmen. Tatsächlich hat jedes Unix so gesehen einen HAL direkt eingebaut. Aber jedes sein eigenes. Hinzu kam eine Zeit, in der das bei Linux mehr schlecht als recht implementiert war und so erdachten die Schöpfer von HAL sich eine eigene Schicht, die auf jedem Unix aufsetzen und funktionieren kann und dann eine einheitliche Schnittstelle bietet, die von Kernel und Geräte-System des verwendeten Unix unabhängig bleibt. Gerade in Linux wurde diese Lösung schnell aufgenommen, um den befürchteten Problemen mit dem eigenen System zu entgehen. Nun, so ist das nun mal "in the world of free", wenn etwas bei Linux aufgenommen wird, dann infiziert es früher oder später auch andere freie Systeme. Zum Beispiel über X, denn das wurde plötzlich mit Rücksicht auf HAL entwickelt und so musste man für FreeBSD mit HAL nachziehen und auch bei Solaris und so weiter. Inzwischen ist HAL aus Linux mehr oder weniger komplett verbannt und X geht wieder ohne und FreeBSD kann darauf im Grunde eh schon immer verzichten. Mein FreeBSD nicht, denn es ist etwas älter und ichhabe einige wenige Dinge mittels HAL und Konsorten realisiert, Zu HAL gehört nämlich auch noch der dbus (ein Meldesystem, das evtl auch von anderen Anwendungen benutzt wird) und der polkitd (ein System, das Ereignisse scannt und mit Ausführrichtlinien verknüpft). Was ausgeführt werden soll, wenn ein Ereignis eintritt, kann in den policies bestimmt werden. /usr/local/share/hal/fdi/policy enthält solche Beispiele, wenn du welche angelegt oder installiert hast. Damit HAL geht, muss es laufen und dazu startet man durch Eintrag in der /etc/rc.conf die drei benötigten Dienste:
Code:
dbus_enable="YES"
hald_enable="YES"
polkitd_enable="YES"
Soviel aber nur zur Erklärung von HAL, was ein unerschöpfliches Thema wäre. Ob du das überhaupt willst oder brauchst, kann ich nicht sagen. Ich bräuchte es heute eher nicht mehr, es ist mir nur zu viel, es wieder auszubauen. Manche DE (DesktopEnvironments) bauen darauf, es gibt sogar eigene Frontends für Gnome oder Qt zum sysutils/policykit. Besonders gern werden mit HAL automatische Mounts definiert oder ACPI-Ereignisse verfolgt und ausgewertet. Auch Tastatur oder Maus können hier festgelegt sein.
Wenn ich dein Problem recht verstehe, ist nur der automatische Start von Slim dein Problem.
Ich kenne zwei Möglichkeiten, wie Anmelde-Manager automatisch gestartet werden. Einmal durch Eintrag eines Aufrufes in der /etc/rc.conf etwa der Art: kdm4_enable="YES" (aus meiner rc.conf und natürlich für den KDM aus KDE4) oder durch einen Eintrag in der /etc/ttys, wo dann eine der "Konsolen" für den grafischen Login definiert werden. Das wird, denke ich, im Handbuch ausreichend gut beschrieben und man muss hier der jeweiligen Dokumentation folgen. Die man-pages sind hier oft dünne, aber es gibt häufig Dokumentation, die mit dem Paket installiert wird und nicht selten in /usr/local/share/doc landet. Hinweise gibt es oft auch direkt nach der Installation, die sogenannten Installationshinweise. Mit pkg kann man sich die irgendwie auch ansehen. Sehr oft braucht man aber hier auch Information von außerhalb, um weiterkommen zu können. Dann helfen vielleicht metager oder ixquick oder direkt die HP des Herstellers.
Oder Fragen hier im Forum

Doch, um Fragen zu beantworten, muss man Hintergründe besser verstehen. Was geht genau, was nicht und was wurde getan. Soist es schon ein wenig unzureichend, nur die Aussagen zu haben: es geht. Wieso geht es? Was hast du da getan, damit es geht und was fehlt dir noch genau?
Was PC-BSD angeht, ist es nach allem was ich lese ein FreeBSD. Ein FreeBSD. Ich meine, wenn es langsam geht, gibt es zunächst keinen Grund anzunehmen, dass dein eigenes FreeBSD schneller gehen würde. Allerdings kommt PC-BSD wohl mit KDE4 und das ist gewaltig. Andere DEs sind sicher sparsamer im verbrauch und möglicherweise dann schneller. PC-BSD schließt den Gebrauch anderer DEs sicher nicht aus.
Muss weg. Vielleicht hilft dir das ja schon ein wenig. Wenn nicht, müssen wir mal weiter sehen.