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Gibt es eine dedicated Soundkarte mit Intel-Chip?

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #1
Der Grund weshalb ich frage ist folgender: Nach wie vor spiele ich gerne ETQW (ja, es gibt noch bis zu 20 Leute, die das fast täglich spielen...^^).
Anscheinend ist der üblicherweise onboard verbaute Intel-chip der Einzige, der 5.1-Sound unter FreeBSD ermöglicht. Allerdings hat mein Board nur 3 Anschlüsse, d.h. entweder einer für hintere Lautsprecher oder Mikro. Beides gleichzeitig geht dann eben nicht.
Gibt es also Soundkarten mit Intel-Chip, oder ermöglicht vielleicht ein anderer FreeBSD-Treiber ebenfalls 5.1-Sound (vielleicht VIA)?
 

mr44er

Well-Known Member
#2
Äh...ich verstehe das Problem nicht. Deine Soundkarte klappt mit 5.1 bei dir oder mangelt es jetzt an den Anschlüssen? Oder andersrum? :p
 

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #3
Es mangelt an den Anschlüssen. Man braucht insgesamt vier (front, center/subwoofer, rear und mic in), und ich habe nur drei. Mein altes Board hatte vier, da konnte ich das machen, aber es gab den Geist auf und das Ersatzboard hat eben nur drei Anschlüsse.
 

mr44er

Well-Known Member
#4
Ach, ich glaube jetzt hab ichs gerafft (mir fehlt Schlaf). Du willst 5.1 Ausgabe haben und gleichzeitig ein Mikrofon zwecks Geblubber mit den Kumpels nutzen. Das mit dem Ersatzboard war mir nicht ersichtlich. ;)

Ich meine, du brauchst audio/oss und musst den Kernel neu bauen ohne die normale Soundunterstützung und dann noch eine von oss unterstützte Soundkarte.

Und dann gibts da noch die Soundblaster -> https://www.freebsd.org/cgi/man.cgi?query=snd_emu10kx&sektion=4&n=1

Ich hab eine Sound Blaster Audigy 2 ZS.

Sieht so aus:
Code:
cat /dev/sndstat
Installed devices:
pcm0: <EMU10Kx DSP front PCM interface> (play/rec) default
pcm1: <EMU10Kx DSP rear PCM interface> (play)
pcm2: <EMU10Kx DSP center PCM interface> (play)
pcm3: <EMU10Kx DSP subwoofer PCM interface> (play)
pcm4: <NVIDIA (0x0080) (HDMI/DP 8ch)> (play)
pcm5: <NVIDIA (0x0080) (HDMI/DP 8ch)> (play)
pcm6: <NVIDIA (0x0080) (HDMI/DP 8ch)> (play)
pcm7: <Conexant CX20642 (Analog 4ch/2.0)> (play/rec)
pcm8: <Conexant CX20642 (Analog)> (play/rec)
No devices installed from userspace.

und 

emu10kx0@pci0:2:5:0:    class=0x040100 card=0x20061102 chip=0x00041102 rev=0x04 hdr=0x00
    vendor     = 'Creative Labs'
    device     = 'EMU10k2/CA0100/CA0102/CA10200 [Sound Blaster Audigy Series]'
    class      = multimedia
    subclass   = audio
none3@pci0:2:5:1:    class=0x098000 card=0x00401102 chip=0x70031102 rev=0x04 hdr=0x00
    vendor     = 'Creative Labs'
    device     = 'SB Audigy Game Port'
    class      = input device
none4@pci0:2:5:2:    class=0x0c0010 card=0x00101102 chip=0x40011102 rev=0x04 hdr=0x00
    vendor     = 'Creative Labs'
    device     = 'SB Audigy FireWire Port'
    class      = serial bus
    subclass   = FireWire
Dudeln tuts unter FreeBSD darüber, aber ich wüsste nicht, wie ich jetzt 5.1 testen sollte.

5.1 klappt aber definitiv, wenn ich das Windows boote.
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#5
USB-Soundkarten unterstützen unter FreeBSD auch 5.1 oder sogar 7.1, wenn sie die entsprechenden Ausgänge haben und uaudio-kompatibel sind. Empfehlen kann ich da aber nichts.
 

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #6
Hi @mr44er,

wie Dir selbst auffallen wird:

cat /dev/sndstat Installed devices: pcm0: <EMU10Kx DSP front PCM interface> (play/rec) default pcm1: <EMU10Kx DSP rear PCM interface> (play) pcm2: <EMU10Kx DSP center PCM interface> (play) pcm3: <EMU10Kx DSP subwoofer PCM interface> (play)
Front, rear und center sind jeweils unterschiedlichen pcm-devices zugewiesen. Diese Ergebnis bekomme ich auch ohne Neukompilieren des Kernels automatisch, wenn ich meine alte SB Audigy einbaue. Das Problem sind eben die unterschiedlichen pcm-devices. Das hatte ich hier vor Jahren schon mal gepostet und @Yamagi antwortete damals, dass das nur mit pulseaudio zu lösen sei, ohne aber genau sagen zu können, wie. Entweder kann mir jemand genau erklären, wie man die Audigy mit Pulseaudio (einfach) konfigurieren kann, oder man kommt hier nicht weiter.

Deswegen fragte ich nach Intel, weil der FreeBSD-Treiber für Intel der Einzige (snd_hda) ist, der direkt (also ohne pulseaudio) Mehrkanal-Sound ermöglicht, ohne die verschiedenen Kanäle unterschiedlichen pcm-devices zuzuordnen.

Steht ungefähr so in der man snd:

Multichannel Audio
Multichannel audio, popularly referred to as “surround sound” is
supported and enabled by default. The FreeBSD multichannel matrix
processor supports up to 18 interleaved channels, but the limit is
currently set to 8 channels (as commonly used for 7.1 surround sound).
The internal matrix mapping can handle reduction, expansion or re-routing
of channels. This provides a base interface for related multichannel
ioctl() support. Multichannel audio works both with and without VCHANs.

Most bridge device drivers are still missing multichannel matrixing
support, but in most cases this should be trivial to implement.
Schön zu wissen, dass die Implementierung "trivial" wäre, macht nur leider keiner... Es ist auch nicht klar, welche "bridge device drivers" von den "most" immernoch kein "multichannel matrixing support" haben, ich weiß eben nur, dass snd_hda es hat. Deswegen die Frage, ob es eine Soundkarte gibt, die mit snd_hda läuft.
 

Andy_m4

Well-Known Member
#7
Das hatte ich hier vor Jahren schon mal gepostet und @Yamagi antwortete damals, dass das nur mit pulseaudio zu lösen sei, ohne aber genau sagen zu können, wie. Entweder kann mir jemand genau erklären, wie man die Audigy mit Pulseaudio (einfach) konfigurieren kann, oder man kommt hier nicht weiter.
Naja. Man kann ja auch mal selbst etwas recherchieren und probieren.
Eine Suche nach pulseaudio split channels to different devices
ergab schon ein paar Treffer die ganz vielversprechend aussehen.

Ich hab selbst kein PulseAudio und kann deshalb nicht mal schnell hier nachgucken.
 

mr44er

Well-Known Member
#8
Deswegen die Frage, ob es eine Soundkarte gibt, die mit snd_hda läuft.
Also da bin ich raus. Die onboard auf dem Intelboard hier läuft damit, aber das sind eben auch nur 3 Ausgänge und ist der Grund, warum die Soundblaster drinsteckt.

Most bridge device drivers are still missing multichannel matrixing support, but in most cases this should be trivial to implement.
Es liest sich für mich so, dass man nicht zwingend am Treiber popeln muss, sondern man tippt paar Zeilen mehr in seine config.
 

mr44er

Well-Known Member
#9
Bist du hier weitergekommen?
Ich hab mich mal etwas mehr damit befasst und habe festgestellt, dass meine beiden Soundblaster und auch die Asus Xonar PINs haben, an denen man weitere 3,5er Klinkenbuchsen anschließen kann.

Wenn dein Mainboard nun diese PINs bereitstellt, könntest du einen vierten Anschluss extra für den Mikro bekommen und musst dich nicht quälen mit irgendwelchen configs bzw. anderen Soundkarten.
 

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #10
Nee, leider nicht. Trotzdem Danke für den Hinweis. Allerdings wurde hier in einem anderen Thread im Zusammenhang mit Mischpulten audio/virtual_oss erwähnt. Leider werde ich aus der manpage nicht ganz schlau aber denke, das könnte auch eine Lösung sein für 5.1-Sound. Es geht nicht nur um das Mikro, sondern eben auch um 5.1. Ansonsten wäre eben wirklich nur Pulseaudio eine Lösung, für das es auch ein GUI gibt. Ich will aber kein Pulseaudio.
 

mr44er

Well-Known Member
#11
Ok, und ein paar Kröten für eine kompatible USB-Tröte willst du nicht investieren oder scheust du dann dennoch das Gebastel?
 

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #12
Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Keine Scheu, aber wie gesagt, dann hätte ich zusätzlich eben ein Mikro, was aber letztendlich nicht so wichtig ist wie 5.1. Hat hier keiner etwas mit virtual_oss zu tun, das Thema scheint mir auch interessant im Hinblick auf Mischpulte?

Die Beschreibung des Ports lautet folgendermaßen:

Virtual OSS is an audio mixing application that multiplexes and
demultiplexes a single OSS device into multiple customizable OSS
compatible devices using character devices in userspace. These devices
can be used to record played back audio and mix the individual
channels in multiple ways.

Das klingt doch so, als könnte man das Problem der verschiedenen Audio-Devices einer SB Audigy mit emu10kx lösen, oder?
 

mr44er

Well-Known Member
#13
Mhm, eher nicht. Wie ich das auffasse bekommst du damit eben nur virtuelle Kanäle und kannst mehrere Apps (Pfui-Wort!) Anwendungen bedienen.

Eine physische Buchse kannst du ja auch nicht gleichzeitig mit den Rears und Mic stöpseln, davon abgesehen dass sie technisch auch nur entweder/oder schalten kann.

Vorstellbar ist, dass du parallel deine onboard für 5.1 nutzt und in die Soundblaster dein Mic steckst. Könnte sein, dass man das dann über Virtual OSS machen kann/muss oder es geht einfach so ohne sich abzuquälen.

https://www.ebay.de/itm/USB-2-0-3D-...825800?hash=item33ba5a8208:g:A3AAAOSw6VRaAuFW

Das wäre so ein ekliges Billigding. Ich hab sowas 1x bei nem Kollegen eingerichtet, weil seine onboard-Buchsen mechanisch durchgelutscht waren. Es war Windows und es funktionierte einfach...aber eben nur Stereo.

Yamagi hat einen bestimmten Chip genannt, der mit FreeBSD laufen soll und anscheinend gibt es die Dinger auch in Mehrkanal.
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#14
Yamagi hat einen bestimmten Chip genannt, der mit FreeBSD laufen soll und anscheinend gibt es die Dinger auch in Mehrkanal.
Jepp. Eigentlich sollte jede mit uaudio1 und uaudio2 kompatible Karte unter FreeBSD funktionieren.

Da gibt es allerdings ein sehr dreckiges Geheimnis: Während MacOS, Linux und sogar FreeBSD uaudio2 schon seit Jahren direkt und out of the Box können, braucht Windows auch in Nummer 10 noch immer noch einen Treiber. Darum sind viele günstigere USB-Soundkarten uaudio1 Geräte, uaudio1 hat aber nur gute 1MB/s Bandbreite zur Verfügung. Und da sind mehr als 2 Kanäle schwer durchzubekommen. Also explizit drauf achten, dass das Gerät uaudio2 kann.
 

mr44er

Well-Known Member
#15
Vorstellbar ist, dass du parallel deine onboard für 5.1 nutzt und in die Soundblaster dein Mic steckst.
Denkfehler, andersrum natürlich. Mic onboard stecken, 5.1 auf Soundblaster. ;)

uaudio1 hat aber nur gute 1MB/s Bandbreite zur Verfügung
Ah, gut zu wissen. Ich plane halbgar einen neuen PC haben zu wollen, bin aber noch nicht weitergekommen. :p
Jedenfalls gehe ich davon aus, dass ein neues Board keinen PCI-Slot haben wird und keine meiner Karten einsetzbar und ich mich mit USB-Ton beschäftigen muss.
Wobei...diese Gamerboards haben doch Mehrkanal onboard.
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#16
Das wäre auch mein Tipp. Nehme ein Mainboard mit einem der besseren HDA-Chips. Der Realtek 1220 ist zum Beispiel sehr gut, kann 7 Kanäle, wird von FreeBSD unterstützt. Wenn du nicht gerade sehr gute High-End Kopfhörer oder Lautsprecher hast, würde es aber auch der weiter verbreitete ALC887 tun. Zum Glück ist das menschliche Gehör auch eher mies... Und wenn man seinen Hund glücklich machen will, kann man per TOSLink oder S/PDIF einen guten DAC wie z.B. den Fiio D03K nehmen und über den Onboard-Chip befüttern, kostet direkt vom Hersteller 27,90€: https://fiio-shop.de/dac/550/fiio-d03k-taishan

Nachtrag um Verwirrung auszuschließen: Einfache DAC per TOSLink oder S/PDIF können nur 2 Kanäle. Für mehr Kanäle braucht man einen externen Decoder, der wegen der Lizenz für das Surround-System des Jahres wirklich böse teuer ist.

Nachtrag 2: PCIe->PCI-Riser kennst du? Gibt's aufm Amazon-Makrtplatz für kleines Geld. Zum Beispiel https://www.amazon.de/CSL-Schnittst...ntollerkarte-Videoschnittkarte/dp/B00EA04I2C/
 

mr44er

Well-Known Member
#17
Ich habe vom Schrott einen Technics SA-AX7 gerettet, es fehlte nur die Klappblende und die Fernbedienung.
Technisch tiptop das Teil, kein Poti kratzt. Hat aber weder toslink noch spdif. Ist aber auch wurscht, ich habe keine Haustiere. ;)
Obendrein hat mir mein Kumpel noch einen Woofer geschenkt (Yamaha NS-W1).
Edit: Jetzt erst gerafft, dass er zwischen PC und amp gesteckt wird. Den bräuchte ich dann aber 6x, weil ich zwei 5.1 Quellen anschließen werde. :ugly:
Edit2: Das würde generell nicht passen. Wenn nur 2 Kanäle aus dem Ding rauskommen, habe ich doch immer noch 'nur' einen optischen oder digitalen Ausgang. :confused: Ok, Nachtrag jetzt gelesen. ;)
Und ja, die Riser-Karten kenne ich, das ginge aber arg schief. Die Audigy hat volle Größe und für 90° habe ich kein passendes Gehäuse. Wenn das mit dem PC gereift ist (kann dauern, soll ne Win10-Daddelkiste werden, also unwichtig, weil Zeit und Reallife schlecht vereinbar sind), wirds auf onboard-Mehrkanal rauslaufen.

Jedenfalls hab ich mich dann mal hingesetzt, Kabel gezogen (Ich kann dafür wärmstens eine Klammerpistole empfehlen, diese Kabelhalter mit Nägelchen drin waren zu groß), Adapter zusammengepfuscht und Lautsprecher im Raum verteilt.

Da ich bisher mit Stereo zufrieden war, ist jetzt analoges 5.1 ein Meilenstein für mich, obwohl es aus dem letzten Jahrhundert ist. Aber hey...alles aus dem Schrott zum Nulltarif und dann schmeckts gleich doppelt so gut. :)

Was ich eigentlich sagen wollte: ich finde den Klang so jetzt mit der Ausstattung absolut edel im Vergleich zu vorher (sofern Stereo-Upmix tut wie es soll, echte Mehrkanalquellen räumen mir das Geschirr ab), aber ein Audiophiler würde mich allein schon wegen mangelnder Goldkontakte bemeckern. Dh. ich bin mir nicht sicher, ob ich einen Unterschied Realtek 1220 vs. ALC887 bemerken würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
H

holgerw

Guest
#18
Hallo,

eine halbe OffTopic Zwischenfrage:
Ich habe eine Terratec USB Aureon 7.1 Karte.
Die muss eigentlich nur Stereo 2.0 Out können.
Woher weiß ich, ob die uaudio1 oder uaudio2 hat?
Sie läuft unter FreeBSD und mit Alsa, klingt aber mit FreeBSD OSS interessanterweise etwas basslastiger.
Falls das uaudio1 ist, würde eine Karte mit uaudio2 etwas in diesem Fall verbessern?
Diese Karte gibt immerhin Sound aus auf zwei Klipsch-Hörner und da wäre mir eine Verbesserung schon ein paar Mehrausgaben wert.
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#19
Also, ganz einfach: uaudio1 aka UAC 1.0 gehörte zu USB 1.0 bzw. 1.1. Damit ist es auf 12 Mbit/s begrenzt, was allerdings erstmal kein großes Problem ist. So viel Bandbreite braucht PCM-Audio nicht, bei gängigen 48.000 Samples zu 16 Bit die Sekunde nur ~750kbit/s. Nun ist klassisches USB 1.0 bzw. 1.1 aber ein synchrones, auf Polling aufbauendes Protokoll, ursprünglich zum Anschluss von Tastaturen und ähnlichen Geräten entwickelt. Das funktioniert in etwa so, dass der Host fragt "Soundkarte, hast du oder brauchst du Samples?" Es antwortet mit "Ja, ich brauche Samples". Erst dann schickt der Host ein paar Samples, die durch die Soundkarte abgespielt werden. Diese ganze Kommunikation muss synchron zur niedrigen, durch den Host vorgegebenen Pollrate erfolgen, die eventuell gar nicht dem entspricht, was die Soundkarte braucht. Die Folge ist starker Jitter. Das lässt sich zwar weitestgehend ausgleichen, aber der Ausgleich kostet massiv Bandbreite und je mehr Channels man synchronisieren muss, umso größer wird das Problem. Daher unterstützen die meisten besseren uaudio1-Geräte lediglich 2 Kanäle.

uaudio2 aka UAC 2.0 nutzt USB 2.0. Das hat mit 480Mbit/s eine wesentlich höhere Bandbreite, unterstützt vor allem aber Dinge wie asynchrone - also vereinfach gesagt nicht zur Pollrate synchronisierte - Datenübertragung und Clock Domains. Damit kann der Host einfach ungefragt Samples an die Soundkarte übertragen, wo sie in einen Buffer geschrieben und aus dem abgespielt werden. Da Host und Soundkarte dazu unterschiedliche Taktraten haben können, gibt es kaum mehr Jitter-Probleme. Man kann nahezu beliebig viele Kanäle mit sehr hohen Samplerates und Bittiefen abspielen.

Aber das ist alles an der Grenze zur Alchemie. Sample Rates über 44.100 oder eben dem etwas "runderen" 48.000 machen keinen Sinn, das Nyquist-Theorem steht dem leider im Weg. Ähnlich sieht es mit hohen Bitraten aus:
Und Jitter lässt sich auch mit uaudio1 recht gut kontrollieren. Um die DAC-Chips selbst wird in Hifi-Foren ja gerne mal ein fast schon religiöser Kult betrieben, ich sage nur die fanatischen Anhänger des ESS Sabre. Aber DAC sind seit inzwischen 40 Jahren verstandene Technik, die Kosten liegen da im Centbereich und alles darüber hinaus ist Esoterik. In der Praxis ist damit die einzige wirklich relevante Frage die Qualität des Analogteils der Soundkarte. Das geht ganz simpel mit der Qualität der Schaltung und der verbauten Komponenten los, über die Stromversorgung (die Schaltnetzteile von Computern sind da nicht so glücklich) und Schirmung gegenüber der Hochfrequenzsuppe der restlichen Hardware.

Das Problem ist nur, dass die Qualität des Analogteils von außen schwer zu beurteilen ist. Kaum jemand veröffentlicht Schaltpläne und selbst wenn kann zumindest ich da nichts rauslesen. Der Preis ist da auch keine Hilfe. Gerade aus China gibt es inzwischen eine ganze Reihe Audiohardware, die einen verdammt guten Analogteil hat und spottbillig ist. Umgekehrt optimieren namenhafte Hersteller in sündteuren Geräten schon mal auf den letzten Cent.
 
H

holgerw

Guest
#20
Hallo @Yamagi

danke für Deine mal wieder sehr detaillierte Erklärungen. Das Teil geht an USB1.1, daher gehe ich mal von uaudio1 aus.

Vielleicht ist es dann doch besser, sich eine USB-Karte mit uaudio2 und eigenem Netzteil zu besorgen. Unter fbsd und Linux läuft das ja alles und ich brauche auch nur Stereo 2.0 Out, aber das sollte schon ordentlich sein.
 

mr44er

Well-Known Member
#21
klingt aber mit FreeBSD OSS interessanterweise etwas basslastiger.
Aus dem Bauch raus würde ich dazu meinen, dass OSS eine andere Standardeinstellung hinsichtlich Equalizer/Bass hat als ALSA.

Vielleicht ist es dann doch besser, sich eine USB-Karte mit uaudio2 und eigenem Netzteil zu besorgen. Unter fbsd und Linux läuft das ja alles und ich brauche auch nur Stereo 2.0 Out, aber das sollte schon ordentlich sein.
Ich habe keine Vorstellung wie tief man da in die Tasche greift für so Geräte. Ansonsten: Einfach probieren, man kann ja zwei Wochen testen und dann zurückschicken. ;)