Hat hier jemand Erfahrungen mit Touch Screens für Raspberry Pi's unter NetBSD?

cabriofahrer

Well-Known Member
Ich habe noch einen Raspberry Pi 3 in der Schublade, mit dem ich gerne etwas herumexperimentieren möchte. Da die Hardwareuntersützung unter NetBSD besser ist, als unter FreeBSD (Audio und Wi-Fi werden untersützt), will ich natürlich NetBSD nutzen. Ich habe irgendwo gelesen, dass NetBSD im Rahmen seiner automatischen X-Konfiguration sogar Touch Screens automatisch erkennen soll. Das würde ich gerne mal ausprobieren. Hintergedanke für ein mögliches Projekt könnte z.B. ein Musikabspielgerät sein, mit dem man den guten alten XMMS auf dem Touchscreen bedienen kann.
Mögliche Kandidaten könnten diese beiden Monitore sein:


und


Könnt Ihr irgendetwas dazu sagen?
 
Ein paar der Rezensionen schreiben das man einen speziellen treiber braucht um das display anzusteuern da es wohl nicht direkt einfach HDMI Signale verarbeitet.

Da würde ich ggf. mal schauen ob das unter NetBSD unterstützt wird.

Das gilt für alle Raspberry-Displays die nicht per HDMI angestöpselt werden AFAIK.

Normale Touchmonitore die per HDMI fürs Bild und USB (oder ähnliches) für den Touch angeschlossen werden funktionieren meiner erfahrung nach zumindest unter Linux / X11 oft out of the Box ich vermute das ist bei *BSD oft auch so.
 
zumindest unter Linux / X11 oft out of the Box ich vermute das ist bei *BSD oft auch so.
das ist ja auch eigentlich eine Sache von X (gewesen). Trotzdem habe ich auf einem PI (weiß nicht mehr, was für einer) mit einer FreeBSD-Installation das nicht hin bekommen (wobei auch der Bildschirm schon sehr schlecht erkannt wurde (evtl aber wegen schlechter Unterstützung der GPU).
Ein Linux gab es bereits vorbereitet, also spezialisiert nicht nur für diesen PI und diesen Touch-Screen, sondern auch als Musik-Player mit Netzwerkfähigkeit. Was genau das machte, weiß ich nicht. Ich habe es nur mal gebootet, weil ich den PI eben so bekommen hatte.

Also, da würde ich gar nicht lange fummeln, weder mit NetBSD, noch mit was anderem.
Einfach so ne fix und fertig Lösung drauf und gut ist.
 
Ein paar der Rezensionen schreiben das man einen speziellen treiber braucht um das display anzusteuern da es wohl nicht direkt einfach HDMI Signale verarbeitet.

Da würde ich ggf. mal schauen ob das unter NetBSD unterstützt wird.

Das gilt für alle Raspberry-Displays die nicht per HDMI angestöpselt werden AFAIK.

Normale Touchmonitore die per HDMI fürs Bild und USB (oder ähnliches) für den Touch angeschlossen werden funktionieren meiner erfahrung nach zumindest unter Linux / X11 oft out of the Box ich vermute das ist bei *BSD oft auch so.


Ich hatte einmal das Vergnügen mit nem Touchscreen über GPIO (war ein Pi4), das war selbst unter Linux noch ne ziemliche Frikelei mit den Treibern bis da alles lief. Würde ich ehrlich gesagt die Finger von lassen, wenn du nicht 100% weißt, dass es unter NetBSD funktioniert.
 
Also zumindest soll das Touch Screen Feature bei Allwinner SoCs unterstützt werden. Da ist auch erwähnt, mit welchem Tool dieser kalibriert werden kann:


Ob das irgendwelche Rückschlüsse zu Raspberry Pi's zulässt, weiß ich nicht. Hier ist ein älterer Problemreport im Zusammenhang mit einem Raspberry Pi Zero 2.

Nun, der kleine Touchscreen kostet nur 20 Eur, der wird wahrscheinlich mit Raspios mit Sicherheit funktionieren, viel zu verlieren hätte ich da nicht.

Ich hatte einmal das Vergnügen mit nem Touchscreen über GPIO
Die vorgeschlagenen Modelle sind beide über GPIO und das ist die einzige Variante, die mich interessiert. Also schonmal vorweg gefragt: Ich nehme mal an, dass es dann Voraussetzung ist, dass das Betriebssystem erstmal GPIO unterstützt, damit der Touch Screen überhaupt finktionieren kann, richtig?
Das soll zumindest bei FreeBSD und RPI 3 der Fall sein:


Bei NetBSD weiß ich jetzt nicht, könnte ich mir aber vorstellen. Zumindest gibt es da eine Man Page:

 
Also zumindest soll das Touch Screen Feature bei Allwinner SoCs unterstützt werden. Da ist auch erwähnt, mit welchem Tool dieser kalibriert werden kann:


Ob das irgendwelche Rückschlüsse zu Raspberry Pi's zulässt, weiß ich nicht. Hier ist ein älterer Problemreport im Zusammenhang mit einem Raspberry Pi Zero 2.

Nun, der kleine Touchscreen kostet nur 20 Eur, der wird wahrscheinlich mit Raspios mit Sicherheit funktionieren, viel zu verlieren hätte ich da nicht.


Die vorgeschlagenen Modelle sind beide über GPIO und das ist die einzige Variante, die mich interessiert.

Der zweite von dir verlinkte ist Displayport wie ich das sehe.

Also schonmal vorweg gefragt: Ich nehme mal an, dass es dann Voraussetzung ist, dass das Betriebssystem erstmal GPIO unterstützt, damit der Touch Screen überhaupt finktionieren kann, richtig?
Das soll zumindest bei FreeBSD und RPI 3 der Fall sein:


Bei NetBSD weiß ich jetzt nicht, könnte ich mir aber vorstellen. Zumindest gibt es da eine Man Page:


Jop, die grundlegende GPIO Erkennung sollte aber kein Problem sein bei den BSDs, aber dann braucht es ja je nach Gerät eben noch Treiber.
 
Also zumindest soll das Touch Screen Feature bei Allwinner SoCs unterstützt werden. Da ist auch erwähnt, mit welchem Tool dieser kalibriert werden kann:

Ja, auf der einen Seite haben die Raspberrys AFAIK gar keine interne standardisierten Touchscreenschnittstelle und das größere Problem ist halt erstmal ein Bild / Ausgabe auf den Screen zu kriegen was vermutlich erstmal der wichtigere Schritt ist - Touch ist ja nett aber etwas angezeigt bekommen erstmal wichtiger.

Und dann im Idealfall auch noch per X - das läuft halt uu an der regulären GPU vorbei und dann wirds kompliziert.

Und wie hier schon geschrieben wurde, auch mit Raspberry-OS kann das schwierig sein aus ähnlichen gründen. Raspberry ist einfach immer viel bastelkram.

Ich hab mir für meinen 2 so kleinen Display gekauft (so 3,5cm x 1cm) die die aktuelle IP-Addresse anzeigen sollen wenn ich fertig bin aber ganz einfach das anzusteuern wird für mich als laie auch nicht.
 
Meine Erfahrung bei Raspi 3 und Touchscreen erschoepft sich bei Linux.
Da war das Touchscreen ein HDMI-Bildschirm und das Touch ein USB-Device.
Meine Erfahrung mit Touch-Devices und NetBSD sagt: Single-Touch geht. Multitouch geht nicht.

Muss man wissen, muss man sich drauf einlassen.

(Bei OpenBSD habe ich aber genau an der Stelle schonmal einen Patch in den Kernel eingebracht. protz )
 
Meine Erfahrung mit Touch-Devices und NetBSD sagt: Single-Touch geht. Multitouch geht nicht.
OK, Multitouch wäre mir auch nicht wichtig. Die Schwierigkeit liegt jetzt wirklich darin herauszufinden, welche Modelle (GPIO) unterstützt werden. So wie ich das sehe, gibt es da wohl nur zwei Hersteller, Adafruit und Lafvin. Aber beide scheinen keine Treiber Online zur Verfügung zu stellen, eine der Rezensionen bei Amazon zu dem kleineren Lafvin-Modell weist darauf hin, dass der mitgelieferte Treiber "abandoned" und alt ist und auf neueren Versionen von Raspios die HDMI-Funktionalität ruiniert und im Übrigen nur Text anzeigt, also X nicht funktioniert. Die Rezension ist dazu noch von 2024.
Bezüglich Adafruit komme ich auch nicht weiter, ich habe da ein dickes Buch mit dem Titel "Raspberry Pi - Das umfassende Handbuch" aus dem Jahre 2018 und da funktionieren die URLs auch gar nicht mehr. Beispielsweise soll man auf Raspbian (heute Raspios) die Pakete mit curl -SLs https://apt.adafruit.com/add | sudo bashherunterladen können, das geht aber eben nicht mehr.
Was das jetzt bedeutet, weiß ich nicht. Vielleicht, dass Raspios diese TFTs mittlerweile out-of-the-box untersützt? Oder eben nicht?

In Bezug auf NetBSD soll uvideo(4) zuständig sein für die Untersützung von den Touch Screens, die man page gibt aber nichts her:

https://man.netbsd.org/NetBSD-10.1/uvideo.4

Irgendwie weiß ich nicht, wo ich konkretere Informationen herbekommen könnte. Weiterhin sind die TFTs von Adafruit obendrein noch wesentlich teuer als die von Lafvin, also 45 Eur im Gegensatz zu 20 Eur.
 
OK, Multitouch wäre mir auch nicht wichtig. Die Schwierigkeit liegt jetzt wirklich darin herauszufinden, welche Modelle (GPIO) unterstützt werden. So wie ich das sehe, gibt es da wohl nur zwei Hersteller, Adafruit und Lafvin. Aber beide scheinen keine Treiber Online zur Verfügung zu stellen, eine der Rezensionen bei Amazon zu dem kleineren Lafvin-Modell weist darauf hin, dass der mitgelieferte Treiber "abandoned" und alt ist und auf neueren Versionen von Raspios die HDMI-Funktionalität ruiniert und im Übrigen nur Text anzeigt, also X nicht funktioniert. Die Rezension ist dazu noch von 2024.

Eine Option wäre ein Display zu kaufen das direkt per HDMI angeschlossen wird und nur den Touch per USB macht.
Sowas gibts, scheint aber etwas teurer (Ich hab bei ner schnellen Recherchemodelle ab 40€ gefunden) und braucht natürlich noch mehr Kabel usw. - da kann man sich dann aber zumindest relativ sicher sein das zumindest ein Bild kommt :)

Bezüglich Adafruit komme ich auch nicht weiter, ich habe da ein dickes Buch mit dem Titel "Raspberry Pi - Das umfassende Handbuch" aus dem Jahre 2018 und da funktionieren die URLs auch gar nicht mehr. Beispielsweise soll man auf Raspbian (heute Raspios) die Pakete mit curl -SLs https://apt.adafruit.com/add | sudo bashherunterladen können, das geht aber eben nicht mehr.
Was das jetzt bedeutet, weiß ich nicht. Vielleicht, dass Raspios diese TFTs mittlerweile out-of-the-box untersützt? Oder eben nicht?

Der Befehl zieht von einer Webseite eine Datei und führt die dann ungeprüft als root aus - quasi der Sicherheits-Supergau, das einzige was zwischen dem und einen übernommen System steht ist das die Webseite noch Legitim ist und niemand am DNS rummanipuliert aus. Kurz: Klingt nicht sehr vertrauenserweckend.

In Bezug auf NetBSD soll uvideo(4) zuständig sein für die Untersützung von den Touch Screens, die man page gibt aber nichts her:

https://man.netbsd.org/NetBSD-10.1/uvideo.4

Ich hab das mal versuch zu googeln, das scheint aber eher ein Treiber für Webcams usw zu sein? Auf jedenfall ist USB für mich ein zusätzlicher hinweis dadrauf das es so garnichts mit gpio betriebenen bildschirmen zu tun hat.
 
https://www.reichelt.de/de/de/shop/...ld_-_display_lcd-touch_7_800x480_pixel-159859 Ich hatte immer die hier (unter Linux)
Die melden sich, wie gesagt, als USB Device an.
Aber den Bildern und der Beschreibung nach wird das Display über ein Ribbon-Cable und ein Adapterboard mit dem RPI verbunden. Also kein HDMI-Bildschirm, wie Du in #8 sagst? Und wurde das dann unter Linux (welches denn?) out-of-the-box erkannt und war gleich einsatzbereit? Hattest Du es auch unter NetBSD probiert?
 
Ich würde die Displays gedanklich in drei Klassen trennen: HDMI + USB-Touch, offizielles DSI-Display/Ribbon und die kleinen SPI/GPIO-TFTs. Dass gpio(4) da ist, reicht für die letzte Klasse leider nicht; man braucht trotzdem den passenden Framebuffer-/Touch-Treiber für genau den Controller. Wenn es nicht bewusst Bastelarbeit sein soll, ist HDMI fürs Bild plus USB für Touch die deutlich risikoärmere Variante.
 
Ich würde die Displays gedanklich in drei Klassen trennen: HDMI + USB-Touch, offizielles DSI-Display/Ribbon und die kleinen SPI/GPIO-TFTs. Dass gpio(4) da ist, reicht für die letzte Klasse leider nicht; man braucht trotzdem den passenden Framebuffer-/Touch-Treiber für genau den Controller. Wenn es nicht bewusst Bastelarbeit sein soll, ist HDMI fürs Bild plus USB für Touch die deutlich risikoärmere Variante.
Danke auch für diesen Hinweis. Die Variante, die mich interessiert, ist offizielles DSI-Display/Ribbon. Ist die nicht genauso risikoarm wie HDMI plus USB? Also bei der Seite, auf die @dettus hingewiesen hat, handelt es sich offenbar um offizielle Produkte für den Raspberry Pi. Da würde mich mittlerweile eher der "Touch Display 2" interessieren:


Ich denke mal, man kann also mit Sicherheit davon ausgehen, dass alle diese Produkte zumindest mit RaspiOS funktionieren werden, falls es NetBSD nicht tun sollte. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass bei FreeBSD die Unterstützung mittles wmtläuft. Das Modul wird automatisch geladen, selbst wenn man kein Touch-Device angeschlossen hat.
Leider habe ich zu wmt nur das hier gefunden:

1782379571210.webp

Die Touchscreens von ELO und eGalax scheinen aber wiederum nichts mit den Touchscreens für den Raspbrerry Pi zu tun zu haben.
 
ELO ist ein großer Hersteller von Touchscreens in "normalen" Bildschirmformaten (17", 23", 27" usw) - mein Arbeitgeber hat die z.B. in der Logistik.
 
Ich nehme and, die gehören zur HDMI/USB-Variante?

Ja genau. Da muss auch nicht zwangsweise ein Raspberry drann, ein normaler PC, Notebook usw funktioniert auch
(sofern die Treiber vorhanden sind, mit älteren ELOs und LGs musste ich schonmal ganz schön basteln weil die offiziellen Treiber nur für XP waren, ich hab das dann aber auch unter 11 zum laufen bekommen.)
(Modelle von 2010 oder so hatten idr. kein HDMI sondern VGA oder evtl. DVI)


Lt. google-recherche bekommt man günstige kleinere (So 14" / 15") Touchscreens mit HDMI (oder displayport, muss man drauf achten) / USB von günstigen China-Herstellern ab 100€ - auch ein gebrauchtmarkt könnte was hergeben, da hab ich jetzt aber nicht selbst gegoogelt.
Wenn du den Platz für das Gerät hast könnte die größere Fläche natürlich auch sehr attraktiv sein um mehr dazustellen und größere Touchflächen zu realisieren.
 
Zurück
Oben