SierraX
Well-Known Member
Nicht, weil sie überhaupt existieren oder wegen der schieren Menge; das beobachte ich mit meinem Splunk-Server ja mittlerweile schon seit einigen Jahren. Zuerst über die jeweiligen Security-Logs, wo ich die IPs und Namen mitgeschnitten habe, wenn ein Login-Versuch wie erwartet fehlschlug.
Ich sehe aber seit gestern, wie bodenlos schlecht wohl deren Passwortlisten sind!
Da ich gerade mehr als genug Zeit habe, dachte ich mir so: Mal gucken, ob das, was ich für meine beiden Server — einer in Karlsruhe und ein kleiner bei OpenBSD.ams — schon lange beobachte, auch für mein Heimnetzwerk gilt. Da ich dieses sowieso gerade umbaue — ISP-Router und Maschinen, die direkt daran hängen, werden zu einer Art DMZ und das Intranet wird durch einen OpenBSD-Router von diesem getrennt. Also habe ich mir eine VM mit FreeBSD 14 aufgesetzt, weil es noch keinen Splunk Forwarder für FreeBSD 15 gibt, und nach dem gescheiterten Versuch, mit Python einen SSH-Honeypot zu bauen, etwas mit sshesame herumgespielt.
Der Login-Versuch kommt jetzt ganz normal auf Port 22 an und wird auf Port 10022 durch die Firewalls an den Honeypot weitergeleitet. Weil mir die Datenmenge zu gering ist, habe ich kurzerhand meinen Server in Karlsruhe auch noch von den Security-Logs auf Honeypot umgezogen.
Der erfasst Uhrzeit, IP, Port, User und Passwort. Und die Passwörter sind FÜRCHTERLICH.
Man nimmt am besten root, r00t und admin* für eine Auswertung raus. Die machen ~70 % der Usernamen aus, ~60 % alleine root, und versauen einem sämtliche Statistiken. Auch weil überwiegend die gleichen Passwörter halt auch unter diesen Usern verwendet werden.
Dabei ist eins, was man als 1337-Haxxor lernen sollte, dass kein Admin mit nur ein wenig Sachverstand PermitRootLogin dauerhaft auf ja statt nein oder prohibit-password setzt.
Username gleich Passwort, bekannt vom Initialpasswort bei z. B. Ubuntu, wenn man es, glaube ich, von der Live-Umgebung installiert. Bei diesen Systemen muss man den SSH-Server aber eh selber nachinstallieren oder wissentlich in Betrieb nehmen. Also auch erstmal rausgeflogen, da sonst wahrscheinlich zehn bis zwanzig der Top 50 nur so Sachen wie debian:debian, zabbix:zabbix und so weiter wären.
Gut, es läuft jetzt gerade mal zwei Tage, aber pi:raspberry ist auf Platz 1, rly? Das gilt nur für RasPi-OS-Versionen, die älter als 4 Jahre sind. Dann dieser Zahlenreihen-Fetisch … wer macht denn sowas? Halten die Linux-/Unix-User allesamt für bescheuert?
Wenns hier Interesse an vollständigen Listen username
assword als .csv gibt, gebt gerne Bescheid. ChatGPT mit etwa 1000 solcher Paare zu füttern und dazu fragen zu stellen war recht interessant… mit 20000 solcher Paare muss ich das auch noch ausprobieren ;-)
Ich sehe aber seit gestern, wie bodenlos schlecht wohl deren Passwortlisten sind!
Da ich gerade mehr als genug Zeit habe, dachte ich mir so: Mal gucken, ob das, was ich für meine beiden Server — einer in Karlsruhe und ein kleiner bei OpenBSD.ams — schon lange beobachte, auch für mein Heimnetzwerk gilt. Da ich dieses sowieso gerade umbaue — ISP-Router und Maschinen, die direkt daran hängen, werden zu einer Art DMZ und das Intranet wird durch einen OpenBSD-Router von diesem getrennt. Also habe ich mir eine VM mit FreeBSD 14 aufgesetzt, weil es noch keinen Splunk Forwarder für FreeBSD 15 gibt, und nach dem gescheiterten Versuch, mit Python einen SSH-Honeypot zu bauen, etwas mit sshesame herumgespielt.
Der Login-Versuch kommt jetzt ganz normal auf Port 22 an und wird auf Port 10022 durch die Firewalls an den Honeypot weitergeleitet. Weil mir die Datenmenge zu gering ist, habe ich kurzerhand meinen Server in Karlsruhe auch noch von den Security-Logs auf Honeypot umgezogen.
Der erfasst Uhrzeit, IP, Port, User und Passwort. Und die Passwörter sind FÜRCHTERLICH.
Man nimmt am besten root, r00t und admin* für eine Auswertung raus. Die machen ~70 % der Usernamen aus, ~60 % alleine root, und versauen einem sämtliche Statistiken. Auch weil überwiegend die gleichen Passwörter halt auch unter diesen Usern verwendet werden.
Dabei ist eins, was man als 1337-Haxxor lernen sollte, dass kein Admin mit nur ein wenig Sachverstand PermitRootLogin dauerhaft auf ja statt nein oder prohibit-password setzt.
Username gleich Passwort, bekannt vom Initialpasswort bei z. B. Ubuntu, wenn man es, glaube ich, von der Live-Umgebung installiert. Bei diesen Systemen muss man den SSH-Server aber eh selber nachinstallieren oder wissentlich in Betrieb nehmen. Also auch erstmal rausgeflogen, da sonst wahrscheinlich zehn bis zwanzig der Top 50 nur so Sachen wie debian:debian, zabbix:zabbix und so weiter wären.
Gut, es läuft jetzt gerade mal zwei Tage, aber pi:raspberry ist auf Platz 1, rly? Das gilt nur für RasPi-OS-Versionen, die älter als 4 Jahre sind. Dann dieser Zahlenreihen-Fetisch … wer macht denn sowas? Halten die Linux-/Unix-User allesamt für bescheuert?
Wenns hier Interesse an vollständigen Listen username
assword als .csv gibt, gebt gerne Bescheid. ChatGPT mit etwa 1000 solcher Paare zu füttern und dazu fragen zu stellen war recht interessant… mit 20000 solcher Paare muss ich das auch noch ausprobieren ;-)


). Bei mir wurde auf einer Webseite schon mal ein Passwort abgelehnt, weil ich ein "eu" im Passwort hatte, und das auch Teil meines Logins war.
