IPV6CP mit pppoe(4)?

TCM

Well-Known Member
Hi,

hat hier jemand IPv6 bei der Telekom mit dem Kernel-PPPoE von OpenBSD am laufen? Ich habe mal testweise pfSense auf den Anschluss losgelassen, dort kriege ich eine IPv6-Adresse und sehe im tcpdump auch die IPV6CP-Aushandlung, der Anschluss ist also prinzipiell "IPv6-ready".

Wenn ich jedoch auf meinem OpenBSD-Router pppoe(4) verwende, sehe ich gar keine IPV6CP-Versuche. Kann der Kernel-PPPoE gar kein IPv6? Fehlt da noch irgendwelche Magie?

http://marc.info/?l=openbsd-misc&m=130014122618863 klingt, als ginge das seit 2007.

Thx

PS: 5.3/amd64
 
5.4-current schickt IPV6CP. Danach kriegt auch der dhcp6c eine Antwort und IPv6 funktioniert prinzipiell.

Was ich noch nicht ganz verstehe: selbst wenn ein IPV6CP gesendet wird und da einige Sachen ausgehandelt werden, wird trotzdem keine Adresse auf pppoe0 konfiguriert. Anscheinend ist diese Aushandlung aber nötig, damit der dhcp6c im Anschluss eine Antwort kriegt.
 
Und was sagt mir das jetzt? IPCP ist auch dazu da, dem pppoe-Interface eine Adresse zu geben.

Edit: Aber anscheinend ist IPV6CP wirklich nur dazu da, IPv6 generell irgendwie zu ermöglichen, ohne konkrete Adressen auszuhandeln, hmm.
 
hi
nein so wie ich das verstehe , akiviert ipv6cp beistmmte ipv6 protokolle, erweiterungen fuer ppp.
oder schaltet diese ab.

demnach sollte auch der router solicitation mechanismus nun dort aktiviert sein , 5.4 current mit ipv6cp , vorher sollte das mit dem rtsold genauso klappen.

wie im detail nun was aktivert wird und was nicht via ipv6cp mueeste ich auch erst nachlesen,

jedoch vergibt diese ppp erweiterung keine ip bzw kuemmert sich darum ob der rechner eine bekommt siehe rfc link von mir

holger
 
Ja, mit OpenBSD 5.4-current (GENERIC) #212: Thu Jan 9 19:28:37 MST 2014 schickt der pppoe(4) IPV6CP und IPv6 geht prinzipiell. Es erscheinen dann in 10-minütigen Abständen ICMPv6 router advertisements auf pppoe0, die ich annehmen kann, damit pppoe0 ein /64 bekommt.

Davon unabhängig funktioniert dann auch DHCPv6, wodurch ich ein /56 kriege, welches von dem o.g. /64 unabhängig ist. Ich kann mir quasi aussuchen, ob ich das /64 oder das /56 oder beide einsetze.

Da ich momentan aber einen sixxs-Tunnel habe, liegt das native IPv6 noch brach. Ich hab mich auch noch nicht weiter damit beschäftigt.
 
hi

grundsaetzlich schickt ein router(server , provider ) advertisements der client router solicitation , dass ist grundlegend fuer das neighbor discovery protocol und funktioniert
auch schon vor 5.3.


und den dhcp6 client funktionierte auch mit 5.3 und kernel pppoe ( nutze ich selber in kombination mit netcologne. )

holger
 
Interessant für mich wäre, wie ich das Netz dahinter dann mit den öffentlichen IPv6 versorgen kann. Im Moment sieht OpenBSD es ja nicht vor, rtsold und rtadvd auf einem Host gleichzeitig zu betreiben.
 
hi
naja ich sach mal jein du kann beides laufen lassen musst aber dann mit pf auf den jeweiligen interfaces das eiine oder das andere ( oder beides ) blocken.

( rtadv bzw rtsol )

holger
 
Ich hatte mich eher an den sysctls in /etc/sysctl.conf orientiert:
Code:
#net.inet6.ip6.accept_rtadv=1   # 1=Permit IPv6 autoconf (forwarding must be 0)
Wenn er nun auf dem externen Interface autoconf (rtsold) macht, kann er wohl nicht mehr routen (was für einen Router unpraktisch wäre ;))
 
hi

rtsold kann mit dem entsprechendem interface gestartet werden auch wenn der syctl accept_rtadv aktiv ist.
wichtig ist nur das die rtvadv dort angenommen werden wo sie angenommen werden sollen , und das regelst du mit pf
 
hi

grundsaetzlich schickt ein router(server , provider ) advertisements der client router solicitation , dass ist grundlegend fuer das neighbor discovery protocol und funktioniert
auch schon vor 5.3.
Also erstmal hat routeradv und routersol nichts mit NDP zu tun. Rest s.u.


und den dhcp6 client funktionierte auch mit 5.3 und kernel pppoe ( nutze ich selber in kombination mit netcologne. )

holger

Mein 5.3 schickte definitiv kein IPV6CP, wodurch dann auch keine advertisements kamen und DHCPv6 auch nicht funktionierte. Bei der Telekom ist es unbedingt nötig, dass IPV6CP ausgehandelt wurde, sonst geht gar nichts mit IPv6. Das mag ja bei Netcologne anders sein. Du kannst ja spaßeshalber mal gucken, ob überhaupt IPV6CP gemacht wird bei dir. Dass rtsol, rtadv und DHCPv6 auf 5.3 auch gehen, hilft ja nix, wenn der pppoe(4) kein IPV6CP macht und die Telekom das unbedingt braucht.

Ich hatte mich eher an den sysctls in /etc/sysctl.conf orientiert:
Code:
#net.inet6.ip6.accept_rtadv=1   # 1=Permit IPv6 autoconf (forwarding must be 0)
Wenn er nun auf dem externen Interface autoconf (rtsold) macht, kann er wohl nicht mehr routen (was für einen Router unpraktisch wäre ;))

Alle Meldungen diesbzgl. sind rein informativ. Es hindert dich nichts daran, rtadv anzunehmen und trotzdem selbst rtadv auf einem anderen Inferface zu machen.
 
hi
wenn also router advertisemt und router sol nix mi dem ndp u tun hat , womit dann ?

sorry selbst bei wikipedia steht beim ndp drinn das der rtadv und rtsol verwendet wird und wofuer


ipv6cp ist eine erweiterung fuer ppp die scheinbar in 5.4 current eingebaut wurde ...


es ist natuerlich moeglich das t-offline das benoetigt , zwingend.

den muss aber auch klar sein das es nicht alle koennen .selbst cisco hat das noch nicht durchgaegig im ios drinn.

holger
 
hi
wenn also router advertisemt und router sol nix mi dem ndp u tun hat , womit dann ?

sorry selbst bei wikipedia steht beim ndp drinn das der rtadv und rtsol verwendet wird und wofuer

NDP und rtadv/rtsol sind unterschiedliche ICMPv6 codes. Man kann NDP ohne rtadv machen und rtadv macht auch nicht automatisch NDP.

NDP ist wie ARP bei IPv4. rtadv/rtsol ist grob gesagt wie Adresszuweisung via RARP, oder ein extrem rudimentäres DHCP. Aber direkt zusammen hängen die beiden nicht.
 
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