IT-Support bei den Eltern und ihr Mailprogramm

dettus

Bicycle User
hallo.

ich will meine mutter dazu kriegen dass sie endlich mal thunderbird benutzt.
bisher verwendet sie nur das magenta-mailprogramm was bei t-online dabei ist.

und fuehlt sich dabei sicher, weil "die mails auf dem server bleiben und sie die nicht runterladen muss". deswegen will sie thunderbird erst benutzen sobald der das auch kann.
HAEH?!

wisst ihr was die meint?
 
Die kann halt die Mails auf der Weboberfläche angucken und muss die nicht erst auf ihren Rechner runterladen.

Aber mit imap dürfte das Problem eigentlich behoben sein. Wenn man mit pop3 die Mails abruft, werden diese ja normalerweise auf den Rechner runtergeladen und auch auf dem Server gelöscht. Allerdings kann man das Mailprogramm auch so einstellen, dass die Mails auf dem Server nicht gelöscht werden. Ich denke das ist also ne Einstellungssache...
 
Naja, defakto hat man die Mails ja heruntergeladen sobald man sie sieht. Sonst könnten sie ja schlecht dargestellt werden, weder vom Browser, noch vom Mailer.

Das ist hier natürlich jedem klar, aber dettus Mutter offensichtlich nicht.

Also würde ich mal sagen, es handelt sich um einen akuten Anfall von technischem Fehlverständnis.
 
Ich kann deine Mutter verstehen, meine verhält sich genauso.
Der Vorteil vom T-online-client ist, dass der dir erst mal nur die Kopfzeilen anzeigt und Du bei jeder Mail einzeln ohne große Verrenkungen entscheiden kannst, ob er sie runterladen, auf dem Server belassen oder gleich löschen soll., was beim Thunderbird wesentlich mehr Mausklicks erfordert.
Zum anderen ist es eben eine integrierte Oberfläche mit einheitlicher Handhabung, was von "Nicht-freaks" durchaus als Vorteil empfunden wird. Davon, dass mit zunehmendem Alter das Umgewöhnen auch nicht mehr so leicht geht, mal ganz abgesehen.
 
ich hatte die gleiche "Debatte" mit meiner Tante, habe aber dann doch nachgegeben und sie verwendet bis jetzt glücklich die Telekomstartseite als "Internet".
Vielleicht auch besser so, sonst ist man Schuld, wenn irgendwo was nicht läuft, auch wenn der Fehler vor der Tastatur sitzt..
 
Sowas ist eine Sache der Gewöhnung... und Gewöhnung ist ein mächtiges Mittel, um jemanden bei etwas festzuhalten.

Ich habe schon die witzigsten Effekte beobachtet. Es ist vielen Leuten lieber, die ganzen Workarounds in einer Software zu kennen und sie dauernd anzuwenden (was die totale Zeitverschwendung ist), als eine neue Software, die sehr gut und ohne Bugs funktioniert einzusetzen.

Diese Beobachtung habe ich auch bei vielen Admins (egal ob BSD/Unix oder sonstige Möchtegerne-Betriebssysteme) gemacht. Alle verteidigen ihre Ineffizienz, damit sie bloß nichts lernen müssen.
 
bitte einen vorschlag fuer einen aussagekraeftigen topic beim mod/admin abgeben, sonst schliesse ich den thread hier.

gruss
 
Ich verstehe meine Mutter auch nicht.. aber da sie meinen "IT-Support" will nutzt sie auch die Programme die ich Installiere und fertig, ich kann ihr ja schließlich schlecht bei irgendwelcher Software weiterhelfen, die ich nicht kenne.
Nach kurzer Eingewöhnung war sie dann auch mit Thunderbird sehr zufrieden - übrigens, das was das Telekom gedönse kann... beherrscht Thunderbird ebenfalls, inklusive der Headergeschichte.
Gegen großen Protest habe ich auch vor ein paar Jahren ihren Mailaccount von der Telekom wegmigriert, da das Postfachgrößen-Technisch Steinzeit war und es kein IMAP gab. Heute ist sie froh drum, denn der Internetanschluss kommt mittlerweile nichtmehr vom Rosa Riesen.

Der einzige Panikanruf den ich derzeit noch ab und an bekomme ist, wenn sie mal wieder ausversehen die Startseite geändert hat und nicht weiß, wie sie sich da wieder die T-Online Seite reinholt (wieso auch immer man diese Seite als Startseite haben möchte ;-) ) oder, wenn ClamAV gerne eine Neuinstallation hätte.

Der einzige im engeren Verwandtenkreis, der beharrlich Magenta und ab und an den Telekom-Browser weiterhin nutzt ist mein Großvater, aber der ist mittlerweile auch zu alt sich umzugewöhnen. Immerhin nutzt er aber OpenOffice und Firefox und hat mit seinen bald 80 Jahren immernoch Spaß am Rechner... wenn da nicht die Bildschirmauflösung langsam zu klein für ihn werden würde.. manchmal vergisst er auch, was er da eigentlich grade in der Systemsteurung kaputtgefrickelt hat, aber normalerweise kriegt er das schon selbst wieder hin ^^. Als Rentner hat man halt so seine ganz eigenen Probleme mit dem Rechner.
 
Leicht OT, aber gerade für uns "Kannste mir mal mit meinem PC Helfen"-Geschädigte sehr hilfreich:
http://www.heise.de/netze/tools/fernwartung
Das ist ein auf VNC basierendes Tool, mit dem man problem- und kostenlos eine VNC Verbindung über das Internet aufbauen kann und somit Mutter/Vater/$aelterer_mensch helfen kann. Man muss lediglich einen dyndns Account haben und den VNC Port im eigenen Netz auf seinen Rechner umlenken.
Dann noch "net/ssvnc" installieren und im Listen-Modus starten.
Dem zu Helfenden gibt man den URL zum Programm, er lädt es runter, startet es, klickt auf das linke Textfeld, sagt Ja und Amen dazu, dass jemand auf seinen Rechner gucken will und schon kann ihm übers Internet geholfen werden.
Habs jetzt schon ein paar mal benutzt und es ist echt einfach und geht meistens viel schneller, als loszufahren und vor Ort zu helfen.

Zum Thema:
Meine Mutter ist vom GMX Webinterface nach etwas Murren weggegangen und benutzt inzwischen zufrieden Thunderbird mit IMAP.
 
Oder man installiert einfach Teamviewer. Kostenlos für den privaten Gebrauch und geht ohne spezielle Einstellungen durch fast alle Firewalls.
 
Oder man installiert einfach Teamviewer. Kostenlos für den privaten Gebrauch und geht ohne spezielle Einstellungen durch fast alle Firewalls.

Tja, nur leider ist Teamviewer nicht für BSD erhältlich ... Wobei ja mittlerweile auch Linux-Versionen davon zu kriegen sind (auch wenn es sich dabei nur um den Windows-Code in angepaßter Wine-Env handelt)...
 
Ich bin dabei meine Schwestern per VPN anzubinden und dann startet bei denen UltraVNC auf welches ich connecten kann.
 
TeamViewer lief bei mir unter Wine ganz gut. Bin mir aber nicht mehr sicher, ob ich's auch wirklich unter FreeBSD ausprobiert habe...
 
Ich benutze für solche Sachen die Fernwartung mit von laemodost genannten Tool von heise (vnc). Die TeamViewer Sachen sind nicht frei und werden bei denen über den Server geleitet. Die können den freien privaten Gebrauch auch jederzeit verbieten, dann fängt man wieder von Vorne an.

Ansonsten bietet sich noch ne OpenVPN Lösung an wobei der/die den Support anfragt als Client eingerichtet werden sollte und die Verbindung explizit (wie bei dem Fernwartungstool mit vnc auch) anfordern muss. Das schützt einen vor "Du kannst ja jederzeit auf meine Daten zugreifen". Man braucht dann auch nur als Support gebender eine Feste IP oder einen dyndns account.
 
Ich benutze für solche Sachen die Fernwartung mit von laemodost genannten Tool von heise (vnc). Die TeamViewer Sachen sind nicht frei und werden bei denen über den Server geleitet. Die können den freien privaten Gebrauch auch jederzeit verbieten, dann fängt man wieder von Vorne an..
Kannst Du nicht bei Teamviewer anstatt die ID auch die IP des Gegenübers eingeben? Dann läuft die Verbindung direkt - dazu noch nen VPN dazwischen und alles ist wieder paletti
 
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