Kein Bootmanager mehr in FreeBSD 9.0?

Rakor

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Hallo zusammen!

Ich habe mich gerade mal ans Thema gemacht "FreeBSD neben Windows". Ich habe eine Partition angelegt in welche ich Win installiert habe und nun dahinter FreeBSD9.0-beta3. Leider finde ich im neuen Installer keine Möglichkeit einen Bootmanager zu installieren. Der alte war zwar nicht unbedingt schön, aber es gab einen ;)

Nun meine Frage: Gibt es in 9.0 keinen Bootmanager mehr (und ich muss auf z.B. GAG ausweichen) oder bin ich einfach zu doof ihn zu sehen, oder muss ich ihn von Hand irgendwie irgendwohin klatschen!?

Danke!
 
Du musst ihn von Hand mit boot0cfg(8) installieren. Schaue am Besten mal ans Ende der Manpage, da stehen einige Beispiele wie's geht. BSDInstall bietet (leider) keine Option mehr ihn zu installieren, da nun neben dem alten MBR-Partitionsschema noch ca. 8 andere unterstützt werden, die überhaupt keine Bootmanager unterstützen...
 
Hallo zusammen!

Ich bin gerade dabei meine Anleitung für die Installation von FBSD neben Windows fit zu machen. Ich teste das derzeit in ner VBOX. (Funktioniert auch ganz gut). Nur habe ich lediglich ein WinVista zur Hand. Kann mir jemand sagen ob Win7 noch immer standardmässig den MBR nutzt (der ein DualBoot so angenehm macht)?

Danke euch!
 
Ahh.... wunderbar.... :) Dann bleibt da ja so einfach...

Noch ne Frage... in meiner VBOX hab ich Devices namens ad0xxx und ada0xxx (scheinen wohl identisch zu sein). Da mir das bisweilen nicht unter kam bin ich etwas skeptisch... Ist das nur der Zugriff auf die selbe Festplatte über einen anderen Treiber?
 
Jein. Bis einschließlich FreeBSD 8.x wurden ATA-Festplatten (also IDE und S-ATA) über das sogenannte ATA-Framework angesprochen, solange man nichts umstellte. Seit FreeBSD 9.0 wurde dies ATA-Framework durch das neue ATACAM ersetzt. Das führt im Prinzip ATA, S-ATA, SCSI und SAS auf eine Codebasis zusammen und bringt aus Nutezrsicht einige Vorteile. So ist es zum Beispiel schneller, unterstützt NCQ und sauberes Hotplug. Aber damit änderten sich die Gerätenamen, aus "ad" (ATA Disk) wurde "ada" (ATA Direct Access), außerdem änderte sich die Nummerierung der Festplatten. Was vorher "ad4" war, konnte also hinterher durchaus "ada0" sein. Daher hat man nach einer langen Diskussion - mag sie auch auch Flamewar nennen - für die FreeBSD 9.x Reihe einen Hack eingefügt, der die alten Namen weiterhin bereit stellt. In dem Beispiel wären also "ad4" und "ada0" das gleiche. In der dmesg nennt er für jede Platte die alten und die neuen Namen... Es gibt ein Sysctl, mit dem man diesen Hack abschalten kann, wie es heißt kann ich mangels FreeBSD 9 aber leider gerade nicht nachschauen. Für Neuinstallationen ist es sehr stark anzuraten, gleich durchgehend glabel zu nutzen und sich mit den Gerätenamen nicht mehr rumzuägern. Wer von älteren Versionen aktualisiert sollte sich auch die 10 Minuten für die Umstellung nehmen. Denn sonst hat man in einigen Jahren mit FreeBSD 10 das Problem eines nicht mehr startenden Systems.
 
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