Keine 3D-Beschleunigung mit linux-rl9?

cabriofahrer

Well-Known Member
Ich hatte bisher auf meinem Rechner FreeBSD amd 14.2, linux-c7 und eine Nvidia GTX 750. Da ich schon länger den Verdacht hatte, dass die Nvidia-Karte nicht mehr richtig funktioniert, habe ich diese durch eine Radeon (Turks XT [Radeon HD 6670/7670] laut pciconf -lv) ausgetauscht. Um diese richtig zum Laufen zu bringen, war ein Upgrade auf 14.3 nötig. Vorsichtshalber hatte ich dann auch das Userland mit pkg upgrade -fykomplett neu installiert. Dabei wurde auch linux-c7 durch linux-rl9 ersetzt. Ich habe drm-515-kmod und xf86-video-ati installiert, mein User ist Mitglied in der Gruppe video. Die Beschleunigung der Karte scheint korrekt zu funktionieren, die Ausgabe von glxgears ergibt die korrekten 60 fps, es funktienieren Spiele wie dhewm3, yquake2 und astromenace (nativ), aber z.B. auch Rage, Hitman2, Unreal, Just Cause unter wine. (Nebenbei angemerkt: Just Cause funktionierte mit der Nvidia-Karte nicht, weswegen sich der Wechsle auf die Radeon schon gelohnt hat.)
Mein wichtigstes Linux-Spiel, ETQW (nicht in den Ports) und auch linux-quake4, waren mit dem neuen rl9 schon im Menü eine Slideshow.
Um das nochmal zu überprüfen, habe ich vorläufig linux-c7 wieder installiert und damit linux-rl9 runtergehauen. Und siehe da, ETQW ist wieder spielbar.
Allerdings wurde damit auch linux-quake4, linux-enemyterritory und linux-steam-utils entfernt. Es ist natürlich verständlich und konsequent, dass einige Linux-Ports jetzt als Abhängigkeit das neue linux-rl9 bekommen, doch wenn es nicht funktioniert?
Ist das Problem bekannt und gibt es da eine Lösung? Ich hatte auch den Linux-rl9 Meta-Port installiert, gefehlt haben kann also nichts.
 
Also für mich zum mitdenken:

Du hast von 14.2 auf 14.3 aktualisiert und Zeitgleich die GPU getauscht, außerdem wurden die Linuxatur Pakete vln c7 auf C9 aktualisiert..

-> Einige native Spiele (alle?) funktionieren unter FreeBSD seit dem weiterhin, teilweise Besser
-> Einige nicht native Spiele hast du mit nativen FreeBSD WINE auch zu deiner zufriedenheit zum laufen gebracht

-> Spiele die über die Linuxemulation laufen sind seit dem Upgrade teilweise garnicht mehr startbar oder so langsam das du sie nicht verwenden kannst.

-> Wechselst du nochmal manuell auf C7 funktionieren auch diese Spiele wie gewohnt, bestimmte sachen brauchen aber inzwischen C9 als abhängigkiet weshalb das evtl. dauerhaft keine Option ist?

Braucht C9 villeicht ein Hardwarefeature was deine Karte nicht hat? Die GTX 750 war ja etwas neuer und ca. 150% schneller als die 6670

Die 750 konnte DirectX 12 und OpenGL 4.5 die 6670 kann nur DirectX 11 und OpenGL 4.4 - viel genauer hab ich das so ad-hoc nicht googlen können, aber damals war ja genau wie heute viel Dynamik in der GPU entwicklung und da sind 4 Jahre nach meiner Recherche schon ein gewisser unterschied)

(Auch einfach mal als kleine Info, um das mal etwas einzuordnen, ich hab noch ne 10 Jahre alte Geforce 970 hier rumfliegen und gerade für ne Bastellei verwendet, die ist einfach mal 3x so schnell und bietet noch immer eine erstaunlich breite unterstützung, die GPU in meinen auch wieder 4 Jahre alten Notebook oder auch eine aktuelle einstiegs-gpu ist 30x so schnell)
 
Dass die Geforce 750 GTX "besser" ist, als die Radeon, war mir schon bewußt, ich glaube aber nicht, dass das das Problem ist.
Braucht C9 villeicht ein Hardwarefeature was deine Karte nicht hat? Die GTX 750 war ja etwas neuer und ca. 150% schneller als die 6670
Das glaube ich nicht. Was mir aber im Handbook (Kap. 12.3.2) ins Auge gefallen ist:

Code:
emulators/linux_base-c7 has been deprecated following the deprecation of the upstream project. This means emulators/linux_base-c7 will not receive security updates. The use of the Rocky Linux Base System is recommended unless 32-bit compatibility is needed.

ETQW ist eine 32-bit Anwendung. Es ist nun jetzt nicht klar, ob dieser Satz meint, dass bei 32-bit Anwendungen die Beschleunigung nicht funktioniert, oder ob 32-bit Anwendungen gar nicht starten sollten. Denn starten tut es ja.

Einige native Spiele (alle?) funktionieren unter FreeBSD seit dem weiterhin, teilweise Besser
Darkplaces leider nicht, es schmiert direkt ab. Aber andererseits lässt sich in yquake2 jetzt OpenGL 3.2 auswählen und es funktioniert, mit der Nvidia-Karte ließ es sich nur mit OpenGL 1.4 spielen, bei 3.2 schmierte es sofort ab.

Gefunden habe ich auch noch das hier:


Interessant ist folgender Satz in Kommentar 4:

Code:
So I guess I have to buy an NVIDIA GPU? Someone mentioned the lack of equivalent nvidia-libs for AMD cards on FreeBSD, is that correct?

Vielleicht liegt es daran? Der Threadsteller macht dann einfach mit einer Nvidia-Karte weiter und die Frage bleibt offen. Ich weiß nur, dass ETQW mit C7 auf der Radeon läuft und jetzt auch wieder Just Cause mit wine. Weitere Spiele unter wine werde ich noch testen, ich bin aber kein großer Freund davon, da manchmal in der Vergangenheit mit einer neueren Version von wine manche Spiele aufgehört haben, zu funktionieren.
 
Lass mich mal einmischen.
Weil du mich hier kennst, traue ich mich das, obwohl ich nie wirklich irgendein Spiel am PC gespielt habe und auch ansonsten quasi nicht mitreden kann.


32Bit ist sowas von TOD.
Auch dann, wenn es in den letzten Zuckungen liegt, lohnt sich der Aufwand einer Wiederbelebung nicht.
FreeBSD ist nicht als Plattform entwickelt worden, um darauf einen Linuxulator zum Spielen zu benutzen. Wenn es geht, ok, wenn nicht, dann nicht.
Wine wurde im Laufe der Zeit immer besser, ist aber eine echte Krücke und persönlich nutze ich das nicht, wofür auch?

Du willst nun aber spielen und vielleicht 32Bit-Spiele nutzen und vielleicht Wine oder den Linuxulator unter FreeBSD?
-> Daraus ergibt sich für mich eine praktikable Lösung: Eine FreeBSD-Spiele-Konsole im eingefroren Zustand.

Ich glaube, dass es nicht sinnvoll ist (sofern das geht und die Spiele nicht dauernd Updates aus dem Netz brauchen usw), einen "produktiven" FreeBSD-Rechner mit viel Aufwand auch zum Spielen zu benutzen, vor Allem, wenn das Spielen so spezielle Anforderungen hat, die einfach mit dem Werdegang des Systems immer schwieriger in Einklang zu bringen sind.
Ich würde mir da einen eigenen Spiele-PC basteln, auf dem ich dann einen funktionierenden Zustand behalte, der keine laufenden System-Updates braucht und einfach nur für den Spaß da ist. Wenn eine VM dafür eine Option ist, wäre das natürlich noch geiler, aber genau diese 3D-Dinger sind da immer ein wenig schlecht (meiner Erfahrung und einigen gelesenen Berichten nach).
Und, wenn ich keinen eigenen PC basteln möchte, würde ich mir ein externes Speichermedium zu meinem produktiven PC anlegen und dieses speziell für meine Spiele-Anforderungen installieren und dann davon booten, wenn ich spielen möchte. Bei schnellen Medien und Schnittstellen merkt man da kaum einen Unterschied.

Klar, ich würde das nur dann machen, wenn ich in solche Schwierigkeiten gerate, in denen du gerade steckst.
Ist natürlich viel bequemer, aus dem laufenden System mal schnell ein Spiel zu starten. Keine Frage und obwohl ich nicht so spiele, kann ich das gut nach vollziehen. Der Gedanke lohnt sich aber besonders deshalb, weil ich den Eindruck habe, dass fast alle deine Spiele "altbacken" sind und wenn du nicht neue Spiele finden möchtest und lieber bei den älteren (32Bit) Dingern bleiben willst, ist eine solche Überlegung nach einer speziellen FreeBSD-Spiele-Konsole im eingefroren Zustand vielleicht einen Gedanken Wert.
 
Vielen Dank für Deinen Beitrag, Du hast natürlich nicht Unrecht. Es ist aber auch nicht so, dass ich aus Spass und grundsätzlich bei 32-bit Spielen und dem C7 Linuxulator bleiben will. Was den C7 Linuxulator angeht, brauche ich den offenbar unbedingt nur für ETQW, weil dieses eben ein altes 32-bit Linux Executable hat und damit wunderbar funktioniert. Mit wine hingehen hatte ich dieses Spiel nie zum Laufen bekommen. Nichts wäre mir lieber, als dass es für ETQW ein natives 64-bit Executable gäbe, so wie für dhewm3, yaquake2, quake2lnx, etc. Da es sich dabei um ein Spiel mit Doom3-Engine mit OpenGL handelt, müsste das doch eigentlich zu machen sein? Vielleicht könnte @Yamagi etwas dazu sagen? Wenn mich nicht alles täuscht, ist das Spiel mittlerweile sogar frei? Ich wäre da auch gerne bereit, mit gewissen Anweisungen es selbst auszuprobieren oder beim Testen zu helfen.

Die Frage, die ich in meinem vorigen Beitrag aufwerfe, ob grundsätzlich 3D-Beschleunigung mit RL9 und Radeon und AMD GPU's möglich ist, bleibt leider unbeantwortet. Hat hier keiner linux-steam-utils mit Rl9 und einer Radeon am laufen und könnte berichten?
 
Das ganze Thema "spielen unter Linux / *BSD" ist ja leider kein leichtes weshalb ich da auch primät auf der Windows-Plattform bleibe zumal, ob wohl mit besseren vorrausetzunge,n es manchmal selbst da nicht ganz leicht ist ältere spiele zum laufen zu bringen, dabei bin ich doch so begeisterter Retrogamer (Es ist allerdings etwas besser geworden seit dem gog für so manches vorgepatchte Spiele anbietet)

Ich hab leider generell noch kein Gaming unter FreeBSD versucht und dazu auch nirgendswo AMD GPU Hardware rumliegen. Ich hatte mal die aus der gleichen Zeit stammende aber etwas schnellere 6870 aber die hab ich so um 2015 durch die Geforce 970 ersetzt die nun auch schon seit 4 Jahren in Altersteilzeit bei mir ist :)

Ich hatte noch die Idee ob es sinnvoll ist mal unter RI9 ein natives 64bit spiel erstmal zu probieren um etwas weniger mögliche Problemquellen zu sehen. Sollte eins dort evtl. sogar als natives Package vorhanden sein, wäre das ja sogar noch besser da er dann evtl. fehlende abhängigkeiten automatisch lösen könnte. Oder villeicht sogar eins das es nativ für FreeBSD und nativ für RL9 gibt, dann wüsstest du das es nativ auf FreeBSD schonmal läuft und hast direktere Vergleiche

Hast du evtl. ein System mit etwas frischerer Hardware um diese auszuschließen?

Ich hab auch gelesen das es verschiedene "linux" gibt bei dem linuxator-ding (jetzt hab ich lust das auch mal auszuprobieren) - villeicht lohnt es sich ja damit mal rumzuprobieren?

In den von dir verlinkten Thread stand auch noch etwas von:

"I removed linux compat entirely, and reinstalled linux-rl9 libs only. That seems to have solved most of the issues."

Villeicht ja auch noch ein guter Tipp.

Ansonsten scheint es ja keine weiteren hinweise zu geben das nur NVIDIA funktioniert außer dem einen Thread, das fänd ich merkwürdig wenn das ein generelles Problem ist.
 
ALso bei mir läuft linux-quake4 ohne Probleme mit einer Radeon RX560 mit dem amdgpu Treiber von drm-61-kmod.

Code:
pkg version -v | grep linux
linux-quake4-1.4.2_1,1             =   up-to-date with remote
linux-rl9-alsa-lib-1.2.13          =   up-to-date with remote
linux-rl9-alsa-plugins-oss-1.2.7.1_5 =   up-to-date with remote
linux-rl9-dbus-libs-1.12.20_3      =   up-to-date with remote
linux-rl9-dri-24.2.8               =   up-to-date with remote
linux-rl9-elfutils-libelf-0.192    =   up-to-date with remote
linux-rl9-elfutils-libs-0.192      =   up-to-date with remote
linux-rl9-expat-2.5.0_7            =   up-to-date with remote
linux-rl9-flac-libs-1.3.3_2        =   up-to-date with remote
linux-rl9-fontconfig-2.14.0_2      =   up-to-date with remote
linux-rl9-freetype-2.10.4_3        =   up-to-date with remote
linux-rl9-graphite2-1.3.14_1       =   up-to-date with remote
linux-rl9-gsm-1.0.19_1             =   up-to-date with remote
linux-rl9-harfbuzz-2.7.4_2         =   up-to-date with remote
linux-rl9-imageformats-libs-1      =   up-to-date with remote
linux-rl9-libasyncns-0.8_1         =   up-to-date with remote
linux-rl9-libdrm-2.4.123           =   up-to-date with remote
linux-rl9-libgcrypt-1.10.0_2       =   up-to-date with remote
linux-rl9-libglvnd-1.3.4_1         =   up-to-date with remote
linux-rl9-libgpg-error-1.42_1      =   up-to-date with remote
linux-rl9-libjxl-0.7.0_2           =   up-to-date with remote
linux-rl9-libogg-1.3.4_1           =   up-to-date with remote
linux-rl9-libpciaccess-0.16_2      =   up-to-date with remote
linux-rl9-libsndfile-1.0.31_4      =   up-to-date with remote
linux-rl9-libvorbis-1.3.7_1        =   up-to-date with remote
linux-rl9-libxml2-2.9.13_7         =   up-to-date with remote
linux-rl9-llvm-19.1.7              =   up-to-date with remote
linux-rl9-lz4-1.9.3_1              =   up-to-date with remote
linux-rl9-nspr-4.35.0_4            =   up-to-date with remote
linux-rl9-nss-3.101.0_3            =   up-to-date with remote
linux-rl9-openal-soft-1.19.1_1     =   up-to-date with remote
linux-rl9-opus-1.3.1_1             =   up-to-date with remote
linux-rl9-pulseaudio-libs-15.0_2   =   up-to-date with remote
linux-rl9-python39-3.9.21_1        =   up-to-date with remote
linux-rl9-sdl-1.2.60               =   up-to-date with remote
linux-rl9-sdl20-2.26.0             =   up-to-date with remote
linux-rl9-systemd-libs-252_9       =   up-to-date with remote
linux-rl9-wayland-1.21.0_1         =   up-to-date with remote
linux-rl9-xorg-libs-7.7_4          =   up-to-date with remote
linux_base-rl9-9.6                 =   up-to-date with remote
linuxlibertine-g-20120116_2        =   up-to-date with remote
 
Hallo nochmal, ich hatte leider keine Zeit bis jetzt, um nochmal auf die Sache zurückzukommen. Zunächst erstmal vielen Dank für Eure Beiträge. Ich konnte auf einem Notebook mit einer A9 APU (Radeon 5 Grafik) nochmal testen. Da funktioniert drm-61-kmod mit rl9 problemlos, es gibt 3D-Beschleunigung mit Linux-Spielen. Es funktioniert sogar ETQW, obwohl es nur 32bit ist, also sehr erfreulich.
Ich kam dann auf die Idee, auf meinem Hauptrechner auch mal drm-61-kmod auszuprobieren. Zwar bekomme ich auf meiner Radeon HD 6670 damit ein Bild, aber leider keine 3D-Beschleunigung. Ich muss also mit der Karte bei drm-515-kmod bleiben.
Die einzige Lösung wäre also, eine neuere Radeon/AMD-Karte zu besorgen. Ist im Moment aber nicht so dringend. Darkplaces funktioniert auf der Karte jetzt doch, wenn ich die Texturen auf 16bit runterstelle. Somit kann ich mich der alten QuakeI Missionpacks erfreuen, die ich damals nie gespielt hatte. Doch gerade die Missionpacks funktionierten mit der Nvidia-Karte nicht, da bekam ich nur ein schwarzes Bild. Alles sehr seltsam...
Welche Radeon/AMD-Karten könnt Ihr da aus Erfahrung für FreeBSD empfehlen?
 
Welche Radeon/AMD-Karten könnt Ihr da aus Erfahrung für FreeBSD empfehlen?

Die aktuelle Serie, 90XX wird soweit ich weiß zumindest in -current unterstützt, ob da schon was in 14.X ist, weiß ich allerdings nicht, meine 9070XT fristet ihr trauriges Dasein in meinem Windows PC.

Fette Grafikpower brauchst du bei deinem Nutzungsprofil aber sowieso nicht, daher würde ich dir zu ner günstigen 7XXX oder 6XXX raten, eventuell auch ne 5700XT wenn du sie gebraucht findest. Darunter würde ich allerdings nicht gehen, ehrlich gesagt würd ich mir in deinem Fall ne günstige 7XXX holen, da hast du lange was davon, sowohl von der Grafikpower als auch vom Supportzeitraum.
 
Mittlerweile habe ich festgestellt, dass nicht nur die Graka das Problem wäre: RL9 braucht zusätzlich einen Prozessor, der x86_x64-v2 unterstützt. Das tut mein Core 2 Quad 9550 leider nicht. Damit kann ich linux-steam-utils jetzt sowieso vergessen. Und der Steam-Client unter wine funktioniert auch nicht. Tja, jetzt bin ich echt angeschissen...
 
Ich habe vorgestern auf einem alten Rechner mit einem Athlon X2 6400+ und einer alten Geforce RL9 und linux-steam-utils installiert. Wenn ich "steam" starte, kommt gleich die Fehlermeldung, dass x86_x64-v2 von der CPU nicht unterstützt wird und es bricht direkt ab.
 
Ja das ist dann natürlich bitter für Menschen mit alter HW. Fairerweise betrifft das aber wirklich nur CPUs die über 15 Jahre alt sind. Debian hat (noch) keine Einschränkungen was Microarchitekturversionen betrifft, das müsste man aber händisch einrichten und das ist auch nicht gerade trivial. Daher wirds wohl Zeit für neue Hardware ;).
 
Daher wirds wohl Zeit für neue Hardware ;).
Das ist schon klar. Die Frage ist aber, inwieweit das wirklich nötig ist, nur, um ein paar Spiele spielen zu können, wenn der PC ansonsten nach wie vor voll funktionsfähig und gut genug für alles andere ist. Im voliegenden Fall wirklich ärgerlich, denn mein Board hat einen LGA 775 Socket für Intel Prozessoren, da gibt es auch keine CPU mehr mit x86_x64-v2, also bleibt nur noch komplett aufrüsten. Und jetzt sind erst mal fast 400 EUR für neue Reifen fällig, auch hier in Spanien kann man durch den TÜV fallen...
Debian hat (noch) keine Einschränkungen was Microarchitekturversionen betrifft, das müsste man aber händisch einrichten und das ist auch nicht gerade trivial.
Nur mal so aus Interesse: Was bringt denn bei Linux (z.Zt. wohl RL9 und Tumbleweed) diese neue Voraussetzung mit x86_x64-2? Irgendwelche bestimmten Performancevorteile, von denen dann auch FreeBSD im Zusammenhang mit dem neuen Linuxulator profitiert?
 
Ich habe für meine Eltern einen AsRock Deskmini X600 mit Ryzen 5 8600G, 32 GB RAM und 1 TB SSD gebaut. Ohne die dämliche Windows 11 Lizenz - kein Kommentar, das ist ein schwieriges Thema - und WLAN-Karte ist man da bei rund 600€. Das ist sicher weit ab von High End, aber wesentlich besser als so manches, was man in diesem Forum so findet und für nahezu alles an täglicher Arbeit weitaus ausreichend schnell. Und da Zen 4 Generation dürfte es weit genug abgehangen sein, um unter verschiedenen BSDs nicht allzu viel Ärger zu machen. Habe ich allerdings nicht getestet.
 
Was gibts denn da zu meckern? Solange die noch rund sind und sich drehen...
einmal in USA bei meinem damaligen Freund zu Besuch, kam ein Farmer aus der Nachbarschaft langsam angefahren und ich sah, dass er einen Plattfuß hatte.
Nach dem üblichen shake-hands wies ich ihn darauf hin und meinte etwa "you have a flat there..."
Vollkommen ernsthaft umrundete er seinen PKW, blickte den platten Reifen nachdenklich an und meinte, das sei wohl nicht ganz so schlimm, er ist ja nur unten platt.
Alles eine Frage der Leidensfähigkeit und der Prioritäten, womit ich den kurzen Bogen wieder zum Thema führen will.

Ich mag keine Werkzeuge, die sich schlecht anfühlen. Keine stumpfen Messer, keine abgenutzten Bohrer, keine verbogenen Schraubendreher und so weiter. Natürlich kann man in der Küche auch mit einem einzigen Messer auskommen, das nicht mal sonderlich gut schneiden muss. Je nach Anspruch halt.

Mein 25 Jahre alter Passat bekommt nun nach und nach so seine Kinderkrankheiten und steht derzeit auch in der Werkstatt. Dem nächsten TüV-Termin in einigen Wochen sehe ich mit gewissen Schrecken entgegen. Ja, auch in Frankreich haben wir einen TüV!
Vielleicht geht die Ära Passat dann für mich zu Ende, hoffentlich nicht, denn ich will kein neues Fahrzeug.

Jehnun, vielleicht würde uns auch ein PC-TüV ganz nützlich sein?
Dein PC hat nicht nur abgefahrene Reifen, er würde auch eine Menge andere Mängel aufweisen, die zur Stilllegung führen müssten.

Du musst natürlich jede Ausgabe vor dir selbst rechtfertigen und entscheiden, ob neue Reifen oder neue Schraubendreher oder neue Messer oder was auch immer nötig und auch für dich selbst wichtig sind.
Das ist deine Entscheidung.
Es zwingt dich ja auch niemand, irgendwelche Spiele auf einem PC zu spielen.
Wenn dein Fahrzeug keinen TüV mehr bekommt, darfst du nicht mehr am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, aber du kannst es dir in den Garten stellen und dich jeden Tag einige Zeit hineinsetzen und so tun, als würdest du damit fahren.
Wenn dir das genügt, ist das in Ordnung.
Wenn es dir genügt, was du mit deinem PC derzeit so machen kannst, ist das auch in Ordnung.

Aber, wenn du mit deinem PC auf die Autobahn willst, sollte er wenigstens den Anforderungen dafür genügen. Du weißt es vielleicht noch: in DE muss ein Fahrzeug dafür wenigstens 60 km/h schnell sein.

Und ich glaube, dass du das alles auch ganz gut selbst weißt und längst verinnerlichst hast.
Ich wollte es dir nur nochmal deutlich vor Augen führen.
 
Vollkommen ernsthaft umrundete er seinen PKW, blickte den platten Reifen nachdenklich an und meinte, das sei wohl nicht ganz so schlimm, er ist ja nur unten platt.
Omg, das ist ja wirklich unglaublich, wir Europäer haben fast alle eine Anekdote über die Dummheit von Amerikanern, aber das übertrifft wirklich alles, was ich bisher gehört habe, LOL! Der Klassiker damals in den 80'er Jahren war es, dass viele Amerikaner glaubten, der Präsident von Deutschland sei Hitler...
Nee, aber zum Ernst zurück: Ich bin natürlich froh, dass nur die Reifen (und auch nur die vorderen) beanstandet wurden. Und ehrlich gesagt haben die mir nie gefallen, da die ziemlich laut sind. Ich hatte sogar mal in einem englischen Autoforum gelesen, dass wenn man Hankook-Reifen hat, man nach einiger Zeit wohl besser eine Metallica CD haben sollte... Jetzt ist die Gelegenheit gekommen, gleich alle vier zu tauschen. Warum nur die vorderen beanstandet wurden, ist mir ein Rätsel...
 
er ist ja nur unten platt.
An den Witz dachte ich auch. :)

Dein PC hat nicht nur abgefahrene Reifen, er würde auch eine Menge andere Mängel aufweisen, die zur Stilllegung führen müssten.
Der Elefant im Raum!

aber du kannst es dir in den Garten stellen und dich jeden Tag einige Zeit hineinsetzen und so tun, als würdest du damit fahren.
Solange kein Öl ins Erdreich tropft, sollte das tatsächlich klargehen.

Warum nur die vorderen beanstandet wurden, ist mir ein Rätsel...
Ich verstehe das auch nicht. Wenn man vorsichtig fährt und sich nur noch auf Kurzstrecke beschränkt, reicht das doch? Man muss ja auch nicht immer gleich neue Reifen kaufen, wenn man nur von A nach B will. :D
 
An den Witz dachte ich auch.
Omg, das ist ja wirklich unglaublich,
er ist ja nur unten platt.
OT ein, weil ich das offenbar verbockt habe und klar stellen will:
Das habe ich tatsächlich so erlebt.
Erzählt habe ich das aber nicht, um mich über die Dummheit anderer Leute lustig zu machen, auch, wenn das US-Amerikaner sind, die einen anderen Begriff von Bildung oder Allgemein-Bildung haben, als wir Älteren den womöglich in Zentral-Europa noch eingeimpft bekamen.
Dieser Farmer aus meinem Erlebnis kam ja langsam angefahren, eher schon angerollt. Er wusste offenbar, dass er einen Platten hatte und reagierte auf seine Art auf meine Bemerkung und zeigte mir damit ziemlich cool, dass ich Mister Naseweis bin und er seine Entscheidung selbst und in Abwägung seiner Prioritäten getroffen hatte. Es war ihm wichtiger gewesen, zu dem vereinbarten Termin so halbwegs rechtzeitig zu erscheinen, als sich um einen Ersatz für seinen defekten Reifen zu kümmern.
Ich hoffe, dass man mich damit nun besser versteht, ohne noch eine Diskussion über die unterschiedlichen Ziele von unterschiedlichen Bildungssystemen in der Welt zu führen, was vielleicht auch mal ganz unterhaltsam sein könnte, aber eben nicht hierher gehört.
OT aus.

Was ich meine, ist ungefähr dies, dass man nämlich selbst seine Entscheidungen treffen muss, auch hinsichtlich der IT-HW und dass man sich dabei natürlich auch nach seiner eigenen finanziellen Decke strecken muss, aber eben auch, nach seinen generellen Ansprüchen.
Nur geht es halt nicht, mit Plattfuß und ohne TüV mit 180 auf der Autobahn zu fahren.
Wenn man mit Plattfuß leben kann, muss man langsam fahren, oder so ähnlich.
 
Nur mal so aus Interesse: Was bringt denn bei Linux (z.Zt. wohl RL9 und Tumbleweed) diese neue Voraussetzung mit x86_x64-2? Irgendwelche bestimmten Performancevorteile, von denen dann auch FreeBSD im Zusammenhang mit dem neuen Linuxulator profitiert?
Ebenso Fedora und Ubuntu werkelt auch schon daran. Wird über kurz oder lang bei allen Mainstream Distros kommen - eben da Mainstream und nicht Rücksicht auf die 0.0001% Userbase die 15-20 Jahre alte HW verwenden, genommen wird.

Prinzipiell sollte es Performance bringen, da direkt auf Instruktionen die in den neueren Architekturversionen vorhanden sind optimiert werden kann. Ansonst müssten Teile vom Code doppelt vorhanden sein (inkl. Abfragen was ausgeführt wird) oder eben nur der alte Legacykram der nicht profitiert. Sollte also auch ein Argument für die Minimalisten und Puristen hier im Forum sein. Was es tatsächlich in Real-World Anwendungen bringt weiß ich allerdings nicht. Ich denke aber, eine Firma wie RedHat/IBM macht sowas nicht just for Fun.

RHEL 10 benötigt sogar -v3, was tatsächlich für mehr ein Problem sein dürfte, allerdings sagt RedHat auch zurecht, RHEL9 noch bis min. 2032 unterstützt, zudem Zeitpunkt sollten auch ein großteil der Rechner/Server -v3 kompatibel sein.
 
Prinzipiell sollte es Performance bringen, da direkt auf Instruktionen die in den neueren Architekturversionen vorhanden sind optimiert werden kann.

Ein Übersicht gibt bei den x86-64 Microarchitecture Levels:
  • x86_64-v1: ab 2003-2004
  • x86_64-v2: ab 2008-2011
  • x86_64-v3: ab 2013-2015
  • x86_64-v4: ab 2017-2022
Die Performance-Gewinne variieren je nach Anwendungsfall und CPU enorm. Von vernachlässigbar bis mehr als doppelter Performance ist alles dabei (1, 2, 3).

Pro Generation kann man überschlagsmäßig mit 1-5% mehr Performance rechnen (wie bereits erwähnt mit großer Standardabweichung).

Ansonst müssten Teile vom Code doppelt vorhanden sein (inkl. Abfragen was ausgeführt wird) oder eben nur der alte Legacykram der nicht profitiert. Sollte also auch ein Argument für die Minimalisten und Puristen hier im Forum sein. Was es tatsächlich in Real-World Anwendungen bringt weiß ich allerdings nicht. Ich denke aber, eine Firma wie RedHat/IBM macht sowas nicht just for Fun.

Auch nur wenige Prozent mehr Performance bedeuten für die selbe Workload weniger Server mit weniger Anschaffungskosten, weniger Energieverbrauch, weniger Kühlung und weniger Platzbedarf im Rechenzentrum.

RHEL 10 benötigt sogar -v3, was tatsächlich für mehr ein Problem sein dürfte, allerdings sagt RedHat auch zurecht, RHEL9 noch bis min. 2032 unterstützt, zudem Zeitpunkt sollten auch ein großteil der Rechner/Server -v3 kompatibel sein.

Version x86_64-v3 erfüllt jede ordentliche CPU ab 2013 (Intel Haswell) bzw. 2015 (AMD Excavator). Die Zielgruppe von RHEL dürfte die Einschränkung kaum stören.
 
Ich habe für meine Eltern einen AsRock Deskmini X600 mit Ryzen 5 8600G, 32 GB RAM und 1 TB SSD gebaut. Ohne die dämliche Windows 11 Lizenz - kein Kommentar, das ist ein schwieriges Thema - und WLAN-Karte ist man da bei rund 600€. Das ist sicher weit ab von High End, aber wesentlich besser als so manches, was man in diesem Forum so findet und für nahezu alles an täglicher Arbeit weitaus ausreichend schnell. Und da Zen 4 Generation dürfte es weit genug abgehangen sein, um unter verschiedenen BSDs nicht allzu viel Ärger zu machen. Habe ich allerdings nicht getestet.
Kann ich bestätigen: Wir haben die Dinger bei uns im Büro auch im Einsatz. Die haben vor allem die alten Midi-Tower unter den Tischen und den Kabelsalat beseitigt. Laufen einwandfrei. Einige Lüfter der boxed AMD CPUs kamen bei niedrigen Drehzahlen nicht klar und haben fürchterliches Pfeifen von sich gegeben. Da wurden die Kühler und Lüfter gegen leisere Varianten getauscht - und es war Ruhe im Karton!
 
Also ich bin mehr so ein Fan von meinem guten alten ATX-Gehäuse mit den zwei optischen Laufwerken, die ich manchmal nach wie vor noch nutze, z.B. um irgendeine meiner Musik-CD's zu rippen oder nochmal ein altes Spiel zu installieren. Ich bräuchte da wohl ein Board mit Prozessor und wahrscheinlich auch RAM, da es wohl keinen Prozessor (mind. wohl A10 von AMD) mit x86_x64-v2 mit Board gibt, der noch mit den DDR2-Riegeln funktionieren würde. Zusätzlich noch eine dedizierte Graka von AMD, da ich kaum glaube, dass eine APU deutlich mehr Grafikleistung bringen könnte als eine Geforce 750 GTX. Und ich will natürlich über die Leistung einer Geforce 750 GTX hinaus. Irgendwelche Vorschläge? Denn was könnte das Nächste sein, womit man dann auf die Schnauze fällt? x86_x64-v3 vielleicht...?
 
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