Kommendes Update auf FreeBSD 13

Photor

Well-Known Member
Hallo Forum,

demnächst steht ja das Update von FreeBSD 12.2 auf 13 an. Das letzte mal, dass ich ein FreeBSD Major-Update gemacht habe, war zu Zeiten von FBSD 7. Ich denke, es wird eine (gute) Anleitung geben.

Weshalb ich trotzdem hier frage, ist, dass ich bei der Neu-Installation ZFS als Filesystem gewählt habe - das ist neu für mich. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann ich mit ZFS einen Snapshot machen, den ich im Zweifelsfall (AKA fehlgeschlagenes Upgrade) wieder aktivieren kann. Ist das so? Und wie muss ich das machen, um es sicher zu machen?

Ciao,
Photor
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Teammitglied
Du kannst das System mit zfs snap snapshotten und mit zfs rollback später auf den Stand des Snapshots zurückkehren. Aber wenn du frisch auf ZFS installiert hast, unterstützt dein System Boot Environment. Sprich du kannst die aktuelle Installation klonen, den Klon updaten und wenn was Schief geht, bootest du ins alte System zurück. Das Stichwort dafür ist seit 12.0 bectl im Basisystem, davor war es beadm aus dem Ports. In meinen Leseeichen habe ich noch: https://vermaden.files.wordpress.com/2018/11/nluug-zfs-boot-environments-reloaded-2018-11-15.pdf Ist aber etwas wirr, fürchte ich.
 

Photor

Well-Known Member
Danke Yamagi,

mit Teil 1 der Antwort wäre ich ja schon zufrieden gewesen (wie ich nach einem schief gelaufenen Update das rollback machen muss, such ich mir noch raus). Aber genau das war der Grund - und Experimentierfreude - ZFS zu probieren.

In Teil 2 werde ich mich auch mal in Ruhe einlesen (Vor- bzw. Nachteile von clone gegenüber snap). Wenn es zu wirr wird, melde ich mich nochmal.

Ciao,
Photor
 

pit234a

Well-Known Member
Aus Neugierde und wegen dieser Beiträge:

habe ich heute mal einen Update auf die 13.0-BETA2 gemacht und oben wurde ja schon grundsätzlich zur Vorbereitung was gesagt.
Nun möchte ich aus meiner Erfahrung berichten:
Der Update war aus 12.2-RELEASE-p3 erfolgt.
Es gab nur bei zwei Dateien eine Nachfrage, ob das Mergen so in Ordnung sei. Das waren /etc/login.conf und /etc/ntp.conf. Für mich waren die Änderungen in Ordnung und sie wurden auch ohne Zutun gemerged.
Die ntp.conf erhielt offenbar neue Server-Einträge. Weil ich nur beim Booten einmal die Zeit synce, war mir das egal.
Neu ist und es wird darauf hingewiesen, dass nicht mehr die /etc/motd gilt und entsprechend gelöscht wird, sondern nun /var/run/motd genommen wird. Für mich bedeutet das, dass ich meine bisherige motd zunächst mal gespeichert habe und später nachsehen werde, ob ich sie wieder herstellen werde.
Weil ich irgendwo gelesen habe, dass nun powerd den powerd++ wieder erstezen kann, habe ich das in der rc.conf angepasst.

Der Wechsel zu 13 stellt einen großen Release-Wechsel dar, also mit Bruch der ABI und demzufolge Neubau aller installierten Pakete. Da ich nur Pakete benutze, ging das recht flott (habe ja nun auch endlich schnelles Internet) und dabei wurden 45 Pakete deinstalliert, die ich nicht sehen konnte, weil der Buffer auf meiner Konsole nicht ausreichend war. Ich hätte mich vielleicht besser remote aufschalten sollen. Naja, Schwund ist immer.
Es fehlt nun Opera (sicherlich noch mehr, aber der sticht ins Auge). Es gibt noch (wieder?) linux-opera als Paket, aber das wollte ich zunächst nicht nehmen. Stattdessen gibt es nun (wieder) chromium als Paket (und funktioniert sogar).

Zumindest auf diesem PC mit nvidia GraKa war das also kein Problem bisher.
Ich frage mich aber, ob angesichts der doch vielen Änderungen nicht vielleicht eine Neuinstallation angesagt ist. So habe ich doch viele Settings aus Bequemlichkeit einfach übernommen und das geht ja auch. Dann sieht man viele neue Sachen vielleicht nicht und denkt gar nicht darüber nach und womöglich verpasst man dann etwas.

Ein wenig erstaunt bin ich, dass es keinen Hinweis auf einen zpool upgrade gab. Ich dachte, dass mit 13 auch eine neue ZFS-Version käme?
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Teammitglied
Ich dachte, dass mit 13 auch eine neue ZFS-Version käme?
Ja und eigentlich müsste zpool upgrade auf einiges an neuen Features aktivieren. zfs upgrade ist aber tatsächlich nicht nötig. Weil nur das Pool-Format erweitert wurde, aber nicht das Dataset-Format.
 

Ego

Der Teufel im Detail
Das binary upgrade von 12.2-p3 auf 13.0-BETA2 (weil ich einfach nicht mehr auf das Release warten wollte wegen der Nutzung von drm-kmod) und heute nochmal auf BETA3 lief bei mir auch reibungslos. Das Einzige, woran ich mich als Unterschied zu vorhergehenden Upgrades erinnere, ist das oben bereits erwähnte mit motd.

zpool zeigt mir auf jeden Fall neue Features an
 

pit234a

Well-Known Member
Ja und eigentlich müsste zpool upgrade auf einiges an neuen Features aktivieren. zfs upgrade ist aber tatsächlich nicht nötig. Weil nur das Pool-Format erweitert wurde, aber nicht das Dataset-Format.
ja, so war das auch. Weil ich das zuvor gelesen hatte, machte ich das upgrade auch. Vielleicht schadet es nicht, das eh nach jedem größeren update zu machen.
und heute nochmal auf BETA3
dito. An diesem Rechner kein Problem und läuft bisher sehr gut.

Was mich wieder zu meinem alten Problem bringt, dass ich als unbedarfter Endanwender nicht in einer Mailing-Liste eingetragen bin und deshalb nur nebenher erfahre, wenn es neue Versionen gibt. Das ist normalerweise auch OK, ich hechele nicht hinter her und kann auch mit alten Versionen leben.
freebsd-update kann man (afaik) nicht dazu auffordern, verfügbare Versionen auszugeben.
Gibt es da andere Möglichkeiten?
War nicht auch mal die Rede von einem FreeBSD-Tool für binäre-System-Updates?
 

Andy_m4

Well-Known Member
Vielleicht schadet es nicht, das eh nach jedem größeren update zu machen.
Wobei es sinnvoll sein kann abzuwarten und es zeitnah nur dann zu machen, wenn man die neuen Features wirklich braucht.
Schließlich muss man (insbesondere in der BETA-Phase) damit rechnen das man doch noch auf irgendwelche Show-Stopper trifft und dann (zumindest temporär) wieder Downgraden muss und das geht mit nem aktualisierten ZFS eher nicht so gut.
 
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