Also, erst einmal solltest du wissen, dass WIN4BSD ein mehr oder weniger sinnloses Projekt war einen auf Windows angepassten Qemu zur Verfügung zu stellen. Das mag seinerzeit dafür einen Bedarf gegeben haben, inzwischen ist aber auch Qemu selbst dort sehr reif. Eine Lücke für WIN4BSD gibt es damit eigentlich nicht mehr. Bleibt also Qemu in Zwei Geschmacksrichtungen. Grundsätzlich sollte erst einmal gesagt sein, dass Qemu in erster Linie ein Tool für Systementwickler ist und erst in zweiter Hinsicht eine echte virtuelle Maschine für Endnutzer.
- Qemu - Qemu ist ein CPU-Emulator. Er ist entsprechend langsam, erreicht ca. 25% der nativen Leistung. der CPU. Ist dafür sehr stabil und reif, funktioniert in den meisten Fällen absolut problemlos. Wenn man was mit Qemu machen will, sollte man sich diese reine, unveränderte Variante in jedem Fall als erstes anschauen.
- Kqemu - Ist eine Erweiterung zu Qemu, die ihn in einen echten Virtualisierer verwandelt. Erreicht dann ca. 75% der LEistung des Hosts. Allerdings gibt es da zwei Probleme. Einmal war kqemu nie wirklich stabil. Nutzer riskieren Abstürze des Hostssystems und des Gastsystems, wirklich produktiv Arbeiten war und ist damit immer ein Kompromiss. Dann ist kqemu tot, es wird nicht mehr weiterentwickelt und damit ist es eh nur noch eine Frage der Zeit, bis er rausfliegt. Spätestens beim nächsten Qemu-Hauptrelease ist da sicher Schluss. Seitdem es VirtualBox für FreeBSD gibt, ist dort auch in Sachen FreeBSD-Fork die Luft raus.
Daher mal ganz anders gefragt. FreeBSD Unterstützt inzwischen jede Menge USB-Multimediakrams per Linuxulator und Video4Linux. Wäre es nicht besser erst einmal da zu schauen?