Wer es genau wissen will, intels originale Spezifikation für PWM-Lüfter:
Das ist doch mal was. Und da drifte ich denn doch mal ins "Geplauder": Wieviel unsinnige und irre-führende Beitäge im Netz könnte man sich sparen und statt dessen gleich auf solche, einfachen und verständlichen Spezifikationen hinweisen?
Wobei auch die Spezifikation des neuen Lüfters ja auch nur begrenzt hilft.
Man müsste schon wissen, was das MB da macht, denn die verwendeten Stecker und Gehäuse sehen mir nicht nach Standard aus. Nochmal: das Video habe ich nicht gesehen und weiß auch nicht, wie vertrauensvoll so etwas immer ist.
Ich würde da wenigstens ein wenig messen. Man kann vielleicht annehmen, dass die schwarze Leitung (SW) 0V transportiert und die rote Leitung (RT) die Versorgungsspannung. Das ist das Mindeste, was ich messen würde. Also SW - RT. Wenn hier konstant 12V anliegen, ist das schon mal gut. Ich würde sicher noch SW - WS messen.
Wenn alles so ist, wie ich mir das vorstelle, dann könntest du im alten Stecker auspinnen und durch den neuen Lüfter ersetzen:
(alt) SW gegen SW
(alt) RT gegen GB
(alt) WS gegen GN
und BL käme dann auf den freien Kontakt des alten Steckers. Oder würde einfach unberücksichtigt bleiben. Ich denke, dass er keinen störenden Einfluss ausüben kann, wenn er gesteckt und nicht vom MB benutzt wird.
Nun ist das aber alles ein wenig geraten.
Ohne Angaben, was das MB macht und kann oder wenigstens einige Messergebnisse, ist das vielleicht sogar zu weit aus dem Fenster gelehnt.
Es ist jedenfalls nämlich so, dass hier nicht das oben Gesagte gilt und die neueren Versionen kompatibel zu den älteren sind. Sofern ich das richtig sehe, sind die Stecker-Gehäuse auf dem MB nicht kompatibel zum Standard. Deshalb kannst du auch nicht einfach den neuen Lüfter einstecken, oder? (Das Bild kann ja täuschen)
Die Kontakte sind normalerweise im Gehäuse eingeschoben und arretieren dann mit einer Lippe, einer Art Feder, die an passender Stelle einrastet und ein Herausrücken des Kontakts aus dem Gehäuse verhindert. Mit einem ausreichend dünnen und stabilen Gegenstand, wie einer stabilen Nadel oder einer Büroklammer (es gibt natürlich für jedes Gehäuse auch genau passende Auswerfer-Werkzeuge, doch wer hat die schon?), kann die Feder zurück gedrückt und bei gleichzeitigem Zug an der Leitung der Kontakt aus dem Gehäuse geschoben werden. Um die Konstruktion zu erkennen, kann sich eine Lupe oder eine Brille ab drei Dioptrin (gibt es manchmal im Aldi für ein Euro) sehr gut eignen. Die oben erwähnte Büroklammer ist oft noch zu dick. Sie kann zwischen zwei kleinen Hämmern (100g - 200g) auf passendes Maß "geschmiedet" werden. Wird sie zu breit, kann mit einem feinen Seitenschneider einfach korrigiert werden.
Sind die Kontakte raus aus dem Gehäuse, können sie meist einfach in ein neues Gehäuse wieder eingedrückt werden. Manchmal ist es vorteilhaft, die federnde Lippe erst etwas aufzubiegen. Die Kontakte sind ja nicht zum laufenden Wechseln hergestellt. Das Mateiral ist nicht wirklich "federnd". Es kann vorkommen, dass die Lippe nach dem Auswerfen nicht mehr weit genug zurück springt und dann sieht das zwar alles gut aus, aber, wenn Druck gegen den Kontakt ausgeübt wird (exakt beim Stecken des Steckers), rutscht der Kontakt aus dem Gehäuse. Das fiese daran ist, dass man das mitunter nicht sofort merkt. Die Verbindung ist ja zunächst hergestellt. Der Stecker sitzt auch im Gehäuse, ist womöglich fixiert, aber: der Kontakt halt nicht. Er löst sich im Laufe der Zeit wird ein Quell der merkwürdigsten Probleme. Naja, bei einem Lüfter nicht gar so merkwürdig, aber grundsätzlich: einfach darauf achten. Nach Einschieben des Kontakts ins Gehäuse am Kabel ziehen und wackeln und prüfen, ob das wirklich sitzt.
Nun kommt das nächste Problem: die Stecker auf dem MB unterscheiden sich nur im Gehäuse, mir scheinen auch die Kontakte dicker, als beim neuen Stecker, sprich, als beim Standard.
Das solltest du prüfen. Entweder messen (Schieblehre, wenn es geht) oder die ausgeworfenen Kontakte stecken, bevor du sie ins Gehäuse schiebst. Du kannst auch alte Kontakte mit neuen Kontakten vergleichen. Mit der Vergrößerungsbrille sollte man Unterschiede sehen.
Je nachdem, wie es dann aussieht, kannst/musst du löten.
Du kannst die alten Kontakte an die Kabel des neuen Lüfters löten und dabei darauf achten, dass keine dicken Lötklumpen entstehen, die dann ein Einschieben in das Gehäuse blockieren. Ich würde das so machen. Du kannst aber auch das Gehäuse auf dem MB entfernen und direkt an die Stifte löten.
Genug. Vielleicht ist das alles im Video von oben ja viel besser erklärt. Frag einfach nach.