Laptop-Kühlerfan ansteuern unter OpenBSD 4.4?

chinroom2

Member
Hallo zusammen!

Mein Laptop, so fürchte, stirbt irgendwann den Hitzetot falls ich den Kühlerfan nicht motivieren kann etwas früher aktiv zu werden. Erst wenn ich mir die Pfoten an der Kiste beinahe verbrenne springt der Lüfter für wenige Sekunden an und schweigt dann wieder. Gibt es unter OpenBSD 4.4 eine Möglichkeit, die Auslösetemperatur für Lüfteraktivität zu definieren? Die Kiste ist ein ASUS M6000er Modell...

Unter Linux erinnere ich mich, konnte man die Werte entsprechend setzen.

Grüße
Marc
 
Beim Lüfter kann ich Dir leider nicht weiterhelfen (meine auch, das ist eher eine Frage des Bios). Aber Du kannst versuchen, mittels apm (8) die CPU entsprechend zu regeln.

Zum Beispiel über den Befehl "apm -C" (=cool running performance adjustment mode).

Alternativ kannste natürlich auch mal sehen, ob Dir acpi (4) weiterhilft.

ACPI ist beim M6 allerdings nicht per default aktiviert. Ich habe selber ein M6727NEUH und hab' keine Lüfterprobleme unter OpenBSD. Komme mit apm recht gut klar (aktiviertes ACPI lässt mein Laptop allerdings abschmieren).
 
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Gibt es unter OpenBSD 4.4 eine Möglichkeit, die Auslösetemperatur für Lüfteraktivität zu definieren? Die Kiste ist ein ASUS M6000er Modell...

Hallo, Marc!
Über Asus-Modelle weiß ich nichts, aber ich habe für meinen Dell Inspiron gerade ein kleines Tool geschrieben, das direkt das SMM BIOS ansteuert. Es ist abgekupfert von den "i8kutils" unter Linux (und daher GPL2-lizenziert). Außerdem nicht für Open-, sondern für FreeBSD.
Die Chance, daß es bei Dir funktioniert, ist sehr gering; und weil es von Root ausgeführt werden muß, bringt es Deine Kiste wohl zum Absturz.
Wenn Dich das nicht schreckt:
http://www.scheinast.homepage.t-online.de/i8kfan.tar.gz
Es schaltet die beiden Lüfter direkt und macht keine Temperaturregelung; dazu mußt Du es in ein passendes Skript kleiden.

Gruß
Tronar
 
Danke Euch beiden!
Ich habe nun die Variante gewählt, erstmal die Kiste mit apmd und apm -C in /etc/rc.local zu drosseln.
Fühlt sich nun schon viel geschmeidiger an....

Grüße
Marc
 
Ok - das Problem scheint wohl zu sein, daß die Temperatursensoren des ASUS M6Ne offenbar nicht unterstützt werden. Mit sysctl hw.sensors bekomme ich null Infos.

Das erklärt vielleicht, warum der Lüfter nur temporär anspringt, nämlich dann wenn man sich am Gerät schon die Finger verbrutzelt. Was der Lüfter so aus der Kiste rauspumpt riecht schon nicht mehr so lecker :-(

Hat noch jemand ne Idee, wie ich die Kiste vorm verkokeln retten kann und mich vorm Wechsel zurück auf Linux? Unter OpenSuse wurden die Sensoren unterstützt...

Liebe Grüße
Marc
 
schon mal probiert, acpi zu deaktivieren?

ACPI läuft nicht per default auf dem M6Ne - nix dual-core, altes Laptop;). Und wenn man ACPI auf dem M6Ne aktiviert, geht der Spaß erst richtig los: Alle meine bisherigen Versuche, resultierten in einem System-Freeze inkl. Totalaussetzer des Keyboards, dem (auf meinem Dilettanten-Niveau) nur mit einem Reboot beizukommen war.

@chinroom2

Was für ein Modell hast Du denn genau? Sollte unten drunter auf 'nem Aufkleber stehen. Und welche Bios-Version benutzt Du?

Ich frag' nur, weil mein M6Ne absolut problemlos mit OpenBSD läuft.
 
ich meinte nicht im laptop oder bios, sondern im kernel.

Auf die Gefahr hin, dass die Frage wirklich dämlich ist:

Wenn ich auf meinem M6Ne ACPI aktivieren möchte, muss ich am Bootprompt "boot -c" angeben und dann "enable acpi" gefolgt von "quit" eingeben (s. FAQ 5.8).

Aktiviere ich damit nicht ein Kernelmodul?
 
Auf die Gefahr hin, dass die Frage wirklich dämlich ist:

Wenn ich auf meinem M6Ne ACPI aktivieren möchte, muss ich am Bootprompt "boot -c" angeben und dann "enable acpi" gefolgt von "quit" eingeben (s. FAQ 5.8).

Aktiviere ich damit nicht ein Kernelmodul?

Nein, einen Treiber. (ladbare) Module werden unter OpenBSD kaum verwendet, und es gibt AFAIK auch nur eins im Portstree (fuer qemu).
 
Nein, einen Treiber. (ladbare) Module werden unter OpenBSD kaum verwendet, und es gibt AFAIK auch nur eins im Portstree (fuer qemu).

Hi kili,

vielen Dank für die Aufklärung:)! Hab' das wohl in gewohnter Linux-Manier interpretiert:D.

ACPI ist per default aktiviert. probier es mal mit "disable acpi"

Jaaaa, ACPI ist zwar aktiviert, wird aber ignoriert, wenn der Rechner 'nen single-core Prozessor hat. So ist das zumindest bei meinem Laptop. Beim Booten kommt jedenfalls immer eine Meldung die sinngemäß lautet "acpi not configured". Stattdessen wird automatisch das apm-Zeugs geladen.
Warum also sollte ich ACPI abwählen, wenn es doch vom System ignoriert wird?

Oder reden wir grade lustig aneinander vorbei:)?
 
Jaaaa, ACPI ist zwar aktiviert, wird aber ignoriert, wenn der Rechner 'nen single-core Prozessor hat. So ist das zumindest bei meinem Laptop. Beim Booten kommt jedenfalls immer eine Meldung die sinngemäß lautet "acpi not configured". Stattdessen wird automatisch das apm-Zeugs geladen.
Warum also sollte ich ACPI abwählen, wenn es doch vom System ignoriert wird?

Moin,

ich hatte die Tage ein ähnliches "Problem". ACPI ist per default aktiviert, aber auch apm. Und wenn ich die OpenBSD-FAQ richtig verstehe läuft alles über apm. [1]

Bei mir (was natürlich nichts heißt, da komplett andere Hardware) hat disable apm geholfen, damit acpi genutzt wird.

[1] http://www.openbsd.org/faq/de/upgrade42.html#acpi
Versuch mal apm zu deaktivieren, dann wird acpi genutzt ;)
 
Hui - da ist man mal 2 Tage nicht online und dann gibt es gleich so viele replies :-)

Also vielen Dank für den Tip, acpi zu deaktivieren. Der Rechner ist zwar immer noch warm aber nun within limits. Stinken tut er nun auch nicht mehr :-)

Liebe Grüße
Marc
 
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